Freitag, 16. Dezember 2011

BUGS

(Pearl Jam)

Vor ein paar Wochen gab es hierzulande einen kleinen Volksentscheid im noch viel kleineren BaWü in dem es um ein Sujet im wiederum mickrigen Stuttgart ging. Mensch und Tier waren nach monatelangem Hickhack dazu aufgerufen, per Volksentscheid über die Umsetzung eines Bahnhofsbauprojektes abzustimmen. Die Ironie an der Sache war, daß ausgerechnet die, die uns mit Trillerpfeife und selbst geklöppeltem Protestplakat über Wochen erzählten, daß es nichts Demokratischeres als eben diesen Volksentscheid gibt, diesen dann auch sang und klanglos verloren. Anstatt die Blama… Niederlage einzugestehen, wurde dann auf die “jetzt erst recht” – Pauke gehauen. Nur der Obermotz der gewollt Bahnhofslosen, der nicht zuletzt wegen diesem Thema frech der alteingesessenen CDU die Macht mappuste, Kretschmann sein Name, stand mit einer Mine als hätte man eben seinen Hamster überfahren vor den Kameras und (Achtung, Brüller: ) “stellte die Weichen für den Neubau”. 

Man hatte nun wirklich ALLES menschenmögliche versucht um das Projekt aufzuhalten. Man hatte demonstriert, protestiert, argumentiert, fantasiert, sabotiert, prozessiert; schließlich geschlichtet und am Anfang hatte man sogar versucht, die Baupläne mehrere Jahre im Planungsbüro zu ignorieren. (Vielleicht erhoffte man sich, daß sie sich dabei vom Desinteresse in die Depression getrieben hinter ein Auto werfen würden… man weiß es nicht genau.) Außerdem schaltete man die Medien ein und kloppte sich tagein tagaus in den unzähligen Polit – Talkshows der öffentlich restlichen Anstalten mit Bauherren, Bahnchefs, Stadtplanern und allem, was grade mal keine Trillerpfeife um den Hals hängen hatte. Man erfand sich selbst neu als “Wutbürger” und heimste dafür auch noch Ehrungen und Preise ein. Auch brachte man geschätzten 86,74% der Bevölkerung bei, was der Unterschied zwischen einem “Kopfbahnhof” und einem “Durchgangsbahnhof” ist. Nur war nicht so ganz klar, warum der eine nun besser sein soll als der andere und umgekehrt; aber man ritt halt auf dem Thema rum. Ich für meinen Teil kenne den Stuttgarter Bahnhof und… ganz ehrlich… ich finde das Teil unmodern und überholt. Zumindest von innen. Da hat ja selbst Chemnitz einen schickeren Bahnhof zu bieten, oder wenigstens einen funktionaleren. Außerdem finde ich Kopfbahnhöfe überholt, aus einer Stadt wie Stuttgart möchte man nämlich auch mal wieder weg kommen oder zumindest schnell durchbrettern können um das optische Elend nicht mehr ertragen zu müssen; das Auge leidet nämlich auch mit. Am Ende stand, wie gesagt, der Volksentscheid. Das goldene Kalb der Demokratie setzte im großen Kuhfladenbingo um den Baustopp seinen unumstößlichen Ergebnishaufen auf “Abriß”! Mitbestimmung deluxe war das, eine demokratische Gesellschaft kennt eigentlich kein mächtigeres Instrument um den Volkeswillen zu ergründen und dann umzusetzen. Der Volksentscheid ist für die Demokratie sozusagen so etwas wie die 10 Gebote für die katholische Kirche: Ein erstrebenswerter Leitfaden, welcher aber aus ökonomischen oder hedonistischen Gründen praktisch nie umgesetzt wird. Der Volksentscheid – nennen wir das Kind beim Namen – ist praktisch wie das uneheliche, hyperaktive Kind von Batman & Superman: Eine unaufhaltsame Kampfmaschine, welche einfach alle anderen Hindernisse entweder hinwegprügelt oder mit technischen Finessen zumindest effektvoll beseitigt und somit als praktisch “unbesiegbar” gelten darf.

