Donnerstag, 17. November 2011

POOR DOGGIE

(The Eagles of Death Metal)

Ich muß mich heute mal wieder über eines meiner Lieblingsthemen auslassen: Bärte!  (Sorry, der Link mußte jetzt einfach sein.) Jetzt mal ehrlich Leute, was fällt euch denn ein, wenn ihr das Wort “Bart” hört? Assoziiert mal frei von der Leber weg. Mir für meinen Teil fallen da so einige durchaus positive Deutungsmuster ein. Bärte sind männlich, sie versprühen einen etwas rauen Charme und kleiden (fast) jeden Mann. Sie sind Ausdruck unserer Selbstidentifikation mit unseren archaischen Wurzeln, gleichzeitig aber auch Ausdruck eines gesunden Sinnes für Ästhetik. Bärte verbessern das Aussehen, sie machen uns optisch reifer, seriöser (auf die etwas rustikale Art) und signalisieren gleichzeitig Charme. Ein Bart ist ein Statussymbol, aber ein gutes. Ein Bart ist lebendig, er ist etwas, das wächst, sprießt und gedeiht – bei unserem Talent für Grünpflanzen zumeist auch das Einzige, wo wir das hinbekommen. Deshalb sind wir stolz darauf. Und mit eben diesem Stolz tragen wir dann den Schnauzer, das Grungebärtchen, den Ziegenbart, einen Vollbart, einen gepflegten “Lemmy” oder was es sonst noch gibt im Gesicht vor uns her. Akribisch stutzen wir ihn (von Zeit zu Zeit) und streichen uns, wenn wir etwas besonders cleveres gesagt haben (also praktisch dauernd) bedeutungsschwer mit der Hand durch die visagale Haarpracht. Im Leben eines jeden Mannes kommt der Zeitpunkt, an dem er sich so einen Bart stehen lassen muß, wer diesem anthropologischen Determinismus nicht folgt, der hinkt seinen Lebtag lang diesem Entwicklungsdefizit hinterher. Mit manchen Bartformen sehen wir beschissen aus, mit manchen komisch, mit anderen aber wieder unglaublich cool. Das sehen wir aber leider meist erst, wenn wir ein paar Jahre später die Fotos wieder in die Finger bekommen – so ist das nun mal. Aber irgendwann läßt man es (also das mit dem Bart), oder man hat seinen persönlichen Bartstil gefunden und kultiviert ihn. Ich für meinen Teil bevorzuge die großflächige Gesichtswiese, den walrosshaften Pornoschnauzer – Moustache, bisweilen das cornell’sche Spitzbärtchen mit Oberlippendach, den voluminösen Wuschelbart oder den zu besonderen musikalischen Gelegenheiten voller Stolz getragenen “Lemmy”. Wer mich kennt, der weiß schon was ich jeweils meine. Zwinkerndes Smiley  Für den Rest hier mal zwei Beispiele:

 WalroßRetro

berlin

ABER:

Bärte können auch das komplette Gegenteil bewirken, wie ich heute mal wieder in der freien Wildbahn feststellen mußte. Bärte können dafür sorgen, daß Männer aussehen wie Transvestiten vom Mars und nicht mal ansatzweise so schmuck wie dieses Prachtexemplar, welches ihr oben bewundern dürft *hüstel*!  Bärte können einen nämlich auch der Lächerlichkeit preis geben, was man selber dadurch steigert, daß man sich dessen offensichtlich nicht bewußt ist und einen auf Macker macht mit seinem zum Flaum degradierten Zwerchfellreizer. Wenn ich recht überlege, hat dieses optische Verbrechen, dieser Affront gegen die Ästhetik, von welchem ich rede, den Begriff “Bart” noch nicht einmal ansatzweise verdient. Viele mögen meinen, ich rede von den Oberlippenbärtchen, wie sie in den 80ern modern waren, aber weit gefehlt. Auch wenn die 80er sogar was Bärte angeht ein besonders hässliches Jahrzehnt waren, so gibt es etwas, das noch VIIIIIIEEEEEL schlimmer ist. Ich gestehe aber, daß ich nicht einmal weiß, wie der korrekte Name ist. Ich will es aber auch gar nicht wissen. Die Rede ist von diesen dünnen, wie mit dem Lineal gezogenen Strichbärtchen. Ich hab da mal geschwind ‘ne Skizze angefertigt:

Beispiel

Vorreiter war Kevin (was auch sonst?!?) Kuranyi, der diese Zumutung erstmals ans Licht der Öffentlichkeit zerrte. Jetzt rennen diese ganzen minderjährigen und/oder minderbemittelten Gangster-Deppen mit dieser Gesichtsfrisur draußen rum und finden sich ganz toll dabei. Ich möchte denen dann am Liebsten immer einen Spiegel schenken und ihnen in dem Moment, wo sie hinein blicken, den erhellenden Klapps auf den Kinterkopf verabreichen. Das  sieht sooooooooooooooooooooo lächerlich aus! Aber denen sagt es scheinbar keiner. Wenn der Hormonhaushalt es noch nicht her gibt, sich einen vernünftigen Bart wachsen zu lassen, dann soll man es ganz lassen. Noch schlimmer sind die, die es zwar könnten, aber dennoch auf diese Bremsspur zurück greifen. Die sind alle bekloppt… ALLE… B-E-K-L-O-P-P-T!!! Jetzt mögen die Jüngeren anfangen zu nörgeln, aber ich sehe das nun mal so! Und ihr könnt mich gerne als alten Sack abkanzeln, der fröhlich vor sich hin nörgelt und die “coolen Trends” der Jugend nicht versteht… macht ruhig, ich bin über 30, ich kann das ab und “nörgelnder alter Sack” ist ohnehin mein langfristiges Entwicklungsziel. Aber im Gegensatz zu euch Figuren kann ich mich ungestraft auf nem ZZ-Top Konzert blicken lassen ohne verdroschen zu werden!

Mittwoch, 16. November 2011

CONFUSION

(Alice in Chains)

Wir suchen Antworten; also wir Menschen. Das haben wir seit Beginn unserer Entwicklung getan. Es fing mit Banalitäten an wie “Kann man Mammut essen?” und hört gegenwärtig in etwa bei der Kategorie “Was bringt uns die exakte Bestimmung der Zahl “Pi” fürs Sockenbügeln?” auf. Das ist irgendwie unser Schicksal: Fragen stellen, beantworten und dann feststellen, daß dadurch mindestens 3 neue Unklarheiten entstehen. Alles werden wir wohl nie wissen und beantworten können, was auch irgendwie praktisch ist, denn uns würde der Antrieb zum Weitermachen fehlen. Aber es gibt auch Fragen, hinter welche wir nie kommen werden. Hier mal ein kleines Sammelsurium der meiner Meinung nach wichtigsten Fragen, die uns nicht einmal das Internet beantworten kann (die es aber in seinen blödsinnigen Ecken und Winkeln umso öfter stellt). Denkt mal drüber nach Zwinkerndes Smiley:

1. Warum muss man sich eigentlich bei der Wahrsagerin anmelden?

2. Wenn man nichts mehr essen will, dann ist man satt. Was ist man, wenn man nichts mehr trinken will?

3. Was tat der Mensch gerade, als er bemerkte, dass Kühe Milch geben?

4. Wieso haben Kamikazepiloten einen Helm auf?

5. Gibt es intelligente Windeln für Klugscheißer?

6. Wo ist bei einem Baum hinten?

7. Wie schwer ist eigentlich ein Hologramm?

8. Warum muß der Deckel von einem Sarg zugenagelt werden?

9. Wie würden Stühle aussehen, wenn wir die Kniescheiben hinten hätten ?

10. In welcher Farbe läuft ein Schlumpf an, wenn man ihn würgt?

Montag, 14. November 2011

BLUE RED & GREY

(Pearl Jam)

Ich habe bei der Alice (und später bei der Manu) ein Blogstöckchen namens “MY RAINBOW” aufgelesen. Heute, da ich ziemlich durch bin mit der Welt und mir eigene Ideen massiv fehlen, werde ich es einfach mal kurz abhaken:

Braun
Scheißfarbe! Besonders bei Autos und Parteien finde ich sie absolut untragbar! Ich habe zwar auch ein paar braune Klamotten, aber da stimmt das Gesamtdesign, da das alle samt schicke Bandshirts sind.

