Montag, 18. April 2011

ÄLLÄBÄTSCH

(J.B.O.)

Ich muß einfach mal kurz meine Schadenfreude kund tun! Als ich eben heim kam, bot sich mir auf dem Balkon ein Bild für die Götter! Oben thronte meine neu erschaffene Armee (ich nenne sie nur noch "die Gang") in den wohl behaltenen Pflanzkübeln und unten, vor meinem Balkon, sah es so aus:
Wie ein paar beschißene Kinder...
Ich glaube, den Viehchern ist jetzt noch nicht klar, welche Urgewalt sie da heute überrollt hat. Schauen schon ein bissel arg dämlich aus der Wäsche die Kollegen... hehe! :-)

Sonntag, 17. April 2011

MAN WITHOUT FEAR

(Rob Zombie)
Ich bin ja nun wirklich ein friedfertiger Mensch, der in seinen Aktionen normaler Weise toooootal „Zen“ ist. So eine Art mentaler Mahatma Gandhi. Für alles und beinahe jeden habe ich nur Lob und Anerkennung übrig und bin meinen Mitmenschen durchaus wohl gesonnen (wie man ja hier auch nachlesen kann *räusper*). Aber bisweilen stellt man mich und meine Geduld auf eine harte Probe; manchmal treibt man mich in die zügellose Aggression! Seit sich der eisblaue Schatten des Winters von den Wiesen erhob und der Frühling meine Umwelt wieder  aus dem langen, tiefen Schlaf unter der meterhohen Schneedecke zu erwecken begann, freute ich mich auf die Wiedereröffnung der Balkonsaison! Wie im letzten Jahr wollte ich auf den bescheidenen sieben Milliarden Kubikhektar Ackerland, welche sich auf meinem Balkon weitläufig gen Horizont ausbreiten, wieder Leben erschaffen. Und das tat ich! Ich brachte die noch recht körnig anmutende Potentialflora in die gute Muttererde ein, welche ich vorab unter Einsatz meines Lebens aus den Untiefen des magischen Waldes eigenhändig heran geschleppt hatte. Dann begoß ich mein Projekt mit feinstem Ambrosia, welches ich nach einem viertägigen Blitzkrieg mit Zeus persönlich von selbigem erobert hatte und sprach die magischen Formeln, die ich dereinst auch Miraculix lehrte, noch lange bevor er ein dickes Gallierbaby im Suff in seinen Kessel schmiß! Dann setzte ich „die Macht“ ein um die Saat unverzüglich keimen zu lassen! Am siebten Tage beschloß ich zu ruhen und gab mich tagsüber wieder meinen weltlichen Aufgaben hin. Als ich aber letzte Woche, nach getanem Tagwerk, müden Schrittes heim kehrte und erwartungsfroh die Balkontür aufschwang, erwartete mich ein gar gräulich Anblick der Verwüstung! Wie bereits im letzten Jahr hatte sich eine schier unglaubliche Frevelei ereignet, eine Schändung meines minimalistischen Neubaugartens; und ich weiß, wer dafür verantwortlich ist:
Battle-Field: Balkonlandschaft
Ich konnte es nicht fassen!! Vögel hatten wieder zugeschlagen und meinen Garten aufs Übelste verwüstet. Diese gefiederte Brut erdreistet sich also, nachdem ich sie letztes Jahr noch mit einem Windrat zu vertreiben vermochte, mit dummdreist ins bärtige Antlitz zu lachen und marschiert in meiner Privatsphäre ein. Diese gefiederten Luftratten!!! Als ob ich das alles nur tun würde, damit diese idiotischen Drosseln was zu Fressen haben! Ganz schön Ich-bezogen diesen Schnabel-Stukas, wenn ihr mich fragt! Also befreite ich das heilige Windrad der Vergeltung und implementierte es in mein Beet, guter Hoffnung, diese dreisten Attacken wieder zu unterbinden. Aber gestern… ich konnte es nicht fassen! Unter Missachtung meines vielflügeligen Gegenschlages wurden meine Felder erneut von diesem missratenen Gesindel attackiert und schwer beschädigt

„GENUG!!!!“ Schrie ich in die Mittagssonne und das Eco hallte von den fernen Berge und Wäldern der Heimat wider! Ich blickte wütend auf die Festung des Feindes hinüber, das ornithologische „Barad – Dûr“ von welchem der blanke Terror auf meinen Balkon strömt. Dort saß der feige Aggressor in seinem idiotischen Baumhaus und feixte mich dummdreist an. Mit gen Feind gereckter Faust schwor ich Rache und zog mich in meinen alchemistischen Schöpfungskeller zurück!
Das Terrornest
Dort experimentierte ich schließlich mit den finstersten allen Formeln und den düstersten aller Geheimnisse der Zwischenwelt um die Werkzeuge meiner Rache zu erschaffen. Und dann geschah es! Ein Geistesblitz durchzuckte mich und ich begann „DIE VERSUCHE“! *teuflisches Lachen*
Ich schnallte sechs meiner edelsten und kürzlich erst preiswert versklavten Diener auf dem Manipulationstisch des Grauens fest und zückte Operationsbesteck und natürlich den guten, alten, Genommanipulator.
Als die Metamorphose begann, flackterten um mich herum die Lichter und beißender Rauch stieg auf während rings um mich herum Funken aus den Instrumenten schlugen. Als Licht und Sauerstoff langsam wieder in die Katakomben zurück kehrten, erhob sich aus dem Chaos heraus meine RACHE mit rot glühenden Augen! Eine gnadenlose Armee der Finsternis ward geboren, der Mitleid wie auch Zurückhaltung angesichts des nahenden Feindes so fremd ist wie Klingonen die Kapitulation! 
DIE ARMEE DER FINSTERNIS
Nach "IHM" ist es mir gelungen eine ganze Armada untoter Kämpfer für meine Sache zu erschaffen. Nur daß diese nicht den mütterlichen Garten rein halten sollen, sondern ihr untotes Blut bereitwillig für das Wohlergehen meines Balkons zu opfern bereit sind! Ich werde sie zwischen den keimenden Sprösslingen platzieren, wo sie den Feind, sei er dumm genug nicht abgeschreckt und vollkommen panisch vor Angst das Weite zu suchen, beim nächsten Angriff mit schwirrender Axt und pfeifender Klinge erbarmungslos in die nächste Welt meucheln werden! Geht nun, meine dunklen  Krieger… auf euch wartet Vogelfleisch!!!!

Samstag, 16. April 2011

READ BETWEEN THE LIES

(Slayer)

Anpfiff, liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Wählerinnen und Wähler, lieber gesamtgesellschaftlicher Souverän, lieber Ursprung aller Macht! Na, wie geht’s euch? Ich mag Sonnabende, habe soeben gefrühstückt und sitze jetzt zum Verdauen mit einem Humpen Kahvi hier am Rechner und surfe ein wenig durchs Netzt bevor ich so laaaaangsam aktiv werde (war ich die Woche ja schon genug). Aber beim wilden herum Klicken stieß ich auf folgenden „Artikel“ der BILD: Klick (wer es sich antun will...)

Ich glaub’ es hackt!!! Da machen die vom ZDF ein Mal, aber auch wirklich ein einziges Mal was richtig und bekommen dann doch auf die Socken. Noch dazu von der Bild, die ja das Zentralorgan jener hirnfreien Schichten ist, welche dann auch den idiotischen, unreflektierten Becher werfenden Pöbelmob bilden, der nicht nur den Fußball kaputt macht, sonder der das dann auch noch glaubt was die da schreiben. Peinlich! "Gebührenverschwendung"! Die nennen Fußball allen Ernstes „Gebührenverschwendung“?!? Die ham’ doch nicht mehr alle Latten am Zaun! Die wahre Gebührenverschwendung besteht doch in so Sendungen wie der „Musikantenstasi“, dem „Granufink-Fest der Volksmusik“ oder jedwedem seichten Daily-Soap-Rotz („Rote Rosen“, und diese komische Sendung mit diesem Alfons an der Rezeption... komm grad nicht auf den Namen, meine Mutter guckt das immer) für den jeweils Unsummen ohne irgend einen Gegenwert verbrannt werden. Aber da regt sich wieder niemand auf. Dieses verachtenswerte Sendekonzept, in welchem man ganze Hallen mit angekalkten Knispeln füllt, die man dann auch zur Simulation von „Gemütlichkeit“ an Biertischgarnituren fest kettet und dann stundenlang mit Volksmusik beschallt, bis es ihnen vor lauter gestellter Freude das Doppelherz wieder in die Augen treibt, DAS ist doch die wahre Gebührenverschwendung! Dieses betreute Schunkeln mit solchen absolut entbehrlichen Vorturnern wie dem Silbereisen… ach, das ist wohl „besser“, „sinnvoller“ als ein ordnungsgemäß übertragenes Fußballspiel, oder was!?! Lieber 50 Mios in die CL investiert, als auch nur einen Cent ans Napalm-Duo oder die Kastelruther Dorfmatratzen verschwenden, wenn ihr mich fragt! DAS sind raus geschmissene Gebühren!
Scheinheilig auch dieses „kein Mehrwert“ Argument, wonach wir ja dasselbe, hochqualitative Produkt auf Sat.1 schon bekommen würden. Hallo?!? Habt ihr euch mal eine, aber auch nur eine einzige dieser Champions League Sendungen auf Sat.1 rein gezogen, liebe Schmierfinken? Das kann man keinem anbieten! Mit hochqualitativer Berichterstattung hat das ungefähr so viel zu tun wie Kim Jong-Il mit Grenzöffnung! Vorm Spiel moderiert mal kurz der Kerner zwei zehnminütige Werbeblocks an; aus der Halbzeit geht man ebenfalls direkt in die Produktempfehlungen (7:15 Minuten) bevor der Kerner geschlagene 30 Sekunden Zeit hat auf das gesponserte Gewinnspiel hin zu weisen, wonach erneut ein siebenminütiger Werbeblock folgt, aus dem man direkt in die 2. Hälfte einsteigt. Man merkt förmlich, wie Sky einen nur als verzichtbaren Zweitverwerter wahrnimmt, dem man verächtlich die übrig gebliebenen Brocken hinwirft. Das ist etwas, da hat das ZDF trotz Bela Rethy und Kathrin Müller-Reichsparteitag nicht den Hauch einer Chance es NOCH schlechter zu machen!
Das scheinheiligste Argument aus dem Artikel ist dieses leere Geschwafel von „weniger Geld für Kultur und Film“! Kultur und Film... aha; also wenn ich mir das anschaue, bin ich da streckenweise ja richtig froh, daß man da die Ressourcen verknappt. Läuft zum Beispiel Florian Silbereisens regelmäßig aufgestellter „Kußweltrekord“ allen Ernstes unter „Kultur“? Künstlerisch ist es natürlich sehr wertvoll, wie dieser seichte Jüngling eine Hundertschaft (Früh)Rentnerinnen innerhalb von 60 Sekunden abschlabbert… da kann kein DaVinci mithalten! Oder Rosamunde Pilcher – Gedöns! Heile Welt für alle… Hochkultur at its best! Selbst für Guido Knopp zahlt man ja unter dem Deckmantel der "Kultur" und "Bildung" Unsummen, dabei trägt der ja nun auch nicht unbedingt zur Programmvielfalt bei wenn man mal genau drüber nachdenkt (immer nur „Hitler“… da kann ich auch gleich N24 gucken, da gibt’s zur Abwechslung wenigstens ab und an noch ne Panzer-Doku zur Auflockerung!).

