Dienstag, 10. Mai 2011

SACHSEN - ANHALT

(Rainald Grebe und das Orchester der Versöhnung)

Eigentlich hatte ich ja schon einen Eintrag für heute in der Hinterhand, aber manchmal muß man einfach tagaktuell, flexibel und spontan sein. Was sich mir eben darbot, als ich meine Mails abrief, das war schon bemerkenswert! Als ich die Adresszeile las, stutzte ich kurz: 

So stand`s im Feuerfuchs
Mein Sachsen – Anhalt – Eintrag? Sachsen – Anhalt?!?! Ich glaubte an einen üblen Scherz! Dann las ich mir die Mail durch und stellte fest, daß die das ernst meinen! Nur… WARUM?!?

RRRRRÄGÄONAHL MARRRKÄTÄNG!
Alleine der Einstieg ist ja schon mehr als holprig;  mit „2,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger aus Sachsen – Anhalt finden sie nicht“ macht man mir persönlich jetzt nicht unbedingt Angst. Ehrlich gesagt bin ich sogar froh drum, daß die keine Ahnung davon haben, wo ich bin. Geht die ja auch nüscht an, diese Heinis. Die sollen man schön in ihrem Magdeburg nebst Umland bleiben und mich in Frieden lassen. Ich habe schon genug damit zu tun im eigenen Bundesland leidlich anonym zu bleiben, da kann ich „2,4 Millionen (zusätzliche) Bürgerinnen und Bürger“ die mir auf die Nerven gehen als Allerletztes gebrauchen. Außerdem biete ich ihnen als Gegenleistung die gleich dezente Zurückhaltung an, wenn das mal kein Angebot ist. Ich tu euch nix, ihr tut mir nix. Deal?!?
Aber noch ne Spur verschärfter finde ich ja den Titel dieser Kampagne: „SA – Regional“; mit Verlaub, aber man hätte es durchaus etwas glücklicher titulieren können. Ich weiß nicht, ob denen bewusst ist, welch fieser historischer Zweideutigkeit sie da aufgesessen sind, ich vermute eher nicht. Mit Marketing hat das nix mehr zu tun, das ist ja schon Rufselbstmord. Als Auftraggeber würde ich die Verantwortlichen der Agentur mal dezent zur Seite nehmen und ihnen `nen Satz warme Ohren verpassen. Das vermittelt ja den Eindruck, daß Braunau nun plötzlich nicht mehr am Inn liegt. Aber gut, müssen sie selber wissen, ob sie mit einer derartigen Werbeoffensive ins Bewusstsein der Allgemeinheit einmarschieren wollen!
Sehr nett ist auch dieses pseudohandschriftliche „Das wusste ich gar nicht!“ unter den hingeschmierten Vorteilen. Geht’s eigentlich noch grässlicher? Man hätte im Übrigen statt „Suchmaschinen“, „Neukunden“ und „Bekanntheit ihres Unternehmens“ auch durchaus hinschreiben können „Willkommen im Web 1.0!!!“
Und dieses „Jetzt für 2,4 Millionen Einwohner aus Sachsen – Anhalt auffindbar sein“ am Ende bildet zwar nen schönen Rahmen, wirkt aber für mich nach wie vor wie `ne Drohung. ICH WILL DAS NICHT! Wer will das denn überhaupt?!? Am Ende muß man die noch durchfüttern oder die wollen alle über Nacht bleiben! Das wird dann selbst in meinem ausufernden 36 Quadratmeter – Loft hier ein wenig eng. Nennt mich konservativ, aber ich will dann doch, daß alles so bleibt wie es ist. Ich hier und Sachsen – Anhalt schräg da oben; das passt schon!

Persönlich finde ich, daß diese Imagekampagne so etwas wie der Marcel Davis des Regionalmarketings ist!

Montag, 9. Mai 2011

HIGHWAY TO HELL

(AC/DC)

Eine neue Macht erhebt sich in Mordor! Ein dunkler Schatten zieht herauf jenseits des Schicksalsberges und droht die Vernunft zu untergraben. Nachdem ich mich bereits mit gezücktem Schwert in die Heerscharen der Vegetarier und der finsteren Veganer warf und mit blanker Verbalklinge den Salat zerschnitzelte, werde ich erneut heraus gefordert! Der vegane agitierende Erzfeind ist nämlich keiner mehr, nein, es droht nunmehr die Potenz seiner Schreckensherrschaft über die bundesdeutschen Küchen herein zu brechen. Wer mag das wohl sein, der die Salatorks und Veganuk-Hai Schöpfungen aussehen lässt wie Cocktailwürstchen?!? Es ist die menschenverachtende Zucht der „Frutarier“! Aus einer Art Ursuppe des Verderbens hervor gegangen bahnt sich diese Brut nun den Weg ins gesellschaftliche Gutmenschentum wie die kleine Raupe Nimmersatt durch das Buffet. Wobei der Vergleich ja auch irgendwo hinkt… aus der Raupe wurde wenigstens ein Schmetterling, was man bei den pazifistischen Nahrungsverweigerern wohl eher unwahrscheinlich ist.

War dem Vegetarier, diesem Lümmel, nur das Zuchttier und dessen Unversehrtheit heilig, so dass er sich am Kuhsaft labte und auch dem Rührei nicht abgeneigt war, so katschte der Veganer schon auf keinerlei Nahrungsmitteln mehr herum, die faunatischen Ursprunges waren. Stattdessen wurden Pflanzen in jeder Variation verzehrt und zubereitet, immer auf der Suche nach dem politisch korrekten Pazifistenessen. Daß man damit selber nicht so wirklich zufrieden war, dafür mag die ewige Suche nach „Fleischersatzerzeugnissen“ stellvertretend als Beweis stehen. Wenn ich etwas nicht vermisse, dann brauche ich dafür nämlich auch keinen Ersatz. Wenn Freund Vegan „Tofu“ essen will, dann soll er das tun (schmeckt ja manchmal auch), es dann aber bitte auch „Tofu“ nennen; und nicht „Würstchen“ oder „Gemüseschnitzel“. Tofurolle und Grünfladen wären da die passenderen Bezeichnungen. Jedenfalls dachte ich in meiner unendlichen Naivität, daß es nichts Evolutionsfeindlicheres und widersinnigeres geben kann als Veganer. Liebe Veganer, ich habe euch Unrecht getan, es tut mir leid. Ich nehme zwar nix zurück, aber sehe gleichwohl ein, daß ich gar nicht so schlimm seit; es geht halt immer noch ne Runde blöder. Außerdem seid ihr, ist es nicht ironisch, jetzt in der Situation, in der ihr mich seit Jahren wähnt. Jetzt müsst ihr euch nämlich vor einer Horde dahergelaufener Weltverbesserer rechtfertigen, wie ihr denn so herzlos sein könnt, ganze Pflanzen zu essen. Ja, sie mit Küchenmessern zu zerhacken, sie mit anderen Gemüseleichen zu vermengen und das schreckliche Mahl dann auch noch mit Öl zu übergießen und euch einzuverleiben. Der Frutarier nämlich, der schaufelt nur das in seinen Magen, was er von der Pflanze quasi hinterher geworfen bekommt. Früchte nämlich. Maximal lässt sich Freund Blase herab, etwas zu ernten, aber dann auch nur so, daß die Mutterpflanze keinen Schaden davon trägt. Milch und Eier sind weit außerhalb des Zumutbaren für die Jungs, Fleisch… ich glaube die wissen nicht mal mehr, was das ist! Schlimm, oder?!? Mitten in Deutschland, dem reichen, reichen Deutschland, gibt es Menschen, die nicht wissen wie `ne Wiener schmeckt! Die Armutsgrenze ist grün!

Ich kann es ja noch irgendwie nachvollziehen, wenn man sich sagt „das arme Schwein“ und aus diesem Grund keinen Bissen mehr herunter bekommt. Aber Mitleid mit einer Kartoffel?! Ich glaub es hackt! Die fühlen sich schuldig, weil die arme Pflanze dann stirbt. Pflanzen sind auch nur Tiere und die wiederum sind ja eh die besseren Menschen. Also ich warte ja nur darauf, bis sich einer dieser Verstrahlten irgendwann mal in der Fußgängerzone in meine Richtung schleppt und versucht mich vom rechten Weg abzubringen. Auf DIE Argumente bin ich dann mal gespannt. Das Schöne ist, ich kann die dann damit ärgern, daß ich mich als pflanzenmordender, chlorophyllverschmierter Veganer ausgebe… daß ich das noch erleben darf.  Hier übrigens mal ein kleines Werbevideo dieser Bekloppten:

„Step 6: Don’t drink!“ …die haben doch den Schuß nicht gehört diese Heinis!! Schuß? Mmmmhhhhhhh… Wild!*träum*

Sonntag, 8. Mai 2011

WHOLE LOTTA ROSIE


(AC/DC)

Manchmal ist es aber auch wie verhext! Da ist man eine Woche im Urlaub und vergisst das Ladegerät für die Diggi zu Hause und hat ausgerechnet dann, wenn es darauf ankäme, keinen Saft mehr auf der Knipse! Gestern war so ein Tag. Gut, sonderlich aktiv war ich nicht, was aber im Wesentlichen daran lag, daß ich streng genommen den ganzen Tag im Zug verbrachte. Aber man mags ja kaum glauben, auch da kann man was erleben.

Ich fahre an Sonnabenden nur selten Zug, zugegeben, aber was in diesem Land so los ist, an eben jenen Sonnabenden, das hätte ich nicht für möglich gehalten. Am Besten war, daß man das alles aus dem Zug bzw. vom Bahnsteig aus beobachten konnte; da war man wenigstens halbwegs in Sicherheit und konnte die ganzen Irren geflissentlich inspizieren. Zum Beispiel einen etwa fünfundzwanzigjährigen Mitmenschen der am Aalener Bahnhof mit Kondombauchladen am Bahnsteig stand und dem einfahrenden Zug stolz ein Schildchen mit der Aufschrift „FICKEN 2€“ entgegen streckte. Das hätte ich dann nämlich, wäre meine Cam einsatzbereit gewesen, schon gerne für euch fest gehalten.
Konkret spiele ich auf die unzähligen Junggesellenabschiede an, deren Zeuge ich gestern wurde. Ein Junggesellenabschied? Was ist das eigentlich? Nun, ich weiß es auch nicht 100%ig, aber ich kann aus meinen Beobachtungen von gestern ein paar Rückschlüsse ziehen: Zunächst besteht eine solche Runde aus mehreren Männern, sofern die Mitwirkenden sich diese Bezeichnung alterstechnisch schon verdient haben; also sagen wir lieber „Typen“. Noch passender wäre allerdings „Gestalten“. Da es nun aber ein wenig langweilig wäre, wenn die nur in der Weltgeschichte rum stünden und dabei doof gucken, lassen sie zumindest das Rumstehen weg und substituieren es durch eine Mischung aus „torkeln“ und „grölen“. Bekleidet ist das Grüppchen jeweils recht uniform, sehr beliebt scheinen Kik – T-Shirts mit Individualaufdruck zu sein. Da war gestern vom primitiven, blöden Spruch (Bayreuth), über ein amateurhaft zusammen gestammeltes Comic (Aalen) bis hin zum „liebevollen“ Fotoprint der Potenzialeheleute (Partybild… ihr wisst schon, diese Fotos, wo Frauen diese hirntote Spitzschnute ziehen) in Nürnberg alles dabei.
Außerdem haben diese Trupps immer einen Transvestiten dabei. Keine Ahnung woher dieses besonders seltsame Brauchtum rührt, wahrscheinlich irgend ´ne katholische Tradition… was weiß ich. Der Transvestit jedenfalls, der steht augenscheinlich im Mittelpunkt des kollektiven Interesses. Jeder scherzt mit ihm, zupft ihm am Röckchen oder dreht der armen Transe ein weiteres der zahlreich mitgeführten Billigbiere an. So wird dann `juchei´ gemeinsam der Tag verbracht und so mancherlei Liquides weggelötet.
Die Knilche in Nürnberg haben es übrigens ein wenig übertrieben, indem sie ihrer sexuell verwirrten Begleitung einen massiven Klotz ans Bein schmiedeten und sie somit an der Flucht hinderten. Aber denkt ihr vielleicht, die am Bahnhof zahlreich vertretene Polizei (Anm.: Heimspiel 1. FCN) wäre da eingeschritten? Die gesellten sich kurz zu den Gestalten, quatschten und lachten ein wenig und zogen wieder von Dannen.

Ich frage: Was ist denn das bitte für ein Verständnis von einem „demokratischen Rechtsstaat“, in dem jedwede dahergelaufene Männerrunde mit Alkoholproblem ihren eigenen Transvestiten in Ketten legen kann; und das alles auch noch vor der Nase des amüsiert wegblickenden Schutzmannes?! Wer weiß was die mit dem machen! Und da ich gestern viele solcher Trupps sah, sehe ich mich gezwungen den großen Eduard Zimmermann zitieren: "Dies ist leider kein Einzelfall!" Wollen wir wirklich ein Land sein, in dem uniformierte Testosteronmobs saufend und grölend durch die Gegend ziehen und in aller Öffentlichkeit ihre Transe unterjochen? Was wirft denn das für ein Bild auf das Land der Dichter und Denker?! Kann mir das mal einer erklären?

Freitag, 6. Mai 2011

UNNATURAL SELECTION

(Muse)

„The past seven days I’ve been living next door to Pietro!“ „Pietro?!? WHO THE FUCK IS PIETRO?!“ Eine berechtigte Frage meine lieben Weggefährten auf dem Pfade der Erleuchteten. Ich kann es nicht anders sagen: Er ist der neue akustische Bannstrahl den die bohlensche Castingindustrie auf die geistig Armen gerichtet hat. Morgen tritt er im Duell der talentfreien Pausenclowns gegen irgend so ne Ische an, mit welcher er angeblich im Nebenberuf auch noch durch die Kissen springen soll. Die so genannten „Zuschauer“ (man könnte sie auch schlicht „das entmündigte Hotlinevolk“ nennen), werden dann mit ihren Schnellwahltasten und unter Mitwirkung der elterlichen Telefonrechnung eine dieser beiden Gestalten auf den Temporärthron des „Superstars“ hieven, von welchem selbige ein Album lang die deutschen Top 20 aus dem unteren Mittelfeld heraus imperieren wird. Ist dies dann nach ca. anderthalb Monaten ausgestanden, wird der grell illuminierte Pfad zum Ruhm auch schon wieder verlassen werden (müssen) und sich mehr und mehr in einen holprigen Waldweg verwandeln, an dessen Ende ein beliebiger Baumarkt steht. Zu dessen Eröffnung wird unser Pietro dann seinen einzigen Nr. 27 – Hit trällern während er exzessiv mit zwei Gartenkrallen ins Bratwurst mümmelnde Volk winkt. Es gibt für derlei Karrierepfade übrigens auch noch eine andere Bezeichnung: Sackgasse! Aber, wir wollen mal nicht so gehässig sein, das wird ja frühestens Ende Juni aktuell… für Pietro.

Wie ich darauf komme? Nun, ich kann nicht ganz ohne Stolz behaupten, daß ich diese „Staffel“ komplett an Bohlens Idiotenselektion vorbei gekommen bin. Nicht einmal bei den ersten Shows bin ich zappender Weise hängen geblieben wenn da die ganzen Krampen ihr Pseudotalent auszuleben gedenken. Ihr wißt schon, diese komplett talentfreien Blindgänger, die zwar aussehen wie ne Mischung aus Bud Spencer und Rainer Calmund, sich aber dennoch dazu berufen fühlen uns mit „Waka Waka“ zu verstören. Nein, nicht einmal das habe ich mir gegeben… ich bin bewundernswert konsequent. Aber wie das nun mal so ist: Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg eben zum Propeten; selbst wenn das das Letzte ist, was dieser will. Und da der Berg wußte, wo der Prophet jedes Jahr im Frühling zu finden ist, machte er nebenan nen Hügel auf… oder passender: `nen Haufen. So konnte der Prophet, also ich in diesem Fall, dem Elend nicht mehr aus dem Weg gehen, als er in den jährlichen Lenzurlaub nach Karlsruhe temporalemigrierte. Denn besagtes Elend residiert ca. 20 Meter Luftlinie von meinem derzeitigen Aufenthaltsort.

Jedes Mal, wenn wir das Haus verlassen, müssen wir an der elterlichen Mafiatortenschmiede des kommenden DSDS-Auswurfes vorbei. Vor ein paar Wochen las ich in der Presse dann schon geschockt von „tumultartigen Szenen“, welche ein Eingreifen des Schutzmannes erforderlich machten. Da dachte ich schon bei mir „Mist! Hoffentlich wird der Honk schnellstmöglich rausgewählt, damit ich meine Ruhe hab im Urlaub!“ aber so kam es ja nun mal leider nicht. Aber gut, von „tumultartigen Szenen“ ist hier auch nix zu sehen gewesen bislang. Das ist mal wieder ein Indiz dafür, wie hoffnungslos überschätzt dieses Format ist und welche Rolle die Medien dabei spielen. Eigentlich beschränkt sich der hiesige „Hype“ darauf, daß die parentale Pizzaria sich die Schaufenster mit auf A4 aufgejuppten Urlaubsfotos des Sprösslings zugekleistert hat. Soweit ich erkennen konnte, sind die nicht einmal auf Fotopapier gedruckt. Darunter mischte man dann als kleines Schmankerl das Angebot von „Fan-Artikeln“; so kann man sowohl ein „Pietro – Shirt“, als auch ein „Pietro – Cap“ erstehen.
Aus dieser Pizzaria entspringt das akustisch Böse!
Die Mandalas der Schande! Man achte auch auf den Dunstabzug oben links... hmmm, lecker!!
Zu überhöhten Preisen versteht sich, aber wer hätte denn was anderes erwartet. So können sich die pubertären Blagen ihren Jodeljochen also sowohl aufs Haupte setzen, als auch über dem feisten Wanst straff zurren um ihre Sympathien kund zu tun. Sehr nett. Und nach zwei Waschdurchgängen sieht der Typ auf dem Foto, dank feinster chinesischer Plagiatstinte, dann aus wie Heiner Geißler. Ganz großes Tennis. Insiderinformationen zufolge haben diese Merchandiseauswüchse aber auch einen nicht zu unterschätzenden Unterhaltungswert. Neben der Visage des trällernden Chansonschrecks himself bekommt man nämlich auch einen Sponsoren-Aufdruck gleich mit geliefert auf seinem tollen T-Shirt. Nur, dieser stammt nicht etwa vom elterlichen Etablissement, nein, sondern vom benachbarten Griechen. Das fällt vor allem auf, weil dieser nicht etwa einen der beliebten helenischen Standardnamen für sein Speiselokal gewählt hat (z.B. „Mykonos“, „Herkules“, „Athen“ oder „Zeus“), sondern seine mediterrane Futtertheke allen Ernstes „Walhalla“ taufte.
 
Hier wird das Bifteki noch mit dem Hammer geschmiedet!
„Walhalla“, das berühmte, Sagen umwobene Kernland der griechischen Mythologie, wie wir doch alle wissen. Ich frage mich da: Mag seine Familie ihren Pietro etwa nicht, daß sie nicht das eigene Lokal als Hautsponsor einsetzen? Könnte natürlich auch ein geschickter Marketingschachzug sein, denn wenn die Show erst einmal gelaufen ist und der Junior nur noch mit diversen Komplettabstürzen (#Winehouse) für Schlagzeilen sorgt, dann muß die Konkurrenz mit dem Imageverlust fertig werden. Und schwups besitzt man wieder das Fritteusenmonopol in der Südstadt.

Nun gut. Ich will mal aufhören mich hier zu amüsieren. Im Grunde genommen ist es ja ganz lehrreich, mal direkt neben einer kommenden Konifere der bundesdeutschen Unterhaltungsindustrie zu residieren. Geht man nämlich erst einmal fast täglich an der Pizzaria der stolzen Produzenten dieses potentiellen Chart- und Schlüpferstürmers vorbei und sieht dabei, wie gering, ja schon fast nonexistent das öffentliche Interesse ausfällt (da steht einfach mal KEINER, aber auch GAR KEINER vor den reich verzierten Fenstern), dann ist man schon irgendwie beruhigt. Beruhigt, weil einem klar wird, daß das Volksverdummungsformat DSDS bei Leibe nicht die öffentliche Wirkung hat, die uns diverse Medien suggerieren wollen.

So rufe ich die Straße hinunter: Good Luck Pietro! Und bring mir `ne Gartenkralle mit, wenn du einmal da bist.

DEANNA

(Nick Cave & the Bad Seeds)

Es ist mal wieder Freitag und der Onkel frühstückt gerade Mortadella - Toast mit ordentlich Sambal Manis sowie eine Männerortion Kahvi (Urlaubsfrühstück quasi). Nebenher wird mal spontan der Freitagsfüller aus dem Ärmel geschüttelt... et voila:

1. Also wirklich, ich soll OHNE KAFFEE das Haus verlassen?!?! Scherzkeks!
2. Beim Rasenmähen übersehe ich nahezu sämtliche Sommerblumen.
3. Menschen mit Ponys wurden im Wilden Westen nicht sonderlich ernst genommen.
4. Was die Leute, die DSDS schauen, interessiert, will ich gar nicht wissen.
5. Hallo, my name is Nick and I am down here for your soul.
6. Ein achtstelliger Lottogewinn und `ne Vanilla-Coke, das wär' jetzt genau das richtige.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf feinste Rindersteaks vom Grill, morgen habe ich einen längeren Aufenthalt in einem der rollenden Ersatzteillager von Mehdorns Erben geplant und Sonntag möchte ich endlich wieder Experten gucken!

Donnerstag, 5. Mai 2011

FOXYMORPH - BLOGSTÖCKCHEN

Mahlzeit mein Freund, nachdem ich die ganze Zeit immer nur „geklaut“ habe, ist es nun an der Zeit, mal ein eigenes Blogstöckchen in Umlauf zu bringen. Mal sehen, wer es sich als erster schnappt. :-) Verlinkte "Lösungsvorschläge" sind willkommen.


1.    Was war deine erste CD / LP und vor allem: Kannst du dir heute noch erklären, warum?
2.    Stelle dir vor, du bist beim Papst zum Grillabend eingeladen – welches Salat bringst du mit (Rezepte erwünscht ;-) )?
3.    Unter welchen Umständen würdest du einen Wahrsager aufsuchen?
4.    Was ist dein Lieblingsfilm in dem keine Schießerei vorkommt?
5.    Was hälst du von Windrädern?
6.    Wer ist Dein Lieblingsaußerirdischer und warum?
7.    Wer ist für dich der Lothar Matthäus des Frauenfußballs?
8.    Welchen  Musiker würdest du gerne einmal persönlich treffen und vor allem wo?
9.    Bist du der Meinung, daß Veganer wirklich ein glücklicheres Leben führen?
10.  Mal angenommen du hättest zwei Dutzend Bisamratten im Lotto gewonnen, was würde dein Onkel davon halten?

Mittwoch, 4. Mai 2011

KILLING IN THE NAME OF

(Rage Against The Machine)

Verschwörungstheorien! Nun macht aber mal halblang! Da surft man den lieben langen Tag durchs Netz und stößt immer wieder auf solche Kasper, die einem weiß machen wollen, sie hätten die Wahrheit geleast und Bin Laden würde weiterhin quietsch vergnügt durch die Wüste springen, während sich die westliche Welt den Allerwertesten ab freut, daß es ihn endlich erwischt hat.

Mal ganz davon abgesehen, daß es schon ziemlich seltsam anzusehen ist, wenn Mutti sich da im kaffeebraunen Fräckel vor die Kameras schiebt und sich über einen Headshot freut, nachdem sie jahrelang gegen Counter Strike mobil gemacht hat. Auch von der ethischen Seite her ist es doch, naja, „suboptimal“, wenn sich die Vertreter der westlichen Demokratien mit jubelnden Grußbotschaften gen USA wenden. Klar, sonderlich traurig bin ich auch nicht, daß man den Vogel endlich aus dem Verkehr gezogen hat, aber man sollte gerade als Staatsmann ein wenig zurückhaltender agieren. Aber da läuft mal wieder der Ego-Wettlauf, wer ist der größte Freund der USA und lobhudelt den Barack am vorbehaltlosesten in der Hoffnung, beim nächsten Staatsbesuch auch ganz besonders nah am Hoffnungsträger dinieren zu dürfen. Mir erschließt sich einfach nicht, warum das „ein großer Tag“ sein soll oder warum man die Amis „herzlich beglückwünscht“ zum „größten Erfolg im Kampf gegen den Terrorismus“ wie es hieß. Jeder vereitelte Anschlag ist ein größerer Triumph, als diese Aktion vorgestern, denn das rettet Leben. Das war am Ende „nur“ ein symbolischer (Rache-)Akt einer noch auf Jahre hinaus tief verstörten Nation, mehr nicht und auch nicht weniger. Daß dieser Tag kommen würde, wenn sich den USA die Chance dazu bietet, war seit Jahren klar und ebenso, daß der Bin Laden diesen Tag nicht heil überstehen würde. Die Informationspolitik, gut, die war und ist miserabel, keine Frage. Da sickerte erst unwidersprochen ein Foto durch, was ziemlich schnell als Fälschung entlarvt wurde und die Leiche wurde erst umständlich geborgen und hernach hastig irgendwo im Meer versenkt. Klar wirkt das seltsam, aber was erwarten wir denn?!? Ein Staatsbegräbnis das live im TV läuft? In welchem Staat überhaupt? Der Typ hatte ja nicht einmal ein Heimatland, das ihn noch haben wollte. Außerdem revidierte man mittlerweile den Hergang dann doch schon grundlegend. Aus dem sich verbissen wehrenden Bin Laden wurde mittlerweile ein Unbewaffneter, der aber der Schießerei mit seinen Leibwachen zum Opfer fiel. Fotos der offensichtlich arg zerschossenen Leiche solls irgendwann auch noch geben, was für mich auch schon wieder so eine „muß denn das jetzt wirklich sein“ – Sache ist. Alles in allem reichlich konfus und undurchsichtig, das sehe ich ja ein, aber am Ende dann doch normal für so eine brisante Operation. Also ich glaube den Amis, daß es Osama erwischt hat. Außerdem glaube ich auch, daß die Bilder der Leiche derart „unschön“ geraten sind, daß sich eine Veröffentlichung nicht unbedingt empfiehlt, insbesondere, nachdem man ja schon zusehen mußte, wie das Fake – Foto medieal breitgetreten wurde, obwohl es nun ja auch nicht gerade als ästhetisch zu bezeichnen war. Aber es gibt ja (wie immer) Leute, die meinen alles besser zu wissen, die sich da eine schöne Theorie zusammengeschmiedet haben, warum jetzt nicht die Realität zutrifft, sondern das, was ihnen gerade eine Plattform bietet um sich zu profilieren. Momentan geht das im Internet entweder in die Richtung „Bin Laden lebt und hat einen Deal mit den USA “ oder man unterstellt den Amis, daß sie die Leiche eben nicht versenkt, sondern einfach behalten haben (hmm, warum eigentlich!?). Momentan wird halt, wie auch vor knapp 10 Jahren, der Nährboden gelegt für eine Vielzahl von Verschwörungstheorien und Verdächtigungen, mit denen wir medial noch auf Jahre hinaus zu kämpfen haben werden. Wie bei der Mondlandung, Elvis (OK, der King lebt nun aber wirklich noch!) oder der dem Ufo-Absturz von Roswell wird das Ding eine Eigendynamik gewinnen befürchte ich. Voran getrieben vom wichtigtuerischen Gebrabbel irgendwelcher Vollhonks, die sich zwischen Junk-Food und mehreren Hektolitern Red Bull hanebüchene Zusammenhänge zusammenhalluzinieren, wird man in der nächsten Zeit wieder eine Schwachsinns-Story nach der anderen aufgetischt bekommen. Das Problem dabei ist nur, daß man Bin Laden damit auch über den Tod hinaus eine Relevanz zuschanzt, die auch wieder gefährlich werden kann. Warum können wir nicht einfach mal akzeptieren, daß der Typ weg ist vom Fenster, sich die Radieschen von unten ansieht, 6 Fuß tiefer gelegt wurde, den Löffel abgegeben hat, über die Klinge gesprungen ist (oder wie man es auch sonst ausdrücken will) und daß das an sich nicht unbedingt das Schlechteste ist was hat passieren können.

Dienstag, 3. Mai 2011

MAGIC vs. TECHNOLOGY

(Brant Bjork and the Bros.)

Hallöchen. Nachdem wir gestern bereits ein wenig "angenerdet" haben, beschäftigen wir uns heute mit einem kleinen Blogstöckchen zum Thema "Filme und Fernsehserien". Gefunden habe ich das mal wieder bei der Manu. Danke dafür und viel Spaß (und wer das Stöckchen weiter tragen will, der tue das!


A-Team oder Aristocats
Was ne blöde Frage! Als ob es zum A-Team auch nur irgendeine ernst zu nehmende Alternative gäbe!! Alleine wie der bärbeißige B.A. sich fortwährend mit „Howling Mad“ Murdoc in die Haare bekam war doch das Einschalten wert! Die coolen Sprüche, das ununterbrochene Dauerfeuer einer Ex-Spezialeinheit auf die bösen Buben ohne daß man auch nur einen von ihnen trifft, sie am Ende aber trotzdem besiegt, damit kann kein jaulender Trickfilmkater mithalten.

Buffy oder Bones
Definitiv Bones! Der gemeinsame Nenner beider Sendungen ist David Boreanaz, der allerdings in „Buffy“ genau einen guten Moment hatte (er bezeichnete einen Vampir als „hüftschwingende Fummeltrine“), während er derlei Sprüche bei Bones im Minutentakt rausballert. Außerdem sind da die Leichen gruseliger als in dieser Vampirserie mit dem blondierten Pseudo-Kung-Fu-van-Helsing-Verschnitt von S.M.Gellar. Blöde Serie!

CSI oder Criminal Minds
CSI! Besonders gerne Miami sowie CSI (Las Vegas); das New Yorker Spin-Off finde ich nicht so prall, ist aber hin und wieder auch ne Alternative zum Konkurrenzprogramm. Schon alleine durch die „The Who“ – Soundtracks lohnt sich das Einschalten schon zum Vorspann. Wenn man dann noch den Horatio vor einem Klumpen groben Gehackten stehen sieht, dem er schwört, den „der ihm das angetan hat“ zu kriegen, dann kann der Fernsehabend los gehen. Criminal Minds habe ich vielleicht ein oder zwei Mal gesehen… finde die Figuren laaaaaaaangweilig!

Denver oder Dallas
Aus nostalgischen Gründen „Dallas“! Habe das früher im Urlaub immer mit meinen Großeltern geguckt und fand den J.R. toll… der hatte immer die coolsten Hüte!

ER (Emergency Room) oder E.T
 .
ET! Der Film ist einfach mal ein Kultmovie. Wobei es dann bitte die Originalversion sein sollte und nicht diese weich gespülte Variante der „Nuller Jahre“, wo man den Polizisten aus Gründen der Political Correctness statt der Knarren Walkie-Talkies in die Hand Photoshopte. Ich will den ursprünglichen, rohen, blutrünstigen, schießwütigen Splatter – ET!

Flipper oder Fringe
Flipper, aber dieses uralt-Original. Ich habe damals ernsthaft geglaubt, Delfine können Haie mit der Schnauze totrammen ohne daß die sich ansatzweise wehren. Flipper, der Delfin gewordene Biotorpedo.

Greys Anatomy oder Großstadtrevier
Greys Anatomy ist ja mal totaler Schrott, sorry! Ist halt so ne Frauensendung denke ich. Großstadtrevier kenne ich jetzt nicht wirklich, es klingt aber nach einer 1a - Alternative!!!

How i met your mother oder Heroes
Heroes fand ich bevor es anlief interessant, als es anlief spannend und als die erste Folge rum war nur noch sinnlos gehyped. Das ist nix wirklich Neues. How I met your Mother dagegen ist witzig, hier also eindeutig vorzuziehen.

Inspektor Gadget oder Inas Nacht
Inspektor Gadget natürlich. Dieser trottelige Trenchcoatdepp mit seinem Hubschrauber im Hut, der mit seiner Nichte und diesem seltsamen Köter die Verbrecher aus Versehen einfängt… köstlich! Nur die Realverfilmung sollte man meiden!
Der Ina Müller beim Schnaps trinken zuzuschauen kann aber auch ganz unterhaltsam sein.

Jeopardy oder James Bond
Bis zu Daniel Craig: James Bond! Diese blonde Katastrophe hat der „007“-Reihe den ganzen Charme geraubt und sie zu einem billigen und vor allem schlechten Transporter-Abklatsch umgemodelt. Jeopardy ist aber auch blöd!

K11 oder King of Queens
King of Queens natürlich! Arthur Spooner ist mein Vorbild, so will ich mit 67 auch sein!

Lindenstraße oder L.A. Heat
Beides Rotz! Die Lindenstraße ist als das öffentlich-rechtliche Ur-GZSZ allerdings noch eine Spur verachtenswerter.

Manta Manta oder Miami Vice
NA-TÜR-LICH Miami Vice! Crockett und Tabs, wie sie unrasiert und im besten Ludenaufzug durch die 80er ermitteln und am Ende die optisch von ihnen kaum zu unterscheidenden Gangster einbuchten. Großartig. Zwar ist das nicht unbedingt anspruchsvoller als „Manta Manta“, aber auf jeden Fall stylisher als diese hirnlose Proletendoku rund um den Unterschichtdienstwagen meines Geburtsjahrzehnts.

Navy CIS oder Neues aus Uhlenbusch
NAVY CIS, aber auch bloß, weil die Alternative so dermaßen langweilig klingt… .

OC California oder One Tree Hill
Keine Ahnung, klingt beides nicht so, als ob ich es sehen, geschweige denn kennen müßte!

Paddington Bär oder Parker Lewis (der Coole von der Schule)
Parker Lewis natürlich! Eine der einfallsreichsten, selbstironischsten und unterhaltsamsten Jugendserien der letzten 20 Jahre. Nicht so ne Pseudo-Doku über ein dekadentes Teeniepack wie in „90210“, mit all den Problemen, die eigentlich gar keine sind, vom verwöhnten Oberschichtssprößling aber zu eben solchen gemacht werden. Auf die sollte man Larry Kubiak mal loslassen!

Quatsch Comedy Club oder Quincy
Quincy, auch wenn er nur noch selten läuft. Aber früher war er nach „Columbo“ ein integraler Bestandteil meines Krimidienstages. Unverzichtbar in meiner TV-Sozialisation. 
Thomas Herrmanns nervt einfach nur noch... dieser payettenhafte Grinsekasper mit der ewig geheuchelten guten Laune.

Reich und schön oder Rappelkiste
Rappelkiste. „Reich und Schön“ klingt ja schon wie „BUNTE-TV“, ist also höchstwahrscheinlich verzichtbar.

Simpsons oder Supernatural
Simpsons, was sonst. Aber „Supernatural“ ist auch cool, schade, daß man es hier im Duell mit dem Branchenprimus verheizt, in 8 von 10 Duellen hätte die Serie nämlich bei mir gewonnen.

Tatort oder Two and a half Men
Charlie Sheen rockt!!!! Alleine wie er für seine Rolle als Charlie Harper nach bester „Method-Acting“-Tradition recherchiert ist beeindruckend. Der Kerl gibt alles für die Rolle!!! *rofl*

Unsere kleine Farm oder Unter uns
Unsere kleine Farm, aber auch nur wegen Michael Landon (dem ewigen Little Joe aus Bonanza mit seinen weißgriffigen Colts... cooooooole Sau) und weil „Unter Uns“ nun wirklich totaler Mist ist.

Verbotene Liebe oder vierundzwanzig (24)
24. Ich werde hier nicht erneut begründen, warum ich Daily Soaps doof finde.

Wetten, dass …? oder Waynes World
Wetten Dass…? wird ohne Tommy nicht mehr Wetten Dass…? sein. Aber selbst MIT Herrn Gottschalk hat es keine Chance gegen das großartige WAYNES WORLD („Waynes World, Waynes World, Party Time, excellent!“). Nebenbei bescherte uns das Filmchen ja auch die geilste Autofahrszene der Filmgeschichte: 




X-Factor oder X-Diaries
Hier weigere ich mich strikt, eines dieser beiden fürchterlichen Volksverdummungsformate durch meine Entscheidung aufzuwerten.

Yogi Bär oder Yu-Gi-Oh
Yogi Bär natürlich.
J


Zorro oder ZDF-Fernsehgarten
Zorro!!! YES!! Der maskierte Rächer, den sollte man auch mal auf die ZDF-Programmverantwortlichen los lassen!

Welche Sendung hat gefehlt?
Blöde Frage, das ist doch sowas von offensichtlich: „STAR TREK“ natürlich!!!! 

Montag, 2. Mai 2011

NERDS

(Blumentopf)

Live long and prosper, werter Leser! Willkommen, hier, zwischen Vulkan und den fernen Gestaden von 110100101001011110 liegt unser derzeitiger Aufenthaltsort. Ein Ort, fernab des gesunden Menschverstandes und jeglicher Realität. Ein Ort aber auch, an dem man bei regelmäßigen  Stippvisiten jede Menge Spaß haben kann! Ein unterschätzter Ort, fürwahr. Die so genannte „zivilisierte Gesellschaft“ meidet ihn, verlacht ihn, ist er doch fern ab der hoch gehandelten Ernsthaftigkeit. Aber klammheimlich schleichen sich ihre von Professionalität und kalter Logik getrietzten Mitglieder in ihrer Freizeit eben hier her. Ich erinnere mich noch sehr gut an meinen ersten Besuch hier. Das war irgendwann in den 80ern, als ich im Westfernsehen „Raumschiff Enterprise“ für mich entdeckte und fortan so grob wußte, was ein „Warp-Antrieb“ ist (noch bevor ich unfallfrei multiplizieren konnte) oder was Vulkanier von Romulanern unterscheidet. Als ich das erste Mal sämtliche Mitglieder des „Hohen Rates der Klingonen“ rückwärts in deren Muttersprache fauchen konnte, ja, da war ich plötzlich hier angekommen. Aus gelegentlichen, unregelmäßigen  Besuchen wurden bis heute schon ausgedehnte, von langer Hand geplante Urlaubsreisen in meine mittlerweile recht ansehnliche Datsche, ach was sage ich, auf mein Anwesen an jenem legendären Ort. Dort verweile ich dann ein wenig und kehre gut erholt wieder heim. Das Lustige ist, daß man von hier auch so eine Art Geheimwissen mitnimmt, was einem auch in der diesseitigen Welt zum Spaße gereicht. Beispielsweise latschen jährlich Tausende, Hunderttausende, ja schätzungsweise sogar Millionen an einem der zahlreichen „GameStop“ – Läden vorbei und denken sich nix dabei. Sie schauen vielleicht verstohlen durchs Schaufenster und latschen desinteressiert weiter; bestenfalls schauen sie mal kurz rein um ihrem Sprößling das neueste Popelmon – Spiel für den DS zu kaufen. Denen fällt nix auf, aber auch GAR NICHTS, was in irgendeiner Weise bemerkenswert wäre. Aber ich, der ich jenen Ort jenseits ihrer Vorstellungskraft gut kenne, ich schaue genauer hin als sie. Achtet beim nächsten Mal, wenn ihr an diesen „GameStop“-Läden vorbei kommt, auf die untere Kante der Schaufenster. Wenn ihr auf folgendes dort angebrachtes Schildchen schaut, dann wird sich an einem (oder eben auch an keinem) breiten Grinsen zeigen, ob ihr selbst schon einmal da wart, AM NERDPOL!

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Samstag, 30. April 2011

BLACK, RED AND YELLOW

(Pearl Jam)

OK, nun setze ich zum Schlußspurt an! Die letzten drei Fragen des Migrationstests aus dem Hessenlande erwarten und. Ich gebe zu, nix Spektakuläres diesmal. Da hat das Ausfüllen in den letzten Tagen streckenweise echt VIEL MEHR Spaß gemacht!!! ;-)

Deutsche Nationalsymbole

98. Welche Farben hat die deutsche Bundesflagge und wie sind sie
angeordnet?
Schwarz, Rot und Gold. Wobei das Gold eigentlich eher ein gesundes Mittelstrahlgelb ist. Angeordnet sind sie, meiner Meinung nach, nicht gerade kreativ. Da ist jedes Testbild spannender.

99. Wie heißt der Nationalfeiertag der Bundesrepublik Deutschland und wann
wird er begangen?
Der „Tag der deutschen Einheit“ am 03. Oktober. Da wir Deutsche uns nun einmal als Volk ohne jedwede Spontanität betrachten, wurde auch unser Nationalfeiertag recht fantasielos festgelegt. Während weltweit in der regel die Jahrestage von Umstürzen, Revolutionen, Unabhängigkeitserklärungen oder zumindest der einer politisch relevanten Hinrichtung zu Feierlichkeiten heran gezogen werden, wurde „unserer“ schlicht und ergreifend per Gesetz „festgelegt“. Und alles nur, weil der 9. November nicht politisch nicht so ganz korrekt ist. Tja, hätten wir Zonenrevoluzzer damals die Plakate nur ein / zwei Tage früher ausgerollt… !

100. Wie heißt die deutsche Nationalhymne und mit welchen Worten beginnt
sie?
Das Deutschlandlied (Fallersleben) auf der Melodie von „Gott erhalte Franz, den Kaiser“ (Ja gut ähhh… wie geil ist das denn?!?) von Haydn. Da aber auch das Lied schon ne tiefbraune Bremsspur in der historischen Hose hinterlassen hat, gibt’s nur die unverfängliche dritte Strophe zum Mitsingen. Kann man da nicht endlich mal gegen steuern und uns ne ordentliche Hymne mit ein wenig Bums verschaffen? So duckmäusern wir uns akustisch weiter durch die Fußballstadien der Welt. Der Franzmann lacht sich doch ins Fäustchen, denn er hat mal ne ordnungsgemäße Hymne! Hier mal die Übersetzung der Marseillaise, die sich ungefähr so liest, wie die Rede von Theoden von Rohan vor der Schlacht um Minas Tirith…:

Auf, Kinder des Vaterlands!
Der Tag des Ruhms ist da.
Gegen uns wurde der Tyrannei
Blutiges Banner erhoben. (2 x)
Hört ihr im Land
Das Brüllen der grausamen Krieger?
Sie rücken uns auf den Leib,
Eure Söhne, Eure Ehefrauen zu köpfen!

Refrain:
Zu den Waffen, Bürger!
Schließt die Reihen,
Vorwärts, marschieren wir!
Das unreine Blut
tränke unserer Äcker Furchen!
(wiederholen)

Was will diese Horde von Sklaven,
Von Verrätern, von verschwörerischen Königen?
Für wen diese gemeinen Fesseln,
Diese seit langem vorbereiteten Eisen? (2 x)
Franzosen, für uns, ach! welche Schmach,
Welchen Zorn muss dies hervorrufen!
Man wagt es, daran zu denken,
Uns in die alte Knechtschaft zu führen!
Refrain
Was! Ausländische Kohorten
Würden über unsere Heime gebieten!
Was! Diese Söldnerscharen würden
Unsere stolzen Krieger niedermachen! (2 x)
Großer Gott! Mit Ketten an den Händen
Würden sich unsere Häupter dem Joch beugen.
Niederträchtige Despoten würden
Über unser Schicksal bestimmen!
Refrain
Zittert, Tyrannen und Ihr Niederträchtigen
Schande aller Parteien,
Zittert! Eure verruchten Pläne
Werden Euch endlich heimgezahlt! (2 x)
Jeder ist Soldat, um Euch zu bekämpfen,
Wenn sie fallen, unsere jungen Helden,
Zeugt die Erde neue,
Die bereit sind, gegen Euch zu kämpfen
Refrain
Franzosen, Ihr edlen Krieger,
Versetzt Eure Schläge oder haltet sie zurück!
Verschont diese traurigen Opfer,
Die sich widerwillig gegen uns bewaffnen. (2 x)
Aber diese blutrünstigen Despoten,
Aber diese Komplizen von Bouillé,
Alle diese Tiger, die erbarmungslos
Die Brust ihrer Mutter zerfleischen!
Refrain
Heilige Liebe zum Vaterland,
Führe, stütze unsere rächenden Arme.
Freiheit, geliebte Freiheit,
Kämpfe mit Deinen Verteidigern! (2 x)
Unter unseren Flaggen, damit der Sieg
Den Klängen der kräftigen Männer zu Hilfe eilt,
Damit Deine sterbenden Feinde
Deinen Sieg und unseren Ruhm sehen!
Refrain
Wir werden des Lebens Weg weiter beschreiten,
Wenn die Älteren nicht mehr da sein werden,
Wir werden dort ihren Staub
Und ihrer Tugenden Spur finden. (2 x)
Eher ihren Sarg teilen
Als sie überleben wollen,
Werden wir mit erhabenem Stolz
Sie rächen oder ihnen folgen.
Refrain
                                                      (Quelle: Wikipedia)

DAS nenne ich mal ne Ansage!

So, das wars nun leider mit dem Blogstöckchen zum Integrationstest. Ob ich die Staatsbürgerschaft behalten darf? Entscheidet selbst. Aber ich für meinen Teil finde diesen Test dämlich! Bo-den-los DÄMLICH! Gegen die Idee an sich habe ich ja eigentlich nichts, am Besten gleich direkt an einen Integrationskurs koppeln der den Namen auch verdient hat und die Sprachbeherrschung gleich mit abprüfen. Aber diese Fragen hier… das ist doch derart durchschaubar und billig auf den bösen, bösen Islam ausgerichtet, widerlich ist das. Anstatt ordentliche Fragen zum Land zu konzipieren, wird wieder vorwiegend auf den alten Kamellen rumgeritten. Deutsche Kultur ist eben so wenig nur Goethe, wie deutsche Geschichte (Gott sei Dank) nicht nur aus Hitler besteht. Liebe Test-Schreiberlinge: SECHS!!! SETZEN!!!

Freitag, 29. April 2011

NO VACATION

(Monster Magnet)

Man sagt ja immer, der Urlaub beginnt in dem Moment, wo Elvis das Gebäude verläßt... wenn man aber mit der Bahn reist, dann erst dann, wenn man aussteigt. Bislang wars also noch prevacationaler Transport... JETZT erst wird gechillt!

Eben noch im Zug, jetzt schon wieder im Badenlande! Von hier gibts dann auch den verspäteten  Freitags Füller. Viel Spaß:

1. Au weia, jetzt wird man die nächsten Tage wieder von jedem erzählt bekommen, wie "großartig" dieses Kleid war... obwohl 300000 Euro für so nen Eintagesfetzen schon mehr als obszön sind!

2. Nur gute Biere haben Blumen .

3. Im Grunde genommen ist es egal, aber hier gehts ums Prinzip!


4.  Grill + Fleisch + Wurst + Bier und das dann alles gut minteinander vermischen, dieses Rezept gehört für mich zum Sommer.

5.  Ich war im Kino und hatte Überlänge.

6. Ich gehe durch die Stadt und was mir da zum Teil begegnet, ist bei Gott bisweilen ganz schön dumm.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Pitti, morgen habe ich URLAUB geplant und Sonntag (und Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag) möchte ich einfach nur noch URLAUBEN !

KING NOTHING

(Metallica)


Hell yeah: UR*fucking*LAUB!! Wenn ihr, liebe Freunde der mentalen Hohlkörperkunst, diese Zeilen hier lest, dann sitzt der Onkel schon längst im Zug gen Badenland. Und ja, ich werde mit der Deutschen Bahn reisen. Jenem aufgeblasen Schienenverwaltungskonglomerat mit Zuverlässigkeitsproblem, das tagtäglich durch unser Land rollt und seine Einwohner zu nerven. Aber heute nicht, nein, heute bin ich froh, daß es die Bahn gibt. Ich jubiliere innerlich, daß ich das Privileg genieße den Tag fernab jeden Fernsehers verbringen zu können. Mit einem jetzt noch nicht bekannten Psychothriller in der Hand, dessen Handlung vor Blut und Eingeweiden nur so vor sich hin trieft, werde ich jede Minute in den unbequemen Sesseln des Schienenbusses genießen. Ich habe nämlich die Ehre, daß dieser ganze Blödsinn an mir vorbei geht, mit dem sich ca. zwei Milliarden Menschen den Tag zu verhunzen gedenken: „The Royal Wedding“; oder wie die Einwohner meiner Ursprungsregion sagen würden „de Hochtsch“!

Da schleift irgend so ein ergrauender, blasser, angelsächsischer Prinzentwen seine bürgerliche Ische vor einen Londoner Altar um sich bis auf Weiters an sie zu ketten und die ganze Welt steht Kopf! Unglaublich! Da wird ein Brimborium darum gemacht, daß die zwei Trotteltauben sich das Yes-Word given, daß die Bunte echte Probleme hat die neuesten Babygerüchte um Heidi Klum noch irgendwo unter „Vermischtes“ unter zu bringen, so ge- oder besser überfüllt ist die Gazette der königstreuen Societyfetischisten mit dem Thema. Wen interessierts denn schon, was diese Kate für ein Kleid anzieht, wenn sie den jungen Windsorspross ihre Privatsphäre opfert? Vermutlich wird das Ding weiß sein; ein paar Rüschen und Seidenrosen dran gepappt und auf der Rübe ein ordnungsgemäßer 200 Meter – Schleier um die Westminster Abbey gleich noch mit durchzuwischen. Das Prinzlein wird in einer Uniform schneidig dahergelatscht kommen und wahrscheinlich irgendeinen Paradesäbel tragen. Dann wird der Pfaffe sie ein wenig belappen und schließlich gibts Gottes Segen. Danach gehts fleißig winkend ab in die Kutsche zum Sektempfang von Oma nach welchem man unverzüglich dazu über geht den ehevertraglich abgesicherten Thronfolger zusammenzunageln (das hat gestern echt so ein „Adelsexperte“ blicken lassen, daß alles über 9 Monaten Wartezeit eine Enttäuschung für „den Palast“ wäre)! Und das alles (zumindest fast alles) wird von einem Drittel der Menschheit mit Argosaugen verfolgt. Klingt ja alles sehr romantisch... !
Aber es gibt tatsächlich Leute, die denken, dieses durchinszenierte Medienspektakel wäre eine Märchenhochzeit! Leute, die darin eine „Prinzessinnengeschichte“ wie von den Gebrüdern Grimm sehen. Für mich ist das beim besten Willen nicht nachvollziehbar und dieser Hype um so ein banales Alltagsgeschehen wie eine Hochzeit in England geht mir – pardon – gehörig auf den Sack! Das Hinterhältige ist ja, daß die selben Leute, die flennend am Fernseher hocken und „Traumhochzeit“ brüllen bei jedem folgenden Skandälchen wie die Furien über den Kiosk herfallen werden um sich am Leid der eben noch Beneideten zu ergötzen. Das sind weiß Gott nicht alle, die sich heute die Hochzeitsdröhnung am Fernseher geben, das ist mir schon klar. Aber die dauergewellte Hausmuddiefraktion, die werktags unter der Trockenhaube beim Coiffeur hockt, diese alten, geifernden Vetteln sind genau die, die eine derartige Medienhetze wie sie auf ihre „Idole“ veranstaltet wird noch fleißig befeuern. Doppelmoral wie sie schlimmer nicht geht.
Früher waren Könige wenigstens noch allmächtige Despoten, die die Unterjochten nach Herzenslust triezen konnten während sie auf dem güldenen Thron hockten und das Staatsvermögen verjubelten… damals hatten die noch was zu melden, dem zufolge war auch ein gewisser Prunk angemessen wenn der Herrscher seine dreiäugige Cousine vor den Traualtar schleifte um den Machtanspruch zu zementieren (das lief damals noch unter „Außenpolitik“). Man musste schließlich dem Rest der Welt zeigen, wie effizient man darin war die letzten Steuertaler aus dem mittellosen Bauernstand heraus zu pressen. Heute hat diese komplette königliche Familie ja bestenfalls noch einen Dekocharakter, was vor allem die Bauern freut. Der Adel hat als Herrschaftsklasse ausgedient, sollte also auch partymäßig anfangen kleinere Brötchen zu backen.

Ich für meinen Teil wünsche den Beiden jedenfalls alles Gute und daß sie es besser hin bekommen als der Lauscher-Charly mit seiner ersten Angetrauten. Vor allem sollen sie, wenn es nach mir geht, ein gehöriges Stück lockerer und ruhiger leben können als Willis Mutter es konnte bzw. das Dasein nicht mit einem derart massiven Stock… ach was sage ich: mit einem Stahlbetonpfeiler im Arsch fristen müssen, wie es der Bräutigamvater tat, tut und ein Stück weit sicherlich auch tun muß. Das sind, denke ich, die Dinge, welche die beiden selber am Dringendsten gebrauchen können. Wie man es nicht macht, dazu braucht sich der Thronerbe in spe ja nur mal in der näheren Verwandtschaft umzublicken und die negativen Beispiele im Dutzend einsammeln. Das Problem bei diesen idealtypischen, frommen Wünschen meinerseits ist eben nur, daß dieses überinszenierte Kitschspektakel heute schon der denkbar schlechteste Start für ihre Umsetzung ist.

Wie dem auch sei, ich bin dann mal weg und lasse euch mit dem ganzen Quark in der Glotze alleine. Machts gut, ich bin dann mal im URLAUB! :-)

Donnerstag, 28. April 2011

S.C.I.E.N.C.E.

(Incubus)

Vorletzte Etappe des großen Experimentes "Wir machen mal eben den hessischen Integrationstest", dafür aber gleich nochmal ein ordentliche Brocken von einem Fragenblock. Naja, kann man ja auch erwarten beim Thema:

Kultur und Wissenschaft

80. Nennen Sie drei deutsche Philosophen!
Lattek, Netzer, Beckenbauer.

81. Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller gelten als
Deutschlands berühmteste Dichter. Nennen Sie jeweils ein Werk der
beiden Dichter!
Wer sagt das eigentlich? Ich finde ja Walther Moers „Die 13 ½ Leben des Käptn’ Blaubär“ wesentlich phantasievoller als „Die Glocke“ und „Der Zauberlehrling“ ist zwar nicht schlecht, gegen Hugo Balls „Karawane“ aber auch nur unbeholfenes Gestammel.

82. Nennen Sie einen deutschen Literatur-Nobelpreisträger!
Heinrich Böll! Was das angeht sind Schiller und Goethe auch nur ewige Talente.

83. Welcher Deutsche komponierte in seiner 9. Sinfonie am Schluss die
berühmte „Ode an die Freude“? Nennen Sie zwei weitere deutsche
Musiker bzw. Komponisten!
Aufbauend auf Schiller (ich gebs ja zu) hat das Beethoven vollbracht (das war glaube ich dieser große Bernhardiner, der in den 90ern diese amerikanische Durchschnittsfamilie aufmischte). Weitere Musiker? Um mal die Entwicklung zu verdeutlichen: Johann Sebastian Bach & Richard Wagner waren früher -> heute: Zwei Menschen namens „King Orgasmus One“ und „Frauenarzt“. Soviel zum Thema kultureller Fortschritt!

84. Der deutsche Maler Caspar David Friedrich malte auf einem seiner
bekanntesten Bilder eine Landschaft auf der Ostseeinsel Rügen. Welches
Motiv zeigt dieses Bild?
Danke für diese Frage! Caspar David Friedrich, dieses Musikantenstadl unter den Künstlern, dieser Rudolph Scharping der Staffelei, diese, nennen wirs beim Namen: SCHNACHNASE… ganz toll! Ich finde diesen Typen und seine zusammen geschmiedeten Deprilandschaften ja so was von öde! Ich kann es nicht aber auch GAR NICHT verstehen, warum dieser Pinselschwinger hierzulande derart hoch gejubelt wird. Die Bilder sehen alle gleich aus und könnten auch aus Therapiesitzungen manisch depressiver Bestattungsunternehmer stammen. Dabei geht denen diese düstere, geheimnisvoll mystische Note, die derartige Bilder wieder interessant machen könnte, komplett ab! Hätte der Typ noch halbnackte Amazonen oder wenigstens mal den einen oder anderen Zwerg vor seine dusseligen Naturstilleben mit Ruinen oder finsteren Waldgebiete gemeißelt, er hätte wenigstens das eine oder andere Fantasybuch damit zieren können. Aber so… ich finde das einfach nur arschlangweilig was der sich da zusammen geschmulchert hat. Gut, soll er machen, aber warum muß man hierzulande dieses Gepinsel denn zwangsläufig gut finden? Ich verstehe es nicht! Und diese blöden Kreidefelsen hätte ich mit meiner Diggi auch viel besser hin bekommen!!!

85. In Kassel findet alle fünf Jahre eine der bedeutendsten Ausstellungen
moderner und zeitgenössischer Kunst statt. Welchen Namen trägt diese
Ausstellung?
Das müsste die „Documenta“ sein. Fragt da mal, was die vom Kaschper halten… !

86. Die Bundesrepublik Deutschland hat bedeutende Universitäten. Nennen
Sie drei Universitätsorte!
Also die von mir eindeutig bevorzugten waren: Caféte, Mensa und die Studi-Bar inkl. Champions-League-Leinwand!

87. Nennen Sie drei überregionale deutsche Tageszeitungen und zwei
öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten!
TagesZEITUNGEN? Ja, in welchem Jahrhundert lebt ihr denn?!? www.sueddeutsche.de, www.welt.de und natürlich "Wild und Hund". Bei öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten kenne ich mich nicht aus, ich stehe nicht so auf Pay-TV!

88. Erläutern Sie den Begriff „Meinungs- und Pressefreiheit“!
Jeder Trottel darf sagen was er will, irgendein noch größerer Depp wird sich schon finden, der den Mist dann auch noch veröffentlicht! #15MinutenRuhm

89. Wenn jemand sagt: „Freie Medien sind ein unverzichtbarer Teil einer
demokratischen Gesellschaft“. Stimmen Sie dem zu oder nicht?
Bis vor einiger Zeit hätte ich noch mit einem uneingeschränkten, inbrünstigen „JA!“ geantwortet. Wenn ich jetzt aber RTL einschalte… also „unverzichtbar“ ist das weiß Gott nicht!

90. In den deutschen Kinos startete 2004 der Film „Das Wunder von Bern“. Auf
welches sportliche Ereignis nimmt der Film Bezug?
Auf die Erringung des Titels bei der „Nacktmarathonweltmeisterschaft im Rückwärtslaufen für transsexuelle Hobbygolfer mit dissoziativer Persönlichkeitsstörung“ in der Teamwertung. 1954 meisterte der gebürtige Großwallstädter und gelernte Schnürsenkelflechter Karlheinz Kastlhuber die 420 km gemeinsam mit seinen 9 Parallelidentitäten in sensationellen 987 Atemzügen und ließ die versammelte Weltspitze alt aussehen. Im Film wird Kastlhuber im Übrigen vom kompletten Lizenzspielerkader des 1. FC Köln dargestellt.  

91. In welcher deutschen Stadt fanden letztmals die „Olympischen
Sommerspiele“ statt und von welchem Ereignis wurden sie überschattet?
In München; Geiselnahme der israelischen Delegation durch palästinensische Terroristen. Bloß gut, daß man auch bei „Kultur und Wissenschaft“ einen Weg gefunden hat, eine Frage in Richtung islamistischer Terrorismus zu drehen! Fällt auch kaum auf.

92. Zum gesellschaftlich-kulturellen Bild der Bundesrepublik Deutschland
gehören Sportarten und Sportler. Nennen Sie drei bekannte deutsche
Sportler!
Um diese Frage mal ein wenig von den Dichterfürsten abzugrenzen: Podolski, Basler, Matthäus.

93. Was hat Johannes Gutenberg erfunden?
Seinen Doktortitel (Er log wie gedruckt!) *stolzaufsWortspielsei* ;-)

94. Welche Personen gelten in Deutschland als Pioniere des Automobilbaus?
Nennen Sie zwei Namen!
Carl Benz und Ferdinand Porsche. Die hatten beide das rote Halstuch schon in der Vorschule weil sie den Pionierschwur auch im Rückwärtsgang klöppeln konnten.

95. Welcher deutsche Physiker hat mit seiner Entdeckung im Jahre 1895 die
medizinische Diagnose bis zum heutigen Tag revolutioniert?
Wilhelm Conrad Röntgen. Na, was der wohl entdeckt hat… ?!?

96. Was gelang dem deutschen Wissenschaftler Otto Hahn erstmals 1938?
Kräht der Hahn auf'm Mist, spaltet sich's Atom, oder es bleibt wie's ist.

97. Welcher deutsche Arzt entdeckte die Erreger von Cholera und
Tuberkulose?
Tja, das war wohl Robert Koch. Der hockte damals aber nicht im weißen Kittel vorm Mikroskop und schwenkte Petrischale um Petrischale, der zog noch mit Tropenhelm und Knifte ins Krisengebiet um den Virus zu erlegen! Damals waren Wissenschaftler noch so eine Art Rambo mit Abitur! 

PS: Ach ja, demnächst (wahrscheinlich aber erst am WE, denn der Onkel beliebt zu urlauben, gibts die letzten drei Fragen zum Thema "Nationalsymbole".

Mittwoch, 27. April 2011

THE FINAL COUNTDOWN

(Europe)

Auf seine alten Tage wird das Blogstöckchen vom Volker nochmal international mit:

Die Bundesrepublik Deutschland in Europa


75. Wie heißt die politische Vereinigung der europäischen Staaten? Nennen
Sie mindestens fünf Mitgliedsstaaten!
Europäische Union… zumindest war das mal der Name. Mittlerweile ist das eher eine Neuauflage des Marschallplanes unter deutscher Führung (was dann auch den wesentlichen Unterschied zum „Original“ darstellt).
Die Mitglieder setzen sich, was man kaum vermuten mag, ausnahmslos aus europäischen Staaten zusammen und bilden die so genannte „europäische Familie“. Wie man sich diese vorstellen kann? Irgendwie wie die Simpsons: Deutschland ist der dröge, langweilige, vom Gutmenschentum besessene und hinter seinem Rücken deshalb kontinuierlich gedisste „Ned Flanders“, der fleißig die Penunzen hortet, aber unter hedonistischen Gesichtspunkten aus seinen Möglichkeiten nahezu nichts raus holt (kennt jemand die Duschszene?! Weisse bescheid, Schätzelein!!). Der Grieche ist, wie passend, der lebenslustige „Homer“, der permanent über die Verhältnisse lebt und am Ende trotzdem auch aus dem gröbsten aller Schlamassel noch heil raus kommt. Spanien ist ein latinohafter "Disco-Stu". Finnland kann man eher als so eine Art vorbildhaft gebildete, strebsame „Lisa“ bezeichnen, die sich aber dennoch den einen oder anderen finsteren Schabernack erlaubt, denn man von ihr eigentlich nicht erwartet. Und für den lausbubenhaften, grenzkriminellen, unkontrolliert die Hosen herunter lassenden und in der Umgehung von jedweden Moralvorstellungen geübten „Bart“, der es außerdem mit Autoritäten nicht wirklich ernst nimmt, tja, da bleibt als Entsprechung eigentlich nur noch Italien!

76. In welcher Stadt hat das Europäische Parlament seinen Sitz?
Ja, wo setzt man denn so ein hochgradig bedeutendes Parlament wohl hin?! Da stehen einem ja von Paris über London, Berlin, Rom und Helsinki die Weltstädte mit eben solchem Ruhm offen… aber nein, um internationale Gurkenkrümmungen zu normen, muß noch was GRÖßERES her, was ganz was SUPERKALIFRAGILISTIKEXPIALIGETISCHES! Sozusagen der „Tripple-Whopper mit doppelt Bacon“ unter den Metropolen! Ein pulsierender Moloch, der weltstädtisches Flair mit Glamour vereint und die Glorie des alten Kontinents weit, weit in die Welt hinaus strahlt wie ein gleißender Stern am städtebauerischen Firmament; das Juwel unter den menschlichen Siedlungen: Brüssel (die Stadt, die klingt wie ein Schimpfwort).

77. Bei welchen Wahlen können in der Bundesrepublik Deutschland
EU-Bürger / -Bürgerinnen mitwählen?
Bei den so genannten „Europawahlen“. Wobei man sich da schon fragt, welche Alternativen sich da zum guten, alten Abendland noch bieten.

78. Wie heißt das Organ der EU, das die Gemeinschaftspolitik plant und die
Entscheidungen ausführt?
Also das „Hirn“ kann’s auf jeden Fall schon einmal nicht sein!

79. Welchem internationalen Verteidigungsbündnis gehört die Bundesrepublik
Deutschland an?
Der NATO. Außerdem noch dem ruhmreichen „Internationalen Bündnis zur gemeinsamen Abwehr von Godzilla im Bedarfsfall“ – kurz „IBzgAvGZiBf“ – in welchem die BRD sich vor allem in den Bereichen „Zertramplungsprävention für Solarparks und Windkraftanlagen“, „Antidiskriminierungskampagnen für den globalen Prestigegewinn von Monster/innen als vollwertige Gesellschaftsmitglieder“ und „Schutz bedrohter Arten“ einbringt, eine Zweidrittelmehrheit natürlich voraus gesetzt.

PS: Demnächst: Kultur und Wissenschaft (... Alda isch schwöa!)