Mittwoch, 11. Januar 2012

NEVER TOO OLD TO ROCK ‘N ROLL

(Ronnie McDowell & Jerry Lee Lewis)
Kennt ihr das auch: Das Gefühl, daß man irgendwie langsam zu dem wird, was man früher seltsam fand? Ich erinnere mich noch an “damals”, ist noch gar nicht lange her. Vielleicht 15 Jahre  (oh Gott, ist das echt schon wieder so lange her?!? Verdammt!!). Damals war man sich noch der eigenen musikalischen Aktualität bewußt. Man stand auf Bands, die gerade relativ aktuell waren. Gut, in meinem Fall waren das noch nie die typischen “In-Bands”, aber immerhin waren deren Mitglieder in ihren späten 20ern oder (eigentlich zumeist) 30ern und genossen eine relativ hohe Radiopräsenz verglichen mit heutigen Maßstäben. Man konnte sich sicher sein, daß Mitmenschen zumindest die “Hits” der besagten (er)kannten, sollten sie diese bei einem zufällig hören. Das war an sich ne feine Sache, hatte aber den Nachteil, daß die Mischung aus eigenem Alter, schulischen Verpflichtungen und beschränkten finanziellen Mitteln einem kaum erlaubte, die Jungs auch mal öfter Live zu erleben. Und so blieb einem meist nix weiter übrig als sich irgendwelche kurzen Fernsehberichte rein zu pfeifen. Wenn man es dann doch mal auf ein Konzi schaffte, dann hatte das meist mit Glück und verständnisvollen Eltern zu tun. Eltern, die den Plan zu Dritt auf Mopeds (bei Schneefall) in die Großstadt zu tuckern durch Fahrbereitschaft “vereitelten”. Aber wenn man denn dann mal da war, dann sah man neben den üblichen, zu erwartenden Figuren aus der eigenen Altersgruppe auch das, was man gesellschaftlich gerne mal als “Altrocker” bezeichnet. Ich meine sowas hier:

                                                                                              
Na gut, ist vielleicht übertrieben mit dem Kopulationsshirt… aber es gibt ja auch noch die Version mit Humor:


Na jedenfalls stiefelten da lauter solche Knacker rum. Damals wunderte ich mich noch dezent. Diese Zausel passten doch eher zu AC/DC, Motörhead oder ZZ-Top. Da gingen die ja auch hin, wie ihre Lederwesten zeigten. Aber im Grunde genommen war alles cool, die waren irgendwie witzig, störten keinen und ältere Dudes mit Sinn fürs musikalisch Gute waren ja auch in gewisser Weise beruhigend im Meer der frühsenilen Volksmasturbanten, von denen man im ländlichen Raum ja verstärkt umgeben ist. 
Ich für meinen Teil wurde langsam auch ein wenig älter und als ich endlich die Freiheit und die Zeit (jedoch noch nicht das Geld – man nennt diese Phase im allgemeinen “Studium”) hatte, da war für einige Bands der Zug schon abgefahren. Was meine Musik betrifft waren die stilprägenden Mitglieder entweder tot (Cobain) oder sich gegenseitig derart auf den Sack gegangen, daß die Band zerbrach (Soundgarden, Kyuss). Da stand man dann auch da und guckte irgendwie blöd aus der Wäsche. Aber auch wenn ich Nirvana aus bekannten Gründen nie mehr sehen werde, so tut sich in der letzten Zeit doch verstärkt die Chance auf, einige meiner Heroen doch noch einmal Live zu erleben. Warum? Naja, das Zauberwort heißt “Reunion”. Diese mag sinnvoll sein oder nicht, aber für Leute wie mich ist es ein absolutes Schmankerl. In den letzten Jahren erfüllte ich mir unter Vernichtung von Urlaub und angesammelten Überstunden so manchen Traum meiner Jugend. Ich sah beispielsweise Metallica in Leipzig. Auch wenn die sich nie aufgelöst hatten, so waren sie doch bislang “ungesehen”. Oder ich erlebte erst im letzten Jahr die nicht für möglich gehaltene Wiederauferstehung von den Wüstenrockveteranen KYUSS im Elbflorenz mit. Einen Ehrenplatz nimmt auch der Auftritt der wunderbaren Selig, ebenfalls in Leipzig, ein, welchen ich mit MsPittili im allerallertiefsten Schneechaos erleben durfte. Wer hätte das gedacht, daß man Plewka und Kollegen nochmal zaubern sieht… ich jedenfalls nicht. Alles solche kleinen, aber feinen Highlights. Ganz zu schweigen von Pearl Jam, von denen ich nach ihrer sechsjährigen Europaabstinenz seit 2006 mittlerweile schlanke 6 Gigs gesammelt habe… und diese Reise geht hoffentlich noch ne ganze Weile weiter! Zwinkerndes Smiley Und jetzt, ja jetzt ist auch noch eine weitere Urgewalt der frühen 90er wieder zurück. Vielleicht nicht mehr mit dem Megaphon in der Hand, aber immer noch mit ordentlich Drive melden sich Soundgarden zurück auf den Bühnen dieser Welt. Der Ticketalarm kam heute! Und er brachte mich, mal ganz unabhängig davon, ob ich das Konzert besuchen werde oder nicht, ins Grübeln. Zwangsläufig, schließlich erinnert man sich dann doch an “früher” wenn man von solchen Meldungen heimgesucht wird und fragt sich irgendwann “Mensch, wie alt sind die eigentlich mittlerweile?”. Dabei fällt auf: Die meisten der für mich zum musikalischen Inventar zählenden Combos marschieren bereits jenseits der 40, viele sogar jenseits der 50 und einige gar jenseits der 60 Lenze (LEMMYYYYYY!!!) durch die Hallen dieser Welt. Das Perfide ist, daß man es ihnen zum Teil auch ansieht. Beispiel gefällig? Ich präsentiere Soundgardens Kim Tayil. So lernte ich ihn damals kennen:

und so steht er mittlerweile im Rampenlicht:


Tja, ist schon verdächtig nahe an den ersten beiden Bildern dran… erschreckend, oder?! Also für mich schon ein bissel. Ich reflektierte also ein wenig:
Mittlerweile spiele ich zwar noch lange nicht in der Rock-Opa-Liga, aber die ersten Tendenzen sind schon erkennbar. Der Jüngste im Saal bin ich auf Konzerten schon lange nicht mehr, was auch toll ist, denn so kann man altersweise über die anwesende Jugend ablästern. Gerade dann, wenn sie zu nem Metal-Abend in Baggys und mit schiefem Glitzerbasecap erscheint (passendes Filmzitat: “Man bringt doch kein Messer mit zu ‘ner Schießerei!”). Jetzt mögen manche denken, daß die Rockopas damals das Gleiche über mich gedacht haben als ich mich im selben Saal tummelte – unwahrscheinlich! Ich hatte schon mit 16 genug Anstand mich passend einzukleiden wenns auf Rockkonzerte ging, glaubt mir. Außerdem bin ich seit einiger Zeit auch stolzer Besitzer einer amtlichen Metaller-Konzertlederweste mit einschlägigen Aufnähern. AC/DC, ZZ-Top und Motörhead finde ich super und die Male, welche ich mich mit Lemmy Kilmister  im selben Raum befand, kann ich gerade noch so an einer Hand abzählen. Im Dezember dürfte die dann auch nicht mehr reichen.
Fassen wir also zusammen: Mein Outfit nähert sich dem der Altrocker an, die Musik unterscheidet sich ebenfalls kaum noch und die, die da oben auf der Bühne stehen sind auch nicht mehr taufrisch. Der Metaller zählt mit über 40 nun mal im positivsten Wortsinne zum “alten Eisen” (*höhö* Auf dieses Wortspiel bin ich besonders stolz muß ich zugeben). Auch wenn die Haare noch nicht grau sind bei mir, so hoffe ich doch, daß sie es in spätestens 10 Jahren werden. Erstens, weil das bedeutet, daß ich überhaut noch welche habe und zweitens, weil das meiner Meinung nach einen Mann nur schmückt und überhaupt hervorragend zu schwarzen Klamotten passt. Diese ganzen Lutscher mit ihren Tönungen und Botoxbehandlungen vergehen sich doch an der Natur. Guckt euch doch den Clooney Schorsch an, super Gegenbeispiel zum Jugendwahn, der wurde auch erst “Sexiest Man Alive”, als die Mähne welkte. Und das verstehe ich vollkommen! Na, jedenfalls geht der Trend bei mir wohl in Richtung Altrocker, da warne ich mein Umfeld schon mal vor. Es muß ja nicht gleich das “SEX” T-Shirt oder der pinke Drahtesel aus den Beispielen sein und der Rauschebart darf auch ein bissel gepflegter daher kommen, aber so grob… joa, könnte ich mit leben. Außerdem – und das ist die beste Nachricht – würde das bedeuten, daß ich auch meine noch entfernte Zukunft mit guter, rockiger Musik verbringe. Und das, liebe Freunde, das muß angemessen gefeiert werden. Am Besten mit dem Titelsong:

Dienstag, 10. Januar 2012

BOHEMIAN RHAPSODY

(Queen)

Dienstag… ihr wisst was jetzt kommt: Ein kleiner Stimmungsaufheller in Gestalt eines Fundstückchens, kein langes Gequarke meinerseits. Queen waren groß! Also ich meine GROß!!! Nein, eigentlich meine ich eher, daß Queen

GROß

waren! Das dürfte ja Konsens sein. Außerdem schenkten Sie der definitiv coolsten Autofahrszene der Filmgeschichte die Hintergrundmusik:

Aber Wayne und Konsorten sind – so schwer man das auch glauben kann – nicht die größten Kaschper, die sich jemals mit Queen beschäftigt haben, wie das eigentliche Fundstück beweist.

PS: Achtet mal auf Fossy-Bear... ich will ja nicht politisch unkorrekt sein, aber trägt das braune Vieh da etwa ein Hitlerbärtchen?!? SKANDAL!

Sonntag, 8. Januar 2012

THE FAILS OF THE DAY

Es ist nun 17:13 Uhr. Zeit, um mal eine Zwischenbilanz des Tages zu ziehen. Welche Missgeschicke haben mich denn heute schon ereilt?! Auch wenn ich hier und da ein wenig "Hilfe" von MsPittili hatte, so ist das doch selbst für mich eine ganz außergewöhnlich umfangreiche Zwischenbilanz.


1. Wasser beim Ausspülen der Kaffeetasse über das aus dem Aufwasch herausragende Schneidbrett auf den Küchenfußboden umgeleitet.
2. Milch mitsamt Metallöffel in die Mikrowelle gestopft (höchste Stufe, 5 Minuten).
3. Milch überkochen lassen und die Mikrowelle mit brodelndem Kuhsaft überschwemmt.
4. Die Senseo nicht verriegelt und somit das Wohnzimmer geflutet & guten Kahvi vergeudet (was noch viel schlimmer ist).
5. Mülleimer umgeschmissen
6. Wohnungsschlüssel verlegt
7. Küchenwaage auf der laufenden Waschmaschine deponiert... ihr könnt euch den Rest ja denken... jedenfalls wars das wohl mit Rezepttreue in der nächsten Zeit. (EDIT: MOOOOOMENT... wieso habe ich eigentlich eine Küchenwaage?????)
8. Bärenmarke Alpenmilchschlagsahne auf dem Herd verkippt.
9. Knoblauchöl verschüttet.

Die Punkte 1 bis 4 habe ich übrigens noch vor dem Frühstück hin bekommen, in einer Wachphase von etwa 45 Minuten (von denen ich 30 dösend im Bett lag). Ich will gar nicht wissen, was mit heute alles passiert wäre, wenn ich die Wohnung hätte verlassen müssen. Wahrscheinlich hätte ich versehentlich einen interstellaren Krieg ausgelöst, welcher die Menschheit binnen Minuten der Vernichtung durch vierköpfige Marsschafe auf Mopeds anheim geführt hätte. Wahrscheinlich hätte ich das dann noch als Einziger überlebt, aber auch nur, um den gigantischen Meteor auf uns zurasen zu sehen, welcher dann wiederum auch die Marsschafe ausradiert hätte... .

