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Montag, 21. Januar 2013

DISSIDENT AGGRESSOR

(Slayer)

Wer meinen Blog liest, der weiß, daß ich eher selten in die ganz privaten Themen abdrifte. Das soll auch in Zukunft so bleiben, aber mir ist vorhin etwas passiert, das mich entsetzt hat und von dem ich denke (jetzt denke), daß es irgendwie auch eine nette Anekdote für den Blog ist. Zwar nicht so gut wie die Anekdote vom Rauswurf Udo Latteks bei den Bayern 1974, aber durchaus ne nette welche.

Heute gedachte mein Auto ein jemand zu “rammen”, der sich in der Folge als “Auto Ali” vorzustellen bequemte. Sofern es nun anders klingen mag im Berichte, so versichere ich euch, daß ich mich während der Vorkommnisse in wechselnden Ausprägungen meines persönlichen Rage-Modes befand und um der Ehrlichkeit den Vorzug zu geben: Ich hasse diesen Kerl für sein schändliches Tun und wünsche ihm die FDP an den Hals; und PETA und die Emma… und Dieter Bohlen im Balzmodus! Also im Wesentlichen soll ihn ein wie der Brüderle aussehender nackter Feministenveganer versuchen singend zu begatten… öffentlich und zur Rushhour! Das hätte er sich verdient. Gut, es ist jetzt nicht viel passiert, mein Nummernschild vorne hat eine große Delle, der Igor an sich befindet sich in einem im Vergleich zu gestern uneingedellten Gesamtzustand. Wie kam es nun zu dero Frevelei, das möget ihr nun fragen. Vorweg sei noch geschickt, daß wir hier weder Glatteis, Schneechaos noch nennenswert viel Neuschnee haben. Hier ist Winter (bestenfalls) Stufe medium – das Wetter ist also auch keine Ausrede. Gut, also ich parkte längs ein, stieg aus und wollte mich soeben von meinem Auto entfernen, als es plötzlich gut vernehmbar polterte und der Igor neben mir zu wackeln begann. Entsetzt stürmte ich zur Kontaktstelle (flüchtig nix festzustellen) und anschließend noch entsetzter zum gerade im Ausparken befindlichen PKW vor mir der meinen Streitwagen offenbar gerade mit seiner Anhängerkupplung beim Zurücksetzen gerammt hatte. Als mich der Heinz bemerkte… oh, sorry, der heißt ja “Auto Ali”… also als mich der, der sich kurz darauf als “Auto Ali” vorstellen sollte bemerkte, stieg er widerwillig aus. Insgeheim hatte er wohl schon mit einem Wegfahrmanöver geliebäugelt.

Wer mich kennt, der weiß nun aber, daß ich was meinen Igor angeht keinen Spaß verstehe. Ich war zwar erleichtert, daß es “nur” das Nummernschild war was seine Anhängerkupplung da eindellte und das Auto an sich heil blieb, aber ich bestand trotzdem auf die Versicherungsdaten und den Namen des Herren. “Auto Ali” reichte mir nicht, denn es wirkte ein wenig unglaubwürdig wie ich fand. Außerdem habe ich in meinem Leben noch nicht soooo viele Menschen getroffen, die von ihren liebenden Eltern dereinst auf den wunderschönen Vornamen “Auto” getauft wurden. Ich verlangte mehrfach nach Versicherung und Name, an Polizei dachte ich eigentlich noch gar nicht – was der Typ aber nicht wußte. Jedenfalls rückte “Auto Ali” nicht damit raus und die von ihm wiederholt geäußerten Angebote “Isch geb Dir 30 Euro un OK, kommsu in mein Werkstatt machen wir neue Schild. Aber Kollegah, nix Polisei, bitte!” weckten so langsam mein Mißtrauen. Er erhöhte das Angebot dann auf nen Fuffi und schließlich hieß es “wieviel willsu?!?” Vermutlich hätte ich mit dem Fuffi schon ein gutes Geschäft gemacht, aber das war mir alles zu suspekt und ich bin in solchen Fällen eher der Typ “auf Nummer sicher”… außerdem betraf es mein Auto – also bitte! Als beim 4. Auffordern meinerseits immer noch keine Reaktion zu verzeichnen war und “Auto Ali” auch offiziell “Auto Ali” zu sein angab, zückte ich mein Handy, fotografierte sein Kennzeichen und die Beule und kündigte an auf dem Heimweg beim Schutzmanne vorstellig zu werden. Nun geschah etwas sehr sonderbares. Ich habe keine Erklärung für das, was er nun tat, aber es störte mich auch nicht. Denn plötzlich rief “Auto Ali” selbst die Cops herbei… die nahmen dann Personalien auf, rügten “Auto Ali” für seine Weigerung mit den Daten raus zu rücken, ich erläuterte nochmal was vorgefallen war (und zockte dabei einem fast noch unbeabsichtigt den Kuli ab – sorry nochmal, war nicht so gemeint Zwinkerndes Smiley) und gelangte am Ende auch an die Versicherungsdaten und den tatsächlichen Namen von “Auto Ali”. Sehr schräge Begegnung alles in allem… mal sehen, was so ein Nummernschild kostet und ob die Versicherung vom Auto-Ali überhaupt existiert (ich habe da noch leichte Zweifel – aber jetzt ist wenigstens alles polizeilich registriert). Ich hätte natürlich gern auf den Stress und auf die Bekanntschaft mit “Auto Ali” verzichtet (ebenso wie mein Igor), aber als ich eben der MsPittili davon erzählte – sie war vollkommen zu Recht EM-PÖRT und FASSUNGSLOS (gleichzeitig!!!) ob dieser Schandtat – fiel mir erst mal auf, daß meine erste Reaktion als “Auto Ali” und ich den Schaden betrachteten auch irgendwie… naja, irgendwie bezeichnend war. Ich möchte nicht leugnen, daß mein Tonfall in dem Moment wohl einen ziemlich autoritären Zug annahm; weshalb dieser “Auto Ali” den innewohnenden Sarkasmus nicht bemerkte der sich auch mir erst bei einer Betrachtung mit niedrigerem Adrenalinlevel offenbarte. Ich glaube, ich hab da wirklich böse geklungen… und auch geguckt. Womit? Mit Recht natürlich. Hier nochmal die Konversation, die mir quasi Wort für Wort im Gedächtnis blieb:

Ich: “Wieso machen sie denn so etwas?!”

Auto Ali: “Ähm, wollt isch ausparke…”

Ich: “Können Sie nicht Auto fahren oder was?!”

Auto Ali (leicht erzürnt): “Natürlisch kannsch Audo fahrn!”

Ich (energisch aufs Kennzeichen zeigend): “Ja aber offensichtlich nur in die falsche Richtung!”

Daraufhin fiel ihm nix mehr ein; das Wort “Entschuldigung” habe ich übrigens während unserer ganzen 20minütigen Zwangsbekanntschaft nicht ein einziges Mal vernommen. Nur mal so… und “Auto Ali” hieß der auch nicht wirklich!

Mittwoch, 16. Mai 2012

CAR SONG

(Woody Guthrie)

Den müßt ihr übrigens hören, den Song: KLICK

So, Feiertag morgen! Und was sagen wir da zur Arbeitswoche!?

Genau! Und da morgen ja auch noch nicht nur so ein pampliger 08/15 – Feiertag ist, sondern maskuliner “Weltbesäufnis und sich-absichtlich-zum-Obst-mach” Tag, habe ich beschlossen, meinen Igor vor meinen in lächerlichen Outfits umherziehenden und volltrunken vom Bollerwagen in die Botanik reihernden Geschlechtsgenossen in Sicherheit zu bringen. Nicht, daß am Ende noch so ein Vollhonk mit Bierhelm und “Ich bin über 50 – bitte helfen Sie mir über die Straße” – T-Shirt im Suff dagegen rammelt und mit seinem Fläschchen Proletenbrause (Sternburg Export) ne Delle rein macht. Nee, dann lieber auswärts parken das gute Stück. Da traf es sich gut, daß grade die 30.000er Inspektion fällig war. Gerade kam ich zurück vom Autoheinz und weiß mein Kleinod nun fein verwahrt bis Freitag. Hoffen wir nur mal, daß dem Igor außer dem Scheibenwischer nix weiter fehlt. *daumendrück*

Jedenfalls will Mann (weil er morgen eben nicht vor hat, sich unter Anwendung promillezentrierter Handlungstrategien die Lichter auszuknipsen) ja auch mobil bleiben. Und natürlich auch, weil ich ein bissel faul bin… hey, ich geb’s wenigstens zu. Jedenfalls habe ich eben den hier:

auto1

Vor meiner Haustür abgestellt. Ein Seat Exeo, welcher bis Freitag mein fahrbarer Temporaluntersatz sein wird. Gut, schick sieht er nicht aus finde ich. Ein wenig zu bieder und familienkutschig… austauschbar langweilig schon fast. Innen ist zwar alles ne ganze Spur teurer als in meinem Igor (Touchscreenmusikanlage nebst Navi und was weiß ich noch), sieht dafür aber wesentlich blöder und unübersichtlicher aus. Was ich aber am komischsten finde, ist der eingeschränkte Platz. Ich habe ja nun ordentlich Innenraum zur Verfügung in meinem Igor, kann bequem den linken Fuß auf dem Radkasten abstellen, wenn ich über die Autobahn jage und meine Ellenbogen haben auch vernünftig Auslauf bis denn dann mal der Türrahmen kommt. In dem Ding, so groß es auf den ersten Blick auch erscheinen mag - ist das irgendwie anders; wesentlich enger. Naja, aber dafür:

tdi

geht er ab – der Sechsgänger! Zwinkerndes Smiley Hatte auf der Schnellstraße gerade ein wenig Spaß – hihi. Bin aber trotzdem froh, wenn ich das Ding wieder los bin. Denn Sicherheit hin und her – mein Igor ist nicht in unmittelbarer Sichtweite und das führ dazu, daß es mir ungefähr so geht, wie dem Genossen hier:

+++BREAKING NEWS+++BREAKING NEWS+++BREA…..

