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Dienstag, 9. Oktober 2012

WHITE NIGHT FANTASY

(Nightwish)

Nach dem eher kulinarisch und politisch subkorrekt angehauchten Blogbeitrag am Nachmittag möchte ich euch heute natürlich auch ein paar kleine optische Eindrücke vo Helsinki verschaffen. Leider zum vorerst letzten Mal. :-( Morgen 13:10 Uhr Ortszeit hebt hier nämlich ein Air Berlin Flieger gen Berlin ab, an dessen Bord sich meine Wenigkeit wohl befinden wird.

BTW: Liebe Air-Berlin-Angestellte: Seid ihr eigentlich sicher, daß ihr anständig bezahlt werdet? Wären nicht eine 23 Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich, eine 76,34%ige Gehaltserhöhung und ein vierzehntes sowie fünfzehntes Monatsgehalt zuzüglich Osterzuwendung, Pfingstzuschuß und natürlich Sylvesterpauschale i.H.v. jeweils 3780€ netto als Gesamtpaket ein lohnendes Streikziel? Ich schlage vor, ihr fangt mit der Durchsetzung eurer absolut legitimen Forderungen hier in Helsinki an… am besten sofort! Ich glaube an euch, denn mit eurer ehrlichen, harten Arbeit habt ihr es euch verdient, auch ein Stück vom Kuchen ab zu bekommen! ;-)

Zu unserem Urlaub passt es auch irgendwie, daß wir “DAS” Tourihighlight von Helsinki erst ganz am Schluß “machten”. (Man schaut sich im Urlaub ja nix mehr an, man “macht” ja mittlerweile. Genießen ist überbewertet, weil zu passiv… “Macher” braucht die Freizeit!) Das war aber eher zufällig, denn wir stiefelten praktisch jeden Tag drum herum wenn wir denn in Helsinki waren. Außerdem ist das Ding optisch sehr ansprechend und wirklich schick, sodaß wir es bestimmt nicht absichtlich umgangen haben. Kam halt so. Und heute waren wir endlich vor Ort und “machten”… nein, wir nicht, wir "besichtigten” noch ganz old school die Helsinki Cathedral.

cathedral 1

cathedral 2

catherdral 3

catheral 4

cathedral 5

catheral 6

Montag, 8. Oktober 2012

HIT THE CITY

(Mark Lanegan)

Hier noch ein kleiner Nachschlag zum heutigen Musikantenposting. Ein paar schöne Impressionen, welche wir gestern und heute in der finnischen Hauptstadt sammeln konnten. Los geht es mit dem meiner Meinung nach sehr, sehr schönen Denkmal, welches die Finnen "ihrem" Jean Sibelius gesetzt haben:




... und jetzt die International Stone Church Helsinki


... so drücken die Nordmänner übrigens "100 Jahre Demokratie in Finnland" aus:


... abschließend noch Olympiaturm Helsinki nebst der dazu gehörigen Aussicht :-)


(... ich will hier eigentlich gar nicht wieder weg...)

AMARANTH

(Nightwish)

Mahlzeit! Heute, also vorhin, sind wir bei einem kleinen Bummel durch Helsinki auf etwas richtig cooles Gestoßen: Straßenmusiker. Das ist jetzt durchaus ernst gemeint, denn die waren unterhaltsam, witzig und auch noch gut. Man blieb gerne stehen, hörte zu und applaudierte nach den Songs. Obendrein waren wir auch gern bereit den Kerls ein wenig Kleingeld in den Gitarrenkasten zu werfen. Das alleine zeigt schon, daß wir relativ beeindruckt waren. In Deutschland mache ich das nie - oder nur sehr sehr selten, was vor allem an der Art liegt, wie da Straßenmusik zelebriert wird. Entweder hackt da ein verfilzter Lehramtsstudent im 26. Semester unmotiviert auf einer abgeschranzten Gitarre herum und mumelt unverständliche Textzeilen oder man sieht sich einem dieser peruanischen Panlötenorchester gegenüber. Ich weiß nicht warum, aber in Deutschland scheinen die erfolgreich zu sein mit ihrem Gedröhne, warum auch immer. Das geht sogar so weit, daß man einen dieses Pfeifenheinis mit seiner Lamafelldecke zum "Supertalent" wählte. Als ob man sie in den Fußgängerzonen zwischen Flensburg und Freiburg nicht ohnehin schon genug hören würde, diese hohlen, sonoren Röhrenopern.

Die Etnofraktion findet das meist ganz toll, weil sie meint, daß da ein "fremdes Volk" mit ihnen "seine kulturellen Eigenheiten teilt" und in eine Art "interkulturellen Dialog" eintreten will. Pustekuchen! Die wollen nur eure Kohle, mehr steckt nicht dahinter! Das alleine ist ja für Straßenmusiker nicht einmal verwerflich, aber diese Eintönigkeit nervt halt; und an der sind wir Deutsche Schuld. Warum? Na, wenn da nicht funktionieren würde, würden die die hispanischen Flötenfiedler sich was Neues ausdenken müssen und wir würden nicht im akustischen Einheitsbrei ersaufen. Aber wie dem auch sei, Helsinki ist Gott sei Dank nicht Bottrop und so bekommt man hier noch was richtig erfrischendes geboten für seine Penunzen... viel Spaß: