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Freitag, 29. Juni 2012

Think Localy, Fuck Globaly

(Gogol Bordello)

Grüße hinaus ins Land des Halbfinalisten! Alter, was haben uns die Italiener gestern aber auch rund gemacht!!! Unfassbar! Aber für mich persönlich hat das nun auch ein Finale zur Folge, bei dem ich keine klare Präferenz habe. Auf der einen Seite die Spanier mit meinen Barca-Jungs und auf der anderen die heimliche Herzensmannschaft (wenn sie nicht gerade gegen uns spielen…).

Um sich abzulenken ist Musik immer ein gutes Mittel. Und so will ich nun dem etwas vernachlässigten Song-Stöckchen mal wieder einen Eintrag widmen. Heute geht es um das Thema:

10 Songs, mit denen man jeden ins Bett manövriert.

Na, was das wohl wieder heißen soll?!? Die Neon, die hat scheinbar eher auf die balladesque Schmuseseite der Musik abgezielt. Ihr wißt schon, Schmachtfetzen, bei denen sich in der Disse der Kevin an die Horstine-Schantalle kuschelt und bei der am Ende das dritte Kind vom fünften Vater bei raus springt. Solche Kitschnummern eben… Dorfdiskohits! Aber nicht bei mir! Einerseits gibt es so viele gute Rock Songs, die sich mehr oder weniger explizit mit dem Thema “flachlegen” beschäftigen, daß es schon fast ein eigenes Subgenre ist.  Andererseits gibt es auch viele Bands, die von ihrer ganzen Aura her einfach mal derart unterschwellig sexy daher kommen, daß am Ende eines Konzertes der Haumi mit dem Schneeschieber antanzen muß um die ganzen BHs von der Bühne zu schippen. Dabei können die über Lammkeulen singen statt über stramme Paarungsrituale im Backstagebereich… völlig egal fürs Endergebnis. Nicht umsonst sind die großmächtigen “Queens of the Stone Age” und der Schnurrbartmann himself in der Top 10 ein wenig… ähm, überrepräsentiert. Nochmal die Übersicht:

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Hier nochmal die Gesamtkategorien:

1. 10 Songs, die einem auf dem Weg zur Arbeit bessere Laune machen.

2. 10 Songs, mit denen man selbst Musiknerds dazu bringt, einem ein Mixtape zu machen (Anm. der Red.: ???)

3. 10 Songs, mit denen man sich abreagieren kann

4. 10 Songs, um an einem verkaterten Sonntag einfach im Bett zu bleiben.

5. 10 Songs, mit denen man einen Halbmarathon durchhält.

6. 10 Songs, um sich nach einer Trennung gezielt in hysterische Heulkrämpfe hineinzusteigern.

7. 10 Songs mit denen man jeden sofort zum Tanzen bringt.

8. 10 Songs, die einem das Leben erklären.

9. 10 Songs, um bei einer Fahrt an den Strand die Ellenbogen aus dem Autofenster zu legen (das soll mir übrigens mal einer vormachen… und zwar abwärts auf ner Bergstraße)

10. 10 Songs, mit denen man jeden ins Bett manövriert.

Und hier die heutige Auswahl:

10: Los geht es mal mit “We have All the Time in the World”, mit einer dieser Balladen; zumindest auf den ersten Blick. Wenn hier aber einer so einen Song mit der Weed – geschwängerten New Yorker Rotzlöffelcoolness rüberbringen kann, die der braucht um zu begeistern, dann die Fun Lovin Criminals. Leute, kauft deren Alben, die sind spitze!

09. Weiter gehts mit den Ärzten. 2000 Mädchen, ein Knaller der Song. Schon ganz schön unverschämt… unverschämt gut! Zwinkerndes Smiley

08. Queens of the Stone Age. Ich habs ja gesagt, daß die Jungs hier mit am Start sind. Hier mit einer der melodiösesten und ohrwurmtauglichsten, anglophonen Versionen von “Voulez vous couchez avec moi”. “I Wanna Make it Wit Chu” nennt sich das dann. Habe hier mal eine schicke Akustikversion ausgebuddelt für euch. Was allerdings ein wenig lächerlich wirkt, ist Joey Castillo, das Tier an den Drums, hier mit zwei solchen bunten Kastagnetten wedeln zu sehen… .