Pink
In meiner Welt heißt das “Rosa”; und “Rosa” ist so schrecklich, daß es mitunter schon wieder bedingungslos anbetungswürdigem Kult entspricht! Ich sage nur: J.B.O.! Metal mit Farbfehler, Rosa als Uniformierung der Beblödsinnten – Hammer!

Gelb
Gelb ist als Farbe recht vielseitig verwendbar. Im Sommerkontext top (ich sage nur Sonnenblume); im Herbstkontext fließt sie ins Orange bzw. ins Rot über und trägt nicht unwesentlich zu atemberaubenden Landschafts-Momentaufnahmen bei. Nur im Winter, da sollte man mit allem was gelb ist lieber vorsichtig sein.

Dann gibt es aber noch das “Gelb”, welches ich schon in unzähligen Schlachten bekämpft habe; jenes Gelb, welches gemeinsam mit mir unsere ewige Risiko-Wertung anführt. Da ist Gelb unverzichtbar, denn ohne den GVH mit seinen gelben Horden macht so ein Scharmützel nur begrenzt Spaß.

Grün
Ist eine tolle Farbe, denn grün ist der Wald… und den Wald finde ich groovy! Grün ist Heimat, aber auch Finnland (im Sommer).

Rot
Rot passt hervorragend zu Schwarz, somit gilt es als annehmbare Farbe in meiner Welt. Auf Bandshirts (glaubt mir das einfach), sind wesentliche Messages somit zumeist rot hervor gehoben.

eltee

Auch rote Shirts sind mitunter legendär und schmücken den Träger. Über den Daumen gepeilt sind rote Shirts die zweithäufigste Kategorie in meinem Kleiderschrank (in respektvollem Abstand zur Primärfarbe).

Türkis
Also bitte, das ist doch keine Farbe!!!

Violett

Ach ihr meint Lila… ja, das geht. Würde ich zwar selber nie anziehen, aber auch hier gilt der “passt zu Schwarz” – Grundsatz. Außerdem hat es so etwas düster-aristokratisches. Dracula… irgendwie.

Blau
Auch schön. Klare, kühle Farbe, aber gleichzeitig auch mit unglaublichem Potential in Richtung Dunkelblau ausgestattet. Meine ersten beiden Autos waren blau (allerdings eher zufällig als bewußt gewählt).

Schwarz
Den letzten schwarzen Regenbogen dürfte es zwar bereits 1975 in Bitterfeld gegeben haben, aber dennoch sollte man per Gesetz festlegen, daß ja kein Regenbogen ohne diese Grundfarbe auszukommen hat! Schwarz ist die MuFuFa, die Multifunktionsfarbe, in meiner Welt. Klamotten, Bandshirts, PC, Humor… IGOR… alles schwarz! Schwarz sieht immer gut aus, verströmt eine angenehme, unterschwellige Eviligkeit und man ist auf jeden Konzert passend gekleidet, selbst wenn einem das spezifische Bandshirt mal fehlen sollte (ausnahmsweise). Es gibt zwar auch Leute, die kommen zu Motörhead in Rosa und sind trotzdem cool, aber das ist dann wieder eine ganz andere Geschichte. Zwinkerndes Smiley

PS: Physiker sagen zwar oft, daß “Schwarz” keine Farbei sei, sondern die Abwesenheit aller anderen Farben, aber wenn mit anderen Farben solcher Kokolores wie “Aprikot”, “Lachs”, “Lavendel” oder “Champagner” gemeint sind, dann bin ich ganz froh über deren Abwesenheit! Nur ein Grund mehr, dieses großartige Schwarz zu lieben.

Sonntag, 13. November 2011

OVER THE HILLS AND FAR AWAY

(Nightwish)

Für alle, die mich regelmäßig auf dieser URL heimsuchen UND gleichzeitig mein Gezwitscher nicht völlig ausblenden, dürfte das Thema des heutigen Blogs keine nennenswerte Überraschung sein. Gestern herrschte hier das, was man in München als “Kaiserwetter” bezeichnet. Da wir hierzulande nicht diesen aristokratischen, grundgesetzfeindlichen Treffer haben wie die Batzis, nennen wir das schlicht und ergreifend Sonnenschein. Tolles Wetter eben; Ausflugswetter! Und da wir einen solchen noch nicht geplant hatten, der Igor langsam Durst bekam und ich ohnehin schon seit Jahren nicht mehr diesem Bundesland hier aufs Dach gestiegen bin, schlug ich eine kleine Bergtour vor. Vorab sei kurz erwähnt: Ich habe die Fotos heute ein wenig größer belassen – Details also beim Anklicken durchaus besser erkennbar.

“Fichtelberg”, da sollte es hin gehen! Auf dem Weg dorthin legten wir noch einen Abgestochenen ins Nachbarland ein, wo der Igor für schlanke 1:40€ / Liter abgefüllt und für den Onkel ein “Smokehead – Extra Rare” aus dem Travel Value erstanden wurde. Schöner Islay-Tropfen, wurde gestern abend sogleich verköstigt. Jedenfalls schlängelten wir uns zunächst  noch automobil durch die einbahnbestraßten Gassen von Oberwiesenthal und ich zirkelte mein Gefährt schließlich zielsicher dem Fichtelbergplateau entgegen. Gut zwei Kilometer vor dem Gipfel lenkte ich ein und wir stellten den fahrbaren Untersatz auf einem – sagen wir mal “noch nicht bis an seine Kapazitätsgrenzen ausgelasteten” Parkplatz ab:

IGOR

Wir entschieden uns, nach einer kleinen Stärkung, dann unsere Alpinausrüstung anzulegen und den Gipfel zu erklimmen. Während die Schatten bereits lang und länger wurden

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erreichten wir den finalen Wegweiser:

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Todesmutig schritten wir an diesem vorbei! Ich weiß noch, wie ich ein verächtliches Schnauben in seine Richtung ausstieß. So solle er nur kommen, der finstere Wettertroll und sich mit mir anlegen… wenn er sich traut!

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Eine Art Herausforderung an die Naturgewalten und Waldgeister, welche ich kurz darauf noch bitter bereuen sollte. Nur wenige Meter später wurden wir ohne Vorwarnung vom Schnee überrascht! Wir fanden uns bei Sichtweiten von weniger als 70 Kilo Metern plötzlich in der weißen Hölle des Erzgebirgswinters wieder

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Aber da mußten die Urgewalten schon früher aufstehen! Wir schüttelten uns nach überstandener Apokalypse nur kurz bevor wir uns ohne Sauerstoffmasken und ähnlichen Klimbim todesmutig in die berüchtigte “Nordwand” stürzten um den Gipfel zu erstürmen.

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Auf unserem Weg zum Gipfel begegneten uns dann auch die seltsamsten, widernatürlichsten Eiszauber, mit welchen der Gipfelälteste uns wohl zu stoppen versuchte auf unseren unaufhaltsamen Vormarsch zu ihm. Aber da der Knispel schlecht zielte, erwischten seine Frostflüche nur die bemitleidenswerte Bergflora.

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Wenige Stunden später hatten wir uns trotz aller Widrigkeiten zu seinem Domizil vorgekämpft und klopften – metaphorisch gesehen – an seine Pforte. Er hatte versucht uns aufzuhalten, aber unser Kung-Fu war einfach mächtiger als das seine.

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“Metaphorisch” nur, weil wir uns mit solcherlei Versagern nicht abgeben wollten. Wir entschieden uns gegen die Machtübernahme und genossen lieber dem atemberaubenden Ausblick, welchen man hier geboten bekam… hier, auf dem “Dach der Welt (naja, fast zumindest).

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Zu unseren Füßen erstreckte sich mein  Imperium! Geknechtet und leidend unter der eisernen Knute meines Regimes aber dennoch friedlich und pittoresk lag das Rachermann'l –Land vor uns. Am Horizont zeichneten sich zudem neblig die fernen Gestade von Nußknackrien ab, welche es für mich noch zu erobern gilt:

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Bevor wir den Abstieg begannen, sahen wir uns nochmal kurz um und warfen einen letzten, flüchtigen Blick hernieder ins Tal.

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Tief beeindruckt überquerten wir den Gipfelparkplatz (wer den Berg so erklimmt, hat sich die Aussicht meiner Meinung nach nicht verdient) und machten uns auf den beschwerlichen Abstieg.

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Der Gipfelälteste bot all seine verbliebenen Flüche auf um uns den Rückweg so beschwerlich wie möglich zu machen, aber er versagte erneut. Ich beschloß, abschließend ein Exempel zu statuieren und ließ Kraft meiner Wassersuppe sein Lieblingsbächlein in Ehrfurcht vor mit erstarren:

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Als wir in der Abendsonne wieder den Parkplatz erreichten, machten wir ein dickes Häkchen unter dieser Ausflug. Gelungen war er, spannend und schöne Fotos gabs obendrein. Wer von euch also mal in der Gegend ist (in ca. 2-3 Wochen solltet ihr obendrein im Besitz von Schneeketten sein), dem sei eine Stippvisite auf dem Fichtelberg empfohlen. Traut euch ruhig auch den Fußmarsch auf euch zu nehmen – ist halb so schlimm. Außerdem hat der Gipfelälteste nix drauf! Zwinkerndes Smiley Schönen Sonntag noch!

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Samstag, 12. November 2011

ALL SCREWED UP

(AC/DC)

Heute gibts nur ein kleine Fundstück aus dem hiesigen IKEA. Gefunden gestern, beim nachmittäglichen Kahvi auf einem der aushängenden Speisekartenflachbildschirmmonitore.
Heute (wir waren nach unserem Ausflug - von welchem noch berichtet wird - nochmal kurz auf ein Abendkäffchen und ein paar Gardinen für MsPittili vorbei gesteuert, da zeigte der Monitor wiederholt ne Fehlermeldung... allerdings eine andere. Asche auf mein Haupt, aber ich habs vergessen zu fotografieren. Aber irgendwie beruhigend, daß man in Schweden auch nur mit Microsoft "kocht"! ;-)

Freitag, 11. November 2011

INTOLERANCE

(TOOL)

Also ich bin ja grundsätzlich dafür, daß man den Zivilisationsgrad eines Landes daran mißt, wie stabil es auf die innere Bedrohung durch dieses “Karneval” reagiert. Es ist mir auch vollkommen bummi, daß Deutschland dann auf dem Gleichen Level rangieren würde wie heute Dschibuti in der FIFA-Weltrangliste, denn es wäre verdient!

Heute ist der 11.11.2011. Ja und? Ein Tag wie jeder andere, mal abgesehen, daß sich heute überdurchschnittlich viele Mitmenschen das Leben durch eine datumsmäßig angeregte Hochzeit ruinieren… in vielen Fällen (so hört man) wurde der oder die Zukünftige erst nach dem Reservieren des Hochzeitstermins in der Proletendisko zwangsabgeschleppt und mit Hektolitern von Alkopops gefügig gemacht – mehr als “Ja” kriegen die eh nicht mehr raus – müssen sie ja auch nicht. Aber sonst ist das für mich ein stink normaler Novembertag – oder es sollte zumindest ein solcher sein.

Aber Pünktlich um 11:11 Uhr fühlten sich einige Leute in diesem Land ja wieder dazu berufen die Maske der Zivilisation fallen zu lassen und das hässliche Gesicht des alltagsfrusterierten Partybürgers hervor zu kramen, welcher dem Rest des Landes dann mit seiner Pappnase und dem Flachmann in der Hand seine Ausdünstungen ins Gesicht speit. “Ahhhhlaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaffffffff” wird einem dann entgegen gebrüllt und man sieht nur irgend einen Irren auf sich zutorkeln, der angemalt ist wie eine Mischung aus ES-Clown und Uschi Glas und einem am Ende vielleicht sogar noch einen Kuß aufzwingen will; ob man will oder nicht. Ich will nicht! Die sollen mir ja vom Leib bleiben! Schlimm genug, daß wir diese Hirnis jetzt wieder bis zum GROSSARTIGEN ASCHERMITTWOCH wieder am Hals haben… daß wir uns mit diesem Gesocks das gleiche Land teilen müssen! Die sollen sich gefälligst unter Ausschluß des denkenden Volkes an ihre Biertischgarnituren scheren und schunkeln, während sie dieses dürre Gesöff namens “Kölsch” in sich hinein schütten (wenigstens etwas, wozu dieser enthirnte Haufen gut ist) und sich an ihren Gottlieb Wendehals Immitatoren ergötzen. Kein Pieps soll nach außen dringen! Dazu zähle ich ausdrücklich auch Fernsehübertragungen aus diesen Anstalten. In den Nachrichten hat dieses Pack gleich gar nix verloren! Am besten, man pfercht die alle im Rheinland ein und stellt den Strom ab bis es vorbei ist. Da können sie sich dann in Unzurechnungsfähigkeit und animalischer Dekadenz ergehen bis der Schminkstift bricht – solange ich davon optisch, akustisch, olfaktorisch und nachrichtentechnisch verschont bleibe ist mir das vollkommen egal! Das ist nämlich selbst gewähltes Leid. Es gibt nämlich nix Schlimmeres, als diesen Rotz gegen den eigenen Willen aufgezwungen zu bekommen. Wenn man dann noch so dreist ist, zu sagen, daß man das alles für Kokolores hält, wird man noch als “Karnevalsmuffel” und “Spaßbremse” angefeindet. Aber nicht mit mir, Freunde!!! Ich sag hier trotzdem meine Meinung:

Ich halte “Karneval” für verzichtbar, langweilig und derart widernatürlich, daß es dafür ein eigenes Kapitel im großen Lexikon der klinischen Psychologie geben sollte. Ich finde es lächerlich, wenn Leute in Hallen an sauber aufgereiten Biertischgarnituren sitzen, sich im Akkord die Birne zu löten und bei jedem Tusch reflexartig das Gröhlen anfangen! Noch schlimmer ist aber, daß das dann als ausgelassener Frohsinn verkauft wird. Ausgelassen ist etwas anderes, “Ausgelassenheit” impliziert nämlich ungesteuertes, wildes Treiben; Regelfreiheit und Hedonismus. DAS, was die da abziehen, ist ungefähr so ausgelassen und anarchistisch wie damals die Militärparaden im Ostblock. Die lügen sich doch selber die Taschen voll und merken`s noch nicht einmal. Andere bekommen`s doch auch hin, diesen Karneval stilvoll und aristokratisch (Venedig) oder wirklich ausgelassen und feurig (Rio) zu feiern. Nur der dumpfe Deutsche hockt mit seinem genormten Kostüm in der Mehrzweckhalle und lacht über Witze der Kategorie “Steht`n Manta vor der Uni!”. Nur einsehen, nein, das wollen es die Vortänzer dieser Volksverdummung nicht, daß sie mit ihrem perversen Treiben ein ganzes Land zum Löffel machen, wenn sie auch noch Fernsehübertragungen ihrer dusseligen Veranstaltungen da zulassen. Ich glaube, die sind sogar noch stolz drauf, wenn ihnen das ganze Land dabei zusehen kann, wie sie mit ihrer beknackten Prinzenmütze grenzdebil in die Kamera blicken und ihren Gleichverwirrten “wull`n mern neilasse???” zublöken, nur um dann irgend einen so genannten “Tünn” oder was ähnlich Beklopptes zu begrüßen. Vollkommen Banane diese Typen!