OK, so sehen wir das und so würden es vor allem die politischen Entscheidungsträger gerne sehen. Aber es gibt – wie bei jedem Superhelden – auch immer noch einen Gegenspieler. Einen Antagonist, der mindestens genau so mächtig, aber eben auch skrupellos und verschlagen ist.  Jemand, der unseren tollen Volksentscheid durch kluge Planung in seinem Votecave zu überraschen versteht. Jemand, der genau das richtige Timing hat um ihn mit runtergelassenen Votumhosen zu erwischen und ihn dann wie aus dem Nichts zu besiegen. Heute lernten wir diesen übermächtigen Superschurken kennen. Aus einem deutschen Gerichtssaal kriechend sprang er dem Volksentscheid an die Gurgel und machte ihn ohne viel Federlesen einfach mal kalt! Wer, mögt ihr euch nun fragen, wer ist denn sooooooo mächtig und gerissen, daß er den strahlenden Helden “Volksentscheid” in seiner güldenen Mehrheitsrüstung zu bezwingen vermag?! JA WEEEEER?!?!? Nun, die Antwort ist einfach: Es ist ein kriminelles Superhirn, welches stets im Verborgenen bleibt und nur selten sein Antlitz der Menschheit gegenüber enthüllt. Es ist der Fädenzieher im Hintergrund, ein Gangstergenie, dem die ganze Mafia gehorcht. Nein, ich rede nicht vom Joker, von Pinguin oder dem Riddler… unser boshaftes Genie firmiert unter dem angsteinflösenden Pseudonym

DER JUCHTENKÄFER!

Donnerstag, 15. Dezember 2011

GONNA SEE MY FRIENDS – MY WEEK WITH PEARL JAM

(Pearl Jam)
Nachdem ihr das alle miterleben und –erleiden durftet, durch welche organisatorische Hölle mich meine Lieblingsband diese Woche geschickt hat, möchte ich euch auch noch das Happy End verkünden! Denn nach folgendem Drama in fünf Akten:
1. AKT
2. AKT
3. AKT
4. AKT
5. AKT
Kam am Ende dann doch noch die nicht mehr für möglich gehaltene Erlösung; das Happy End! MsPittili gebührt das Extralob in Gold am blauen Band dafür, daß sie für mich und meine Schwester heute Vormittag heldenhaft die Innenraumtickets für Berlin erstand! An Stockholm, der scheinbar beliebtesten Show der Tour bei den Fans und zudem noch der, zu welcher sie auch unbedingt mit wollte, scheiterte sie aber. Der Ansturm war einfach zu groß. Ich hatte also was gut zu machen und klemmte mich nach Feierabend – so gegen 5 – hinter die Tastatur. Aber die Show blieb “Sold Out”; zunächst ging gar nix mehr. Ab und zu schneite eine Einzelkarte in den Verkauf, aber das kam ja gar nicht in Frage. Nachdem ich zwischendurch frustriert ein Stündchen in der Badewanne und in meinem derzeitigen Lesestöffchen versunken war, kehrte ich an den Rechner zurück und… drückte wie so oft in den letzten Tagen “F5” und BLUBB… hatte zwei Karten für die Ericsson Globe Arena zu Stockholm im Einkaufswagen! Dann kam zwar noch ein kleiner Kampf mit der Kreditkarte und der schwedischen Sprache (deutsche Anbieter gabs nicht und die Englischübersetzung ist… naja… partiell von tiefer Suboptimalität geprägt) dazwischen aber am Ende hatte ich es geschafft und uns den Vorwand für unseren geplanten Wochenendtrip in die schwedische Hauptstadt gesichert. Ich freue mich! Zur Feier des Abends genieße ich gerade einen Laphroig Quarter Cask – mein Liebling aus meinem derzeitigen Whiskyregal – und kann jetzt bestimmt gleich göttlich schlummern. Alles ist gut geworden mit den Tickets, Gott sei Dank!
Bis in Bälde,
Der Even!

PS: Hier mal die Halle in Stockholm… ein Schmuckstück!

P.P.S: Ja, das da oben auf der weißen Kugel ist ein uriges, schwedisches Landhäuschen. Zwinkerndes Smiley Ein Landhäuschen auf dem offiziell “größten kugelförmigen Gebäude der Welt”!

TIME MACHINE

(Monster Magnet)
Männer, kennt ihr das auch: Ihr geht durch einen belöiebigen Media Markt / Saturn / Promarkt / Medi Max / Expert / whatever und bleibt in der DVD-Abteilung bei den Angeboten hängen. Ihr kämpft euch erst einmal an diversen Vampir-Schmachtfetzen vorbei, an dümmlichen Teenie-Komödien, wo das Niveau noch tiefer hängt als die Schlüpfer der Protagonisten und kommt schließlich zum Wühltisch der Ramschangebote. Man mag ja meinen, daß das filmischer Ausschuß ist, der sogar B-Movie Nerds zu beknackt ist. Aber da irrt man sich. Ich für meinen Teil war heute im ProMarkt und stand vor besagter Auslage. Als ich das Angebot studierte, beschloß ich kurzerhand als kleines Trostpflaster für die nicht erstandenen Stockholm – Tickets (ich möchte betonen: NOCH nicht erstandenen) dank der Herren vom TenClub und Crowd*fucking*surge (Winchester-Boys would say: “Evil sons of bitches!”) mal eben nen Zwanni zu investieren. Also neunzehn Euro und siebenundneunzig Cent um genau zu sein. Was da verramscht wurde, das war schlicht und ergreifend cineastischer Kult und Kinoprogramm meiner Kindheit. Für besagten Preis erhielt ich insgesamt 7 Filme! Zunächst “Zurück in die Zukunft I – III”. Wer kennt und liebt ihn nicht, den launigen Zeitreise-Klamauk mit Marty McFly und Doc Brown?! Ich finde diese Filme großartig und immer wenn ein Teil davon lief, schmiß ich als Kind / Jugendlicher die Flimmerkiste an. Und nun: ZACK! Alle drei auf Scheibe! Außerdem erstand ich Jurassic Park I – III. Klar, Teil drei war etwas mau, aber immer noch besser als 90% des aktuellen Film Outputs. Außerdem war und ist der erste Teil nach wie vor ein Meilenstein der Tricktechnik und GANZ GANZ großes Kino! Ich meine: HUHU, da gibts echte DINOSAURIER! Hell Yeah – Kinderträume werden wahr! Am meisten war ich aber schockiert über den siebten Film. Ich erhielt für 2,99€ “Apocalypse Now – Redux” auf Scheibchen. Das Ding ist ein Meisterwerk, ein filmisches Epos, ein Statement gegen den Krieg. Der Film wird oft zitiert, aber nie erreicht. Keine Frage: Der wanderte auch noch in den Einkaufswagen! Während die ganzen depperten Proletenkinder sich für ihre androgyne Blutsaugerhorde verschulden müssen, wirft man meinereiner die cineastische Qualität einfach hinterher. Aber gut, das hat ja auch so seine Vorteile… für MICH! Und am Ende ist das doch auch schon mal was.
PS: Zum Thema passend ein kleines 9GAG-Bildchen, auf welches mich MsPittili eben aufmerksam machte. Ich finde, das passt zum Thema wie der sprichwörtliche Arsch auf den Nachttopf:


Mittwoch, 14. Dezember 2011

GO TO HELL

(Motörhead)

Wir wollen hier mal kurz zusammenfassen: Seit gestern um Punkt 18 Uhr sollten - ich wiederhole: SOLLTEN – die Tickets für die 2012er Pearl Jam Tour im Handel sein. Nachdem der TenClub mal nicht mehr der Buhmann vom Dienst sein wollte, beauftragte er eine scheinbar heillos überforderte Distributionsklitsche namens “Crowdsurge” mit dieser dann doch recht relevanten Aufgabe. Ziel war es, den “exclusive Fanclub – member Presale”, also einen Vorverkauf BEVOR die regulären Tickets in den Handel kommen, zu realisieren. Der Server von Crowdsurge schmierte kurz nach sechs zunächst temporär ab, man brauchte aber bis 21:16 Uhr um das dann auch öffentlich einzugestehen. Dazwischen trieb man Fans in ganz Europa zum Wahnsinn, indem man es schaffte, daß wirklich gar nichts funktionierte. Es gab zwar eine Hand voll Leute, die sich Tickets sichern konnten, allerdings kann man mit denen wohl jeweils allerhöchstens ein Clubkonzert in einer mittleren Pommesbude füllen. Wie die das geschafft haben, ist auch komplett unklar. Nach der gestern geposteten Meldung, daß man den Presale erstmal stoppe und “shortly” eine Lösung anbieten würde, hörte man (man höre und staune) von Crowdsurge NICHTS mehr! Auch der TenClub setzte einfach die pampige Fehlermeldung dieses Vereins auf seine Seite. Über die bekannten und weniger bekannten sozialen Netzwerke ließen frustrierte Wartende mit Zitaten ihrer Service-Hotline-Dudes von Crowdsurge zudem immer wieder wilde Gerüchte streuen. Der Satz “I’ve just called Crowdsurge…” ist mittlerweile so eine Art Running-Gag.

Dabei dachte man schon, daß es nach den teilweise desaströsen Ticketverkäufen über den Tenclub selbst in der Vergangenheit nur noch besser werden könne. Aber damals hatte man immerhin nach höchstens 6 Stunden seine Tickets im Sack. 6 Stunden… heute erscheint mir das himmlisch im Gegensatz zu diesen mittlerweile fünfundzwanzig (!!!) Stunden Ungewissheit. Ich sehe es schon kommen, daß die den Presale total canceln und auf den regulären VVK verweisen… nur dann wird es wohl zu spät sein für uns Die-Hard-Fans; außerdem wird der Sinn der Mitgliedschaft im TenClub auch immer unklarer, wenn nicht mal mehr das funktioniert.