07. Nick Cave ist ja nun nicht unbedingt für die rosarote Brille bekannt, mit der er die Welt betrachtet. Umso mehr überraschte “Breathless”. Ein absolutes Unstück für Cave… eigentlich. Gebt euch das Live und ihr werdet es lieben! Darum gibts auch gleich mal die Version aus Dresden 2009! Allerdings konnte ich mich nicht zwischen diesem Song und Grindermans “Go tell the Women” entscheiden, was ja auch nix weiter ist als die Bad Seeds mit Midlife crisis. Also gibbet beide. Bei “Go tell the Women” ist es nicht so offensichtlich… es ist eigentlich ein Abgesang auf die Männerwelt. Einer mit Grooooove, der zum Trösten animiert.

06. Ein Klassiker jetzt. Frank Sinatra + Nancy Sinatra + Lee Hazlewood mit dem leider verwilliamsten / verkidmanschten “Something Stupid”. Einige Songs sind einfach groß und werden es immer bleiben

05. Hach, war das schön. So ganz ohne irgendwelche versauten Anspielungen. Ich kann euch versprechen, daß sich das mit Boots Electric ändert. Jesse “The Devil” Hughes, der Schnurrbart unseres Vertrauens läßt beim “Boots Electric Theme” mal ordentlich die Hosen runter und zwar nicht nur im übertragenen Sinne:

04. AC/DC, wer kennt ihn nicht, diesen dröhnenden Rock ‘N Roll Zirkus aus Down Under?!? Und was anderes könnte man hier bringen, als ihren Zweideutigkeits-Gassenhauer “Big Balls”?? Hier isser:

03. Auf Nr. 3 gibts nochmals etwas fürs zarte Gemüt. Die beste Entscheidung, die Mark Lanegan getroffen hat in den letzten Jahren, war das erste Album mit Isobell Campbell. “Ballad of Broken Seas” ist nicht nur an sich ein toller Song, sondern dieses Duett verleiht der räuchernden Saloonstimme von Lanegan urplötzlich eine schon fast romantische Dimension… ein gesungener Schlafzimmerblick:

02. Jetzt mal was ganz was anderes. Balkan-Pop-Rock-Gypsy-Punk-Irgendwas! Und wer macht da den besten? Genau, Gogol Bordello! Gut, die sind jetzt nicht wegen dem Bandnamen in der Liste, auch wenn das nahe liegen würde. Aber “Think Locally, Fuck Globally” ist einfach ein herrliches Stück Musik:

01. Wer sonst könnte denn oben stehen, wenn nicht die Queens of the Stone Age?! Und womit sonst, wenn nicht mit “Skin on Skin”. Ich will gar nicht wissen, wann Josh den geschrieben hat… naja, immerhin hat er schon ein Kind, wird also wissen wie’s geht *fg*. Nicht so lustig ist allerdings, daß ich den nicht gefunden habe. Hmm… naja, dann gibts halt hier auch zwei Erstplatzierte. Die Eagles of Death Metal mit “I Want You So Hard (The Boys Bad News)” hormonell spielen die ja eh in der selben Liga. Das gibts aber nur als Verlinkung… anders geht leider nicht:

KLICK

Freitag, 15. Juni 2012

MY CITY OF RUINS

(Der Boss)

Thank God it’s Friday! Und nicht, daß es vor hätte… aber heute möchte ich euch mal meine 10 Songs, um an einem verkaterten Sonntag einfach im Bett zu bleiben vorstellen. Diese haben ja schon die eine oder andere Voraussetzung zu erfüllen. Sie müssen zunächst einmal “mellow” sein, wie man so schön sagt. Die ansonsten hoch verehrte Sirenenstimme eines Chris Cornell, wie er sie etwa in “Beyond The Wheel” auspackt, die will ich an so einem Tag nicht hören. Auch allzu schnell und laut sollte es nicht sein – jedoch schon ein wenig Pep haben. Schöne, ruhige Hintergrundmusik, die einen durch den Tag trägt und den dröhnenden Schädel sanft umschmeichelt. Lounge-Musik. Was die Neon da vorschlug, ist zwar schön und gut, trifft meinen Geschmack aber nicht so ganz. Heute gibts also Alternativen. Hier nochmal die Gesamtübersicht zur Erinnerung:

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Hier nochmal die Gesamtkategorien:

1. 10 Songs, die einem auf dem Weg zur Arbeit bessere Laune machen.

2. 10 Songs, mit denen man selbst Musiknerds dazu bringt, einem ein Mixtape zu machen (Anm. der Red.: ???)

3. 10 Songs, mit denen man sich abreagieren kann

4. 10 Songs, um an einem verkaterten Sonntag einfach im Bett zu bleiben.

5. 10 Songs, mit denen man einen Halbmarathon durchhält.

6. 10 Songs, um sich nach einer Trennung gezielt in hysterische Heulkrämpfe hineinzusteigern.

7. 10 Songs mit denen man jeden sofort zum Tanzen bringt.

8. 10 Songs, die einem das Leben erklären.

9. 10 Songs, um bei einer Fahrt an den Strand die Ellenbogen aus dem Autofenster zu legen (das soll mir übrigens mal einer vormachen… und zwar abwärts auf ner Bergstraße)

10. 10 Songs, mit denen man jeden ins Bett manövriert.

Na dann, legen wir mal los:

10. Nightwish – Nemo (Akustik) Die Überraschung der diesjährigen Tour. Der sozusagen “größte Hit” einfach in eine Akustikversion umgestrickt und somit vollkommen umgemodelt in seiner Außenwirkung.

09. QOTSA beherrschen auch die leisen Töne. Mit “This Lullaby” gibt es Kontrastprogramm zum sonstigen Riff-Tornado. Bei solchen Dingern und vor allem bei dem Kontrast zum sonstigen Wirken merkt man erst, wie verflucht gut Josh Homme an der Klampfe ist… verboten gut bisweilen.

08. Murder By Death zum ersten. Wohltuend dicht fließt das gute Shiola vor sich hin. Eckt nicht nennenswert im Gehörgang an und verzichtet auf schmerzhafte Extravaganzen.

07. Wenn man ein längeres Stück hören und genießen will, während man im Dämmerzustand in den Federn liegt, dann sollte man Bruce Springsteen and the E Street Band greifen, genauer gesagt zum angenehm melancholischen, aber am Ende auch hoffnungsvollen “My City of Ruins”. Und mal ehrlich: So fühlt man sich doch auch.

06. Pearl Jam treffen mit ihrem “Nothingman” genau den musikalischen Ton, den man an so einem Katertrag braucht, textlich vielleicht nicht ganz passend, aber einfach ein wunderbarer Song. Die Kombination mit “Wishlist” in Rotterdam 2009 werde ich nie vergessen… epochal!

05. Emiliana Torrini. Klar, man kennt sie als die Frau, die “Jungle Drum” gemacht hat. Aber Gott sei Dank hat die Isländerin wesentlich mehr zu bieten und der Hungerhakencasting-Soundtrack ist eigentlich nur ein beschwingtes, kleines Zwischenstück auf ihrem letzten Album. Hört euch die älteren Scheiben an und entdeckt eine unglaublich vielseitige Sängerin! Mit “Today I sing the Blues” haben wir hier auch ein herrlich schädelschonendes Beispiel für den zerbrechlichen gute-Laune Alternative-Electro-Rock-Pop (oder was auch immer sie da tut). Wer ein Einsteigeralbum sucht, dem sei nebenbei “Love in the Time of Science” wärmstens empfohlen.

04. Murder by Death zum zweiten. Mit Holy Lord, Shawshank Redemption beweisen sie mal wieder, dass sie die Meister der düster – beschwingten Wohlfühlmelodei sind, bei der man sich unterschwellig immer ein wenig schuldig fühlt, daß sie einem gefällt.

03. Klangwelten von der Eisinsel, mal wieder. Überhaupt ist dieses heutige Mini-Mixtape sehr Island – lastig. Kann nix dafür, die machen nun einmal überdurchschnittlich gute Musik für so ein mickriges, landschaftlich aber reizendes Inselchen. Hier sind die einmaligen Sigur Rós mit Ny Batteri

02. Nick Cave & The Bad Seeds werden ja oft verkannt, wenn man sie nicht kennt zumindest. Viele denken, der Großmeister himself würde nur bittersüße, finstere Hymen aus der Zwischenwelt produzieren, was so nicht stimmt. Aber “We came along This Road” passt zufällig mal in dieses Klischee, was den Song aber keineswegs schlechter macht.