Wenn ich es mir recht überlege, möchte ich mich hiermit in aller Form bei Dschibuti entschuldigen – Jungs, im Vergleich zu diesen Vögeln spielt eure Elf auf Champions League – Niveau!

Mittwoch, 9. November 2011

FEUER FREI

(Rammstein)

Es ist schon irgendwie lustig: Am Ende bleibt immer wieder alles an mir hängen, wenn es um Konzerte geht. Fast immer! Denn ausgerechnet auf den Events die ich unbedingt sehen will, ach Quatsch, sehen MUß, bei denen bin ich dann wieder auf “fremde” Hilfe angewiesen. Beispielsweise dereinst, es war im Jahre des Herrn zweitausendundneun, da kamen die unvergleichlichen Pearl Jam mal eben auf Europatour und die Tickets wurden einfach mal parallel zur Ankündigung online gestellt. Ohne die panikartige SMS von MsPittili und ihre via Telefonkonferenz gesteuerte Spontanbestellung von meinem TC-Account aus, hätten wir (wir waren zu viert, es galt also sogar von 2 Fanclub-Accounts parallel die raren Tickets zu ordern… eine Paradeleistung) den 15.08.2009 in der Wuhlheide dann mit dem Fußvolk verbringen müssen statt die Gnade des frühen Einlasses zu genießen. Das wäre ja noch nicht sooooo schlimm gewesen (gut, mein Image hätte gelitten, wenn ich hätte eingestehen müssen, daß ich für meine Heimatshow keine Fanclubkarten ergattert hätte… ich hätte mich schon ein bissel geschämt ehrlich gesagt), aber das Zittern wäre halt weiter gegangen. Pearl Jam – Tickets landen 1. nur recht begrenzt bei Eventim – wenn überhaupt, sodaß man auf andere Anbieter mit jeweils kleineren Kontingenten angewiesen ist (das reinste Vabanque – Spiel) und sind 2. gerade für Berlin unwahrscheinlich schnell vergriffen. Das konnte ich mir damals alles sparen, dank MsPittili. Olé Olé MsPittili! Später orderte ich mir dann noch im “normalen” Verkauf auf eventim.nl (btw: wann werden die endlich mal ne englische Version ihrer Homepage basteln?!?) unter größten linguistisch-interpretatorischen Anstrengungen noch Rotterdamm-Tix und der Rest ist Geschichte. Eine Geschichte, die mittlerweile nur als der legendäre “Touring THE Band 2009 Sommerurlaub” bekannt ist.

Aber meistens bin ich es, der Restkontingente und Sonderverkäufe aufstöbert und Karten organisiert. So ergatterte ich vor gut zweieinhalb Jahren urplötzlich noch Metallica – Karten, nachdem wir das eigentlich schon aufgegeben hatten, oder ich ging zufällig mal auf die Seite der Kulturarena und ergatterte so Karten für Rainald Grebe in Jena (glaubt mir, es gibt Jenenser, die würden für die Dinger töten) ohne zu wissen, daß just in diesen Minuten der VVK fürs Zusatzkonzi des Herren überhaupt startete. Ich wußte ja nicht einmal, daß es dieses Konzert überhaupt gab. Auch legendär die Platzwahl für Rotterdam… 2 Stunden auf F5 eingehämmert, weil ich nicht schräg hinter und komplett gegenüber der Bühne sitzen wollte, und dann ZACK die idealen Plätze ergattert. Könnte das noch ne Weile fortführen… Nick Cave war auch so eine taktische Meisterleistung mit Zufallscharakter. Aber: Es hat geklappt! Ich hab halt ein Händchen für sowas glaube ich… um nicht zu sagen: Ich kann nix dafür, aber ich bin großartig! Zwinkerndes Smiley

Heute war urplötzlich auch wieder Game-Time! Man sollte wissen, daß ich eine Bekannte habe, die recht intensiv auf Rammstein steht. Also das ist streckenweise noch “schlimmer” als meine leichte Pearl Jam – Affinität *hust* … und das will was heißen! Also ich schmeiße den Rechner an und mache erst man “einen Picard” (Earl Grey – heiß). Gehe zurück an den Rechner, update Feuerfuchs und Donnervogel und nehme Platz. Gehe nebenbei so meine Mails durch und plötzlich macht es *pling* – Newsletter mit der Mitteilung, daß Restkontingente für Rammstein soeben online gegangen sind. Ups… . Leipzig und München waren dabei. Eine SMS später mußte ich aber feststellen, daß meine Bekannte aus 2 Gründen mit der Information nix anfangen konnte. 1. war sie (und ist es mindestens noch eine Stunde) im Meeting und hat selbst die Antwort-SMS nur subversiv ins Tastenfeld gehämmert und 2. Selbst wenn: ich bin der Onkel, der den personalisierten Account hat… . Aber, die Gute denkt ja mit. Ich wollte ihr soeben vorschlagen, doch mal ganz dringend “auf Toilette” zu verschwinden und mich anzurufen, da klingelte schon das Telefon. Per Telefon wurden Platzkategorie und Kontodaten geklärt, Personalisierung der Karte vorgenommen (fragt nicht… Rammstein fahren da einen recht merkwürdigen Kurs, der aber (das muß man ihnen lassen), dem Schwarzmarkt weitestgehend  den Wind aus den geldgierigen Segeln nimmt) und der entsprechende Block für das Plastestühlchen gewählt. Bestellung abgeschickt und nun geht die Gute in München zu den Rammiletten. Klingt unspektakulär, aber die Bestätigungsmail war kaum da, da leuchtete schon das rot glühende “ausverkauft” hinter der Show. Das eigentlich lustige an der Sache ist aber, daß exakt der gleiche Ablauf (es war aber ein anderes Meeting), bereits im Januar 2010 stattfand… ebenfalls Rammstein, ebenfalls kurz vor der Show und auf den letzten Drücker die Karten gesichert via Telefonkonferenz.

Tja… jedenfalls habe ich gerade wieder derart viele Karma-Punkte gesammelt, daß die potentiellen Lebensformen zum Reinkarnieren langsam knapp werden für mich. Eine einzige Ausnahme zum letzten Januar ist mir dann aber doch eben noch eingefallen: Ich für meinen Teil werde mir Rammstein dieses Jahr im wahrsten Sinne des Wortes “sparen”. Leipzig könnte ich zwar noch jetzt ordern, aber ich muß mein Geld für nächstes Jahr zurücklegen, wenn dann Pearl Jam wieder den alten Kontinent mit mobilen Gruppenaudienzen beehren. MsPittili kann schon mal meine TenClub-Logindaten wieder hervor kramen, wahrscheinlich bin im neuralgischen Moment dann ich derjenige mit dem Meeting! Zwinkerndes Smiley

Dienstag, 8. November 2011

*RAGEMODE ON*

“Ich benutze kein Deo oder wasche mich im Fluß"! Mit diesen Worten gewann gerade so ein Typ auf Pro7 (Galileo) meine Aufmerksamkeit. Der Kerl erzählt gerade, daß man nach dem Sport ja auch gar nicht duschen muß, man könne sich auch mit einer frischen Zitrone abrubbeln (zu Demonstrationszwecken wird eine von ihm angeschnitten. Und das Baby, da sind wir ökologisch enormst korrekt, bekommt keine Windel, sondern wird “beobachtet und wenn es dann soweit ist, hält man es über ein Waschbecken.” Klospülung gibts auch nicht, man sammelt unter der “Spüle” alles was flüssig ist in Eimern und schüttet es im Bedarfsfall einfach hinterher. Aha, na da fällt mir doch nur eines ein: Hippies!