Den Vogel schießt aber fuc*ing Crowdsurge selbst ab. Erst versagt man auf ganzer Linie, dann gibt man 26 Stunden keinen Mucks mehr von sich und wenn sich dann die Leute überraschender Weise anfangen kritisch zu äußern, werden die Kommentare kurzerhand gelöscht und die heile Welt der eigenen Fatzebuchseite von Kritik gesäubert. Nennen wirs beim Namen: Das ist armselig! Nachdem meine erste dezent ironische (wirklich, das war noch nett formuliert) Anmerkung nach 5 Minuten wieder verschwunden war, habe ich hier mal diesen Zensurwahnsinn mit einem zweiten Versuch dokumentiert.

Vor 10 Minuten:

before

und vor 5 Minuten:

after

Ei… na wo isser denn hin??? Wo sind denn all die zu erwartenden Kritiken? Meine These ist ja: Wer nebenher noch fleißig Zensur ausüben kann um seine eigene Unfähigkeit zu übertünchen, der kann nicht wirklich engagiert an der Behebung der eigentlichen Probleme arbeiten. Für mich hat der Laden jedenfalls verloren! Wenn es nicht Pearl Jam wäre, würde ich auf die Tickets pfeifen und im regulären Verkauf zuschlagen. Ganz, ganz üble Nummer von dieser Bude da. Man kann nur hoffen, daß das das erste und letzte Mal war, daß man den Ticketverkauf derartigen Dilettanten anvertraut hat. “Crowdsurge”, das ist das GUIDOMOBIL unter den Tickethändlern!

PS: Diesen “Gefällt Mir!” – Button können die Typen sich dahin stecken… naja, ihr wißt schon.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Update: MONSTERFAIL

 

Kam eben rein:

2

3 Stunden, ein Abendessen und CSI Miami in den Wind geschossen… und wofür?!? Für NICHTS!

++FAIL++FAIL++FAIL++FAIL++FAIL++FAIL++F5++

 

Seit 18:12 Uhr sitze ich nun hier am Rechner und versuche verzweifelt beim ach so exklusiven TenClub Vorverkauf der Eurotour-Tickets für Pearl Jam’s 2012er Europatour meine Karten abzufassen. Ich hatte nach anfänglichen Schwierigkeiten mittlerweile 3 Mal (!!!) die Karten für Berlin und Stockholm im Cart, beim Versuch zu bezahlen schmierte der Server ab und… NÜSCHT GIBTS! Nach 15 Minuten wandern die reservierten KArten dann wieder in den freien Verkauf. Und man kann nichts, aber auch GAR NICHTS dagegen tun. Man würde ja gerne, man würde sie liiiieeeebend gerne kaufen die guten Stücke, aber es läßt einen ja keiner! Also wieder von vorne versucht. Es ist zum Kotzen!

Seit ca. 20:30Uhr geht dann schlicht gar nix mehr. Man kommt nicht einmal mehr zur Auswahl der Shows, für welche man Karten haben will! Stattdessen folgende, in Fankreisen wohl noch auf Jahrzehnte hinaus verhasste, Grafik:

1

Fazit: Ich glaube nicht, daß ich heute für IRGENDeine Show Karten kaufen kann, der TenClub hat mal wieder die große, kundenfreundliche Revolution im Fanklubkartenvorverkaufssystem angekündigt und ist mit Pauken und Trompeten gescheitert. Das ist (wie jedes Mal) ein Treppenwitz was da abgeht! Smiley mit herausgestreckter Zunge

Montag, 12. Dezember 2011

LIVE FOR THE MOMENT

(Monster Magnet)

Weihnachtszeit – Geheimniszeit! Der Onkel hat sich bei Manu am Polaroid – Adventskalender beteiligt und ein Bildchen für den vierundzwanzigteiligen Foto-Reigen beigesteuert. Na was mag er denn fotografiert haben?? Die Auflösung gibt es

HIER

Ein schönes Projekt mit ebensolchen Fotos. Kann jedem nur empfehlen, dem Kalender bis zum 24. Dezember die Treue zu halten.

So long… Smiley

Sonntag, 11. Dezember 2011

SCHÖNEN DRITTEN ADVENT

 

Hätte ich ja fast vergessen: Einen schönen dritten Advent wünsche ich euch allen Smiley:

dritteradvent

LINKS 2,3,4

(Rammstein)

Hallöchen! Smiley Da ich soeben erst aus dem fernen Bayern heim gekehrt bin, möchte ich nur kurz ein Foto mit euch teilen. Ein Foto, welches ich schon vor einigen Wochen hätte machen sollen, es aber erst vor knapp 3 Stunden aufgenommen habe.

In Amberg, da ist ja einiges unter P.C. – Gesichtspunkten betrachtet eher etwas, naja, etwas seltsam; vor allem, was die Benennungen von Straßen, Plätzen und Gebäuden angeht. Beispielsweise schickte mich Google Maps über die “Infanteriestraße” oder auf den “Kaiser Wilhelm – Ring”, welcher wiederum am “Kaiser Wilhelm Bad” vorbei führt. Zum Ausgleich gibts – soweit ich gesehen habe – lediglich einen “Dreifaltigkeitsweg”. Das Umland schießt aber den Vogel ab, denn das hier geht dann doch ein wenig zu weit:

WTF

Zwinkerndes Smiley Fundstück eben.

Freitag, 9. Dezember 2011

FAIL OF THE DAY

 

Die letzten Tage, während man auf die Eurotourdaten wartete, waren bei uns im Forum auch von jedwedem Schabernack geprägt. Man muß sich ja die Zeit vertreiben! Zwinkerndes Smiley Ein Mitglied griff dabei besonders tief in die Absurditätenkiste seiner (???) Plattensammlung. Absurd = Volksmusik, das dürfte ja Konsens sein. Aber der heutige “Fail of the Day” war und ist besonders köstlich. Guckst du hier:

blaskapelle-geboren-um-zu-blasen

So, und mit diesem Lacher im Rücken hat der Onkel jetzt ab… in den Westen!

Donnerstag, 8. Dezember 2011

BIG WAVE–Europatour 2012 by PEARL JAM

(Pearl Jam)

Endlich hat das Warten ein Ende!!! Die Katze ist aus dem Sack! Hat ja auch nur drei Tage länger gedauert als es folgende Meldung eigentlich vermuten ließ:

tweet tweet tweet

Das Ding war der Ursprung einer angemessenen Hysterie, welche dieser Tage durch Europa zog. Quer durch die Foren, Boards und was-weiß-ich-nochs der Fanbase wartete man und verfluchte diesen beknackten Birdie (wie immer) bei jedem einzelnen Betätigen der F5-Taste. Nun ist die KAtze also (endlich) aus dem Sack und wir dürfen und 2012 auf einen Sommer mit Pearl Jam freuen! Smiley mit geöffnetem Mund Für mich ist Berlin erstmal gesetzt. Stockholm ist nicht nur für mich extrem verlockend; und wenn alles gut läuft, könnte ich mich zu Beginn des nächsten Jahres durchaus auch noch intensiver mit Amsterdam auseinander setzen. Jedoch läuft es halt meistens nicht gut! Aber das muß erst abgewartet werden, kann da leider noch nix planen. Smiley mit herausgestreckter Zunge Hier also nun die endgültigen, nun offiziell bestätigten Termine:

20-Jun
Manchester, UK
M.E.N. Arena

23-Jun
Isle of Wight, UK
Isle of Wight Festival

26-Jun
Amsterdam, The Netherlands
Ziggo Dome

29-Jun
Werchter, Belgium
Werchter Festival

30-Jun
Arras, France
Main Square Festival

4-Jul
Berlin, Germany
O2 Arena

7-Jul
Stockholm, Sweden
Ericsson Globe Arena

9-Jul
Oslo, Norway
Spektrum

10-Jul
Copenhagen, Denmark
Forum Copenhagen

Mit ein wenig Glück in den nächsten 3 Wochen kann das für den Onkel wieder ein supertoller Sommer werden, 2012! Drückt mal die Daumen. Eines ist aber sicher: Ihr werdet hier wie immer die dicken Berichte abfassen!!!! Als kleine Appetizer hier schon mal die bisherigen Konzertberichte; einige extra noch fix aus meinem Vorkriegsblog herüber gerettet:

23.09.2006 Berlin

21.06.2007 Düsseldorf

13.08.2009 Rotterdam

15.08.2009 Berlin

27.06.2010 Nijmegen

30.06.2010 Berlin

Mittwoch, 7. Dezember 2011

IMAGINAERUM

(Nightwish)

