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Freitag, 3. Januar 2014

Light Years

(Pearl Jam)

Melde mich zurück aus dem ausführlichen Jahresendurlaub. Die Schreibfaulheit nach dem Fresskoma hält noch an, daher nur mit ein paar Fotos für heute. Vorweg sei erwähnt, daß es um Weihnachten rum immer schöne Fotoansichten im Erzgebirge zu sehen gibt. Letztes Jahr präsentierte sich die Augustusburg am Heiligabend sehr schick, dieses Jahr war es eher so der allgemeine Wolkenstand bei meiner nachweihnachtlichen Abreise:

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Den Jahreswechsel dann verbrachte ich wieder in bzw. um Karlsruhe herum, wo es neben einem Besuch bei den den guten, alten (und ziemlich dicken) Bieberratten

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auch noch so eine Art Enten-Jesus zu bestaunen gab!

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In diesem Sinne: Ein schönes, glückliches und vor allem gesundes Jahr 2014 wünsche ich euch. Bis die Tage! Smiley

Dienstag, 24. Dezember 2013

DEAD CHRISTMAS

(Monster Magnet)

Oh mein Gott! Wie könnt ihr nur alle so leichtfertig und vor allem gefühlskalt sein und ungerührt Weihnachten feiern?!?! In diesen dunklen Zeiten, da hockt ihr heute Abend doch bestimmt wieder alle unterm Baum und schiebt euch allerhand Gebasteltes hin und her. Doch wer, das frage ich euch, wer denkt denn dabei an die wahrhaft Leidenden dieser Tage? WER?????

Es ist ja jedes Jahr das Gleiche: Erst hört man 11 Monate gar nichts von ihm und dann meldet er sich Anfang Dezember urplötzlich wieder zu Wort. Vollkommen ungefragt mischt er sich in einen noch nicht einmal geführten Diskurs ein – und das alljährlich mit den gleichen, abgestandenen Meldungen. Die Rede ist, wir wissen es alle, vom “Einzelhandel”! (Eigentlich müßte man bevor man “Einzelhandel” sagt das Licht dimmen, grünen Nebel herum wabern lassen und einen ordentlichen Hall-Effekt einbauen “Huaaaaaaaaaa-ha-ha-ha-haaaaaaaa der EIIIIIIN-zellhan-DELLLLLL”) Jedes Jahr vor dem ersten Advent wird von Kleter Pöppel, Bark Mator oder Klaus Kleber (… Mist!” Geht nicht bei de) die Weihnachtzeit mit nahezu den identischen Worten eingeläutet.

“Der Einzelhandel rechnet mit einem guten Weihnachtsgeschäft und hohen Umsätzen!”

So, tut er das. Dieser “Einzelhandel”. Das ist ja hoch interessant – für andere Leute zumindest, mir geht das eher am Gesäß vorbei. Ich meine: Wen zum Henker interessiert es, was “Der Einzelhandel” denkt? Ich habe den nicht gewählt, geschweige denn, daß ich wüßte, wie der überhaupt aussieht, dieser ominöse “Einzelhandel”. Am Ende ist das irgend so ein kranker Freak, der alten Omas die Handtaschen ausräumt um sich daran zu bereichern… weiß ich’s?? Klingt ja sogar relativ plausibel! Vollkommen ungefragt wird da eine Prognose abgegeben, typisch! Während des Dezembers wird hin und wieder eine Wasserstandsmeldung gebracht, etwa

“Der Einzelhandel ist mit dem bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäftes zufrieden, rechnet aber noch mit Steigerungen!”

oder

“Der Einzelhandel vermeldet einen verhaltenen Beginn des Weihnachtsgeschäftes, hofft nun aber auf die traditionell umsatzstarken letzten beiden Adventswochenenden!”

Hauptsache man hat mal wieder “Einzelhandel” gesagt im Fernsehen, passiert ja eh viel zu selten *Ironieschild hoch heb*! Was soll das eigentlich, dieses permanente Abgeben von Wasserstandsmeldungen?? Bei näherer Betrachtung sind das ja nicht einmal ansatzweise ernst zu nehmende Prognosen, das ist schlicht und ergreifend Bullshit! Das ist alles SO SINNLOS, daß es eigentlich nur von der CSU erfunden sein kann – Ausländerherdmautprämie läßt grüßen. Da wird der Horscht mit seinen Konkubinen auf dem Schoß in seiner Staatskanzlei auf seinem Thron gehockt haben und sich überlegt haben, daß man dem “Oanzlhondl, amoal a gwisses Mooß an Sendezeitn gemma sullt”! Dann hat er beim ZDF angerufen und seither machen das alle Sender nach.

Jedes Jahr ärgere ich mich ein wenig darüber, wie dieses total bemesserte Herbeten von Verkaufszahlen zum Gradmesser eines gelungenen Weihnachtsfestes hoch gejubelt wird. Auf der einen Seite tun wir alle so, als sei das Wichtigste, daß wir auch alle “gut” sind und weihnachtliche Stimmung verbreiten, Nächstenliebe praktizieren und in den Fußgängerzonen dieses Landes für hungernde Elche in Südsamoa spenden bis der Dispo ächzt – auf der anderen Seite wird aber die Rechnung “viel Umsatz” = “viel Weihnachten” aufgemacht. Ich finde das einfach nur nervig und furchtbar. Von mir aus sollen die ihre Verkaufsstatistiken führen, aber daraus dann bitte keine Nachrichtenmeldungen stricken. Es ist 98% unserer Mitbürger sowieso egal, was “Der Einzelhandel” so meint vermelden zu müssen (zur Erinnerung: das sind etwa so viele Menschen, wie dieses Jahr die FDP nicht gewählt haben – also praktisch fast alle). Weihnachten ist/wäre auch ohne die alljährliche Einmischung des Einzelhandels schön. Ich hoffe, daß sich niemand davon unter Druck setzen läßt, und extra noch einen kitschiges, aus Swarowskisteinen (btw: ausnehmend hässlich dieser Funkelschrott) zusammengesetztes Badezimmermosaik mit dem Antlitz von diesem Glöööckler (von Notre Dame) kauft, nur um dem armen Einzelhandel die Bilanzen auf zu hübschen. Lieber mal einen Gang zurück schalten. Dieser dämliche “Einzelhandel” muß endlich auch mal lernen, daß wir nicht dazu da sein, ihm kritiklos seinen Ramsch abzukaufen. Schon alleine “Weihnachtsgeschäft” ist so als Wort ziemlich Banane. Ich wünschte mir, daß die Redaktionen dieser Republik das mal durchdenken würden und in Zukunft einfach auf diese Schlagzeile verzichten und lieber etwas Sinnvolles senden in der Zeit, ein Katzenvideo oder so. Oder daß wenigstens Gundula Gause (Mist, bei der klappt das auch nicht) dem Klausi, wenn er das mal wieder zu verkünden hat, ins Wort fällt

“Ach, Einzelhandel-Schweinzelhandel! Kümmern Sie sich nicht um diese ewig ningelnden Geldschneider, liebe Zuschauer, machen Sie sich im Kreise ihrer Familie einfach ein paar schöne Tage!”

Ja, das wäre mal was, dem könnte ich mich anschließen. Ich hoffe nur, daß sich bis heute Abend der “Einzelhandel” nochmal in den Nachrichten zu Wort meldet, daß er

“mit dem Verlauf des Weihnachtsgeschäftes zufrieden”

sei, sonst bekommt man wirklich noch ein schlechtes Gewissen unterm Baum… wenn der alte Nervbolzen nicht final sein alljährliches Gebettel um unsere sauer verdienten Penunzen eingestellt hat. Schämen soll er sich.

Wie dem auch sei. Ich wünsche euch allen, die ihr hier mehr oder weniger regelmäßig/intensiv/zuverlässig/interessiert/wasauchimmer in meinem Blog mit lest ein schönes Weihnachtsfest. Verbringt einfach ein paar schöne, ruhige Tage mit euren Lieben und esst tüchtig!!! Ich freue mich dann schon auf ein weiteres Jahr mit euch allen hier im Foxyblog.

stollen

PEACE! Zwinkerndes Smiley

Dienstag, 3. Dezember 2013

SMOKE ‘EM (IF YOU GOT ‘EM)

(Fun Lovin Criminals)

Die MsPittili und ich, wir waren heute Abend mehr oder weniger spontan auf dem Weihnachtsmarkte in Three-O-City zu Gast. Spontan war der Zeitpunkt, aber nicht daß wir ihn besuchen. Jedenfalls können wir ihn jedem nur wärmstens ans Herz legen, den Weihnachtsmarkt. In der Woche ist er auch nicht so überlaufen wie an den Wochenenden und gerade 2013 habe ich persönlich den Eindruck, daß man ein wenig mehr Luft zwischen den einzelnen Buden gelassen hat, weil man einfach noch mehr Platz in der Innenstadt freigegeben hat, auf dem sich nun die Büdchen tummeln. So wandelt man denn nun zwischen Rathaus, Getreidemarkt und Pinguinskulpturen über mittlerweile drei kleine Themenweihnachtsmärkte. Der Klassiker nimmt freilich den größten Raum ein, aber das Highlight ist auch dieses Jahr wieder der Mittelalterweihnachtsmarkt. Heißen Met in die kalte Flosse und dann zwischen den mittelalterlich gewandeten Marktleuten dahin flanieren… richtig toll. An jeder Ecke brennt, qualmt oder duftet irgend was… toll! Der einzige “Reinfall”, sofern man das so nennen kann, ist der Erzgebirgsweihnachtsmarkt. Da ist auf dem klassischen Teil schon wesentlich mehr “Erzgebirge” zu verspüren als da, aber da er dieses Jahr das erste Mal statt findet, sei ihm mal ein wenig Zeit gegeben um sich zu entwickeln. Die Idee ist jedenfalls gut.

Neben Met, Flammkuchen und gebrannten Mandeln gab es auch ein erneutes Mitbringsel von mir für mich, einen Spontankauf. Ich habe doch kürzlich von DIESEM GESELLEN HIER berichtet. Nun, heute lief das ähnlich ab. Wir schlenderten mit unserem Honigtrunk an einer der zahlreichen Erzgebirgischen Volkskunst – Stände vorbei und ich überflog mit geübtem Blick das feil gebotene Gewerk. Links oben auf dem Regal stand ein einsamer Vertreter seines Modells und… wartete auf mich! Ohne lange zu zögern sprach ich den Verkäuferheinz an, mir den bunten Burschen doch mal zur Sichtprobe herbei zu reichen und investierte dann spontan 21 Taler für diesen schmucken, selbstverständlich schon eingeweihten, gesellen hier:

RM 1

RM 2

Aufmerksamen Beobachtern wird auffallen, daß er zum Schneemann eine enorme Kongruenz bezüglich der Kopfbedeckung aufweist. Dazu sei angemerkt: Dies ist kein Zufall. Der Punkt ist, daß ich ja seit diesem März ein Erzgebirgskind bin, das eine eigene Bleibe mit Frau bewohnt, also eher so semi-eigen… aber ihr wißt, was ich meine. Jedenfalls ist das so der Zeitpunkt, so wurde mir in den letzten Wochen klar, wo man sich seinen eigenen Grundstock an Räuchermännlein, Nußknackern und Ähnlichem zulegen sollte, als guter Erzgebirgler. Klar, ich hatte schon ne einiges davon, aber jetzt gilt es das einfach mal auszubauen, individuell auszubauen. Man könnte auch sagen “zu sammeln”. Da hat man nun aber das Problem, daß es viel zu viel gibt; wo soll man da anfangen? Man braucht quasi eine Leitlinie. Auf Grund meines beinahe eine Dekade andauernden Exilantentums in Berlin (ich mag Berlin… Berlin ist irgendwie auch wichtig, nur baut man da keine guten Räuchermännchen) habe ich mich jetzt entschieden, daß ich in den nächsten Jahren einfach mal anfange original erzgebirgische Räucher-männer und Nußknacker mit Pickelhauben zu sammeln. Da hat man immer thematisch ne gewisse Grundlinie in der Weihnachtsdeko! Bin mal gespannt, wie viele ich davon finden werde, ein paar gibts noch, z.B. mein Lieblingsräuchermännchen bei meiner Mutter (“Hauptmann von Köpenick”) und die eine oder andere bei e-bay gesichtete Gestalt… auch baue ich auf die Kreativität der aktuell aktiven Löffelschnitzermeister in und um Seiffen. Ich werde berichten. Zwinkerndes Smiley 

Außerdem: Simple Weihnachtsmänner kann ja jeder… tse!

Dienstag, 26. November 2013

WAS DU BRAUCHST

(Blumentopf)

Leute, Mann lernt nie aus! Dieses Jahr ist das erste, in welchem ich mit der MsPittili zusammen die Weihnachtsvorbereitungen treffe, will heißen: auch die Wohnung festlich aufhübsche. Seit einigen Tagen – nein – Wochen macht seitens der Frau der Begriff “Weihnachtsdeko” die Runde. “Weihnachtsdeko”…! “Gut,” dachte ich als ordnungsgemäß ausgebildetes Erzgebirgskind “davon hab’sch genuch!” Allerdings rechnete ich nicht damit, was alles unter “Deko” fallen kann. Für mich als Mann sieht oder besser “sah” Weihnachtsdeko bisher immer so aus:

Nußknacker

oder auch so:

Räuchermännel

Auch Pyramiden und der gute, alte “Schwibbbuhng’” zählten natürlich dazu. 2013 aber wird als Reformjahr in meine Weltanschauung eingehen. Wir durchstreiften heute nach Dienstschluß die Stadt, wo ich leichtfertig eingewilligt hatte, Dekokram zu besorgen. ICH HATTE JA KEINE AHNUNG!!! Männer, es wird euch noch nicht aufgefallen sein, aber es gibt tatsächlich Geschäfte, Läden – ja ganze Warenketten, die sich auf Dekoscheiß spezialisiert haben. Ich war mir dessen nicht bewußt! Da gibt es streng genommen nichts, was einen auch nur durimentären praktischen Nutzwert vorzuweisen hätten, dafür aber allerhand komisches Zeug, das rum steht, funkelt und/oder bestialisch stinkt. Es war eine Herkulesaufgabe daraus die wenigen brauchbaren Stücke heraus zu filtern, die man sich auch in den heimischen vier Wänden vorstellen kann. Aber wir haben es geschafft; weil wir beide voll der Hammer sind! Jetzt bastelt die MsPittili fleißig aus ihren vielen, vielen kleinen ein paar weniger größere Dekoelemente und ich bin schon mal auf das Ergebnis gespannt. Smiley mit geöffnetem Mund Wir werden berichten!

Eine Kleinigkeit habe ich aber auch unter Ausschluß der MsPittililichkeit ganz alleine für mich erstanden. Während die Gute am Nachbarstand irgendwas kaufte (keine Ahnung was genau, wenn ich raten müßte, dann würde ich auf Seife tippen), verkrümelte ich mich an den benachbarten Stand. Dort hatte ein netter Herr seine erzgebirgische Holzvolkskunst aufgebahrt und bot allerhand bunte Räuchergesellen und deren unräucherige Derivate feil. Ich ging ein Mal um den Stand herum und SAH IHN!!! Kennt ihr das auch, daß ihr etwas seht und es einfach haben müßt?!? Jetzt nicht wie bei Schuhen oder so (Frauen verstehen das nicht), sondern, weil es in perfekter Art und Weise handwerkliche Heimattradition mit Niedlichkeit und einem gewissen Schrägheitsfaktor kombiniert? Ich hatte wieder so einen Moment. Da der Geselle mit 8 Ösen auch erschwinglich war, insbesondere für ein Original aus Seiffen, schlug ich einfach zu.

Zertifikat

Daheim angekommen präsentierte ich der MsPittili dann stolz meine Neuerwerbung, welche ich nun auch euch nicht vorenthalten will.

Räucherpreuße

Ein preußischer Pickelhaubenschneemann mit Posaunendingsbums aus dem Erzgebirge… herrlich! Smiley Irgendwie fasst er damit ja auch meine Kindheit ziemlich gut zusammen. Zwinkerndes Smiley 

In diesem Sinne: HO-HO-HO!!! 

Montag, 24. Dezember 2012

MANSION ON THE HILL

(Bruce Springsteen)

Mahlzeit. Eigentlich wollte ich euch allen nur ein möglichst schönes, besinnliches und erholsames Weihnachtsfest wünschen. Laßt es such nach diesem äußerst seltsamen, ergiebigen oder auch nervigen (je nachdem) Jahr 2012 einfach mal ein paar Tage gut gehen. Ihr habt es euch alle verdient einfach mal zur Ruhe zu kommen. Das tue ich natürlich auch, aber wie das “eigentlich” schon andeutet, habe ich da noch was für euch.

Gestern verbrachte ich wieder den alljährlichen Vorweihnachtsmännerabend in Three-O-City. Natürlich blieb ich danach zu Hause und eilte heute gegen Mittag (ausschlafen sollte drin sein) wieder hinauf ins Weihnachtswunderland, aus welchem ich mich jetzt melde. Unterwegs allerdings fiel mir auf, daß die Augustusburg (so eine Art lokales Ausflugshighlight und auch für Konzerte ne feine Location) irgendwie besonders schick aussah. Ich beschloß ein paar Fotos zu schießen und verließ die Schnellstraße. Wenn man so etwas tut, landet man mitunter in den hinterletzten Kuhblöken

HintermMondGleichLinks 

Nestern, die den Aufstieg zum “Arsch der Welt” erst noch anstreben. Aber man hatte zumindest eine gute Sicht von diesem Kaff aus (und vom vorgelagerten Trinkwasserspeicher).

Augustusburg

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Ja, war schon schick, wenn auch für den 24. Dezember ein wenig unangemessen… bei 10 Grad Smiley mit herausgestreckter Zunge! Aber da, wo ich gerade bin, gibts noch geschlossene Schneedecken – Älläbätsch!

Samstag, 15. Dezember 2012

DEAD CHRISTMAS

(Monster Magnet)

Es mußte ja früher oder später so weit kommen. In den USA und England wird dieser Tage heftig um die politisch korrekte Art Weihnachten zu feiern diskutiert. Ausgangspunkt ist der alles egalisierende, kulturnegierende Drang des Gutmenschen, daß er mit seinen Taten, Festen und Äußerungen ja keiner Minderheit oder koexistenten religiösen Gruppe auf den Schlips tritt. Hinsichtlich Weihnachten habe ich hier mal einen kleinen Artikel gefunden:

KLICK

Ich könnte über so viel Dummheit nur den Kopf schütteln! Sehr geil auf den Punkt gebracht im Übrigen durch dieses Bild:

(Quelle)

Als ob man hier alles gleich weichspülen und bedeutungsmäßig glattschmirgeln muß. Hat sich denn eigentlich irgend jemand darüber beschwert, daß wir das feiern, oder eilen da die Übereifrigen und vorsorglich Empörten wieder dem Verstand voraus und lösen Probleme, die eigentlich gar keine sind um sich wieder im Licht der eigenen, vermeintlich gemeinnützigen Verschlimmbesserung zu sonnen? Wer das unterstützt, der hat für mich einfach mal monströs einen an der Klatsche. “Winterbeleuchtung”, “Winterfest”… “frohe Ferien” – geht es nicht noch ein wenig bescheuerter?!? Wie schaut denn so ein politisch korrektes Weihnachten aus? Ich stelle mir das in etwa so vor:

Man schwingt sich in sein Hybridauto mit dem “ich bremse auch für Wale” – Aufkleber an der Heckscheibe und steigt sofort wieder aus… weil man dann doch lieber mit dem ÖPNV in die Stadt fährt. Man wartet an der Haltestelle und verbringt die 45 Minuten nebst drei Umstiegen, welche für die 2,5 Kilometer anberaumt wurden, mit ein paar rotzbesoffenen Glühweinopfern auf der Suche nach der nächsten Dröhnung, von denen einem einer noch herzhaft vor die Füße reihert. Im Stadtzentrum angekommen verteilt man sein halbes Monatseinkommen an die Sammelbüchsenmafia, die sich zum Wohle ihrer Hintermänner einen abbettelt. Frohen Mutes und ein möglichst wenig anstößiges Liedchen summend (ich schlage hier die “Internationale” vor… aber nur in Esperanto) stürzt man sich ins Treiben. Man wird von einem bartlosen Mann im roten Umhang, der sich einen “Gewalt ist keine Lösung” – Aufkleber auf die Rute geklebt hat (auf die richtige Rute, nicht was ihr schon wieder denken mögt) persönlich mit “Shalom a leikum” begrüßt. Als erstes steuert man eine der Glühweinbud… nein, der Getränkestände an, wo man sich einen handwarmen, alkoholfreien Traubensaft genehmigt um den aus ökologischem Anbau stammenden Tofubratling herunter zu spülen, welchen man als kulinarisches Schmankerl dazu erwarb. So gestärkt schlendert man dann an der Bühne vorbei, wo eine Gruppe von Waisenkindern einen interkulturellen Sketch über den Weltfrieden in 34 Sprachen aufführt. Man bleibt kurz stehen und fragt sich, ob die Beleuchtung dieses Happenings auch ja aus Windenergie gespeist wird, kommt aber zu keinem Ergebnis. Man beschließt, das man es einfach mal annimmt. Man schlendert weiter und kauft ein paar Fairtrade – Geschenke für die Lieben daheim ein. Dabei wird natürlich peinlich genau darauf geachtet, daß jedwede religiöse Symbolik umgangen wird. Mit ein paar ökologisch abbaubaren Flechtwaren, einem Bügelbrett aus Bambus und drei paar Socken aus der Wolle glücklicher Lamas kann da eigentlich nichts schief gehen. Auf dem Heimweg rügt man noch lautstark einen dieser religiösen Fundamentalisten, der einen zu einem “schönen Heilig Abend” zu verfluchen versucht. Nachdem man sich noch schnell an dessen Steinigung auf dem ehemaligen Standplatz der großen Weihnachtspyramide beteiligt hat, wischt man sich schnell noch das Blut von den Jesuslatschen und… Scheiße, Jesuslatschen…!

Bei der bloßen Vorstellung daran wird mir ja schon kotzübel. Daher, liebe Gutmenschen, rufe ich euch und euren “besten Absichten” lautstark zu “Leckt mich am Arsch!”. Wenn ich, der ich aus dem Weihnachtwunderland im Erzgebirge stamme, auch als Atheist Bock habe Weihnachten zu feiern, dann lasse ich mir das nicht von einer Bande hippieesquer Dummschwätzer kaputt machen. Ich schiebe mir schweinefleischhaltige Bratwürste hinter die Kiemen, wann immer ich Lust dazu habe. Ich genehmige mir Glühwein, wenn ich Bock darauf habe und es ist mir dabei scheißegal, ob das andere Leute stört, daß da Alkohol drin ist. Ich will einen Weihnachtsmann mit langem, weißen Rauschbart, bei dem ich es auch gut heiße, wenn er verzogenen Wohlstandsblagen mit der Reisigrute den Hosenboden gerbt, wenn sie nicht brav waren. Wer Geschenke will, der muß sie sich auch übers Jahr verdienen, so siehts mal aus. Ich will Krippenspiele überall haben, auch wenn ich sie mir nicht selber anschauen gehe (-> Atheist). Es ist am Heiligabend (den ich auch weiterhin und lauthals so nennen will) einfach schön zu wissen, daß um mich herum in jedem beliebigen Kaff gerade symbolisch ein kleiner Jesus geboren wird während ich das Abendessen für die Familie warm halte und mich wiederum um die leckeren, fetttriefenden Weihnachtsbratwürste kümmere. Ich will Nußknacker und Räuchermänneln sehen – und zwar überall und in rauen Mengen. Ich will mir keine Gedanken darüber machen, ob ein ehrlich gemeintes “schöne, besinnliche Weihnachten” irgend einen von euch Deppen empört. Wenn es das tut, dann habt ihr es ohnehin nicht verdient. Ich will auch Weihnachtsbäume unter diesem Namen sehen, ebenfalls überall, am liebsten aber den bei uns zu Hause. Eine abgehackte Blaufichte, handgeschmückt und duftend… wie es sein muß. Ich will mir an den drei Feiertagen die Kalorienkante geben und Schnaps trinken ohne mich mit Phrasen der Marke “in Afrika verhungern die Kinder” beschäftigen zu müssen. Dann fliegt doch hin und tut etwas dagegen anstatt euren Mitmenschen ein schlechtes Gewissen einzureden um die eigene Untätigkeit zu übertünchen. Ich will am ersten Weihnachtsfeiertag meine Hauer in zartes, delikates Rehfleisch schlagen, weil es bei uns eine Familientradition ist und ich der Meinung bin, daß die Jagd eine dufte Sache ist und die Tiere aus guten Gründen weggerußt werden. Wer mich vom Gegenteil überzeugen will hat von vorn herein verloren. Ich wuchs mit Wildfleisch auf und war mit meinem Opa – der nebenbei bemerkt großartig war – persönlich auf der Pirsch und war dabei als er Bambi ausknipste und ausnahm. Eure “wissen sie wie blutig das ist” – Argumente ziehen also nicht, denn ich weiß es und für einen guten Braten und eine sinnvolle Populationskontrolle akzeptiere ich das auch. Ich habe sozusagen Insiderwissen das auf Fakten beruht, nicht bloß selektiv angehäuftes Halbwissen wie ihr. Ich will auch die Freiheit haben diese Schmarotzer mit ihren Sammelbüchsen zu ignorieren, denn ich weiß aus beruflichem Kontext, wer da wie viel Geld bekommt… selbst bei so genannten “seriösen” Sammlungen und es würde euch aus den kratzigen Schafwollsocken hauen, wenn ihr es auch wüßtet. Ich spende wenn ich Bock drauf habe, an wen ich will und wann ich will… Wegelagerei finde ich verachtenswert. Ich will einfach ein normales Weihnachten haben und ich werde es mir auch holen, ob es euch nun passt oder nicht. Überhaupt solltet ihr Weltverbesserer mit eurem ewig mitleidigen Leidensblick mal von eurem hohen, moralischen Socken schwingen und euch mal mit den Fakten beschäftigen. Weihnachten greift keinen Andersgläubigen an, der mit sich und seiner Religion im Reinen ist. Bei Fundamentalisten sollte es uns einfach schnuppe sein was die denken, die werden ohnehin nie zufrieden sein. Also packt eure leeren Hippiemetaphern gefälligst wieder in eure Jutebeutel und verpisst euch aus der öffentlichen Diskussion, denn die sollten nur Menschen mit Ahnung von der Materie führen. Die spreche ich euch Reflexreaktionären einfach mal ab – und auch hier geht es mir am Arsch vorbei was ihr diesbezüglich von mir haltet, weil ich solche Pfeifen wie euch einfach nicht ernst nehmen kann. Kurz gesagt:

(Quelle)

Samstag, 24. Dezember 2011

HYVÄÄ JOULUA

 

Das nenne ich mal Timing! Smiley mit geöffnetem Mund Als ich heute gegen Mittag im Winterwunderland “Erzgebirge” eintrudelte, war hier noch alles vom dreckigen Gelbbraun des ausgehenden Herbstes geprägt. Klägliche Schneereste im Straßengraben mal ausgeklammert, war von “weißer Weihnacht” nichts zu sehen. Ich stellte den Igor dann also ab, begab mich erst einmal zum Mittagstisch und als wir diesen wieder verließen, sah mein motorisiertes Kleinod so aus:

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Und nun, da es schon fast halb 5 ist, kann uns hier oben die weiße Weihnacht einfach mal KEINER mehr nehmen. ÄTSCHBÄTSCH! Jetzt ist es Atmosphärisch perfekt, wofür ich auch gerne die noch mehrmals anstehenden Kurzausflüge vor die Haustüre in Kauf nehme um die weiße Pracht beiseite zu schaufeln. Wenn schon Weihnachten zu Hause, dann bitte auch so richtig! Daher, liebe Frau Holle: Rock on!