Thema ist wohl das “Leben ohne Geld”  Jetzt werden gerade noch ein paar andere Gestalten begleitet; aber die machen das wenigstens alleine. Das macht den Plan zwar nicht weniger meschugge, aber wenn sie es so wollen… meinen Segen haben sie. Zumal sie ja ausdrücklich niemanden missionieren wollen, was für mich der hauptsächliche Faktor für “lebbe und lebbe lasse” ist. Aber dieses verfilzte Elternpaar da… also wirklich… die haben doch nen Schuß! Alternativ sein ist ja schön und gut, ein wenig einen an der Klatsche haben meiner Meinung nach sogar gesund, aber freiwillig komplett auf Geld verzichten, eine Ausscheidung mit der anderen herunter zu spülen welche man in der “Küche” in Eimern sammel und in dem ganzen versifften Chaos dann noch ein Kind aufzuziehen, das ist doch nun wirklich mal hochgradig bekloppt. Ich frage mich, was das Jugendamt dazu sagt, ich kann mir nämlich nicht vorstellen, daß das auf sonderlich viel Gegenliebe stößt. Insbesondere, da der Verzicht auf Geld auch einen latenten Mangel an “Krankenversicherung” nach sich zieht. Die Eltern sollten sich meiner Meinung nach schämen! Daß bei denen schon ne ganze Hand voll Murmeln durchs Oberstübchen kullert, das merkt man doch schon daran, daß sie diese Verantwortungslosigkeit noch stolz vor der Kamera präsentieren. So was regt mich immer auf! Das arme Kind! Das ist doch nur Opfer des Dranges der Eltern sich mit pseudointellektuellen Ökoparolen als moralisch überlegen zu inszenieren. Weltfremd und gefährlich ist so was… die Eltern gehören so lange an ein AKW gekettet und mit Analogkäse beworfen, bis sie wieder halbwegs normal ticken, diese Vögel!

*Ragemode off*

Sonntag, 6. November 2011

JA & NEIN

(Max Raabe & Das Palast Orchester)

Stillgelesen!!! Na, habt ihr gestern auch “Wetten Dass…???” verfolgt? Habt ihr auch, wie ihr es seit Kindertagen kennt, an jenem besonderen Sonnabend im Monat pflichtbewußt die Flimmerkiste angeworfen um euch mit einer Hand voll mehr oder weniger bekloppter Wetten und egozentrischer B-Promis den Abend zu verbringen? Nein? Auch gut, ihr wisst ja trotzdem wovon ich rede. Jedenfalls ist es seit einigen Monaten – genauer gesagt seit Gottschalks Rückzugsankündigung – unglaublich nervtötend, wie wöchentlich eine neue Nachfolgersau durchs Mediendorf getrieben wird. Wen nach der nächsten Sendung der Vorhang für den Tommy fällt, dann ist das ohnehin eine Zäsur. Das einzige, in seinen Auswirkungen ähnlich dramatisch für ein legendäres, etabliertes Fernsehformat war, war wohl der Ausstieg von Udo Lattek bei den Experten. Egal wer übernimmt, es wird zwangsläufig eine andere Sendung werden. Hinzu kommt ja noch, daß man nicht mehr die ganz spektakulären, akrobatischen und in der Konsequenz auch gefährlichen Wetten auspacken will. Das konnte Gottschalk die letzten Sendungen noch halbwegs überspielen, ewig geht das aber auch nicht. Krönung der “tu dir bloß nicht weh” – Wetten der des vergangenen Jahres war der Typ mit seinen Klodeckeln gestern. Eine selten dämliche Wette mit immens hohem Fremdschämpotential. Gestern hat dann aber auch der meiner Meinung nach qualifizierteste Kandidat medienwirksam die Nachfolge abgesagt. Kerkeling hätte das Ding schon gewuppt und wäre dabei mit seiner unverkennbaren Art auch den Gottschalk-Vergleichen aus dem Weg gegangen. Aber nun wird er es nicht und das Rätselraten geht weiter. SPON hat die derzeitigen Kandidaten in einer Art Fotogalerie aufgezeigt, welche noch übrig geblieben sind:

JOerg Pilawa

Model “Traum aller Schwiegermütter”. Genau deshalb für mich eine Fehlbesetzung. Der soll seine komische Quizshow moderieren und gut ist. Für mich viel zu blaß und seriös für diese Sendung. Außerdem hat er einen politisch überkorrekten Humor – das geht mal gar nicht! Er wäre bestimmt auch nicht bereit in einen gigantischen Senftopf zu springen oder sich ähnlich spektakulär zum Löffel zu machen – noch eine Grundvoraussetzung die Mr. Nice Guy abgeht.

Anke Engelke

Mag ich nicht – mehr gibts da nicht zu sagen.

Florian Silbereisen

Na klar, der Silbereisen! Der jodelnde Ersatzgott der Rentnerschwemme. Also wenn der irgendwann als Moderator die Showtreppe herunter gespackt kommen würde, dann würde nicht nur ich unverzüglich abschalten! Da schaue ich doch lieber den ganzen Abend Synchronschwimmen als mir diesen Heini anzutun! Außerdem ist der mit seinen beknackten Volksmusiksendungen ja schon vollkommen ausgelastet. In Kürze wird er mit dem so genannten “Frühlingsfest der Volksmusik” in Chemnitz wieder die Schunkelzombies in die Vorhölle eskortieren. Der Ruf des auditiven Zivildienstleistenden ehrenhalber klebt an diesem Grinsekasper aber Gott sei Dank wie die sprichwörtliche Scheiße am Schuh, sodaß er sich für eine Familienunterhaltungssendung schon dadurch disqualifiziert.

Ina MUEller

Nee, das passt irgendwie nicht. Ina Müller gehört in irgend eine kleine Spelunke, wo sie im Verlauf des Abends mit steigendem Pegel die Promis aushorcht… das kann sie gut, das schaut man sich auch mal gerne an. Bei “Wetten dass…???” würde sie wohl ein wenig verloren wirken. Ich hoffe mal, daß sie sich und uns das erspart.

Dieter Bohlen

Diese Option disqualifiziert sich doch schon von Anfang an! Wenn sich das ZDF nicht freiwillig zum neuen Flaggschiff des Unterschichtenfernsehens machen und somit RTL auf einen Schlag den Rang ablaufen will, sollten sie die Finger von Bohlen lassen. Denn der bringt zwar quantitativ Einschaltquote mit sich, qualitativ darf man dann aber nicht erwarten, daß diese neu gewonnenen Zuschauen nennenswert alphabetisiert sind.

Frank Elstner

Werrr hot’s errrfund’n?!? DAS ist für mich die für das ZDF wahrscheinlichste Option. Anstatt sich einen neuen Moderator zu suchen und die Chance zu ergreifen die Sendung mit einem frischen Image auszustatten, gehts back to the roots! Mal ehrlich: Elstner hatte einen lichten Moment: Er erfand “Wetten Dass…???”. Danach kam nicht mehr viel und das, was er moderierte, das floppte dann auch… was nicht unbedingt immer am Sendekonzept lag. Der Kerl ist so langweilig und überholt, der könnte mich als Moderator sogar bei einem WM-Finale zum Abschalten bringen. Wie gesagt: Die ZDF-interne Lösung mit dem höchsten Wahrscheinlichkeitsfaktor, aber auch die mit Abstand schnarchigste Option… aber wer erwartet denn von diesen GEZ-gemästeten Vollmumien, die kontinuierlich am Bedarf vorbei senden, schon eine sinnvolle Entscheidung?!?!

Bully Herbig

Lustig würde es ja werden, aber Bully ist zu clever um sich derart vorführen zu lassen und dabei seine eigenen Projekte aufzugeben glaube ich. Außerdem wäre das ein wenig zu viel Klamauk für meinen Geschmack.

Barbara SchOEneberger

Endlich mal eine ernst zu nehmende Option. Ich glaube, das könnte was werden. Die hat den richtigen, ironischen und bisweilen beißenden Humor und wird als Gesprächspartner trotzdem ernst genommen. Außerdem hat sie die gleiche Frisur wie der Tommy und trägt gerne glitzernde Klamotten – optisch also eine relativ überschaubare Umgewöhnung. Ich glaube, die hätte es drauf, wenngleich ich ihr noch einen zweiten Moderator zur Seite stellen würde. Allerdings würde es mich überraschen, wenn das ZDF sich dazu durchringen könnte. Gerade die urtypische Zielgruppe der öffentlich – rechtlichen Sendeanstalten wäre bei Schönebergers Vorliebe für tief dekolletierte Abendkleider akut vom plötzlichen Herzkaschper bedroht… was wiederum auch für Florian Silbereisen ne schlechte Nachricht wäre.

Daniela Katzenberger

Die Antithese zur Evolution… vergiß es!

Stefan Raab

Ich sehe den Raab ja ganz gerne, gerade wegen seiner schnodderigen, bisweilen rotzfrechen Art… aber “Wetten Dass…???”… nee, tut mir leid! Das wäre dann doch zu viel TV-Präsenz für den Metzger. Außerdem disqualifiziert ihn fürs ZDF genau das, was schon einige andere aus der Liste scheitern ließ: Er ist einfach zu “modern” für diesen Kalksender.

Oliver GeiSSen

Abschließend wird der noch aufgeführt um die Liste der möglichen Nachfolger zu komplettieren – Füllmaterial, mehr auch nicht.

 

So, das sind also (kurz kommentiert) die Vorschläge von SPON zur Nachfolge von Gottschalk. Bloß gut, daß es nur Vorschläge sind, einige der Genannten sollte man ja eher endgültig aus dem televisionären Sendeverkehr ziehen, als ihnen ausgerechnet die größte Fernsehshow des Landes als Wiederbelebungsmaßnahme anzubieten. Meine persönliche Idee (obgleich wohl undurchführbar) sähe übrigens so aus:

Man sollte zunächst mal die Hunziker in die Wüste schicken. Die erfüllt doch eh keine produktive Rolle in der Sendung. Die ist bestenfalls so eine Art “Sidekick” für Gottschalk, ein Sidekick, den er eigentlich nicht braucht. Dann sollte man der Show ein Jährchen Ruhe gönnen, wieder vernünftige Wettideen sammeln und das Konzept ein wenig aufhübschen. Dann läd man sich ein paar Knallergäste (also nicht Maffay, Grönemeyer oder einen der Klitschkos – gefühlt sitzen die ja jedes Mal auf der Couch) in den Admiralspalast zu Berlin ein für die große Wiedergeburt von “Wetten Dass…???”. Nachdem Max Raabe ein kleines Intro-Ständchen acapella zum Besten gegeben hat, hebt sich der rote Vorhang und der großmächtige Harald Schmidt begrüßt gemeinsam mit der Schöneberger, jeweils in feinster Abendgarderobe, das Publikum. Das wäre ein dynamisches Duo, was sowohl Sprüche klopfen als auch vernünftige Unterhaltungen führen könnte. Außerdem würde es Schmidt wieder ein wenig fordern, momentan döst er ja ein wenig unmotiviert auf seinem Olymp herum ohne daß jemand auch nur annähernd in seine Nähe kommt (fragt mal den Pocher… der stand übrigens auch auf der SPON-Liste, ich ließ ihn aber wegen Irrelevanz weg. Seit dem Dirty Harry ihn vor laufenden Kameras demontiert hat, ists vorbei mit dem).

Schmidt und Schöneberger; nach ein paar Sendungen würden die beiden sich dann die Bälle blind zuspielen – bildlich gesprochen. Dann kann man von mir aus auch wieder durch Europas Hallen tingeln mit den nächsten Folgen, aber diese glamouröse erste Sendung mit Galatouch und Entertainmentambiente im Admiralspalast, die müßte schon sein um die neue Ära einzuläuten. Wäre so mein Vorschlag für die Zukunft… aber es wird wohl wieder der Elstner werden.

Samstag, 5. November 2011

YOU THINK I AIN’T WORTH A DOLLAR…

(Queens of the Stone Age)

Hallöchen Leute! Ich habe gerade mal ein paar Fotos von diesem Jahr mehr oder weniger motiviert durchgeklickt und bin dabei auf ein fast vergessenes, aber sehr interessantes Bildchen gestoßen. Ich will es euch nicht vorenthalten, weile es 1. interessant und 2. ein klein wenig makaber ist… Zwinkerndes Smiley.

Einige mögen sich daran erinnern, daß ich im April diesen Jahres mit MsPittili in der Wanderausstellung “Mord und Totschlag” im Wasserschloß Klaffenbach war. Für alle, an denen das vorbei gegangen ist, biete ich als Service folgenden Link an: HIER ISSER! Nach wie vor kann ich den Besuch nur empfehlen, auch mit gut sechs Monaten Abstand.

Gleich im Eingangsbereich standen mehrere Gasflaschen und eingetütete Chemikalienhaufen rum, daneben folgende, nüchterne Plakette:

Mensch

Freitag, 4. November 2011

THROW AWAY YOUR TELEVISION

(RHCP)

Hallöchen. Da der Freitagsfüller heute irgendwie (mal wieder) etwas komisch ist für meinen Geschmack, habe ich mir das Blogstöcken von Alice geschnappt und damit das Wochenende eingeläutet. Wer es will, der greife zu. Finde das ist ein schönes Stöckchen.

1. Bist du Social-Network bzw. Community Süchtig?

Nö! Ich bin zwar bei Fatzebuch und Google+ vertreten, aber “süchtig” bin ich ganz bestimmt nicht. Zu Studi-VZ – Zeiten (hab da noch einen untoten Account) bestand mein Hobby im Sammeln möglichst beknackter Gruppen, welche ich um meine Konzerte ergänzte… da das bei Facebook nicht geht oder nur bedingt Spaß macht, bin ich da nur sporadisch online… SO SIEHTS NÄMLICH MAL AUS!!!

vz

2. Würdest du lieber aufs TV oder aufs Internet verzichten?
Ganz klar aufs Fernsehen. Dann würde halt der Rechner aufgerüstet und ein Monster-Bildschirm gekauft… Fussi gibts im Netz oder in der Sportsbar (am liebsten im TAC) und meine DVDs laufen auch über den PC… für alles andere gibts Zattoo.

3. Hörst du Radio? Wenn ja, welchen Sender am liebsten?
Sehe ich aus, als ob ich jeden Tag zwölf mal Lady Gaga brauche um glücklich zu sein? Oder als ob ich Frühstücksradio gut finde? Man muß sich das mal überlegen: Die Moderatoren sitzen früh um 6 im Studio und benehmen sich wie Junkies! Gute Laune vor 8 finde ich ekelhaft. Also ums Kurz zu machen: NEIN! Der Onkel hört da lieber Metal!

4. Liest du Zeitung oder Zeitschriften?
Ja, gelegentlich. SPON ist mein Informationsquell und der sprudelt ja auch ohne Papier. Ab und zu kaufe ich mit den Spiegel (bevorzugt dann, wenn die wieder ne DVD mit einer Geschichtsdoku dazu packen oder das Titelthema mich interessiert) oder auch mal den Kicker (ja, wer drei Foxymorph-Kicktipp-Meisterschaften errungen hat und sich mit Fug und Recht amtierender “Rekordmeister” nennen darf, der muß auch investieren. So ein Erfolg kommt nicht von alleine.)

5. Machst du dir groß was aus Handys?

Also ich hab eines, aber das wars auch schon. Ich finde es herrlich, wenn man das Ding einfach mal aus machen kann. Ich möchte nämlich selber entscheiden, ob ich erreichbar sein will und wenn ich es nicht bin, dann hat der Rest der Welt eben Pech gehabt! Das Mobiles Internet fände ich zwar schon cool, aber momentan ist das ja dreimal so teuer wie meine regulären Telefonkosten im Monat – das sehe ich doch gar nicht ein. Ich weiß sehr wohl, daß es Leute gibt, die haben mehrere von den Dingern; daß manche Mitmenschen immer das neueste Modell haben müssen und sich über die technischen Gimmicks ihres Telefons definieren; daß die Quatsche bei manchen Typen immer an ist, weil sie immer und überall erreichbar sein wollen… wenn ihr mich fragt: Alles Gestörte!!!!

6. Hast du ein Notebook/Rechner/Tablet PC?
Nö, nicht mehr. Ich komme mit meinem Desktoprechner ganz gut klar. Aber so ein Netbook wird wohl irgendwann auch mal sein müssen denke ich, das macht das Tickern von Fußballspielen hier im Blog deutlich bequemer… Wunderwerke der Technik die Dinger!

7. Deine Lieblingsbücher?
Ich habe keine Ahnung, wo ich anfangen soll… Moers, Tolkien, King, Barker, Crichton, Anonymous… nee, nächste Frage!

8. Würdest du eher auf Bücher oder auf Filme verzichten?

Eine fiese Frage! Ich fände beides furchtbar. Da will ich mich nicht entscheiden!

9. Lieblingsserien?

Momentan würde ich da “Supernatural” nennen, aber das wechselt auch beständig. Je nachdem, welche Staffelboxen ich mir gerade vor nehme. All – Time – Favorit sind aber wohl “Star Trek” und “Star Trek – Next Generation”, dicht gefolgt von so Dingern wie “Monk”, “Columbo”, “Simpsons”, “CSI:Miami”, “House M.D.”, “MacGyver”, “A-Team”,………….

10. Deine Lieblingsfilme?

Da gehts gleich weiter… ebenso schwer. Herr der Ringe – klar. Ansonsten finde ich die Godfather – Trilogie unverzichtbar. Rambo I-III, die Rocky-Filme… die großen Zombie-Filmklassiker von Romero, Tarantino Geniestreiche von “Reservoir Dogs” bis hin zu “Inglorious Basterds”, die Asterixfilme… alle samt sehenswert!

11. DVD Abend oder Kinobesuch?

DVD-Abend, der passiert nämlich mittlerweile öfter! Ins Kino gehe ich mittlerweile relativ selten. Einerseits ist mir das zu teuer geworden und andererseits suche ich meine Filme genauer aus. Früher ist man “nur mal so” ins Kino und hat 3 Euro abgedrückt am Kinotag… da konnte der Film auch Mist sein. Heute würde ich mich ärgern, wenn der Film Schrott ist und ich 10 Euro in den Wind geschossen hätte, anstatt sie in eine DVD zu investieren.

12. Wenn du in einem Film mitspielen dürftest, welches Genre würdest du wählen?

Hehe, in einem bluttriefenden, FSK-18 Zombieslasher! Am liebsten als Antiheld, der die Hälfte des Films mutig die Untoten mit jedweden Feuerwaffen, Schnittwerkzeugen und Alltagsgegenständen niedermetzelt um seine verzweifelte Gruppe Überlebender zu beschützen. Der dann aber plötzlich im heldenhaften Kampf gebissen wird und sich in den Zombiekönig verwandelt und eben jene Überlebenden mit seiner Horde erbarmungslos dezimiert und anschließend die Weltherrschaft an sich reißt.

13. Mit welchem Serien/Film/Buch-Charakter bist du seelenverwandt?

Ach, für mich ist das alles Unterhaltung, ich würde nicht so weit gehen, da von Seelenverwandtschaft zu reden oder gar den Ehrgeiz zu entwickeln, denen nachzueifern. Aber wenn ich genauer drüber nachdenke, dann gibt es da doch einen, der kommt dem dann doch schon recht nahe: Der Duuuuuuuuuuuude!

14. Welchen Star würdest du gerne mal in echt treffen?

Ach… bin da nicht so geil drauf irgendwelche Stars treffen zu müssen, am Ende kochen die doch auch nur mit Wasser. Aber die Jungs von Pearl Jam treffen, das wäre schon was oder mit dem guten Lemmy mal ein paar Becherchen leeren, das wäre auch mal ne Maßnahme. Aber wenn es wider Erwarten dann doch nicht klappt… ich werds grade so verkraften. Zwinkerndes Smiley

15. Hast du lieblings PC/Konsolenspiele?

Wenns um meine Wii geht: Ganz klar “Guitar Hero”! Ansonsten einige Titel der “Need for Speed” – Reihe und hin jährlich das neue FIFA!

16. Welche ist deine Lieblings-Musikrichtung?

Rock’n Roll, Hardrock, Metal!!!

17. Welche/n Band/Sänger(in) fandest du als Kind/Teenie toll?

Also gegen Ende werden die Fragen ja richtig kurz und knackig zu beantworten. Natürlich Pearl Jam! Und als Kind (also ganz damals, so mit sechs bis sieben Jahren) fand ich Folgendes ganz groß (ich hatte die Vinyl von meiner Mutter geschenkt bekommen… lief pausenlos):

BTW: Wenn ich mir das so anschaue… so im Nachhinein ist es kein Wunder, daß ich irgendwann bei JBO gelandet bin Zwinkerndes Smiley.

18. Wie bist du zur Blogger Community gekommen?

Durch MsPittili, allerdings bloggte ich vorher schon seit 2005 auf einer optisch und was die Features angeht etwas arg retardierten Plattform – nach dem Providerwechsel machts wieder richtig Spaß!

Donnerstag, 3. November 2011

GOD - LIKE

(Gogol Bordello)

Bei Manu habe ich gelernt, daß heute “Weltmännertag” ist. Das ist toll! Noch toller ist, daß am 19.November schon der “Internationale Männertag” folgt. Man sollte beide nicht verwechseln, schließlich hat der heutige mit Herrn Gorbatschow zu tun, über den zweiten weiß ich hingegen nur folgendes zu berichten:
“Der Internationale Männertag wird jährlich am 19. November gefeiert und wurde 1999 in Trinidad und Tobago eingeführt.” (Quelle)

Trinidad & Tobago… seit 1999… aha! Ich will es mal vorsichtig ausdrücken: Die weltpolitische Relevanz des 19. November als “Männertag” erschließt sich mir ebenso wenig wie seine historische Dimension. Wir können uns also voll auf den heutigen Tag konzentrieren. Wobei… ist der Gorbatschow wirklich erwähnenswerter als Trinidad & Tobago?? Na, entscheidet das mal für euch alleine.

Da ich in der hiesigen Bloglandschaft gelegentlich ein wenig herum stöbere, ist mir aufgefallen, daß weibliche Blogbesitzer, Blöggerinnen sozusagen, gerade am heutigen Tag mit schwer überhörbarem Amüsement auf unseren weltweiten Ehrentag blicken. Ja, man kann sogar sagen, daß sie witzeln, kalauern… ihn nicht für voll nehmen! SKANDAL!! Liebe Frauen, ich sehe es als meine testosterone Pflicht an, da unverzüglich zu intervenieren! Das sollten wir uns mal am Frauentag erlauben… ojemine, da gäbe es aber Haue! Jedenfalls halte ich es für angebracht, euch mal zu erläutern, warum ihr uns braucht und was ihr an uns schätzt. Gerade heute! Ihr selber scheint es ja vergessen zu haben.

Also, ihr liebt uns Männer abgöttisch und schaut zu uns auf, weil wir:

überdurchschnittlich intelligent sind
alle scharfe Sixpacks haben
euch das Leben leichter machen
durch unsere animalische Art gnadenlos archaischen Sexappeal versprühen
mit Waffen umgehen und euch mit unserem breiten Kreuz beschützen können
eure Lieblingszeichentrickserien von früher auch heimlich geguckt haben
einen so anspruchsvollen, intellektuellen Humor haben
wir so eloquent sind:


und natürlich, weil wir:

uns nicht ganz so ernst nehmen, wie ihr es manchmal tut!
Na wenn das mal keine trifftigen Gründe sind Mädels!

Mittwoch, 2. November 2011

ELECTRONIC NO. 1

(Hawkwind)

Heute gibt es mal wieder ein kleines Fundstück zu betrachten. Für alle, die wie ich die Anfänge des Internets in den 90ern miterlebt haben, dürfte das obendrein eine nostalgische Erfahrung sein. Könnt ihr euch noch an die ersten, stümperhaft zusammen gedübelten Websites erinnern? Damals war nicht wirklich wichtig was da stand, Hauptsache, da stand überhaupt etwas. Wie das Ganze obendrein aussah, das war dann auch egal. Das Ergebnis waren dann farblich derart absurd gestaltete und grauenhaft strukturierte Gebilde, die einem beim Betrachten auf den ersten Blick klar machten, was denn mit diesem “Fachkräftemangel” gemeint ist. Die Entwicklung schritt dann aber flott voran und heutige Websites sind meistens kleine Usability-Kunstwerke (oder sollten es zumindest sein). Schicke, durchgestylte Informationsquellen, auf welchen sich Unternehmen, Verbände, Parteien oder Opa Schulzes Langhaardackel ins beste Licht zu rücken versuchen. Aber Vorsicht: Es gibt sie noch, die WWW-Dinosaurier, die optischen Gegenoffensiven zum Informationszeitalter. Darum verleihe ich hiermit den “Ehren”titel

“DIE FDP UNTER DEN WEBSITES”

an den Internetauftritt des “SPD Ortsverbandes Bergdorf Eggenhahn” (Klicken auf eigene Gefahr).

Dienstag, 1. November 2011

SEND HIM AWAY

(Franz Ferdinand)

Uiuiui, als ich gerade von Arbeit heim fuhr, da ereilte mich eine höchst ulkige Meldung aus Schottland im Radio. Ich mußte buchstäblich zwei mal hinhören, bis ich es verstanden hatte… .

Während hierzulande gerade der “Mindestlohn” diskutiert wird, geht der Pikte nämlich ganz andere Wege. In Schottland denkt man nämlich momentan darüber nach, einen Mindestpreis für Alkohol einzuführen. Momentan soll man – und beruft sich dabei wie immer in solchen Fällen auf “eine aktuelle Studie” – im Land der Kilts nämlich für schlanke 5 Pfund genug Alllohollll erstehen können um sich umzubringen. Und zwar langfristig! Jetzt will man also den Preis derart anheben, daß es zumindest ein teures Vergnügen wird sich die Lebenslichter aus zu kübeln. Ich frage mich dabei allerdings, was da die Referenzperson ist. Ich meine: 12jährige Assikinder können sich bestimmt auch in Schottland schon wesentlich billiger in die nächste Welt befördern, wenn das Taschengeld es her gibt, während ein durchschnittlicher Highland – Games – Champion im Baumstammweitwurf da schon ein wenig tiefer in die Taschen greifen muß um einen vergleichbaren Effekt zu erzielen. Wahrscheinlich hat man den Normschotten ermittelt, ein nonexistentes Repräsentativ der nordbritischen Insulaner, welches mittels genormtem DIN-Schnäppsel theoretisch ins Nirvana gesoffen wird. Am Ende errechnete man dann den kleinsten, denkbaren Einkaufspreis und setzte beides irgendwie miteinander ins Verhältnis. Das Endergebnis fiel dann wahrscheinlich recht “ernüchternd” aus, sonst wäre man ja gar nicht auf diese Idee gekommen. Na, wie dem auch sei… die Idee finde ich irgendwie amüsant. Neu ist sie ja nun auch nicht, man schaue nur nach Skandinavien oder Finnland. Dort ist der Mindestpreis ja bereits seit Jahren gefühlt an den Goldpreis gekoppelt. Erfolgreich war das auch nicht gerade sollte man dazu sagen… ich habs ja erlebt wie der Finne abgeht.

Jetzt will man in Schottland also nachziehen und somit den Fusel aus den Mägen den Volkes verbannen. Ich bin dafür, man sollte beim “Scotch Guard” anfangen! Diese Brühe kann gar nicht genug kosten, damit auch wirklich niiiiiiiiieeeemand mehr auf die Idee kommt diese liquide Körperverletzung zu kaufen. Als passionierter Single-Malt-Genießer, der ich nun mal bin, mache ich mir über diesen Mindestpreis eh keine Sogen; Fusel aus dem besagten Preissegment kommt mir eh nicht ins Tasting-Glas. Aber generell finde ich es halt bemerkenswert, daß ausgerechnet das Land, was die Herstellung von hochprozentigen Spirituosen zu seinem globalen Markenzeichen hochperfektioniert hat ein derartiges Problem mit Fusel zu haben scheint. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, daß die Schotten zu irgend welcher Plörre greifen, die ihnen im Geschäft förmlich hinterher geworfen wird! Nein, ich dachte die delirieren stilvoll. Mit einem 30jährigen Laphroaig für sagen wir 20€ habe ich sie vor meinem inneren Auge aus der Tankstelle gehen sehen um sich anschließend auf einem Felsen im rauen Wind stehend die Kante zu geben. Ich bin – das muß ich hier auch mal gestehen – gar nicht auf die Idee gekommen, daß Schotten überhaupt im Stande sind etwas zu produzieren, was qualitativ unterhalb der “Longmorn Private – Collection 1964” – Abfüllung rangiert. Ich war der Ansicht, daß das für sie anatomisch schlicht unmöglich ist. Da ich von meinen idealisierten Vorstellungen aber nicht abrücken will, stelle ich einfach mal die These auf, daß es sich bei dem besagten “5 Pfund - Fusel”, welcher den schottischen Gesundheitspolitikern Kopfzerbrechen bereitet um eben jenen Longmorn handelt. Zukünftig soll der bestimmt mindestens 10 Pfund kosten. Tja, lieber Whiskyfreund, da geht es dahin, das Land wo Milch und Honig fließen! Zwinkerndes Smiley