Heute mache ich mal was relativ Seltenes: Ich empfehle ein Album! Eigentlich könnte ich das viel öfter tun, mache es aber nicht. Ich habe einfach den Eindruck, daß es nicht wirklich viele der Leser interessiert. Gut, damit, daß ich euch mit Pearl Jam nerve, müßt ihr einfach leben. Aber da draußen  gibts noch soooo viel andere, hörenswerte Musik. Ein Beispiel dafür will ich heute mal kurz belobhudeln:

imaginaerum

Ich mag und höre Nightwish seit mittlerweile gut 10 Jahren, seit der GVH mich erstmals an die bis dato erschienenen Alben der Band heran führte. Damals war Symphonic-Metal noch relativ neu für mich. Madame Turunen zudem mit einem Stimmchen gesegnet, das einfach charakteristisch und ungewöhnlich war im Metal-Zirkus. Dazu gabs noch die zum Teil harte, aber immer ein wenig verspielt bombastisch und märchenhaft daher kommende Sounduntermalung. Nightwish konnten neben Metal schon immer auch erstklassige Metal-Balladen schreiben und/oder performen. Wie zum Beispiel diese hier:

Dann kam irgendwann im Kielwasser des Animationsfischchens die Singel “Nemo” ganz groß raus und meine Wenigkeit stand erstmals (2004) in der Crowd bei einem ihrer Konzerte. Kurz darauf flog Tarja aus der Band und es wurde zunächst einmal still um die Finnen. Viele besangen schon das Ende der Band, denn ohne das “Label” Tarja Turunen und vor allem ohne ihre Stimme konnte sich keiner mehr so richtig vorstellen, daß das weiter funktionieren könnte. Man ließ sich aber ordentlich Zeit im hohen Norden und besorgte sich mit Anette Olzon eine neue Sängerin. Stimmlich eine ganz andere Liga – nicht so markant und hervor stechend, aber sympathisch und sie passte auf ihre Art auch zur Band. Wie gut, davon konnte man sich auf “Dark Passion Play”, dem ersten Longplayer mit ihr überzeugen… und natürlich auf der Tour – Konzert Nr. 2 eingetütet. Musikalisch wirkte man auf diesem Album auch ein ganzes Stück reifer und wenn man jetzt zurückhört, dann ging das damals schon arg in die Richtung von “Imaginaerum”. Aber es war noch nicht so auffällig. Dennoch nahm man bereits damals einen Schuß Epik sowie ‘ne Schippe Komplexität mehr mit in die einzelnen Songs auf.

Letzten Freitag kam endlich “Imaginearum” raus, das lang erwartete und von der Musikpresse bereits im Vorfeld mit Lob förmlich überschüttete zweite Album nach dem Frontfrauwechsel heraus. “Meisterwerk” oder “Metal-Platte des Jahres” war da zu lesen. Ich gebs zu: Beim letzten Punkt war ich skeptisch. Letzten Freitag lieferte Amazon pünktlich und ich konnte seit dem eine knappe Woche mit der scheibe verbringen und bin begeistert! In einer Zeit, wo man sich einzelne Songs jederzeit von überall auf jede mögliche Plattform runter laden kann, wo das “Album” als solches immer mehr an Bedeutung verliert und zur reinen Ansammlung von potentiellen Klingeltönen verkommt, da hat eine Band noch den Arsch in der Hose so etwas wie ein Konzeptalbum auf den Markt zu schmeißen. Das Ding ist von vorne bis hinten stimmig, da passt alles, da stört nix! Man hat bei den ersten Hördurchläufen Probleme die Songs auseinander zu halten, beziehungsweise zu erkennen ob ein Song aufhört oder nur mal wieder einer der reichlich vorhandenen Tempiwechsel ansteht. Man muß das Ding schon ein paar Mal hören, bevor es sich einem erschließt, aber dann ist es einfach nur sensationell! Das Songwriting ist derart komplex und ausgefrickelt, daß man nur staunen kann. Dazu sind nahezu alle Zutaten drin, die man so in ein Symphonic-Metal-Album mixen kann: Kinderchöre, Streicher, Panflören (jahaaaa… im Ernst), Orchesterelemente… aber das wirkt trotzdem alles ausgewogen, nicht überladen oder gezwungen. Es muß eine Heidenarbeit gewesen sein, die Songs so zusammen zu basteln und dann noch aufeinander abzustimmen. Zudem nutzen Nightwish – was ich einfach nur großartig finde – endlich Marco Hietala als Zweitstimme richtig aus. Nicht mehr nur Backingvocals, nein, der Kerl singt mit! Perfekt! Im einzelnen:

1. Taikatalvi – Spieluhr & Hietala mit einem finnischen Liedchen… Streicher und sparsames Orchester dazu. Ein – für dieses Album – perfektes Intro! Ich liebe solche langsamen Introsongs ja (Ganz groß in dieser Kategorie auch “Lullaby” von QOTSA). Man wird ins Album hinein geleitet und schnurstracks gehts weiter mit:

2. Storytime – Zugegebener Maßen das radiokompatibelste Stück. Allerdings bei Weitem nicht radiokompatibel genug. Man hat die veröffentlichte Single-Version nämlich gehörig abgespeckt. Fürs Radio mag das ja gut sein, für den Song ist es das nicht. Der Album-Edit ist einfach um Längen besser. Rein in die Geschichte und zwar mit ordentlich Drive. Als ich das Video sah, hätte er im Nachhinein nur 6 von 10 Punkten erhalten, die Album-Version sahnt locker 8,5 ab! Die Chor-Parts haben Klasse und es ist einfach der Wahnsinn, was man auf eine derart simple aber eingängige Drumline für einen tollen Song packen kann.