Samstag, 7. Januar 2012

MODERN MYSTERY

(Someone still loves you Boris Yeltsin)

Die MsPittili und ich, wir haben uns heute zu einem gemütlichen DVD-Tag entschieden - und morgen gleich mit. Das Wetter ist hier eh so dermaßen besch*ßen, daß man kaum ernst zu nehmende Alternativen hat. (Heute vormittag fuhren wir erst durch Regen, dann durch so etwas ähnliches wie Schnee, und schließlich durch Schneeregen... gefühlt kübelte es sogar im Marktkauf wie aus Eimern!) Na jedenfalls liegen wir hier nun auf dem Bett rum und haben einen "How I Met Your Mother" - Tag ausgerufen. Seit knapp zwei Stunden ziehen wir uns eine Folge nach der anderen rein und kamen dabei vorhin an einen recht... wie soll ich sagen... unlogischen Punkt.

Es war die Folge, in welcher Robin, Victoria und Lilly los ziehen um für letztere ein Hochzeitskleid zu kaufen. (Falls euch die Namen nichts sagen -> Klick.) Jedenfalls sind da drei Frauen in der... wie nennt man das eingentlich... "Brautkleiderboutique"?! Sie sitzen rum, die mit dem Ring am Finger zieht sich einen dieser weißen Fummel nach dem anderen über und sieht dabei von Mal zu Mal schrecklicher aus. Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, daß die Mädels von der Hochzeitsbrautmodenkleiderboutiquebesitzerin beständig mit Schampus und Kuchen abgefüllt wurden. Ich fand das irgendwie seltsam. Gerade Frauen, deren Hauptnahrungsmittel grün und blättrig zu sein scheinen vor irgend welchen Hochzeiten. Frauen, die es schaffen sich bevor sie vor den Altar treten binnen 14 Tagen unglaubliche 24 Pfund abzuhungern. Frauen halt. Und dann sitzen die da beim Shopping rum, geben sich die Kante mit schandteurem Blubberwasser und ziehen sich die Schokotorte im Akkord rein. Ich fand das ein wenig unrealistisch und fragte MsPittili, ob das denn wirklich so abgeht. Die Antwort lautete "Ohhhhh ja, was glaubst du denn?!"

Öhhhhhmmmm..... komisch! Ja, ich finde das komisch. Aber noch mehr als "komisch" finde ich es "beängstigend". Und nicht zuletzt "höllisch unlogisch"!!! Frauen sollten doch mit "einkaufen" beschäftigt genug sein, als daß sie noch genug Ressourcen übrig hätten um sich die Cremetortenkante zu geben. Sind sie aber scheinbar nicht. Bei wem ich es mir aber unter rein logischen Gesichtspunkten sehr, sehr gut vorstellen könnte, sich beim Einkauf auch noch kulinarischen und alkoholischen Freuden hinzugeben, das wären wir Männer. Durchdenken wir das Ganze doch mal unter ganz pragmatisch-männlichen Gesichtspunkten:

Was wäre denn cooler, als wenn "Mann" beim Einkaufen (wenn er denn schon in den sauren Apfel beißen muß) auch gleich noch Nahrungsaufnahme und Kneipenbesuch mit abhaken könnte? Stellt euch doch mal folgendes Szenario vor, liebe Geschlechtsgenossen: Ihr braucht einen neuen Anzug für was-auch-immer - es muß ja nicht gleich die eigene Hochzeit sein. Jedenfalls holen euch eure Kumpels in lustigen Tierkostümen und mit Propellermützen zu Hause ab (mal ehrlich: schaut euch "The Royal Wedding" an - die Weiber dort sahen ähnlich aus) und zum Aufwärmen gibbet erstmal nen Gerstensaft für den Weg. Dann gehts im PKW der armen Sau, die gestern das Ausscheidungsturnier im Würstchenwettessen verloren hat und somit heute fahren muß, in die Innenstadt. Zielstrebig steuert ihr zusammen, den einen oder anderen Kurzen vernichtend, auf eine schranzige Kellerbar Schrägstrich Maßschneiderei im zweifelhaftesten Stadtbezirk eures Heimatortes zu. Als ihr die Treppen zum Eingang bereits mir ordentlich Schlagseite hinab eiert, stolpert ihr vielleicht noch über einen so richtig Besoffenen im Endstadium, der reihernd den direkten Zugang zum Ziel versperrt. Kaum im Laden angekommen drückt euch der Maßschneider erstmal eine geschmuggelte Havanna und einen doppelten Ardbeg Corryvreckan in die Hand bevor er euch vor dem 698 Zoll Großbildfernseher im Ladenbereich alleine läßt um ein halbes Dutzend argentinische Steaks über offener Flamme zu brutzeln. Während ihr aufs erste Amuse Gueule wartet habt ihr auf der Monsterglotze die Wahl zwischen Fußball, Fußball, Fußball und DMAX. Nur drei Pfund Fleisch, 7 eiskalte Bier und ein halbes Dutzend Islay-Malts später fühlt ihr euch nun in der richtigen Verfassung um euch eine ordnungsgemäße Galauniform für die Verehelichung zuzulegen. Die Luft im fensterlosen Kellerverschlag ist mittlerweile vom semilegalen kubanischen Tabak zäh wie Honig und ihr bewegt euch schwankend und noch am letzten Stück Ribeye kauend auf einen der Kleiderständer mit den edelsten und feinsten Anzügen welche je ein Mensch geschaffen hat zu. Perfekt sitzende Kunstwerke aus feinstem Stoff mit dezenten Nadelstreifen garniert und sündhaft teuer (was euch aber total wurscht ist... und weil ihr Männer seid, könnt ihr das Teil ja auch mehrmals tragen). Kurz bevor ihr sie berühren oder gar anprobieren könnt, nehmen euch aber Alkohol und Sauerstoffarmut das Bewußtsein... .