Also ich bin froh, daß das ZDF die Champions League aus dem Privatfernsehen heraus geholt hat. Das war ja nicht mehr mit anzusehen, wie Sat.1 dieses tolle Format dieses Jahr tot gesendet hat. Das war doch alles darauf ausgelegt, die Zuschauerkuh ordentlich zu melken und zwar mit so wenig Aufwand wie möglich. Peinlich! Aber das ZDF wird’s schon machen. Anstatt der beiden überlangen Werbepausen von Sat.1 zu den „Tagesthemen“ um zu schalten ist auch so ein Sprung in die richtige Richtung. Für mich ist das sogar ganz praktisch, so kann ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden! Ich glaube ja, daß dieser Artikel unserer Lieblingshetzschrift mal wieder auf den Aufreg- und Meckerreflex des so genannten „kleinen Mannes“ abzielt, der in seiner braunen Mietskaserne aus den 70ern im eigenen Leergut hockt und jeden zweiten Satz mit „Hömma“ oder einem schallenden Rülpser beginnt. Für den ist es natürlich ein gefundenes Fressen sich unreflektiert darüber zu echauffieren (Hömma… schlag’s nach Keule!!! *burrrrrp*) und seiner medialen Fernsteuerung investigativen Journalismus zu unterstellen, obwohl dieses Wurstblatt das nun wirklich als Allerletztes verdient hat! Daß diese berechnende, auf systematischer Volksverdummung aufbauende Strategie auch noch 1:1 funktioniert, das ist nicht zuletzt dem seichten, kontraqualitativen Sendekonzepten der öffentlich rechtlichen Sender binnen der letzten Jahre zu verdanken. Die Sendungen der Privaten wurden auf der Jagd nach Einschaltquote munter kopiert und das eigene Niveau damit beständig nach unten korrigiert. Anspruchsloses Fernsehen, schafft anspruchslose Menschen; so ist das nun mal. Die Champions League ist natürlich kein hochkulturelles Erlebnis, was das ZDF wieder zum Qualitätsfernsehen macht, aber sie ist ein Schritt in die richtige Richtung! Glückwunsch ZDF!! Ich kanns kaum noch erwarten, endlich wieder Berichterstattung um die Spiele herum zu erleben, die diesen Namen auch verdient hat!

Freitag, 15. April 2011

WO SIND DIE ZEITEN DAHIN?

(Georg Kreisler)

Da isser mal wieder, der Freitags Füller. Heute gibts mal wieder einen exklusiven Gastautor! Wer kennt und liebt ihn nicht, den Watschn - Gott unserer Kindheit?!? Vielleicht nicht unbedingt der größt mögliche Schauspieler, aber ein eine lebende Legende! Also, ich übergebe die Tastatur an...

Mr. Bud Spencer

1. Ich muss unbedingt mal den Terence anrufen und fragen, ob er zufällig eine Hundertschaft von Kleinkriminellen zur Hand hat, denen wir zum Frühsport die Kauleisten polieren können. 

2. Aufs „Krokodil“ kann ich mich in dieser Hinsicht verlassen, den kenne ich nämlich schon seit einiger Zeit.

3. Mein Lieblingsfrühstück am Wochenende besteht aus 5 Rühreiern, einem Wok Bohnen mit Speck, zwei Broten, einem halben Truthahn, 4 Litern Milch, einem Butterberg, zwei Schinken, achteinhalb übrig gebliebenen Haxen vom Vortag sowie sieben Litern Espresso, nur so bekommt man ordentlich Druck auf den Kessel! 

4.  Die Ohrfeigentheke hat hiermit geöffnet… und zwar bis auf weiteres; du Backpfeifengesicht!

5.  Es ist immer schön wenn der Dampfhammer auf die Fontanelle den Schurken zum Zwitschern bringt.

6.  Im Boxclub…  da wäre ich jetzt gerne.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Besuch im Ballett

 , morgen habe ich ein Dinner mit Freunden

geplant und Sonntag möchte ich mit Terance... ne Rundfahrt machen

!

Donnerstag, 14. April 2011

WE ARE THE ROAD CREW

(Motörhead)

Moin! Bin K.O. heute, darum gibts heute aus lauter Faulheit ein Blogstöcken zum Thema "Konzerte". Dachte, das passt irgendwie zu mir ;-).

Was war dein erstes Konzert, auf dem du gewesen bist?
Ich interpretiere das mal so, daß mir beim Kauf der Konzertkarte Vorsatz unterstellt werden können sollte. Somit fallen das „Schauorchester Ungelenk“ in elterlicher Begleitung als 4jähriger sowie alle mutwillig überhörten Kirmesdudler auf Gebirgsdorffesten Gott sei Dank weg. Auch in meiner persönlichen Zählung gilt nach wie vor J.B.O. am 08.11.1997 im Kraftwerk Chemnitz als Urknall meiner langen und bis heute recht ruhmreichen Konzertgängerkarriere. Wenn ich nur dran denke… ! Der wohl durchdachte Ursprungsplan aus dem Gebirgsland zu Dritt auf zwei Mopeds der Marke Simson S-51 (oder „Ess-Een’fuftsch“) die ca 40 Kilometer an- und auch wieder abzureisen (wohlgemerkt: den Führerschein dafür hatte nur einer von uns!!) durchkreuzten dann die Eltern eines Schulkameraden und beschlossen, uns wenigstens abzuholen, wenn wir UM HIMMEL WILLEN doch bitte den Bus nach Chemnitz nehmen würden. Widerwillig stimmten wir zu. Ich trug ein paar neue Chucks-Billigimitate, die meine Fersen an dem Abend in gigantische Blasen verwandelten und hernach nicht mehr angerührt wurden. Dann standen wir ne Weile an, was wir mit ordentlich Bier von der benachbarten Tanke überbrückten und gesellten uns bühnennah unters Volk. Vorband war „Roh“, so eine Punkband, die damals als „cool“ galt, im Nachhinein aber eher belächelt werden darf. JBO rockten dann über zwei Stunden die Hütte und wir waren dann doch froh, im Kraftfahrzeug nach Hause eskortiert zu werden. Durchgeschwitzt, müde und von den Bierduschen unserer Mitmenschen durchnässt kehrten wir glücklich heim. Das Schöne ist, daß ich mich für J.B.O. als erstes Konzert nicht wirklich schämen muß, großartige Spaßmetaller, die obendrein auch noch richtig gut spielen können. Geht hin und überzeugt euch selbst! Bis heute ist JBO mit insgesamt 7 Konzerten und einem lokalen Mini-Festivalauftritt (zu welchem ich nur wegen ihnen anreiste) die von mir meist gesehene Live-Band! Ich hoffe zwar, das bald zu ändern, Pearl Jam stehen mittlerweile nämlich bei 6 Konzis, aber alles in allem denke ich, kann ich damit zufrieden sein! Hier mal ein Appetizer:

 
Was war das beste Konzert, auf dem du je gewesen bist?
Es gibt Konzerte und es gibt eben auch KON*fucking*ZERTE!!!!!! Ich glaube, die Frage zielt auf die letzte Kategorie. Also pauschal nicht zu beantworten. Über allen schweben die 6 Pearl Jam Shows. Wobei Berlin 2006 und dem Duo Rotterdam & Berlin 2009 jeweils eine Sonderrolle zukommen.

Bei den Non-Pearl-Jam Konzerten wird’s dann ganz eng an der Spitze! Brant Bjork and the Bors 2010 im Rosenkeller Jena und Nick Cave and the Bad Seeds ein paar Wochen Später in der Jungen Garde Dresden sind da aber ganz vorn mit dabei. Ebenso Motörhead in der total abgefuckten (sorry) Thüringenhalle in Erfurt 2007, wi wir mit Köstritzer und Lemmy einen wider Erwarten recht relaxten Konzertabend zwischen Familienvätern und Hells Angels Rockern verbrachten.  Oder Met(a)llica in Leipzig. Mein teuerstes Konzert bislang (90,01 Tacken pro Karte bei e-bay hingeblättert in einer Kampfauktion (der eine Cent pro Karte gab den Ausschlag)… und es war JE-DEN VER-DAMM-TEN CENT WERT!!