3. Ghost River – Das Tempo wird gleich mal beibehalten. Ghost River ist derzeit mein absoluter Favorit auf der Scheibe. Er nimmt zunächst die eben angesprochene Drumline von “Storytime” auf, klingt deshalb zu Beginn wie die logische Fortsetzung des Vorgängers. Dann wälzt sich der Song aber ein wenig zäh in den ersten Refrain (was die ersten zwei bis drei Durchläufe merkwürdig klingt; wenn es ein Mal “klick” gemacht hat aber ein genialer Übergang ist)! Der Refrain an sich wird von Hietala übernommen und hat richtig Zug zum Tor! Ein absoluter Ohrwurm das Ding! Dazu übernimmt Anette zeitweilig die Backingvocals, was mit Tarja wohl nicht gegangen wäre (Ego…) und neben ein paar kleinen Charakterwechseln des Songs von melodiös bis giftig überrascht einen plötzlich ein Kinderchor mit dem Refrain. Der Song lebt von den Wechseln im Tempo, in der Stimmung und in der Wahl der Mittel. 9 Punkte gibts hier für diese wilde, musikalische Schlacht zwischen gut und Böse.

4 Slow, Love, Slow – Erster Ruhepol des Albums. Hier mag man streckenweise das Label “Metal” nicht mal ansatzweise antackern. Besonders zu Beginn ist das eher Bar-Jazz. Sehr guter Bar-Jazz mit wiederum harmonierenden Konterstimmen von Olzon und Hietala. Langsam wächst der Song an, wird voller und komplexer. Ganz andere Kategorie als die bisherigen Songs. Außerdem kommt Olzons Stimme hier voll zum Tragen, das hat was das angeht die selbe Qualität die “Ever Dream” vor ein paar Jahren – ein absolutes Highlight. Gegen Ende wird der Song richtig schwer durch ein finsteres Klavier und zähflüssige Gitarrenriffs und Anettes Gesang wandert Richtung Soul. Auslaufen läßt man das Stück mit Pendenschlägen einer Uhr.

5. I Want My Tears Back – Dieses Tick-Tack-Tick-Tack geht dann in eine gitarrenlastige Trotzreaktion über. Für mich der einzige Kandidat für eine zweite Single auf dem Album. Man steuert stark in Richtung Folk, landet bisweilen schon fast im selben Klanggarten wie Blackmores Night. Außerdem wieder Hietala perfekt eingebunden. Das Album wird und wird nicht schwächer!

6. Scaretale – Ein weiteres 7 Minuten Brett. Zunächst eingeleitet wie ein Gruselfilm geht man schnell zu Klängen über, die jedem Tim Burton Film gut zu Gesicht stehen würden, bevor man mit Chor und jeder Menge Bumms und einer Double-Bass-Drum-Attacke in den schnellen und dann doch verspielten und sehr voluminösen Hauptpart einsteigt. Der Titel passt zum Song wie der sprichwörtliche Arsch auf den Nachttopf. Wieder diese charakteristischen Tempowechsel, das Spielen mit verschiedenen Elementen und Instrumenten und den zwei Sängern. Für mich das ausgeklügeltste Stück auf dem Album. Diese Verbindung von Burton und großer Rockoper, verbunden durch Orchesterüberleitungen. Ein Vergnügen der Song!

7. Arabesque – Zur Abwechslung mal keine 3 Minuten lang. So eine Art Zwischenspiel, welches zur Hälfte des Albums ein wenig Spannung aufbauen, aber gleichzeitig Zeit zum Durchatmen lassen soll. Passt herrlich an die Leierkastenüberleitung aus “Scaretale”. Wie der Name schon sagt mit orientalischen Einflüssen versehen setzt es alles fort, was die Scheibe bisher so hergegeben hat. Daß das bis auf die Chorelemente ein Instrumental ist stört nicht im Geringsten!