01. Der oder die ultimative “Get Well Soon” – Musik kommt eben nicht von Get Well Soon, sondern es ist der Lord of the Rings Soundtrack (Teil 1 –3). Einer der geilsten Soundtracks aller Zeiten und zur Genesung geradezu geschaffen! Glaubt mir, ich habs probiert. Zwinkerndes Smiley Exemplarisch mal das Mordor-Theme.

Dienstag, 12. Juni 2012

RAINING BLOOD

(Slayer)

Gut, heute ist Dienstag, aber trotz all dem “bääähhhhh”, “puhhhhh” und “binschvieleischtfertschmiddaweld” habe ich noch Lust und Laune euch Teil drei der Neon Versongblogstockung zu präsentieren. Vielleicht geht aber eine Zusammenstellung zum Thema “10 Songs, mit denen man sich abreagieren kann” auch nur an einem Dienstag. Zwinkerndes Smiley 

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Hier nochmal die Gesamtkategorien:

1. 10 Songs, die einem auf dem Weg zur Arbeit bessere Laune machen.

2. 10 Songs, mit denen man selbst Musiknerds dazu bringt, einem ein Mixtape zu machen (Anm. der Red.: ???)

3. 10 Songs, mit denen man sich abreagieren kann

4. 10 Songs, um an einem verkaterten Sonntag einfach im Bett zu bleiben.

5. 10 Songs, mit denen man einen Halbmarathon durchhält.

6. 10 Songs, um sich nach einer Trennung gezielt in hysterische Heulkrämpfe hineinzusteigern.

7. 10 Songs mit denen man jeden sofort zum Tanzen bringt.

8. 10 Songs, die einem das Leben erklären.

9. 10 Songs, um bei einer Fahrt an den Strand die Ellenbogen aus dem Autofenster zu legen (das soll mir übrigens mal einer vormachen… und zwar abwärts auf ner Bergstraße)

10. 10 Songs, mit denen man jeden ins Bett manövriert.

10. Los geht es mit der passiv-aggressiven Variante des Abreagierens. Der Moment, wenn einem das alles so brachial auf die Ketten geht, daß man es zunächst nur noch über sich ergehen läßt, und nur grimmig in sich hinein klingonisiert”bortaS bIr jablu'DI' reH QaQqu' nay'!” und dabei im Wesentlichen den Lösungsansatz der Eagles of Death Metal im Sinn hat, Midnight Creeper:

09. Pearl Jam – Lukin. Das ist ein Song, der nicht einmal eine Minute dauert, aber irgendwie alles und jeden auf Konzerten mal so richtig durch den Wolf dreht. Gerne auch mal auf rund 50 Sekunden Laufzeit herunter beschleunigt. Purer Stressabbau!

08. Die Wüstensöhne von Kyuss tragen die Verantwortung für unseren nächsten Song. Alles was man wissen muß, ist folgende Zeile: “You’ve been burnt by my lighter, veah you’ve been burnt by my lighter… and my lighter is HEEEEEEEELLLLLLLLLd down by my thumb!!!!” Passt auch viel besser! Thumb:

07. Jetzt wirds mal Deutsch. Der Anti-Song meiner Jugend. Das “fuck the system” meiner Generation… was haben wir uns damals mit diesem Lied identifiziert, als wir in zerlumpten Klamotten und mit kunterbuntem Haupthaar durchs Gymnasium rockten… Die Ärzte – Rebell:

06. Ein sehr schöner Song zum ultimativen Abreagieren ist auch der Urzeitkracher “Tractor” der Mannen um Monster Magnet. Textlich eigentlich die reinste Drogenhölle, so hat das Ding vor allem live die Wucht einer startenden 747 und bläst einem die Gehörgänge mal so richtig durch:

05. Noch so ne kurze Nummer der Marke “Lukin”, aber auch Soundgarden beweisen mit ihrem Kickstand, daß es nicht immer die 9 Minuten Hymne sein muss… man kanns auch mal auf den Punkt bringen:

04. Da sind sie mal wieder, die lebenden Legenden Motörhead. Jedes Mal, wenn Lemmy sein “onetwothreefour” ins Mikro grunzt, erwartet das Publikum nichts geringeres als Going to Brazil. Geschrieben wurde er angeblich zu ehren der Nummer 2 dieses Kanons.

03. Wo wären wir denn hier, wenn nicht auch die Trash-Ikonen aus Frisco hier ihren Beitrag leisten dürften. Wie ein Monstertruck auf Koffeintabletten und LSD kommt Metallica mit Battery daher und plättet einen:

02. Langezeit meine Nr. 1 was Songs zum Abreagieren angeht, aber mittlerweile ganz, ganz, ganz, ganz, GAAAAANZ knapp distanziert vom neuen Spitzenreiter. Sepulturas Roots Bloody Roots hat zwar das Calavera – typische Röhren und Grunzen, andererseits aber auch eine unglaublich geile Melodieführung wie ich finde. Aber hört selbst:

01. Unangefochten auf der Numero Uno sind mittlerweile Slayer mit Raining Blood gelandet. Wenn mal wieder alles zu spät scheint, dieses Ding rein legen, mitgröhlen und vor allem diese brutale Killerriff genießen, das von Doublebasedrumattacken nach vorne gepeitscht wird.

Samstag, 9. Juni 2012

SONG 2

(Blur)

Auf zur zweiten Runde im “10 Songs,…” NEON – Korrigier – Wettbewerb.

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Ich habe diese Woche ja schon begonnen mit den 10 Songs, die einem das Leben erklären. Heute habe ich irgendwie Bock auf “10 Songs, mit denen man jeden sofort zum Tanzen bringt.” Also mache ich das doch einfach mal. Hier nochmal die Gesamtkategorien:

1. 10 Songs, die einem auf dem Weg zur Arbeit bessere Laune machen.

2. 10 Songs, mit denen man selbst Musiknerds dazu bringt, einem ein Mixtape zu machen (Anm. der Red.: ???)

3. 10 Songs, mit denen man sich abreagieren kann

4. 10 Songs, um an einem verkaterten Sonntag einfach im Bett zu bleiben.

5. 10 Songs, mit denen man einen Halbmarathon durchhält.

6. 10 Songs, um sich nach einer Trennung gezielt in hysterische Heulkrämpfe hineinzusteigern.

7. 10 Songs mit denen man jeden sofort zum Tanzen bringt.

8. 10 Songs, die einem das Leben erklären.

9. 10 Songs, um bei einer Fahrt an den Strand die Ellenbogen aus dem Autofenster zu legen (das soll mir übrigens mal einer vormachen… und zwar abwärts auf ner Bergstraße)

10. 10 Songs, mit denen man jeden ins Bett manövriert.

Ich habe beim Aufstellen der Liste gemerkt, daß ich aus unerfindlichen Gründen schon arg Live-lastig bin. Disse und Proletenschubse mit ihren Werbeplakaten á la “Doppeldecker-Party”, “Hohl as you are – Night” oder “Exklusivset von DJ Dorfdepp” haben mich noch nie sonderlich interessiert. Ich bin jemand, der sich abgewetzte Hosen, ein Bandshirt und wahlweise die schicke Konzertweste überstreift und lieber ein Mal im Monat ein vernünftiges Rock oder Metal -Konzert in einer alten Industriehalle mitnimmt statt sich jedes Wochenende auf zu stylen und zu tumben Club-Sounds den Hampelmann zu machen während um mich herum jede® zweite das Duckface für den Partyfotografen übt.. War schon immer so. Also sind meine Songs irgendwie auch davon beeinflusst. Bei ihnen bleibt einfach kein Fuß ruhig, kein Kopf ungeschüttelt oder kein Refrain publikumsseitig ungesungen.

10. Eine dieser Songwalzen, die erst langsam ins Publikum rollen, dann aber den Saal amtlich zum brodeln bringen. Ich habs erlebt, die reinste Livenummer: Kyuss – Supa Scoopa and Mighty Scoop

PS: HIER die Liveversion aus Dresden, damit ihr mal nen Eindruck habt was da losging. Aber Sound ist leider bissel mies.