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Das letzte Bild entstand gerade auf einem kleinen, alljährlich am Heiligabend steigenden Traditionsspaziergang bevor meine Schwester als einzig verbliebenes Familienschäfchen in die Kirche wackelte.

Mit diesen kurzen Schneeimpressionen möchte ich euch nochmals ein tolles Weihnachtsfest wünschen! Genießt die etwas ruhigere Zeit mit euren Lieben… ob nun mit Schnee oder ohne… und erholt euch gut für das nächste Jahr. Ich werde mir nach dem gerade überstandenen Schneespaziergang erst mal einen leckeren “Glenmorangie Quinta-Ruban” in mein extra importiertes Tastingglas kippen und die besinnliche Freßorgie des Heiligabend standesgemäß einläuten.

Bis die Tage Leute!

Freitag, 23. Dezember 2011

FROHE WEIHNACHTEN!!!

(HO-HO-HO)
Irgendwie ist es ja jedes Jahr das Gleiche. Am letzten Arbeitstag vor Weihnachten ist man irgendwie recht motivationsarm drauf und pünktlich zur Feierabendsirene (bei Gleitzeit ist sie zugegebener Maßen eher imaginär) fällt einem der Stift aus der nach 12 Monaten dann doch recht ermüdeten Hand und man stürmt gen Igor um die Heimreise schnellstmöglich anzutreten. Die Luft ist irgendwie schon seit ein paar Tagen raus, man schleppte sich eher mühsam in Richtung dreiundzwanzigstes Türchen. Bei mir gipfelte das dieses Jahr in wahren Frühstücksorgien. Während unter dem Jahr jeden Mittwoch die gemeinsame Brötchenvernichtung vor Dienstbeginn anstand, schmierten wir uns diese Woche täglich in den Tag; und nächste Woche gehts weiter. Ansonsten schallt es aus sämtlichen Büros mehrmals täglich “Frohes Fest und einen guten Rutsch!”, wenn mal wieder einer der Jahresendurlauber in die festliche Erholungsphase entschwindet. Bisweilen zündet auch einer den eher klassischen Brüller “Bis nächstes Jahr! *hihi*” Zwinkerndes Smiley Naja, alles irgendwie vorhersehbar, aber eben auch schön, wenn man ehrlich ist. Ich lasse das Jahr ab Dienstag zwar noch ein Weilchen weiter ausklingen und liquidiere den Resturlaub dann zu Jahresbeginn, aber in den Vorweihnachtstagen ist dieses “ausklingen” nochmal ne Spur stilvoller. Und wenn man es dann geschafft hat, dann steht auch schon der Rupprecht mit seinen Wichteln vor der Tür:

Wie dem auch sei. Ich sitze nun jedenfalls hier in meiner Wohnung, der nächste Dienstag ist trotz des recht kurzen Feiertagsintermezzos (kürzer gehts ja nicht), noch sooooooooo weit weg – viel weiter als zum Beispiel im September. Ich hocke am PC, höre Rainald Grebe und im Flur steht ein Leinenbeutel mit sechs leckeren Köstis, die nur darauf warten in ca. anderthalb Stunden vom GVH, dem “Rocconator” und meiner Wenigkeit bei unserem alljährlichen, postakademischen Vorweihnachtsschabernack laut ploppend geöffnet zu werden (hmm… ich pack mal lieber noch ein/zwei Fläschchen dazu fällt mir dabei ein). Morgen gehts dann ins Weihnachtsland, wo hausgemachte Linsen, Quadrillionen von Festtagsbratwürsten und eine kleine Schwester zum nerven auf mich warten. Tja, wir haben Weihnachten, Leute! Smiley mit geffnetem Mund Smiley mit geffnetem Mund Smiley mit geffnetem Mund Smiley mit geffnetem Mund Smiley mit geffnetem Mund Smiley mit geffnetem Mund Smiley mit geffnetem Mund

Deshalb möchte ich euch hiermit auch allen ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest wünschen. Schüttelt den Stress der letzten Wochen oder gleich des ganzen Jahres auch ordentlich ab oder ertränkt ihn in einer Mischung aus Weihnachtsleckerlis und Magenbitter bevor ihr euch wieder in den Wahnsinn stürzt. Laßt es euch gut gehen und sollte der Weihnachtsmann dieses Jahr wider Erwarten nicht persönlich auftauchen, weil er auf dem langen Weg von Rovaniemi zu euch bereits auf Höhe von Lempäälä unvermittelt in den Pyhäjärvi abschmierte und in selbigem jämmerlich ersoff, dann seid nicht traurig…shit happens:
Zwinkerndes Smiley