Was war das schlechteste Konzert, auf dem du je gewesen bist?
Bei meinen Einzelkonzerten hatte ich bislang immer Glück, die waren alle gut genug, daß ich keines als wirklich „schlecht“ brandmarken will. Anders verhält es sich bei Festivals!!!! Der Titel „scheußlichster Live – Auftritt Bislang“ geht somit an „The Hives“ auf dem Highfield 2005! Zu wenig Musik, zu viel hirnloses Gelaber und vor allem zu viele, komplett lächerliche Versuche die deutsche Sprache zu verunhunzen! Nee, ich hatte mich auf die gefreut, aber am ende war das eine einzige Enttäuschung. Die haben nun schon nur Songs unterhalb der drei Minuten Grenze, da muß man dazwischen nicht noch jeweils fünf Minuten hirnlos rumlabern! Ich sage nur: „I know, that you know, that we know, that I know, that you all know, that we know… (das ging über Minuten so!)“! 

Welches wird dein nächstes Konzert?
Wenn sich vorher nicht spontan noch was ergibt, dann die großmächtigen Foo Fighters in der wundervollen Wuhlheide zu Berlin!







Welche Künstler würdest du unbedingt mal gerne live erleben?
Da gibt es einige! Meine musikalischen Herzensangelegenheiten habe ich mittlerweile, zumindest sofern sie noch leben, alle schon abgehakt. Aber ein paar weiße Flecken bleiben dann halt doch noch. Tool und A Perfect Circle beispielsweise. Je nachdem, mit welchem seiner beiden Geniestreiche sich Maynard das nächste Mal über den großen Teich traut! Soundgarden natürlich, jetzt wo sie zurück sind. Oder auch Kyuss, aber den Traum werde ich mir am 29.06. diesen Jahres erfüllen. AC/DC stehen natürlich auch auf der Liste, ebenso wie Mark Lanegan und natürlich Murder by Death. Die Liste kann natürlich noch ein wenig verlängert werden bei Bedarf.

An wen gibst du das Stöckchen weiter?
Die Dinger soll man weiter geben? Vergiß es! Das sind MEINE Konzerte!!!! Geh’ gefälligst auf Deine eigenen! Und WEHE einer klaut mir die, dann schicke ich euch die apokalyptischen Reiter auf den Hals:

Mittwoch, 13. April 2011

DREAMING IN THE AGE OF ANSWERS

(Spocks Beard)

Was fällt euch dazu spontan ein, beim großen „MENTALEN - FOXYMORPH -  RORSCHACHTEST":

Kühlschrank - ?
Brille - ?
Kopf - ?
Scheibe - ?
Bommelmütze - ?
Star Trek - ?????

Wetten, daß ca 90% von euch bei der letzten Frage spontan „Mr. Spock“ assoziiert haben? Sogar die, die mit dieser großartigen Serie sonst gar nix am Hut haben und ihre Abende wahlweise mit dem „Florian Silbereisen“ oder auf ausgelassenen *lmao* FDP – Wahlparties verbringen, wissen, wer das ist. Komisch, oder?!? Dabei ist der Typ nicht mal Captain, nein, nur pampliger Wissenschaftsoffizier. Erster Offizier zwar, aber in der Hackordnung am Ende dann doch nur „Best of the Rest“ hinter dem heroischen James Tiberius Kirk, der in seinem ockerfarbenen Spandexhemdchen die Befehle schneidig unter die Besatzung brüllt. Was macht den Kerl also zu einem derartigen Sympathieträger, zum popkulturellen Phänomen; zum Perpetuum Mobile der medialen Wahrnehmung? Gute Frage! Nächste Frage! Es ist nicht zu erklären, dennoch will ich hier mal ein paar Deutungsversuche unternehmen.

Das Thema fiel mir vorhin im Auto ein, als ich von der Arbeit heimrauschte und an mein ehemaliges Meerschwein dachte. Das hieß nämlich… Mr. Spock! Gut, es ist bereits vor einem knappen Jahrzehnt in den Meerschweinhimmel eingezogen, triumphal wie ich hoffe. Aber mir fiel auf, daß ich auch ein Opfer des schleichenden Spockismus war und bin. In meiner Sprayerphase verzierte ich unseren heimischen schuppen mit, na ratet mal… genau, einem Spock! Der nach wie vor für mich persönlich großartigste Queens of the Stone Age Kunstdruck ist folgendes Meisterwerk aus der Gig-Poster-Schmiede des Justin Hampton:



Und auf meinem Rechner steht ein Figürchen unseres Logikfetischisten, welches mir auf Knopfdruck „Frieden und ein langes Leben“ wünscht. Komisch, was?!? Ich habe dafür keine rationale Erklärung, genau wie für meine Fußballmännchen. Aber ich finde beides toll. Vielleicht ist es ja diese spitzohrige Erscheinung des lang aufgeschossenen Alienspargels in seiner babyblauen Uniform, oder die kalte Logik, mit der er analysiert, kommentiert und somit eine Art Ruhepool im ach so chaotischen Universum darstellt. Wünschen wir uns nicht alle manchmal, ein bisschen Spock zu sein? Einfach mit nem Tricorder über alienverseuchte, fremde Planeten zu rammeln und in der Gegend herum stehende Felsen zu scannen? Ist doch um Längen besser als sich im Billigflieger von einer penetranten Saftschupse einen überteuerten Tomatensaft übers Hemd schütten zu lassen oder beim ALDI ganz hinten in der Schlange an der einzigen geöffneten Kasse zu stehen während man die Kolleginnen der Kassiererin (diese hat vermutlich beim Reise nach Jerusalem verloren) dabei beobachtet, wie sie fluchtartig den Pausenraum aufsuchen. Wahrscheinlich stellt man beim Bezahlen dann auch noch fest, daß man ausgerechnet die Wurst vergessen hat! Nee, dann doch lieber durchs Weltall düsen und alles „faszinierend“ finden! Da der Durchschnittsbürger zwar wichtig sein will, im Zweifel dann aber doch lieber noch einen über sich hat, dem er die ganzen abgestoßenen Warpkerne in die Schuhe schieben kann, will scheinbar auch keiner Kirk sein. Selbst wenn der sich auf jedem Planeten ne andere Lebensform anlacht und im Großen und Ganzen einen weitaus lebenslustigeren Eindruck vermittelt. Statt, wie sein direkter Vorgesetzter, alles Weibliche, egal wie viele Antennen, Extremitäten oder verschiedene Hautfarben es hat, direkt in die Weltraumkoje zu verschleppen, war Spock irgendwie… subtiler:

Endlich ne Rechtfertigung für den FSK 18 Status des Blog...
Ja, selbst trotz dem, daß Kirk derjenige ist, der mit Pille die Scotch – Karaffe leeren darf… irgendwie ist die Position des „Spock“ beliebter. Mal ganz davon abgesehen, daß man quasi unsterblich war. Selbst als unser aller Lieblingsvulkanier in einem der Kinofilme mal vom Heldentod dahin gerafft wurde, erstand er im Sequel dann wenig überraschend wieder auf. Als Zugpferd der Serie durfte ihm einfach nix passieren. Deshalb statteten ihn die Drehbuchautoren auch auf jedem Außeneinsatz mit ein paar Bodyguards aus. Das sind die roten Typen, die nur dazu dienen sich uneigennützig in Faserstrahlen zu werfen, welche irgend ein daher gelaufener Fiesling auf ihren Subchef feuert. Genau betrachtet sind die Kerle das reinste Kanonenfutter!

Das war im kalten Krieg halt so: Die Roten mußten immer dran glauben...
 
Vielleicht liegt es aber auch, ganz profan, an Leonard Nimoy. Ja, ich glaube das ist dann mein persönliches Fazit! Es liegt am Schauspieler selbst, der seit jeher mit dieser Rolle verwoben scheint. Mr. Nimoy ist Spock und Spock ist Leonard Nimoy! Ich kann mich noch erinnern, daß ich mit Pitti mal die filmische Abendgestaltung ausdiskutierte. Sie wollte nen Krimi, ich eine Folge der damals neu erworbenen „Star Trek – Digital Remastered Steelbox Edition“ der ersten Staffel der Ursprungsserie. Da bei dem Vorschlag gewisse Differenzen hinsichtlich der persönlichen Präferenzen zu Tage traten, musste ein Kompromiß her. Dieser bestand dann in einer Folge „Columbo“; Gaststar und Darsteller des Killers: Leaonard Nimoy. So hatte sie den Krimi und ich dann irgendwie auch meinen Mr. Spock dabei (gut, die Ohren musste ich mir halt dazu denken). Nimoy und Spock sind quasi verschmolzen. Nimoy ist Schuld, daß Spock zwar ein Alien, aber dennoch der glaubwürdigste der ganzen Pyjamaträger der Zukunft ist, denn er ruft uns durch jeden Narkosegriff bei einem streitsüchtigen Klingonen, bei jedem Hochziehen der Augenbraue, bei jedem Blick auf den Tricorder, bei jeder gewonnen Verbalschlacht gegen Dr. McCoy und mit jedem imperativen „faszinierend“ förmlich zu: „DU SOLLST HABEN KEINE SPÖCKER NEBEN MIR!“

Dienstag, 12. April 2011

BIG ME

(Foo Fighters)

Wir leben in einer Welt, in der alles knapp wird, so siehts aus! Wovon haben wir denn schon noch genug??? Zeit? Geld? Nö! Hirn? Mitnichten! Anspruchsvolles TV-Programm? HA-HA! Differenzierbare Parteien? Muharrharr… VERGIß ES!! Ähnlich siehts mit Ressourcen aus. Ums Öl kloppt sich mittlerweile nahezu die ganze westliche Welt, weil ausgerechnet die, die drauf sitzen, so gar nicht demokratisierbar scheinen. Wasser soll mittlerweile auch diesseits der Sahara sparsam verschwendet werden und Urbares Land (geiler Begriff!) wird auch immer knapper, da sich die Menschheit mittlerweile munter auf die zweistellige Milliardengrenze zukopuliert. Womit, das frage ich euch, kann man denn heute noch so richtig prassen ohne entweder ein schlechtes Gewissen oder eimerweise „Fanpost“ von irgendwelchen verqueren Bürgerinitiativen zu bekommen? Mir fällt nix mehr ein.
Man hat sich mittlerweile schon so ans verantwortungsvolle Konsumieren gewöhnt, daß einem nicht mal mehr auffällt, daß man mittlerweile sogar dazu gezwungen wird, die Verpackung des Mittagsfleisches mit zu mümmeln (Stichwort: „Döner“). Aber hin und wieder geschehen dann doch noch wohltuende Zeichen und Wunder! Manchmal kommt sie wieder hervor, die Wegwerfgesellschaft, in welcher der Verschwendungsbürger sein Hab und Gut mit vollen Händen zum offenen Fenster hinaus juchtelt, während im Bad das Wasser läuft und die Heizung in einem gesunden orange vor sich hin glüht. Ähnliches habe ich heute mal wieder erlebt.

Vor ein paar Tagen bekam der Onkel eine E-Mail, welche ihn dezent auf versandkostenfreie Lieferung bei EMP hinwies. Und da ich ohnehin kurz davor stand, mir das neue Foo Fighters Album (Standard Version) im Media Markt zu holen (genau gesagt war ich noch etwa 45 Minuten davon entfernt), reizte mich das Angebot natürlich. Also fix die auf CD gepreßte, limitierte EMP - Special Edition von „Wasting Light“ geordert und via Kreditkarte meine 16,99€ abgedrückt und die Bestellung abgeschickt. Wenn man im Hause EMP dann schon mal so ne Aktion startet, dann lässt man sich da auch nicht lumpen, da zeigt man dem verstörten Postmann, wo der Rock’n Roll – Frosch die Locken hat! Da wird nicht gekleckert, da wird geklotzt! Da … aber lassen wir das. Jedenfalls erhielt ich heute, veritabel überrascht, folgendes Päckchen von meiner Nachbarin in die Hand gedrückt, als ich gegen 18:30 von Arbeit eintrudelte:

Das gigantomanische RIESENMÖP* von einer CD-Verpackung!

Hier mal mit Referenz - CD um die Dimensionen zu klären!

Für mich der ultimative Beweis, daß die Foo Fighters und ihre Musik fürs Stadion geschaffen sind… sie brauchen Platz! JEDE MENGE PLATZ!!! Wenn das einer weiß, dann die Jungs und Mädels von EMP; so haben sie dem Album genau das gegeben. Ehrensache, daß man da dann auch noch die Versandkosten von handgefühlten 87,92€ übernahm! Ich hoffe, meine CD hat sich auch ordentlich wohl gefühlt da drinne… mit all dem Auslauf. Geschadet hat es ihr scheinbar nicht! *sing* "YEAHHHHHHHHHHHHHHHH LIMOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO!!!!"


* Zusatzinfo: *hüstel* OK, da war dann noch ein ordnungsgemäß gerollter, limitierter Kunstdruck von 90 mal 40 Zentimetern drinne, das "Special" der "Special Edition", aber das hat euch nicht zu interessieren! Fand es trotzdem erwähnenswert schräg! ;-)

Sonntag, 10. April 2011

ONE INCH MAN

(KYUSS - gewidmet P. Lahm)

Vor gar nicht allzu langer Zeit, habe ich mit von Pitti eine Art Webfragebogen zum Thema "kochen" kopiert und ausgefüllt (HIER nachzulesen). Nun habe ich mich auf die Suche nach dem Ursprung begeben und bin dabei wiederum HIER gelandet. Cool! Nicht nur, daß der Blogname einen ordentlichen, für Laien schwer zu ergründenden, Monty-Python-Bezug hat, nein, diese so genannten "Blogstöckchen" auszufüllen macht bisweilen auch mal so richtig Spaß! Also zum frühen Sonntag Morgen hier gleich mal das fix dahin geschluderte "Blogstöckchen, das die Welt nicht braucht"!

1. Was hast du in der rechten Hosentasche?
Einen Fluxkompensator und vier Dutzend südwesttibetische Importelefantensättel aus Yetileder!

2. Das zwölfte Wort in der viertletzten Mail, die du bekommen hast - wie heißt es und was sagt es über dich aus?
“Nothilfemaßnahmen”. Auf mentaler Ebene vollkommen hoffnungslos!

3. Wärst du ein Limerick, welcher wärst du und warum?
Des Pinky Kumpan muß es beweisen,
Namentlich tut der Geselle “Brain” gar heißen,
Im Labor, da sitzt er in ‘nem Käfig,
Des Nachts, da ist er nimmer schläftig,
Er versucht die Weltherrschaft an sich zu reißen!

(Mir fällt gerade auf, dass dieses aabba - Reimschema dieser Limericks ziemlich dämlich ist. Da lobe ich mir doch den guten, alten Kreuzreim!)


4. Welche Taste auf deiner Computertastatur magst du am liebsten und warum?
Da sind mein Papagei und ich uns einig: Die Entertaste... harrrrrr-harrrrr-harrrrr!



5. Kannst du aus dem Kopf beschreiben, wie das Fliewatüüt aussieht?
Nein, denn ich habe nur anspruchsvolles Bildungsfernsehen genossen als Kind, in welchem sich die Phantasiewesen wenigstens unfallfrei artikulieren konnten... “Fliewatüüt”, ich glaub’ es hackt!!

Aber gut, ich will mal nicht so sein! Ich glaube ein “Fliewatüüt” im engeren Sinne ist nur eine  von unendlich vielen denkbaren Spezifikationen eines bipolar über die Ursprungselektroden zweier Duracell-Häschen rückgekoppelten, U-Bootähnlichen Transportmittels auf nanoatomarer Ebene, welches sich durch eine Art reziproker Photosynthesekomplementärreaktion rückwärts zum allgemeinen Trend durch die Medienlandschaft schiebt. Hauptfunktion des so genannten “Fliewatüüt” (oder auch, wie es aber nur in Expertenkreisen genannt wird, dem “FC Bayern”) ist das Einsammeln silberner Schalen, wobei die Steuerungsfunktion derzeit an einen auf zwischendimensionaler Ebene existierenden, kinetisch retardierten Kapitänsgnom transferiert wurde.

6. Welche Assoziation verbindest du mit dem Wort beba?
Ein mongolisches Steppenpanorama mit einer Hand voll Camouflage - Jurten um welche herum ca. 59 nackte Massaikrieger auf DDR-Dreirädern ein Ausscheidungsrennen um eine weiße Schriftstellerin veranstalten. Florian Silbereisen fungiert dabei als Grit-Girl.

7. Beschreibe das vierte Kleidugsstück von rechts in deinem Kleiderschrank!
Was genau an “Russenmütz’” verstehst du nicht?!?

8. Wenn du dich zwischen einer Zwiebel, einem Eimer Wasser und einem Tintenkiller entscheiden müsste, was würdest du wählen?
Och nööööö, nicht schon wieder! Ich habs langsam satt andauernd die gleiche Entscheidung treffen zu müssen!

9. Schließe die Augen und nimm irgendetwas aus deinem Mülleimer. Was ist es und warum hast du es weggeworfen?
Also warum ich es wegwarf, das entzieht sich sowohl meinem Kurz- als auch meinem Langzeitgedächtnis. Allerdings handelt es sich um einen merkwürdig kühlen, ebenmäßig geschmiedeten Gliedmaßschmuck, gar gülden anzusehn! Je näher ich ihn betrachte, desto weniger bin ich bereit ihn wieder im Mülleimer zu versenken. Wie er glänzt, wie die dünnen Linien glühend das Geheimnis seiner Bestimmung kund tun... er ist zu mir gekommen... mein Eigen,  mein Schaaaaaaaatz!

10. Was steht auf der Rückseite deiner Armbanduhr?
“Für treue Verdienste um Queen und Vaterland! M.”

Samstag, 9. April 2011

IF YOU WANT BLOOD YOU'VE GOT IT

(AC *fucking* DC)

Kahvila! Während ich hier mein Käffchen zum frisch gestarteten Bundesligaradio genieße, habe ich beschlossen, hier mal für etwas Aufklärung zu sorgen. Ein Blog, quasi als Exklusivinformation für Nelja, die mich durch ihren Kommentar zu meinem letzten Freitags Füller ja erst darauf gebracht hat, dass es eventuell ja ganz praktisch wäre den real existierenden “Zombiezwerg” ein wenig näher zu beleuchten. Und da es hier nicht darum geht sich ein bunt verziertes, mit allem möglichen, unhandlichen Dekoramsch bekleistertes  Büchlein zusammen zu schmieden, sondern sich das Ganze eher um das Motto "Unser Zwerg soll schöner werden!" dreht, nimmt mein Blögchen für die nächsten Zeilen das übergeordnete Motto


DWARF - IMPULSE

an.

Also, das alles kam so: Eines Tages, vor zirka 4 Jahren, kramte ich mal wieder im mütterlichen Garten herum. Aus unerfindlichen Gründen bekam ich plötzlich einen der relativ vielzählig anwesenden Gartenzwerge meiner Mutter in die Finger.

EXKURS: Selbige verteilen wir jedes Frühjahr mehr oder weniger freiwillig im Garten (will heißen: Der LAG meiner Mutter schnappt sich bei den ersten Sonnenstrahlen des Jahres die grüne Plastewanne, in welcher wir die Dinger über den Winter verwahren und positioniert alle Zwerge an den neuralgischen Punkten des hinterhäusigen Privatbiotops. Alle Gartenzwerge? Nein, nicht alle... aber davon soll euch dies Geschichtlein ja künden. (Exkurs Ende)

Während ich den bunten Gesellen so betrachtete und ihn munter von einer Hand zur anderen sausen ließ, entwickelte sich folgender Dialog;

*saus-saus-saus*
Ich: “Ganz schön kitschig das Teil!”
Mutter: “Hmm!”
*saus-saus*
Ich: “Sollten wir vielleicht mal neu lackieren, wird langsam blaß!”
*saus(mitSalto)*
Mutter: “Lass ‘ne nur noch fallen!”
Ich: “Ach Quatsch!”

Das nächste Geräusch, welches die himmlische Stille des Gartens durchschnitt würde ein Comic-Zeichner wohl als “Klirr!!-Boing!!-Schepper!!!!” optisch kommunizieren. Nun, da lag er nun, zersprungen in nicht unbedingt tausend, aber immer noch in mehr als genug Scherben. Meine Mutter war nicht weiter verwundert über das Geschehene, ich glaube, sie hat es im Gegensatz zu mir, der ich ja von der eigenen Unfehlbarkeit schon ziemlich überzeugt bin, kommen sehen!  Ich klaubte die Fragmente des soeben eigenhändig ins Zwergennirvana gemeuchelten Tonkriegers zusammen und lagerte sie zunächst auf meiner Fensterbank. LAG war nicht sonderlich begeistert und wollte mich zu Schadenersatz verpflichten, ließ sich dann aber mit dem Versprechen, dass ich Kollege Zipfelgnom wieder zusammenkleistere und neu lackiere, am Ende dann doch beschwichtigen. So kam es dann auch, dass ich den Abend zunächst damit verbrachte den Leichnam dieses ästhetischen Gartenfurunkels mittels einer Tube Uhu wieder zu zusammen zu setzen. Als das getan war (ein paar Scherben fehlten... who cares?!?) mußte nur noch das Farbkonzept überdacht werden. Ich blickte also auf den geschundenen Leib des Gartenzwerges herab, von Lücken übersäht und mit dann doch recht gut sichtbaren Bruch- und Klebekanten überzogen lächelte er mich vorwurfsvoll an. Nein, sonderlich lebendig sah der Kamerad nicht aus! Also kam mir die Idee, der Lebensgeschichte dieses wiederauferstandenen Zierzwerges Tribut zu zollen und ihn als das zu brandmarken, was er auch ist: UNTOT!!!!!
Ich mischte mir, wie eine Typberaterin sagen würde, diverse “Erdtöne” für die Klamotten und ein gesundes Weißgrün für den Teint zusammen und schwang den Pinsel. Abschließend noch tiefrote Blutspuren großzügig auf dem Gesellen verteilt und als Tüpfelchen auf dem “i” fungierte ein selbst angefertigtes Grabkreuz mit der Inschrift “R.I.P. Zombiezwerg”. Das Resultat kann man dann hier bestaunen:
vor dem Einbringen ins Feld

natürlicher Lebensraum

Der Zombiezwerg erhebt sich aus seinem nassen Grab! (Schaufel = Kreuz... normaler Weise)

Was soll ich sagen... ich liebe meinen Zombiezwerg!! Seit vier Jahren sehe ich den Knilch als Kontrastpunkt im Garten vor sich hin spuken und kann mir jedes Mal, wenn ich an ihm vorbei gehe, ein breites Grinsen nicht verkneifen. Wie man allerdings auf den Fotos erahnen kann: Das Kreuz ist weg! Ich finde es einfach nicht wieder; ich habe da auch schon einen bösen Verdacht warum! Denn wie jedes Jahr mußte ich meinen Zombiezwerg eigenhändig in den Winterschlag tragen. Mamas LAG ignoriert in nämlich, ihm kommen nur  “anständige” Gartenzwerge in die Plastewanne, keine hellgrünen Rowdies mit blutverschmierten Bärten, die dann auch noch den eigenen Grabstein im Gepäck hatten. Dieses Jahr hatte ich das Kreuz soweit ich mich erinnere nämlich versehentlich zu den Spießerzwergen in die Wanne gelegt... und nun ist es weg. Mist! Aber gut, ich habe mir folgendes vor genommen:

ICH BAUE JETZT EINFACH EIN NOCH GRÖßERES KREUZ!!!!

Freitag, 8. April 2011

HA HA

(Emiliana Torrini)


Moinsen, der heutige Freitags Füller vom Buchbastelblog könnt ihr hier komplettiert studieren. Viel Spaß:

1. Ich bin so beeindruckt von den irrwitzigen Kombinationsmöglichkeiten, welche sich Schwarz-Gelb bei den gefühlten 292 Kabinettsumbildungen immer wieder zusammen halluziniert hat.

2. Guido is se most good Outingminister… oder nicht ?

3. Osterdekoration ersetzt nicht den Hasenbraten. 

4. Im Gegensatz zu DSDS sollte Scheißpapier gesamtgesellschaftlich einen höheren Prestigefaktor erhalten, denn da kommt es auf die Qualität an.

5. Gerade gestern habe ich mich auf das nächste, einzigartige „El Classico“ zwischen dem ruhmreichen FC Barcelona und diesen schneeweißen Ballschändern von Real Madrid gefreut; jetzt gibt’s davon gleich vier (!!!) bis Mai.

6. Liebe politisch korrekte Sportmedien, sehts endlich ein: Die Frauenfußball – WM ist ganz unwichtig.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf was Schickes zu Essen und eine ordentliche Portion Rumlungern auf der elterlichen Couch, morgen habe ich in den unergründlichen Tiefen des elterlichen Schuppens die umfassende Suche nach dem Grabkreuz meines Zombiegartenzwerges geplant und Sonntag möchte ich noch nicht an Montag denken!

Donnerstag, 7. April 2011

THE MAN COMES AROUND

(Johnny Cash)
""And I heard, as it were, the noise of thunder: One of the four beasts saying: “Come and see.” And I saw. And behold, a white horse."

Hoho… heute gibt’s mal was ganz was Verwegenes! Ein Experiment wenn man so will, einen Beitrag der Gegenwart und Phantasterei zu etwas vereint, was noch in der Vergangenheit wie Zukunftsmusik erschien! Ich habe da nämlich etwas Witziges gelesen, und zwar über ein Phänomen, das der schreibende Visionär vielsagend als „Mitmach-Internet“ oder „Web 2.0“ beschrieb. Hähh… fragte ich mich, was’n das?!? Und dann warf ich verrückter Hund doch meinen 4/86er an und googelte das mal auf meiner Windows 95 – Plattform bis mein 15 Zoll Monitor qualmend den Geist aufgab! Das ist ja durchaus… spannend! Nein, nicht nur spannend, gar sensationell würde ich sagen! Stellt euch das mal vor: Als virtueller Bürger ganztägig vernetzt mit allen Leuten die man gut leiden kann; und mit den ganzen anderen, den Volldeppen, gleich mit! Oder hier… wie heißt das noch mal… Blogs! Genau, Blogs! Tagebuch für alle quasi, wo jeder seinen Blödsinn publik machen kann; wie etwa ich!! Sensationell! Aber da hörts ja noch lange nicht auf, das „Web 2.0“, nahaaaiiiiiiiin, da geht’s ja gerade mal los! Ich finde das faszinierend! Gerade weil mich das so dermaßen vom Hocker gehaut haben tun tut, habe ich mich auf die Suche begeben, die Suche nach Wegen, wie ich mein kleines, manifestes Kuriositätenkabinett hier ein wenig interaktiv aufhübschen kann. Nach Wegen, wie ihr euch beteiligen könnt! Aber man muß auch etwas bieten, sonst ist interaktiv zwar schick, aber am Ende halt auch für’n Arsch, wie folgendes Beispiel zumindest „zaghaft andeutet“:

Klappt ja suuuper!
Also zermaterte ich mir den Schädel, geschlagene 2 Minuten war ich komplett ratlos! Ich wusste nicht, was ich hier mal zur Diskussion stellen könnte. Es sollte ja spannend und interessant sein, einen gewissen pädagogischen Effekt haben, euch was fürs Leben bringen und obendrein nicht unter die Gürtellinie gehen… zumindest nicht allzu weit (was im Übrigen 98% des Web 1.0 schon mal disqualifiziert). Aber dann griff ich auf eine der ältesten, aber nach wie vor legendärsten Online-Umfragen zurück an denen ich jemals teilnahm. Wer sich also beteiligen will, der kommentiere einfach und tue dort sein Ergebnis kund. Alternativ natürlich auch gerne in seinem Blog! Wer das nicht will, der kann den Test auch einfach nur zur freiwilligen Selbstkontrolle nutzen und sich als kleine Sofortmaßnahme ein Kantholz ins Schlafgemach stellen. Also klickt HIER um für den Fall der Fälle bereits eine Antwort auf folgende, überlebenswichtige Frage zu erhalten:

 
Mein aktuelles Ergebnis sieht übrigens so aus:


Hmm, war auch schon mal besser! Ich glaube, im Alter wird man langsam weich; das ist ein vom Survivalaspekt her natürlich ein Problem!  Es hätte mir eine Warnung sein sollen, als ich letztens bei der Wahl zwischen „Survival of the Dead“ und „Gamer“ erstmals nicht den Zombiefilm kaufte. Derlei Warnschüsse werde ich in Zukunft ernst nehmen; hoffentlich ist es noch nicht zu spät! Naja, viel Vergnügen jedenfalls bei dem Test. Ich muß erstmal das den Rasenmäher umschnallen („Party is over!“); draußen kratzt was an der Tür… und… oh… sagte ich drauß….arrrrg.alke-sjdföföksdölfksdklvsdfgfghhb……………………… …………………......... .................. ........ ... ....... ............. . . . . .                .   .                      .          .


"And I heard a voice in the midst of the four beasts, And I looked and behold: a pale horse. And his name, that sat on him, was Death. And Hell followed with him."

Mittwoch, 6. April 2011

CRITICAL MINUTE

 (Gluecifer)

Pffffffft!!! Kurzer Zwischenruf: DIE CHAMPIONS LEAGUE HAT BEGONNEN! Nein, das ist jetzt kein Scherz, sondern mein bitterer Ernst. OK, eigentlich begann sie ja schon mit dem Achtelfinale, aber selbst da war ja bis auf Barca vs. Arsenal eher Schmalhans Küchenmeister. Wer mir jetzt mit den Bayern gegen Inter als „Spitzenspiel“ kommen will, den verweise ich dezent auf die Bundesligatabelle und… naja, auf gestern halt! Diese Vorrunde kann man doch knicken, seitdem der Platini diese ganzen Kaschperclubs hinter den Karpaten vorgelockt und zu allem Überfluß auch noch mit Startberechtigungen ausgestattet hat. Überlegt mal: Da spielen solche Granaten wie Zilnia, Cluj, oder Tel Aviv plötzlich mit. Natürlich kommen die nicht weiter, aber immerhin dürfen die Kollegen Halbprofis sich sechs Spiele lang die Hucke von Europas Fußballelite voll hauen lassen… großartig :-P! Das Dingen dann auch noch unter dem Titel „Champions League“ laufen zu lassen ist doch Etikettenschwindel. Die Vorrunde überstehen dann doch eh nur die Arrivierten (und Kopenhagen, das muss man auch mal zugeben)! Selbige reduzieren sich dann Stück für Stück in den ersten wirklich hochklassigen Spielen des Wettbewerbs, bis dieser ballzentrierte Eindampfungsprozeß nur noch den Titelträger übrig lässt. DAS ist dann spannend und ansehnlich! Dieses Vorgeplänkel ist bisweilen peinlich. Man mag zwar im bereich der Geographie etwas dazu lernen, nur was nutzt es einem schon, wenn man weiß, wo Cluj liegt?! Damit gewinnt man auch keinen Blumentopf.
Es gab mal Zeiten, da konnte man in der Champions League eine Vor- UND eine Zwischenrunde mit attraktivem Fußball füllen. Damals wurde noch nicht jeder ehemalige Armeesportclub des Ostblocks gleich mit nem Startrecht ausgestattet, nur weil man "neue Märkte" erschließen wollte. Beispiel gefällig? Klar, hier mal die Vorrunde der Saison 2002/2003; die Clubs sind gemäß Tabellenstand sortiert, man achte besonders auf Gruppe G!

Gruppe A                                           Gruppe B
FC Valencia                                       Arsenal London
FC Basel                                            Borussia Dortmund
FC Liverpool                                      AJ Auxerre
Spartak Moskau                                 PSV Eindhoven


Gruppe C                                           Gruppe D
Real Madrid                                      Inter Milan
AS Roma                                          Ajax Amsterdam
AEK Athen                                       Olympique Lyon
KRC Genk                                        Rosenborg Trondheim

Gruppe E                                           Gruppe F
Juventus Turin                                   Manchester United
Newcastle United                              Bayer 04 Leverkusen
Dinamo Kiew                                    Maccabi Haifa
Feyenoord Rotterdam                       Olympiakos Piräus

Gruppe G
AC Milan
Deportivo La Coruna
RC Lens
FC Bayern München (Tabellenletzter mit 2 Punkten!! *lmao*)

Gruppe H
FC BARCELONA
Lokomotive Moskau
FC Brugge
Galatasaray Istanbul

Klar sind da auch ein paar Krampen dabei, aber das liest sich alles immer noch besser als die Teilnehmer dieses Jahres. Außerdem hatten die an sich lächerlichen Hobbyvereine damals noch realistische Chancen aufs Weiterkommen, wie Lokomotive Moskau, der FC Basel oder Real Madrid beweisen.
Jedenfalls waren das noch Zeiten *seufz*, *hach*, *nostalgischWerd*! Aber seit dieser unseligen „Reform“, wird die schöne, schöne Champions League verwässert. Ich bin da ganz ehrlich: Mir ist das total bummi, ob diese Steppenbolzer und Taigakicker auch „an die Fleischtöpfe“ wollen oder nicht, die haben da einfach nix zu suchen! Ich will meine hochklassige CL wieder haben mit haufenweise Top-Clubs und spannenden Spielen, nicht dieses „Betreute Kicken“, in das das ganze bisweilen ausartet wenn der ruhmreiche FC Barcelona auf Traktor Kabufftschik trifft und die aus Mitleid nur einstellig nach Hause schickt, das macht nämlich auch keinen Spaß das dann mit anzusehen! Meiner Meinung nach sollten sich diese komischen Vereine, wenn sie denn schon dabei sein wollen, einfach sportlich dafür qualifizieren. In einer "Champions League" sollen nunmal nur die besten Clubs Europas spielen und die, die nicht zu diesen gehören, nun... die ham' halt Pech gehabt! Die sollen mal schön in der Euro-League-Quali scheitern, wie sich das gehört!

Jedenfalls ging es gestern im Viertelfinale endlich los, das ganze Laufvolk war eliminiert und es stehen nur noch Mannschaften auf dem Platz, die was von Fußball verstehen (naja, und  eben Schalke). Die nächsten Wochen werden fußballerisch endlich wieder ansehnlich und spannend will ich hoffen. Heute Abend werde ich es mir jedenfalls erst einmal vorm Fernseher gemütlich machen und mir die „Battle of Britain“ reinziehen! Chelsea vs. ManU, das hat doch mal einen ordentlichen Klang! Das klingt nach großer Fußballbühne, statt nach Entwicklungshilfeprojekt!

In diesem Sinne: Auf einen würdigen, katalanischen Titelträger 2011!

Montag, 4. April 2011

SPACESHIP LANDING

(Kyuss)

Prost! Heute also der bereits angekündigte zweite Teil meines Wochenendausflugsberichtes. Vom mordsmäßig interessanten Kulturteil des Tages, kombiniert mit gepflegtem Flanieren oder vielmehr „Lustwandeln“ durch den klaffenbachschen Schlossgarten habe ich euch ja bereits HIER ein gar vergnüglich Liedchen gesummt. Als wir die Ausstellung nun durchwandert und den Stimmungskahvi geschlürft hatten wollten wir die Zeit zum geplanten Essen gehen noch mit etwas seichter Unterhaltung überbrücken. Wir hatten uns bereits ein kleines Event ausgeguckt, welches unweit meiner eigenen vier Wände in der Arena steigen sollte: Den Nachtflohmarkt. Gut, wir besuchten ihn am frühen Abend, aber das sollte bei einer Indoor-Veranstaltung auch kaum einen Unterschied machen. Als ich beim Durchforsten des umfangreichen Eventkataloges meiner Heimatstadt hier auf die Ankündigung stieß, durchfloß mich sofort ein Gefühl von „das klingt witzig“ und so beschlossen wir spontan, daß wir uns dem Ganzen mal mit unserer Anwesenheit eine nicht zu unterschätzende Aufwertung angedeihen lassen. Also fix wieder ins Auto geschwungen und die Arena angesteuert. Dort erstmal einen Wuchereuro in eine Parkgelegenheit investiert und sich über den dann doch recht prall gefüllten Parkplatz gewundert. Es ist ja nicht so, daß ich diesen Nachtflohmarkt sonderlich ernst genommen hätte, vielleicht war ich eben deshalb ein wenig überrascht. Als wir uns in der Gluthitze des zweiten Apriltages dem Eingangstor näherten, merkten wir aber schon, daß das ein wenig… naja… befremdlich werden würde. Es kommt ja weiß Gott nicht vor, daß ich in meinem Freizeitaufzug als „Normalo“ auffalle, aber da zeichnete es sich schon ab, daß ich mit meinem LSD-bunten Bullgod – T-Shirt mit dickem „Superjudge“ – Aufdruck von Monster Magnet ein wenig overdressed sein würde. Gut, vielleicht war es auch meine angeborene Abneigung gegen Gürteltaschen, Vokuhilas und ausgewaschene „Chemiesee-Shirts“ vom Tschechenmarkt, die es mir unmöglich machte mich ins Gesamtbild einzufügen! Wie auch immer, wir waren so etwas wie die letzten Repräsentanten dessen, was man landläufig als „intakten Genpool“ kennt. Wir betraten also die große Halle der Arena und fanden uns in so etwas wie einem Paralleluniversum wieder. Was wir erwartet hatten, das waren die endlosen Reihen von Tapeziertischen, auf denen deren Besitzer mehr oder weniger koordiniert jedweden denkbaren Ramsch ausgebreitet hatten. Womit wir allerdings nicht rechneten, waren eben jene Tapeziertischramschpräsentationsflohmarktstandbesitzer selbst. Das ist keine Verkaufsveranstaltung, das ist so etwas wie ne Freak-Convention; unglaublich. Erstmal hatten da ausnahmslos alle Jogginghosen an! Das ist, so glaube ich mit meinem laienhaften Sachverstand, auch das Alleinstellungsmerkmal der reisenden Händler, welches sie von ihren Kunden unterscheidet. Diese scheinen sich nämlich auf überweite, ausgeleierte Gummizugjeans eingeschossen zu haben, wie sie vor 20 Jahren über die frisch geöffnete Ost-West-Grenze schwappten. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, daß die meisten der dort präsentierten Buchsen sogar aus der ersten Auflage dieses nachwendigen Modefauxpas stammten. Wahrscheinlich haben die so ne Art mentales Echtheitszertifikat für die Dinger; so nach dem Motto:

„Boa, das ist das Modell Bierranzen 43b, oder?!?“
„Joa *zieht sich stolz den Hosenbund unter die Achseln*! Dit is die erste, die vom Lasta runta verkooft wurde, glob mir! Direkt uffm Alex am 5.11.1990, der Verkäufa hieß Uwe und hatte Schuhgröße 43, wa!“

Gut, aber wenigstens machte es uns das einfacher, Verkäufer und Käufer zu unterscheiden. Das war schon einmal so etwas wie die Grundlage. Ansonsten wurden dort Polohemden und T-Shirts aufgetragen, die aussahen, als würde sie selbst das Rote Kreuz noch spenden. Da gab es Muster und Motive, für die sich selbst Kik schämen würde, wenn sie sie denn im Sortiment haben würden! Krass. Grün-blaue Querstreifen mit ehemals weißen Umrandungen (jetzt in ein gesundes Mittelstrahlgelb übergehend) bei Polohemden wurden über imposante 180 Kilogramm (gleichmäßig unvorteilhaft über geschätzte 1,72 Meter Körpergröße verteilt) gezerrt; kombiniert mit einer aus neongrüngelbblauer Ballonseide gewebter Trainingshose wurde das Gesamtbild dann von Badeschlappen und einer Camouflage-Gürteltasche abgerundet. Selbige dient dann dazu, die unschätzbaren Reichtümer zu horten, welche man durch das Verschachern seines angestaubten Vorkriegstandes so anhäuft. Dem entsprechend klappert der Koloß dann auch mit zunehmender Flohmarktdauer mehr und mehr aus dem Schritt, wenn er sich hinter seinem Gabentisch von Kunde zu Kunde schiebt.
Was die Waren angeht… es gibt nichts, was es da nicht gibt! Allerdings auch nichts, was man braucht. Geht schon mal damit los, daß die Standbetreiber ihren eigenen Dresscode unters Volk bringen wollen; geht weiter mit uralten komplett uninteressanten Büchern; solcherlei Schwarten, bei denen Analphabetismus die letzte Zuflucht der Intelligenz ist. Dann natürlich Küchengeräte, Blechschilder, Porzellanfiguren, Blechschilder mit Porzellanfiguren, Hocker, Schemel, Gläser, ranzige Kelche, Karaffen, Nachttöpfe, Werbekugelschreiber, schöne aber verkeimte Bilderrahmen mit hässlichen Bildern, hässliche Bilderrahmen mit noch hässlicheren Bildern, Schuhen und die unvermeidlichen DDR-Fahnen. Es gibt keinen anerkannten Flohmarkt im Bundesgebiet, auf dem nicht mindestens eine DDR-Fahne feilgeboten wird glaube ich. Das ist so ne Art Zertifizierungsvoraussetzung. Hin und wieder hat einer dieser Trödeldetlefs dann noch heimlich die eine oder andere Weltkriegsmemorabilia verstohlen unter seinen Plunder gemischt… vielleicht siehts ja keiner! Klar, fällt ja auch nicht weiter auf, wenn da ein Wehrmachtsstahlhelm auf dem Wäschetrockner hängt oder gleich im Dutzend Ortsausgangsschilder diverser „Schutzgebiete“ ausliegen. Besonders in Kombination mit der DDR-Fahne ein Brüller! Jedenfalls genoss ich die Freakshow dann doch irgendwie, war schon verdammt strange sich in dieser Freakshow frei bewegen zu können. Ich kann euch allen nur empfehlen euch das auch mal zu geben, wenn dieses lebende Kuriositätenkabinett in eure Nähe zieht, ihr seht Menschen, die mutmaßlich seit den frühen 80ern optisch und modisch durch beängstigende Konstanz bestechen. Richtig krass!!!

Achso, ja, etwas gekauft habe ich natürlich auch. Beim Preis von 50 Cent für die Sechserpackung warn es mir dann auch zu blöd noch zu handeln und ich  reichte dem fahrenden Handelsmann den Fuftscher quasi ungefeilscht. Ich erstand etwas für meinen Balkon, was ich allerdings unter Zuhilfenahme meiner Acrylfarben und einer ordentlichen Portion Klarlack noch optisch anpassen muß. Aber bereits unverschönert, so finde ich, geben die sechs Gesellen bereits ein ordentlich skurriles Bild ab! Insbesondere, da es sich um den Inbegriff bundesdeutscher Spießigkeit handelt. Da ich nicht weiß, wie ich euch das Ganze politisch korrekt beschreiben kann ohne anzuecken, werde ich einfach nur ein wertneutrales Foto posten. Was ihr und eure Wahrnehmung daraus machen, dafür müsst ihr euch dann selber schämen:
Multi-Kulti-Zwerge
 

Sonntag, 3. April 2011

OVERKILL

(Motörhead)

Hallöchen! Heute gibt’s mal einen kleinen Bericht von so einer Art Sonntagsausflug, der sich allerdings quasi subsonntäglich am gestrigen Tage ereignete. Wie ihr HIER nachlesen könnt war ich mitnichten alleine unterwegs. Versteht diesen Blog heute daher vor allem als Ergänzung zu Pittis Bericht.

Immerhin hatten wir es mit dem ersten ernst zu nehmenden Frühlingswochenende hier in der Stadt der Moderne zu tun, was es entsprechend zu genießen galt. So reifte dann der Plan eines kleinen Kultur- und Kahviausfluges ins suburbane Umland, welcher uns zielsicher zum Wasserschloß Klaffenbach führte. Einerseits sind solcherlei Schloßbesuche generell eine gute Idee, insbesondere bei schönem Wetter, andererseits wollten wir endlich einmal die Gelegenheit nutzen und eine schon lange für „interessant“ befundene Ausstellung besuchen. Daß es sich, sofern ich es als „interessant“ bezeichne, nicht um handbemalte Porzellanschmetterlinge aus der Sammlung eines südchinesischen Privatsammlers handelt, ist eh klar. Es war in gewisser Weise wesentlich elementarer:

Ausstellugnsbanner am Schloßeingang.
Zunächst durchschritten wir aber bei schickem Aprilwetter den Schlossgarten und ließen uns die frisch erwachte Sonne auf den Pelz brennen. 

Sonnentag

Heitere Schloßimpression
Als wir damit fertig waren enterten wir das Schloß. Die Ausstellung an sich war großartig aufgebaut, wie Pitti bereits schrieb, wurden wir mehr als positiv überrascht. Es war kein Sammelsurium obskurer Ausstellungsstücke, welche man in unendliche Reihen steriler Vitrinen gepfercht hatte, sondern eher sorgfältig ausgewählte Stücke, die mit Text / Video / Audio – Elementen passend untermalt und aufgehübscht wurden. Die Brisanz bezogen sie daher eher aus der Kombination der ganzen eingesetzten Medien. Thematisch wurde auch ein sehr breites Spektrum abgedeckt, wobei auch bei den schwierigsten Sujets darauf verzichtet wurde offen zu werten oder zu verurteilen; vielmehr wurden Fragen aufgeworfen, die jeder selber für sich zu beantworten hatte. Beeindruckend fand ich für meinen Teil den Schwerpunkt „Serienkiller“. Das wurde nicht, wie man vermuten könnte, mit allerlei Objekten und Beweisstücken untermauert, wie einige andere Themen, sondern recht schlicht präsentiert.

Corporate Design der Ausstellung... hat etwas von Star Trek TNG

Statt irgendwelcher blutgetränkter Exponate wurde auf ausklappbaren Infotafeln sachlich über acht der berüchtigtsten Serientäter, von Jack the Ripper bis Ted Bundy, berichtet. An den Wänden des Pavillions – die Themenkomplexe wurden jeweils in abgetrennten Pavillions präsentiert – hatte man jeweils Vitrinen mit „Fanartikeln“, Internet-Erwerbungen und filmischen Verarbeitungen platziert. Extrem clever fand ich dabei den Einfall, daß man jedem dieser Serienkiller ein eigenes „Logo“ verpasste. Der Namenszug erschien jeweils als bestimmtes Design, als „Handschrift“ wenn man so will; in Verbindung mit den präsentierten Memorabilia der Internet-„Fangemeinde“, zumeist mindestens ein T-Shirt dabei, lag aber auch die Assoziation zum Designer recht nahe.
Ähnliches durchzog jeden Themenbereich. Großartige Umsetzung wie ich fand und jeden Cent wert. Als wir 2 Stunden nachdem wir die Ausstellung betraten das Schloß wieder verließen, werteten wir diesen Besuch als vollen Erfolg. Wer die Möglichkeit hat, der sollte die Ausstellung in der nächsten Zeit unbedingt besuchen. Erfrischend ist vor allem die Anregung doch mal bitte mit zu denken. Nicht nur konsumieren, sondern auch mal reflektieren und sich die eigene Meinung bilden. Mitunter wird einem auch mal vor Augen geführt, wie abgestumpft unsere Medienlandschaft mitunter ist; wie sich die Medien mit voyeuristischen Sensationsmeldungen überschlagen und was das vor allem für Auswirkungen auf uns hat was deren Wahrnehmung angeht. Sehr erfrischend und auch zum Teil erschreckend, wie gesagt. Hier mal ein paar fotografische Beispiele:
Stichwort "Tod und Ökonomie"; tja, wer hats gesagt liebe Soziologen?! ;-)

Flagge vom WTC

Selbsterklärend.
 Jedenfalls war der Kahvi in der Sonne...


 ... im Anschluß mehr als nötig um sich wieder gediegen auf den rstlichen Sonnensamstag einzustimmen und die nächsten Etappen, nämlich Nachtflohmarkt und Essen gehen, frohen Mutes in Angriff zu nehmen. Dazu aber ein anderes Mal mehr; glaubt mir, gerade zum Flohmarkt gibt es so einiges zu sagen. Streckenweise hätte ich mir gewünscht, mit dem GVH und dem guten, alten Cafétentagebuch nebst der von uns entwickelten und zertifizierten Spackenwertung über diesem bunten Treiben zu wachen… wir hätten die zweistelligen Wertungen im Dutzend verteilt, glaubt mir!

Samstag, 2. April 2011

THE HAND THAT FEEDS

(Nine Inch Nails)

Sagt mal, wie arm im Geiste und reich an bösartiger Triebhaftigkeit muß man eigentlich sein um „Society Experte“ zu werden? Seit mehreren Jahren gehen mir diese Hexen aber wirklich so was von auf den Geist… es ist unglaublich. Habt ihr beispielsweise schon mal gesehen, wie eine dieser Figuren sich vor laufender Kamera gebärdet? Das ist, ebenso wie der „Society Experte“ an sich, einfach nur widerlich! Meist sind das überschminkte alte Schrauben, welche sich das feiste Grinsen vom Onkel Doktor persönlich in die runzelige Kopfhaut haben fräsen lasen (was zwar offensichtlich ist, die Delinquenten selbst aber selten zugeben). Der ergraute Skalp wird mit einem möglichst naturfernen Platinblond übertüncht und mit einem Schnitt versehen, welcher sich optisch wahrscheinlich an den aktuellen Frisurtrends der Bravogeneration orientieren soll. Da der vorherrschende Kontrast zwischen Haupthaar und knitterigem Antlitz den Zuschauer aber mit der blanken Wahrheit über den Abnutzungsgrad der Gesamtperson konfrontiert, ist dieser haarige Kunstgriff zum Scheitern verurteilt. Außerdem klaffen Anspruch und Wirklichkeit auch bei der Wahl des Kammschwingers meilenweit auseinander. Wo sich die Promigattin mit einem originalen, fein gelegten, mit flinker Schere handsignierten „Udo-Walz“ auf der Rübe glamourös über den roten Teppich schiebt, sehen die aus Kostengründen von polnischen Pauschalkräften angefertigten Häupter jener „Society Expertinnen“ oftmals aus, als hätte der Figaro lediglich nach Gehör geschnitten. Komplettiert wird das Erscheinungsbild dieser modernen Verbalinquisitoren dann durch irgend einen billig zusammen gehäkelten Fummel aus Fernost, welcher sich optisch an das neueste Modell einer der großen Klamottenschmieden der Haute Couture anlehnen soll. Doch statt das brandzeichenartige Edellogo von „Coco Chanel“, „D&G“ oder gar „Yves St. Laurent“ zu tragen, wurde vom sinischen Fabrikarbeiter eine Nylonfähnchen mit  dem verräterischen Aufdruck „Louis Futton“ an den Kragen getackert. Aber Hauptsache der bunte Fetzen täuscht den hirntoten Konsumenten am anderen Ende der Mattscheibe für die jämmerlichen 15 Minuten Aufmerksamkeit, welche man diesen Gestalten zugesteht, über die Armseligkeit der Trägerin hinweg. Sagte ich beim Kleid schon „komplettiert“? Ja? Nun, stimmt nicht ganz. Denn so der jahrelange Ärger über die Nutzlosigkeit des eigenen Seins haben auch optische Spuren hinterlassen, welche vom sendereigenen Restauratorenteam erstmal behoben werden müssen. So gilt es den krummen Buckel zu kaschieren, welchen der ergonomisch ungünstige, aber für unsere „Society Expertin“ als Transportmittel unerlässliche Besen ins Rückgrat gezaubert hat. Auch die tiefen Falten, welche Hass , Neid und Missgunst über Jahrzehnte in die Gesichtshaut fraßen, müssten aufwändig und unter Zuhilfenahme mehrerer Tuben Fugenkitt und einer stadionartigen Ausleuchtung innerhalb der Studioräume erst einmal übertüncht werden. So kommt es dann auch,  daß diese Giftspritzen, während sie über eine eigentlich mehr als banale Geste eines C-Promis herziehen, die Teintfarbe eines Magnesiumfeuers aufweisen. Ist die zentimeterdicke Schicht Spachtelmasse erst einmal aufgetragen, wird noch mittels des 1,95€ - Schminksets von „Kik“ versucht so etwas Ähnliches wie menschlichte Züge auf diesem unförmigen Klumpen anzudeuten. Gegen das Ergebnis wirkt zumeist das Make-Up des Joker noch natürlich.
Ist das Kunstobjekt erschaffen, wird es vom Regieassistenten persönlich vor die Kamera geschoben, wo es mit der Mimik eines Mähdreschers die News aus der Welt der „Stars und Sternchen“ wahlweise präsentieren oder kommentieren darf. Man sollte unbedingt darauf hinweisen, daß diese gescheiterten Existenzen dabei zumeist von einem tiefen inneren Gram über das eigene Versagen getrieben werden. Sie müssen nun zusehen, wie andere Leute das Leben führen, was sich unsere „Society Schachteln“ eigentlich selbst erträumt, jedoch nie erreicht haben. Mich wundert es nicht, denn mit einem Menschen, dessen Charakter verkommen genug ist um diesen sozioökonomisch vollkommen überflüssigen Beruf zu ergreifen, belastet sich doch kein C-Promi freiwillig… oder sagen wirs plakativ: Wir reden hier über Frauen, die selbst Charly Sheen im Vollrausch verschmähen würde! Und DAS WISSEN DIE; und das MACHT DIE FERTIG!!! Glaubt mir! Das können diese Geräte nicht verkraften, deshalb tun sie alles, aber auch wirklich alles, um eben jene zu ruinieren oder wenigstens per Rufmord veritabel zu schädigen, auf die sie doch eigentlich unsagbar neidisch sind. Sie werden auch nicht aufgeben, bis sie ihr Opfer auf ihr eigenes Niveau herunter gezogen und anschließend eigenhändig noch ein bis zwei Etagen tiefer geschleift haben (wir reden hier von einer Art Keller und dem Keller des Kellers in einem unterirdischen Bunker) wo sie es dann meckernd und keifend verhöhnen können. Gott sei dank funktioniert das so gut wie nie, denn so tief wie diese Charity- Baba - Jagas gesunken sind, kann schon jetzt kein U-Boot mehr tauchen; aber diese angepinselten Vetteln versuchen es trotzdem weiter; in ihrem Erdloch hockend und sich im Schmutz suhlend ist ihnen jedes Mittel recht.
Wenn die Giftpfeile verschleudert und der eigene Weltschmerz um ein vielfaches potenziert erfolgreich auf seine Mitmenschen projiziert wurden, wird Madame dann wieder aus dem Studio und zurück in ihr Kellerverließ gerollt, wo eine Herde Senderpraktikanten die nächsten 15 Stunden damit beschäftigt ist, der ausgelaugten aber immer noch gefährlichen Humantretmine die Schminke aus der Visage zu meißeln. Schließlich muß sich die verhornte, von nässenden Runzeln übersäte Lederhaut unseres menschgewordenen Pestrattenschrecks auch irgendwann einmal von all dem erholen.

So regeneriert dieses Geschwür des modernen Journalismus also im Halbdunkel bis zu nächsten Sendung vor sich hin; ernährt sich nur von Ungeziefer und der „Bunten“ und schöpft neue Kraft. Irgendwann wird es dann von seinem Redaktionsleiter wieder gerufen und ans gleißende Licht der Öffentlichkeit gezerrt, wo es wieder über all jene herfällt, die es eigentlich nichts angehen. Wann das sein wird, das weiß keiner so genau, außer mir versteht sich. Denn noch diesen Monat werden sich diese verabscheuungswürdigen Wesen damit anfangen sich zu verpuppen. Spätestens am 29.04.2011 werden sie sich dann aus ihrem selbst gesponnenen Kokon heraus nagen und als sich als finsterere Gucci – Gargoyles in die Lüfte schwingen. Sie werden sich gen Londinium erheben um dort einem jungen Thronfolgerpaar den Hochzeitstag mir ihrer Anwesenheit zu versauen! Wir, die wir aufgeklärt und vernünftig sind, sollten diese Chance schleunigst beim Schopfe packen. All diese Nerven zerfetzenden Untiere werden im fernen Tommyland verweilen und es, während sie sich am heraufziehenden Unheil der frisch Vermählten laben welches sie zu sehen glauben, gar nicht merkten, wie wir unsere Luftabwehr in Stellung bringen um die flügelschwingenden Individualterroristen gebührend zu empfangen! Sollten sie es dennoch merken und in England bleiben, tja, dann kanns uns auch egal sein. Hauptsache, wir sind dieses Elend los!