9. Wenn hier einer Hymnen im Dutzend raushaut, dann ja mal die Foo Fighters. Wahrscheinlich könnte man die ganze Liste nur mit Foo – Songs füllen, was aber nicht Sinn der Sache ist. Hier mal mein Favorit von den früheren Alben. Ladies and gentlemen: The mighty Foo Fighters – Generator

8. Auch Nummer drei durfte ich schon Live mitnehmen. Gut, es ist ein wenig bekannter, Main Stream – tauglich… aber das ändert ja nix daran, daß es eine feine Beweg-Deinen-Arsch-Nummer ist. Kaiser Chiefs – Never Miss a Beat

7. Es ist eine Schande, daß man dazu kein vernünftiges Video findet! Aber was die Queens of the Stone Age aus Never Say Never gemacht haben, das ist einfach nur bewundernswert. Ein Super Song auch zum Auto fahren im Übrigen… aber dazu kommen wir ja noch.

6.Er kommt meistens im Encoreblock eines Motörhead – Konzertes. Wenn man schon weit über eine Stunde zum humorlosen Back-to-the-Roots Rock abgehen durfte, in dem sich der Blues immer hinter einer Wand aus Lärm zu verstecken pflegt, dann hauen Lemmy und Konsorten einem plötzlich den Whorehouse Blues um die Ohren… und das ist fantastisch, was da aus so einer Halle werden kann.

5. Steelers Wheel – Stuck in the Middle with You Wir kennen es alle aus Reservoir Dogs… Tarantinos Erstlings-Kracher. So sah das damals aus:

Und tanzen muss man dazu irgendwie immer wie Michael Madsen…

4. Tja, mit dieser jungen Frau ist uns eine Menge an guter Musik verloren gegangen. Aus dem “Club 27” singt Amy Winehouse – Valerie

Einbinden klappt nicht, daher einfach HIER KLICKEN für die überaus tanzbare Mark Ronson Version.

3. Stellt euch mal vor: Mit nicht einmal 300 Mann in einem beengten, von der Band zu geräucherten Kellergewölbe irgendwo unter den Straßen von Jena zusammengepfercht. Luft ist verbraucht, überall hängt Bierdunst und Schweiß, es ist heiß und dann viel zu eng. Und dann packen Brant Bjork and the Bros plötzlich Porto aus… Smiley mit geöffnetem Mund diesen monströsen Groove-Hammer.

2. Klassiker unter den Mitreißliedern. Der gehört einfach hier rein. Wer hat denn nicht binnen der letzten 10 Jahre irgendwann einmal auf irgend einer Partytanzfläche gestanden und dann sind um einen herum alle einfach ausgerastet, als Song 2 von Blur erklang…

NR 1: Hier gehört einfach das goldene Kalb der Pearl Jam Gemeinde hin! In der leisen Hoffnung, daß ich dieses Jahr endlich mal dabei bin, wenn die Herren Instrumente tauschen und ihre unfassbar geniale Nummer von der einzigartigen No Code unters Volk bringen. Ich habs zwar noch nicht selber erlebt, aber da dann mitten im FOS zu stehen, das muß der Wahnsinn sein. Pearl Jam – Smile Hier mal das kleine Fan-Video-Schmankerl der Herren, sehr geil übrigens der Schnitt nachdem Mike der Antrag per Pappschild gemacht hat. Da muß ich immer… naja, lächeln.

Mittwoch, 6. Juni 2012

(DAS LEBEN IST EIN) HUND

(Wizo)

Die MsPittili hat sich letztens irgendwann mal die Neon geholt, Grund war unter anderem ein kleines Büchlein, welches dem Ding anhing und das in etwa so aussieht:

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Ich habe es soeben wieder entdeckt und mal schnell durchgeblättert… nee, nee! Das geht so nicht, liebe Neon! Hättet ihr da mal lieber einen Experten ran gelassen. Jemanden mit anständig Sachverstand, einen Musiknerd – kurzum: jemanden wie mich! Auch wenns durchaus ne feine Idee ist, das ganze in folgende 10 Unterkategorien zu unterbasteln:

1. 10 Songs, die einem auf dem Weg zur Arbeit bessere Laune machen.

2. 10 Songs, mit denen man selbst Musiknerds dazu bringt, einem ein Mixtape zu machen (Anm. der Red.: ???)

3. 10 Songs, mit denen man sich abreagieren kann

4. 10 Songs, um an einem verkaterten Sonntag einfach im Bett zu bleiben.