Sonntag, 18. Dezember 2011

EINEN SCHÖNEN VIERTEN ADVENT

 

… wünscht euch auch an diesem Wochenende mit dem Letzten Adventskranzfoto dieses Jahres der Onkel! Hoch die Tassen! Zwinkerndes Smiley

vierteradvent

Samstag, 17. Dezember 2011

OH TANNENBAUM

 

Hallöchen! Heute gibts mal nur ein paar besinnliche Weihnachtszeilen. Olé, olé Weihnachten!! Nach drei Wochen Laufzeit habe ich es heute nämlich erstmals geschafft den örtlichen Weihnachtsmarkt in Chemnitz zu besuchen. Wie jedes Jahr, war das durchaus ne feine Sache. Wir trafen uns im Dämmerlicht am ortsansässigen Einkaufstempel. Da ich noch ein Viertelstündchen Zeit hatte, suchte ich zunächst mal kurz den Saturn heim (was soll man sonst auch Produktives machen?!). Die Passage war voll – und ich meine VOLL! Überall stand einem die Spitze der Bevölkerungspyramide mit ihren Strickmützen und Handgelenkstaschen im Weg. Sowas nervt mich, denn wenn ich eines nicht leiden kann beim Shoppen, dann sind es Menschen, die meinen Elan schnellstmöglich fertig zu werden und dieses unselige Ritual abzuhaken abzuhaken ausbremsen. Also schlängelte ich mich durch die verkalkenden Reihen der Ruheständler und war ganz froh, als ich endlich den Saturn erreicht hatte. Dort, so dachte ich, hat man über 60 eh keinen Zutritt mehr und ich könnte mich endlich wieder frei bewegen. Allerdings mußte ich da lernen, daß Rentner noch das kleinere Übel sind, wenn man ihnen juvenile und juppieesque Smartphonebesitzer entgegen stellt. Es war unglaublich, in den 10 Minuten, welche ich in den heiligen Hallen verweilte, wurde ich drei mal fast umgerannt und lief auf zwei Typen auf, die ohne ersichtlichen Grund plötzlich stehen blieben. Alle schmulcherten gerade auf ihrem I-Phone (oder was auch immer sie da hatten) herum und flipperten praktisch zwischen ihren Mitmenschen herum, welche sie zwangsläufig rammten. Einer dieser Typen – so ein Ed-Hardy-bewährter Schiefmützenkaschper schoß dabei den Vogel ab. Der lief neben mir die Treppe zur DVD-Abteilung hoch und damperte dabei auf amazon.de rum (er suchte scheinbar ein Netbook). Als wir oben angekommen waren drehte der Knilch ohne aufzublicken im 90 Grad Winkel nach links ab und rasselte direkt in mich rein. Freund Blase prallte also von meiner Schulter ab und blickte mich vorwursvoll an… Depp! Aber wer mich kennt, der weiß, daß ich ein Meister des bösen Blinzelns sein kann wenn ich das will. Also wurde der finstere Grimm, welchen ich gegen den TenClub hegte wieder befreit und in den eigenen Blick gepackt. Hat gewirkt. Zwinkerndes Smiley Nun gut, jedenfalls ist das für mich nicht der Sinn eines Smartphones, daß man die Außenwahrnehmung dafür komplett abstellt und permanent seine Mitmenschen anrempelt. Ich würde mich nicht wundern, wenn statistisch belegt werden würde, daß Smartphones das Risiko überfahren zu werden für ihre Besitzer versiebzehnfachen. Wäre für mich völlig nachvollziehbar.

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Na gut, jedenfalls gelangte ich dann rechtzeitig am Treffpunkt an und wir schlenderten über den bunt illuminierten Platz. Wir steuerten, wie jedes Jahr, unseren traditionellen Glühweinstand an, drückten der selben 70jährigen, die da jedes Jahr kassiert, unsere Penunzen in die Hand und ließen es uns schmecken. Anschließend zollten wir der nächsten Generation Tribut und verweilten 10 Minuten am Karussell. Perfider Weise befand sich dieses neben einer Rauchwurstbude und ich wurde mal wieder Opfer meiner kulinarischen Vorlieben (tolle Rauchwurst gibts da Smiley mit geöffnetem Mund)!

tree

Na wie dem auch sei, ich hab mal ein paar Bilder vom Weihnachtsmarkt und dem festlich geschmückten Einkaufstempel geschossen, welche ich euch nicht vorenthalten will. Nächsten Dienstag gehts direkt nach der Arbeit wieder auf den Weihnachtsmarkt, diesmal mit den alten Kollegen; im Gegensatz zu heute werde ich da dann aber wohl lieber die Bahn nehmen. Zwinkerndes Smiley

Rupprecht

Männel