Das Ende vom Lied ist dann zwar, daß ihr im Zweifelsfall so:


                                                                                        
heiraten müßt, aber dafür seid ihr satt und besoffen, was wiederum dazu führt, daß ihr dieses Outfit vermutlich nicht einmal für eine schlechte Idee haltet. Ich weiß nicht, aber irgendwie klingt das bei Männern wesentlich nachvollziehbarer als bei Frauen.

Freitag, 6. Januar 2012

HALLELUJAH

(Nick Cave)

Ich war heute SHOPPEN (also… noch einmal… nach dem Pumpernickel eben… aber es war der selbe Laden) und muß euch nur mal kurz meine Freude darüber kund tun, daß ich mich nach einer Woche intrinsischem Kampf mit mir selbst und meinem inneren Schweinehund (gleichzeitig), spontan zu folgender Neuerwerbung durchgerungen habe:

shopping

Der Kahvikonsum des Onkels tritt in eine neue Ära ein… HELL YEAH! Smiley mit geöffnetem Mund

ROMANTICIDE

(Nightwish)

Männer! Dieser hier ist für euch! Wie oft wurde euch schon vorgeworfen, daß ihr hoffnungslos unsensibel, unromantisch oder gar “typisch Mann” seid? (Mal ganz davon abgesehen, daß ich in letzterem den Vorwurf nicht erkennen kann… das ist doch eigentlich eher eine Art Anerkennung.) Kam schon vor, oder? Wenn ihr jetzt nicht reden könnt, dann nickt einfach nur stumm vor euch hin. Wenn selbst das nicht geht:

-> Ein Mal zwinkern: “Noch nie”

-> Zwei Mal zwinkern: “Oft”

-> Drei Mal zwinkern: “Dauernd”

-> Nervöses Zucken der gesamten Gesichtsmuskulatur: “Du hast ja keine Ahnung…!”

Und warum das alles? Nur, weil ihr mal wieder an irgend einem Jubiläumstag, von dem ihr selber vielleicht nicht mal wußtet, daß er überhaupt existiert, ohne amtlichen Blumenstrauß heim gekehrt seid. Mir passiert sowas natürlich nicht, niemals… weil ich nun mal von Natur aus so großartig bin *hüstel*! Außerdem habe ich sie heute entdeckt: Die Geheimwaffe unter den romantischen Mitbringseln. Eines der liebevollsten Geschenke wo gibt; ein Quell von liebreizender Wohlfühlatmosphäre. Ein Geschenk, das deutlicher eure Zuneigung ausdrückt, als es ein Zwölfkaräter am Ringfinger oder ein paar schnöde Manolo Blahniks in einer dieser kotzgelben Trendfarben es vermögen. Ihr werdet es NIE erraten und wärt sicherlich auch selber nie drauf gekommen, darum habt ihr ja mich. Wenn also der nächste Jahrestag, Valentinstag oder das siebeneinhalbjährige Jubiläum des ersten gemeinsamen Kirmesbesuches ansteht und ihr eure Liebste mit der ultimativen Romantikbombe von einem Geschenk beglücken wollt, dann überrascht sie doch einfach mit:

*Trommelwirbel*

10

9

8

7

6

5

4

3

2

1

(Mit Countdown ist sowas immer cooler!)

pumpernickel 

PUMPERNICKEL!

Donnerstag, 5. Januar 2012

AM I NOT YOUR GIRL?

(Sinead O’Connor)

Kennt ihr noch Sinead O’Connor? Nein? Doch? Na wie auch immer, hier mal eine kleine Gedächtnisauffrischung:

Jo, guter Song wie ich finde… damals. Heute, ja heute ist die Gute in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem eines: Verheiratet. Oder eben auch nicht mehr, das weiß man nicht so genau. Letzte Woche platzte die Meldungsbombe in den kunterbunten Blätterwald der Boulevardpresse: SCHEIDUNG!!!! Nach nicht einmal 2 Wochen Ehe ist schon wieder Schicht im Schacht. Grund sollte sein, daß sie in den Flitterwochen eine ganze Nacht durch die Gegend gefahren ist um sich Gras zu besorgen. Da ihr frisch angetrauter Macker Drogenberater ist… naja, schlechte Idee. Jedenfalls hat Macker O’Connor daraufhin wohl die Scheidung eingereicht. Ich dachte mir noch nix weiter dabei – wieder so ne nutzlose Promi(schein)ehe, die den medialen Bach runter geht um irgendwelchen abgewrackten D-Promis ein wenig Aufmerksamkeit zu verschaffen. Vorgestern dann aber, kam es zum Update; wiederum in den letzten Minuten Explosiv. Da war es nicht mehr der Beschaffungs-Drive-By, welcher die Ehe terminierte, sondern schon das angebliche Dauergekiffe im Liebesurlaub. “Soso” dachte ich “wird ja immer schlimmer…”. Gerade eben aber, sozusagen als Dritter Akt, wurde vom “Liebescomeback” berichtet. (Macht sich ja immer gut, so ein verkitschtes Gehampel vor versammelter Fotojournalie.) Demnach hat der Typ sie zurück genommen, obwohl sie in den Flitterwochen “exzessiv Crack geraucht” (RTL) habe. Hmm… es ist eine gewisse Entwicklung erkennbar. Scheinbar muß das Unterschichtenfernsehen immer noch einen drauf setzen und dabei hoffen, daß es keiner merkt. Wenn man direkt von “Dope suchen” auf “Crack rauchen” geswitcht wäre, dann wäre das aufgefallen. Die hirntot gesendeten Zielgrüpplinge des RTL Kernklientels, die hätte man vielleicht täuschen können, aber normale Menschen – keine Chance. Also entschied man sich, die Message so lange “leicht zu modifizieren”, bis man das hat, was man will: nen handfesten Drogenskandal eines abgestürzten “Stars”. Wenn das so weiter geht, vermute ich für die folgenden Abende Folgendes:

7. Januar 2012

“O’Connor und ihr Mann erneuern in Las Vegas vor Elvis persönlich ihr Ja-Wort. Nach dem Liebesschwur zog sich die ehemals prominente Ex-Sängerin auf Anraten ihres Angetrauten die Tagesproduktion eines durchschnittlichen kolumbianischen Dorfes durch die Nase.”

11. Januar 2012

“LIEBESDRAMA!!!! O’Connor wurde mit drei Dutzend Spritzen im Arm von ihrem Noch-Ex-Mann über den Zaun der Betty-Ford-Klinik geworfen. Sie wurde von den prominenteren Insassen (also ALLEN) zunächst mit “Veuve Cliquot Champagner” abgeduscht und anschließend mit Appetitzüglern gemästet.”

15. Januar 2012

“O’Connor, die sich in Rekordzeit zum mächtigsten Drogenbaron nördlich der Falkland – Inseln aufgeschwungen hat, ließ ihren treulosen Exgemahl von einem Killerkommando bestehend aus 24, bis unters Dach zugekoksten, Gummistiefel tragenden, bolivianischen Transvestiten unter Zuhilfenahme von stumpfen Löffeln liquidieren. Die Überreste ließ sie sich einfrieren und in einer gläsernen Kühltruhe zur Warnung für all ihre Konkurrenten in ihrer 26.000.000.000.000.000.000.Quadrathektar großen Hacienda ausstellen.”

32. Februar 2012

“1 Gramm O’Connor besitzt auf der Straße einen Gegenwert von 965 US-Dollar und 3 halben Hähnchen – Teufelszeug! Randolf Q., der erste von der BUNTEn offiziell anerkannte Süchtige, meint zu dem Stoff: “Nothing Compares to you”.

Mittwoch, 4. Januar 2012

DER PRÄSIDENT

(Rainald Grebe)

Zunächst mal ein Livemitschnitt zur Lage der Nation:

Hach, war ein großartiges Konzi! :-)

Holla, wie wir soeben vernahmen, wird unser aller Bundespräsident heute vor laufenden Kameras ein TV – Anspracheninterview im Fernsehen halten. Zu verwirrend? Gut, dann einfacher: “Die Sendung mit dem Wulff”, heute 20:15 Uhr auf ARD und ZDF. Da sämtliche Neujahrsansprachen ja schon gelaufen sind, wird es wohl eher um seine semiprivaten Problemchen gehen, mit welchen er in der Öffentlichkeit jüngst jede Menge Kredit verspielt hat (*hö-hö*). Aber, liebe Landsleute, seien wir doch froh, daß der Wulff überhaupt noch da ist! Es gab schon Amtsinhaber (also genauer gesagt einen), der wäre bei derart “ausufernder Respektlosigkeit dem höchsten Amt im Staat gegenüber” (-> Kritik) bereits vier Mal zurück getreten, wenns reicht!

Aber der Wulff nicht, der stellt sich tapfer den investigativen Fragen der öffentlich – restlichen Journalie. Sehr löblich! Bin mal gespannt, was der Chrischn’ da so zu erzählen hat. Im Übrigen finde ich es schade, daß er ausgerechnet über die BILD stolpert und nicht über ein politisch ernst zu nehmendes, moralisch wertvolles Medium wie z.B. “Wild & Hund”.

Na egal… damit wir auch alle ordentlich Spaß haben heute Abend, habe ich mal ein kleines präsidiales Bullshit-Bingo entworfen! Moment mal… sorry, sagt man nicht! “Bullshit – Bingo” ist “dem höchsten Amt im Staat” nicht angemessen. Das kann man vielleicht sagen, wenn der Obermotz einer landesweit bedeutungslosen Splitterpartei wie der FDP seinen 18%igen Möchtegern - Hut nimmt, aber doch nicht bei ‘ner präsidialen Rede. Na gut, dann nennen wir es “PRÄSIDENTEN-BINGO”! Ja, das ist gut – das erste “Foxymorph – Präsidenten – Bingo” der Weltgeschichte. Wer Lust hat kann ja gerne mitspielen – druckt euch das Ding aus und hakt es ab Zwinkerndes Smiley. Hier ist das Spielbrett der Weisheit. Mal sehen, wer zuerst ne Reihe voll hat:

Spielfeld 1:

Präsidentenbingo

Spielfeld 2:

bingo 2

PS.: Liebe Studenten! Schickt den nüchternsten von euch nochmal fix mit dem WG-Leergut in den Penny. Wenns für ne Buddel Klaren langt und ihr noch einen halbwegs sauberen Eierbecher auftreiben könnt, dann könntet ihr da auch ein 1a Trinkspiel draus machen Zwinkerndes Smiley.

OH GIRL

(Boots Electric)
Bei meiner morgendlichen Blogschau, welche sich werktags sonst auf ca. 17 Uhr verschiebt, wurde ich heute durch Nelja auf ein Problem aufmerksam, welches schon Generationen von Menschen und Menschinninnen beschäftigte und wohl selbst im einen oder anderen Borg – Kubus für Verwirrung sorgt. Gestellt, oder besser “in den virtuellen Raum geworfen” wurde die Frage von Holger. Ich beschloß, mich mal kurz damit zu beschäftigen, bevor wir am Ende bloß wieder lauter Frauenmeinungen haben – und Frauen haben von Männern ja mal so gar keine Ahnung (umgekehrt ist das übrigens ähnlich).
"Mal ehrlich - was muss denn ein Mann wirklich vorweisen können, damit er für "die Frau" interessant ist? Lasst mal vom Stapel, wir sind ja unter uns."
Nun, das hängt fundamental von der Frau ab denke ich. Ist das zum Beispiel so eine:

                                                                                                   
dann schränkt sich die in Frage kommende Grundgesamtheit männlicher Gegenparts schon massiv ein. Um genau zu sein, reduziert sich das dann auf die vollpfostoiden Randbezirke von Maletropolis. Die intellektuellen Slums, Prollobollostan sozusagen. Dort findet man die tussikompatiblen Typen. Phänotypisch zeichnen sie sich zumeist durch einen braun gebrutzelten, komplett enthaarten Teint aus, welcher unter der Steckdosensonne erschaffen wurde und sich über Berge von steroidgeschwängerten Bizepsimitaten spannt. Komplettiert wird das Ganze von monströsen Goldketten, welche den Stiernacken neckisch umspielen, einem viel zu engen Ed-Hardy-Shirt und einer 200€-Jeans mit Schriftzug auf dem Arsch. Die Frisur ist entweder kompletter Kahlschlag (poliert und wahlweise mit Tattoo) oder schön kurzgeschoren mit einrasierten Tribal-Mustern. Wenn so eine Figur sich dann aus seinem bis unter Straßenniveau tiefer gelegten, mit gefühlten 20 Spoilern versehenen 3er BMW schält, folgt ihm unweigerlich eine Wolke billigster Pheromone, welche er mangels Eigenproduktion ( –> steroidgeschwängert) in Flaschenform erstehen muß. Verbal wird jeder Satz mit “Alta…” oder einen geröhrten “Öhhhyyyyy…” eingeleitet sowie zur besseren Untermalung der eigenen Gefährlichkeit bisweilen mit einem saftigen Griff in den Schritt der unnötig weit ausladenden Wrestlerhose begleitet. Grammatikalisch sind die Äußerungen natürlich auch der reinste Alptraum – was auch sonst. Bevorzugte Aufenthaltsorte dieses Typus sind neben Teeniedisko, Muckibude, Tuningklitsche und Steckdosenmallorca vor allem die MPU und (bringt ja nix das zu leugnen) der Knast. Der Alphagockel der Generation RTL, nicht schön, aber leider auch nicht gerade selten. Was ihn und Tussi angeht, so bildet sich eine unheilvolle Symbiose, welche qua der “Mendelschen Gesetze” nix Gutes für die Zukunft verheißt. Andersherum: Die Evolution verschwendet ihre Nobelpreisträger nicht an solche Weiber, auch wieder beruhigend.

                                                                                       
Aber das mal nur als Negativbeispiel zur Abschreckung. Generell finde ich die Frage sehr, sehr subjektiv und als solche schwer zu beantworten. Ich könnte höchstens versuchen, mich so gute es eben geht in eine Frau hinein zu versetzen und die Frage zu beantworten. Nur wenn ich mir mich als Frau vorstelle – selbst wenn ich mich so dolle anstrenge wie ich nur kann – dann ist das kein Schönes Bild. Selbst die feminine Ausprägung meines Ichs trägt noch Vollbart, steht sommers nonstop mit nem Bier am Grill, hält “The Expandables” für einen romantischen Liebesfilm wo Männer über ihre Gefühle reden (“Wie fühlst du dich?” “Scheiße, das tut verdammt weh!”) und stellt sich Kuschelrock-Mixtapes aus Motörhead, Sepultura, Metallica & Slayer zusammen. Also wird das wohl auch nicht wirklich repräsentativ werden.
Ich versuche es mal anders herum. Alles was oben angeführtes Beispiel “zu bieten hat” kann man getrost schon einmal von der Liste der Must-Haves streichen, liebe Damen… und zwar mit nem besonders dicken Edding. Außerdem sollte der Typ kein komplettes Rindvieh sein, unfallfrei bis 3 zählen können und keinen Tripper in die Beziehung einbringen, dann sollte die Basis für ein friedvolles Miteinander doch schon so grob gelegt sein. Ansonsten ist das eigentlich alles recht variabel. Wäre ja auch langweilig wenn alle auf den selben Typ stehen würden - außer für eben jenen Typen natürlich… fragt da mal den Clooney Schorsch:
Schorsch
(Für alle, die verständlicher Weise irritiert sind: Clooney ist der Herr links).
Naja, ich fürchte aber, wir sind dadurch aber auch noch nicht viel schlauer. Gut, wir wissen jetzt, daß George Clooney fast so gut aussieht wie ich, aber was bringt uns das für oben stehende Frage? Nüscht, aber es ist doch zumindest mal ein Anfang. Smiley

Dienstag, 3. Januar 2012

BOY DECIDE

(Murder by Death)
Uff! Geschafft! Nach langem Zaudern habe ich es heute endlich mal hinbekommen, mir einen kleinen nachweihnachtlichen Wunsch zu erfüllen. Seit etwa einem halben Jahr stapeln sich bei mir meine DVDs auf, über, neben, unter oder auch mal ganz weit abseits des Regals weil darin einfach mal kein Platz mehr war. Nur ist es mit den Investitionen in Wohnmöbel so ne Sache... sie erscheinen mir nämlich immer ein wenig sinnlos. Nachdem ich schon seit einigen Wochen mit dem Gedanken spielte mir endlich mal größere Regale zu zu legen, war heute der Punkt erreicht, an dem ich das Elend meiner Filmchen einfach nicht mehr mit ansehen konnte. Zu Weihnachten erhielt ich zudem massiven Nachschub an Silberlingen, welcher die Situation im heimischen Aufbewahrungssystem nur noch mehr verschärfte. Da es sich dabei aber auch um ein paar Kleinode handelte, welchen ich ein Einstauben in nicht zumutbaren Gefilden meines Wohnzimmerchens nicht zumuten wollte, mußte einfach etwas geschehen. Die Rede ist hier von der Star Trek - Movie Box 1-10 (außergewöhnlich schick das Ding) oder der ersten Staffel "The Walking Dead" (grandiose Neuerscheinung am Serienhorizont... und obendrein noch mit Zombies *jippiiieee*).

Und so zog es mich heute erneut ins IKEA, bereits gestern hatte ich mir den geheimsten aller Geheimtipps was Regale angeht (Billy) dezent vorgemerkt. 38 Tacken für ein großes Regal... ist fair. Als ich es im Netz dann auch noch in schwarz entdeckte, wußte ich, daß dies die angemessene Gegenmaßnahme zum DVD-Notstand sein dürfte. Wir düsten also ins Schwedenland vor der Haustür, welchen heute Gott sei Dank nicht annähernd so überlaufen war wie gestern. Wir packten zwei Regale und ebenso viele Zusatzböden ein und hievten alles in mein Domizil hinauf. Dort startete dann in den vergangenen Stunden die große Umräumerei, welche mit einer dezenten Entrümpelung und einem Notputz verbunden war. Nun aber, da wir hier auf dem Bett sitzen und die großartige BBC-Neuadaption "Sherlock" aus der Konserve gucken (Staffel 1, Folge 3 wens interessiert), schweift der Blick immer wieder gerne vom Bildschirm nach rechts ab... schön siehts jetzt aus: Smiley
DVD
Die unteren Fächer sind noch etwas leer, deshalb noch nicht mit auf dem Foto gewürdigt… aber ich hab sicherlich genug Pearl Jam – Kram, der da sein neues Zuhause finden wird. Smiley



Montag, 2. Januar 2012

MONTAG

(Rio Reiser)

Moin! Smiley Seitdem ich auf dem Buchbastelblog ohne ersichtlichen Grund nicht mehr kommentieren kann / darf (?) habe ich ein wenig den Spaß am Freitags-Füller verloren. Ferner fand ich die vergangenen Füller auch ehrlich gesagt ein wenig vorhersehbar. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich machte auch nicht mehr mit und es fehlte mir auch nicht sooooo viel. Als MsPittili mich vorhin aber mit einem alternativen Lückentext konfrontierte, da stieg ich spontan gleich mal ein. Sehr schick das Ganze und Spaß machts auch wieder – brauchte vielleicht nur ne Auszeit Zwinkerndes Smiley.  Los gehts in die Woche mit dem Montags Starter von Martin!

1. Ich sollte viel, ich müsste noch mehr, aber tun werde ich nichts.

2. Das Fernsehprogramm wird aber auch nicht unbedingt “intellenter” im neuen Jahr.

3. Der Himmel weint hier gerade… ich frage mich nur warum; immerhin hat er mich heute ja sogar mehrfach erblickt.

4. 2011 war das erste Jahr, in dem wir uns dem gesellschaftlichen Paradigma des “ich muß mir eine Sylvesterparty suchen und dort zwanghaft Spaß vorheucheln” nicht ergaben und bewußt gammelten.

5. Den Sushimann mit seiner schmackhaften Fracht, den erwarte ich.

6. Socken sind eines der unterschätztesten Stilmittel des suomievenschen Individualexpressionismus.

7. Demnächst werde ich mich mal beim Perfekten Dinner bewerben, denn das, was die da manchmal zusammenrühren kann so schwer ja nicht sein.

8. Die erste Woche des neuen Jahres wird mit Urlaub beginnen (streng genommen hat sie das ja schon) und mit einem angenehmen Fünf-Stunden-Freitag enden.

IT’S ELECTRIC

(Metallica)

Leute, heute bin ich aber mal so richtig ins Fettnäpfchen gesprungen… oder auch nicht, denn das ist alles eine Sache des Standpunktes wie wir noch merken werden. Vielleicht liegt meine Ratlosigkeit, was die Bewertung der heutigen Interaktionen mit meinen Mitmenschen angeht aber auch nur daran, daß uns heute seltsame Leute begegnet sind.

Wir haben den heutigen Tag in der Stadtbibo sowie mit so etwas Ähnlichem wie Shopping verbracht. Will heißen: Gekauft haben wir am Ende nüscht, aber geguckt. Wo wir dann doch die harte Währung auf den Tisch legen mußten, das war der Toom, aber da es da um Lebensmittel ging bin ich der Meinung, daß das nicht zählt. Im Anschluß beschloss ich, daß es doch keine schlechte Idee wäre, den benachbarten ProMarkt nochmal heimzusuchen und sich einfach nur ein wenig umzuschauen. Für mein neues Handy könnte ich nämlich noch eine Speicherkarte, fürs Wohnzimmer nen Fernseher und für die Wii ein Ballerspiel gebrauchen… gekauft habe ich davon freilich nix, aber man kann sich ja mal inspirieren lassen. Wir standen also zunächst vor den TV-Geräten und diskutierten die angemessene Bildschirmgröße für meine Wohnung. Dabei gingen meine Vorstellungen in Richtung einer deutlich großzügigeren Dimensionierung, als die von MsPittili… aber das überrascht ja auch nicht wirklich.

Hernach schlenderten wir noch ein wenig durch den Laden, schauten MP3-Player und Stabmixer an… bis wir schließlich zur Telefonabteilung kamen (Festnetz). Da meine Quatsche seit einiger Zeit veritabel rumspinnt, wäre das auch mal eine sinnvolle Investition, weshalb wir uns mal ein wenig mit den Gigasets beschäftigten. So richtig dabei war aber auch keines, was mich spontan zum Kauf verleitet hätte. Während wir so die Mobilteile inspizierten bemerkten wir die überschminkte Tusnelda in unserem Rücken erst gar nicht. Als wir von den Mobilteilen abließen und uns herum drehten, standen wir plötzlich vor ein paar wahren Old School Telefonen. Ihr wißt schon: Mit Schnur. Jedenfalls bemerkte ich überrascht so etwas wie: “Krass, es gibt echt noch Leute, die kaufen schnurgebundene Telefone!”  Da sprach in dem Moment ehrliche Überraschung aus mir! Jedenfalls intervenierte MsPittili dann postwendend mit dem Rentnerargument und den großen Tasten und so. Das leuchtete mir auch sofort ein… macht ja Sinn. Aber von schräg links mischte sich plötzlich diese komische Frau, welche schon die ganze Zeit um diese Telefone herum geschlichen war ein. Ich glaube, daß die Alte meinen Kommentar irgendwie als persönlichen Angriff gewertet haben muß. Vielleicht weil sie sich auch gerade eines dieser Meisterwerke modernster Ingenieurskunst zulegen wollte und ich soeben ihren Favoriten herabwürdigender Weise in die technologische Steinzeit degradiert hatte. Sie blickte mich aus ihren übermäßig bemalten Gesicht empört an und schoß ein schnippisches: “Jaaaa!!!! Wegen Elektro – Smog!” in meine Richtung. Ich, der ich nicht damit gerechnet hatte, daß sich da jemand kommunikativ an mich wendet schaute erstmal etwas bedröppelt in ihre Richtung. Die komische Frau war echt ein wenig angepisst von meinem Kommentar, unglaublich. Ich antwortete noch irgend etwas belangloses wie “Oh, echt jetzt?!?” und wir wandten uns wieder den Stabmixern zu, während Trulla weiter ihre Kabelkommunikatoren herzen konnte. Komische Leute gibts. Ich habe zwar schon viel vom Elektro-Smog gehört, hätte aber nie im Leben damit gerechnet, daß die Betroffenen sich in einen ProMarkt trauen wo ich sie dann auch noch treffen muß. Irgendwie fühlte ich mich von der dann nämlich schon ein bissel irritiert und verängstigt… die war komisch. MsPittili meinte danach, ich hätte sie ja mit meinem Handy bedrohen können wenn sie gefährlich geworden wäre. Gute Idee:

“HINFORT! Ich habe ein Mobiltelefon und keinerlei Hemmungen es auch einzusetzen!”

Im Nachhinein bereue ich es fast ein wenig, daß ich das nicht gemacht habe.

Der zweite Grund, warum das heute ein komischer Tag mit noch komischeren Mitmenschen war, ist in unserem Mittagessensbesuch bei IKEA lokalisiert. Wir wollten nur fragen, ob denn der “Verner” Drehstuhl wieder eingetrudelt sei und stellten uns aus diesem Grund ordnungsgemäß an der Schlange des Infopoints an. Von links schob sich, nachdem wir etwas über eine Minute gewartet hatten, eine Mutter mit Kind in unser Sichtfeld. Die Mutter hatte die typische dunkelrote Dauerwellenfrisur der hiesigen Spätgebärenden und war nur unwesentlich größer als ihr vielleicht 4jähriger Kevin. Gekleidet war sie in eine Ballonseidetrainingsjacke, wie man sie schon in den frühen 90ern für veraltet hielt. Die Frau stellte sich einfach vor uns hin… kommentarlos und vollkommen ungeniert. MsPittili kommentierte das mit “Das ist aber geschickt vorgedrängelt!” Lockenmuddi drehte sich um, grinste debil und blickte wieder in Richtung Infotheke. Ich glaube, die ist im Traum nicht drauf gekommen, daß wir sie meinten. Nun fühlte auch ich mich animiert verbal einzugreifen und erwähnte kopfschüttelnd und mit einer tiefgehenden Empörung in der Stimme, daß sie beim Vordrängeln ja außerdem noch die in dickem Orange auf den Fußboden geschmierte Diskretionslinie übertreten uns somit die Datenschutzrechte der bereits an der Theke befindlichen Person penetriert habe. Ihr werdet es kaum glauben, aber da blickte der bekinderte Gnom hinab, sah sich jenseits der Markierung stehen und tat erschrocken einen Schritt zurück über eben jene Diskretionslinie und zog sogar das Kind mit. Ähm… OK. Leute gibts, die gibts gar nicht! Aber es ist auch irgendwie typisch deutsch. Wenn schon vordrängeln, dann auch datenschutzkonform. Das war uns dann irgendwie zu absurd mit dieser seltsamen Frau und wir suchten den nächsten Infopunkt auf um uns die Abwesenheit des “Verner” bestätigen zu lassen. Hat sich also nicht einmal gelohnt das Ganze.

Sehr sehr seltsame Leute sind da heute unterwegs muss ich sagen.

Sonntag, 1. Januar 2012

HIER KOMMT DIE MAUS

(Stefan Raab)

Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind ja immer von einer nicht zu übertreffenden Besinnlichkeit geprägt… selbst wen man arbeiten muß schwingt immer noch so eine chillige Grundstimmung mit. Gestern früh, kurz nach dem Erwachen, nutzten wir diese um uns beim Frühstück die Sondersendung “Das Beste aus 40 Jahren Sendung mit der Maus” rein zu pfeifen. Ich glaube, jeder hat so seine eigenen Erinnerungen mit diesem Format verknüpft. Es ist die letzte große Bastion des pädagogisch wertvollen Unterhaltungsfernsehens für unfertige Potentialmenschen. Heutzutage dominiert ja das tumbe Geballer und der Kommerzscheiß über alles, was die Winzlinge geistig in die rechte Richtung schubst. Bei besagter Sendung war dann aber ein Beitrag dabei, der sowohl vor meiner, als natürlich auch vor der Zeit von MsPittili spielte. Ein wahres Goldstück; ein nostalgisches Kleinod sonders gleichen und natürlich auch ein musikalisches Highlight. Lange vor Dieter Bohlen und seiner Superstarschmonzette wurde da “der Mann von der Straße” (sprichwörtlich) zum temporären Superstar der braunschen Röhre hochgejazzt. Das muß ich einfach mit euch teilen, viel Spaß:

WELTUNTERGANG

(Terrorgruppe)

So Jungs und Mädels… nun ist es so weit: Wir haben das Jahr 2012 erreicht. Das Jahr der Apokalypse, das Jahr, in welchem er und unbarmherzig einholen wird,

weltuntergang

Mal wieder. Aber diesmal ganz bestimmt und doppelt so endgültig wie bisher immer. Mindestens! Entsprechend wird auch mein Blog sich in diesem Jahr hin und wieder dem Thema widmen. Als “Bundesbeauftragter für die blogmäßige Dokumentation apolyptischer und apokalypseähnlicher Manifestationen im Vorfeld des großen Endknalls” werde ich hin und wieder die Tastatur schwingen um hier und da die mentale Unzulänglichkeit einiger Mitmenschen, welche da im Schneidersitz auf ‘nem Berg in Frankreich hocken und im Büßerhemd auf E.T. warten, öffentlich anzuprangern. Wenn der Weltuntergang wider Erwarten dann doch kommen sollte, tja, dann hatten wir vorher wenigstens noch bissel Spaß! Zwinkerndes Smiley

Also in diesem Sinne: Apokalyptische Grüße und einen schönen Start ins finale Jahr.

PS: Mit einem kleinen musikalischen Rückgriff auf meine Punkphase und die dazu gehörige musikalische Untermalung möchte ich hier gleich mal Teil 1 des Soundtracks zum “Event des Jahres 2012” beitragen:

FROHES NEUES

(Eins Zwo)

hny