5. 10 Songs, mit denen man einen Halbmarathon durchhält.

6. 10 Songs, um sich nach einer Trennung gezielt in hysterische Heulkrämpfe hineinzusteigern.

7. 10 Songs mit denen man jeden sofort zum Tanzen bringt.

8. 10 Songs, die einem das Leben erklären.

9. 10 Songs, um bei einer Fahrt an den Strand die Ellenbogen aus dem Autofenster zu legen (das soll mir übrigens mal einer vormachen… und zwar abwärts auf ner Bergstraße)

10. 10 Songs, mit denen man jeden ins Bett manövriert.

… so ist die darunter getroffene Auswahl dann doch ein wenig kaschprig. Liebe Neonmenschen: Geht mal kurz beiseite und laßt den Onkel das mal korrigieren, ihr NOOBS!  Fangen wir mal an mit:

Punkt 8: 10 Songs, die einem das Leben erklären

“Dont’t Eat Yellow Snow” von Frank Zappa ist ja immerhin schon einmal dabei. Das finde ich so großartig, daß ich es fast dreist übernommen hätte. FAST, denn dann merkte ich, daß ich für meine Songs locker flockig die 10 freien Plätze brauche.  Hier mal meine Alternativvorschläge zu Deichkind, Cat Stevens  und NAS (kennt den eigentlich noch wer?!?). Welche Songs erklären einem also meiner Meinung nach was über das Leben – auch augenzwinkernd, aber eben nicht nur:

10. Basiswissen: Farin Urlaub Racing Team – Glücklich

9. Was man grundlegend über das Leben wissen muss ist wohl, daß es mit Spaß, positiver Einstellung und einer gesunden Portion Blödsinn noch am ehesten erträgt. Die Herren Spaßmetaller von J.B.O. erläutern das mal eben. J.B.O. – Bolle

8. Boots Electric, der Meister des Schnurrbartes und hauptberuflicher Frontmann der Eagles of Death Metal versucht uns hier mal zu erleuchten. Es klingt irgendwie banal aber “It’s much easier without complexity”. Boots Electric – Complexity

7. Nicht das Leben an sich wird vordergründig beleuchtet, aber metaphorisch dann doch zumindest der Weg, den die globalisierte Welt so geht. Romantiker und Deregulierungsfetischisten, hört mal genau hin bei WIZO – Die letzte Sau

6. Der nächste Song ist auch mal wieder wegen einer bestimmten Passage dabei: “Someone tried to tell me something / Don’t let the world bring you down”. Mehr braucht es manchmal auch nicht. Und wenn diese Textzeile von Soundgarden nicht hilft, dann eben die namensgebende Zeile “Blow up the Outside World”:

5. Ein genialer Einfall, so ein Leben mal in einen einzigen Song zu packen. Wer hatte ihn? Nein, nicht die Schweizer, sondern die Jungs von Topf. Hier mal in einer feinen Orchesterversion: Blumentopf – Manfred Mustermann

4. “WHAT DON’T KILL YOU, MAKE YOU MORE STRONG (… SHOW YOUR SCARS)” Ist halt kein Ponyhof hier! Metallica – Broken, Beat and Scared

3. Nochmal WIZO! Die bringen es in bester Punkrockmanier irgendwie auf den Punkt. Die waren damals übrigens eine meiner Lieblingsbands… ganz damals, als ich noch mit giftgrünen Haaren und in ihrem “Bring Dich um!” Bandshirt durchs Gymnasium wabte. WIZO mit “Hund”

2. Hier kommt mal wieder Pearl Jam ins Spiel mit ihrem Riot Act Manifest für ein selbstbestimmtes Leben. Es ist nicht ihr bester Song, auch nicht mein liebster von ihnen. Er ist nicht einmal annähernd in den Top 10, aber die Lyrics sind einfach ganz groß:

1. Und schließlich die ultimative, lemmyesque auf den pointierten Punkt gegrunzte Wahrheit über diese ganze Veranstaltung hier. Sozusagen sowas wie eine gesungene “42”: Motörhead – Life’s a Bitch

“I don't know what you see,
I don't know the score,
But if you don't like blood,
You better close the door,”

Demnächst schnappe ich mir mal die nächsten 10 Stück. Smiley