Es gibt noch einen kleinen Nachschlag in Form einer Pointe zur Geschichte. Als ich vorhin die MsPittili abholte, fiel mir was sehr Schräges auf. Zur Erinnerung: Meinen Igor habe ich zur Inspektion geschafft, die war halt fällig. Daß das so war, hat mir mein Gefährt seit 3 Wochen erst blinkend und schließlich laut piepend und mit dem Wort “Service” auf dem Bordcomputerdisplay mitgeteilt. Ohne diesen turnusmäßigen “Service”, hätte ich jetzt keinen Mietwagen, der meinen armen, armen Igor ersetzen muß während er gecheckt wird. Als ich dieses Substitut aber vorhin startete, passierte folgendes:

service

Samstag, 4. Februar 2012

WITH TREES

(Korpiklaani)

Ja gut, ich gebs ja zu. In meinem gestrigen Beitrag habe was die Bilder angeht dezent beschissen – obwohl das dann doch etwas hart klingt; sagen wir einfach: Ich habe mich der tatsächlichen Realität durch geschicktes Variieren ihrer fotografisch konservierten Manifestationen der letzten 4 Jahre weitest möglich angenähert. Zwei der drei Bilder stammen aus dem letzten Jahr, das der Baumreihe sogar aus dem Dezember 2007. Aber da ich hier auch hin und wieder mal aktuelle Ware bieten will, war ich heute in ausflüglerischer Mission unterwegs. Außerdem erwartete meine Mutter Besuch, dem ich aus dem Weg gehen wollte (nein, nicht meine Tante… Gott sei Dank). Das klappte aber trotz der dann doch ausgedehnten Spazierfahrt nicht, denn die komische Frau  läßt immer noch auf sich warten.

Na, wie dem auch sei: Nach meinem letztwöchigen Besuch bei der MsPittili war wieder ordentlich Platz im Tank und so bestieg ich nach einem ausgedehnten Hackepeterfrühstück meinen Igor

Igor im Schnee 

und wählte die straßentechnisch anspruchsvollere, aber optisch ungleich schickere Strecke durch den

Seiffen

und hernach über den Gebirgskamm hinüber zur Tankstelle meines Vertrauens in der Technischen Republik, welche zusätzlich mit angeschlossener Einkaufsmöglichkeit aufwartet. Als die Treibstoffreserven wieder ordnungsgemäß aufgestockt waren, zog es mich noch spontan in den Travel Free Shop hinein, wo ich dann mal wieder schwach wurde (was ich aber nicht im Geringsten bereue…hab mir ja seit einigigen Monaten keinen Whisky mehr zugelegt).

Laphroaig

Den Triple Wood aus meiner favorisierten Brennerei wollte ich mir schon seit geraumer Zeit mal zulegen, heute kam ich dann irgendwie nicht mehr dran vorbei. Dazu noch 30 gute Dalmyer-Kahvi-Pads für die Senseo ebenfalls zum Schnäppchenpreis abgefasst… hat sich gelohnt. Das Ganze fand beim Höchstwert von

1

statt, was die Außentemperatur betrifft. Aber wie ich bereits erwähnte: ich bin ja gewappnet. Und so blickte ich dem Frost auch nur mit festem Blick, trotzig wärmender Russenmütz und kalt lächelnd ins Antlitz

5

während ich hin und wieder den Igor verließ um folgende Schnappschüsse zu tätigen:

234

678910

Um die entsprechenden Locations zu erreichen mußten ich und mein Igor die im Endeffekt dann doch recht gut befahrbaren Hauptstraßen verlassen und uns mit den dann doch recht rutschigen Waldwegen zufrieden geben

Igor intern

Das hat dann auch irgendwie Spaß gemacht! Zwinkerndes Smiley

Samstag, 16. Juli 2011

RIDE THE LIGHTNING

(Metallica)

Hat jemand von euch schon mal ne Bordelltür gesehen? OK ok, braucht jetzt nicht antworten! Aber ich hätte da mal eine Frage: Blitzen und blinken die? Mein Tagwerk wurde nämlich von MsPittili gerade ebenso umschrieben.

"Igor blitzt und blinkt wie `ne Bordelltür!"

Na gut, aber auch erst seit ca 13 Uhr. Denn vorher hatte sich eine dann doch recht beachtliche Staub- und Pollenschicht über mein Gefährt gelegt und ich beschloss, da der Tag so schön war, ihm mal was Gutes zu tun. All jene, die mich kennen, die wissen, daß ich da in automobiler Hinsicht nicht der große Putzteufel bin. Jedoch hin und wieder packt es mich. Und ich finde, es hat sich auch gelohnt. Vor allem das zweite Foto finde ich mal so richtig Sahne. :-) Hier ein paar kleine Impression von meiner "Bordelltür":