8. Turn Loose the Mermaids – Das nächste Märchen wird musikalisch dargeboten. Schöne Ballade mit schwebenden Streichern, Panflöten und einem traumhaft eingängigen Refrain. “At the end of the river…” sage ich nur. Dazu hat man gegen Ende ein paar leichte Anleihen an den Italo-Western und wiederum eine Prise Folk einfließen lassen. Einfach ein schönes Lied, mehr kann man dazu nicht sagen.

9. Rest Calm – Es wird wieder härter, aber nicht weniger komplex. Vor allem kreischt Hietala wieder wohltuend gegen zu viel akustische Wohlgefühle aus dem vorherigen Song an. Zum Refrain wird das Tempo immer heraus genommen, was das Ganze nur noch wirkungsvoller rüber kommen läßt. Außerdem hier das erste nennenswerte Gitarrensolo – im neunten Song auf einem Metal-Album… mehr muß ich wohl nicht sagen. Aber auch dieser Anflug wird dann vom Kinderchor im Background zu Anette gleich wieder verdrängt; und zwar ohne daß es mich stört! Am Ende baut sich der allgemein gesungene Refrain zu einem bombastischen Finale auf! Ein Genuß!

10. The Crow, The Owl, and The Dove – Was hatten wir noch nicht? Richtig: Akustische Gitarren. Die kommen jetzt zum Einsatz um ein schönes Midtempostück einzuleiten. Begonnen wieder als Duett zwischen Anette und Hietala. Nach und nach setzen weitere Instrumentengruppen ein, diesmal aber ohne gegenüber den Vocals irgendwie in den Vordergrund zu treten. Der Song wirkt wieder wie eine Antithese zum Vorgänger – und passt doch perfekt zu ihm. Dazu noch ein tolles, vom Klavier getragenes Ende.

11. Last Ride of the Day – Kann man ruhig wörtlich nehmen. Dem Affen wird nochmal Zucker gegeben. Außerdem wird die Bandbreite von Anettes Stimme in dem Lied besonders gut klar. In der Melodieführung wieder in Richtung Folk gehend wird die Instrumentierung aber wieder deutlich aufmunitioniert im Vergleich zum letzten Song. Der Song bereitet einem nochmal richtig Freude kann ich euch sagen. So etwas wie der letzte große Showdown in diesem akustischen Kopfkinofilm.

12. Song of Myself – Ein 13:37 Minuten Mammutwerk zum Schluß. Hierzu sollte man finde ich weitgehend schweigen. Das Ding muß man einfach von vorne bis hinten hören. Um im Film-Bild zu bleiben: Die Schlußszene. Erst noch großer Bahnhof und dann das Stroytelling zum Ausklang.

13. Imaginaerum – … auf die in der Regel der Abspann folgt. GENAU DAS ist der letzte Track. Er verbindet das ganze Dutzend seiner Vorgänger zu einem Ganzen. Der perfekte Abschluß für das Album. Wer auch immer die Idee dazu hatte, sie ist auf diesem Album so folgerichtig wie genial. Nichts, aber auch gar nichts anderes hätte die Scheibe perfekter beschließen können.

 

Ich weiß, daß einige die diesen Blog hier lesen mit Nightwish nicht sonderlich viel anfangen können / konnten. Aber all denen kann ich nur eindringlich raten der Scheibe einfach mal ne Chance zu geben. Ernsthaft! Ihr verpaßt sonst richtig was! Das letzte Album welches ich in die Hände bekommen habe und das von der Stimmigkeit, der Komplexität der Songs und der gesamten Thematik so detailliert ausgearbeitet und “rund” war, war “10.000 Days” von Tool (kann man nicht miteinander vergleichen, ich weiß, aber das ist der einzige Vergleich, der mir 1. einfällt und der 2. vor allem auch zutrifft)… und das war 2006! Seit dem nix mehr! Wenn die Band am Tag der Arbeit des nächsten Jahres die Bühne der Arena Leipzig betritt, dann bin ich mal gespannt, wie sie diese Songs Live rüberbringen. Auf Silberling ist das Teil perfekt, aber als bühnenkonformes Album kann man das bei all den verschiedenen Instrumenten, Einflüssen und Chören sowie des extrem ausgefeilten Timing der Lieder beim besten Willen nicht bezeichnen. Wie gesagt: Ich bin gespannt! Wenn sie das alles auch nur annähernd 1:1 auf die Bühne bringen, dann sollten sie das Ding bitte, bitte, bitte auch von 1 bis 13 durchspielen. Komplett am Stück. Denn das ist für mich endlich wieder mal ein Album von dreizehn zusammengehörigen Songs, keine Singlecollection. Ganz großes Tennis! Doch was solls, ich sollte vielleicht nicht dran zweifeln, daß man das auf einer Tour live umsetzen kann, denn wer so ein Album schreiben kann, dem fällt zu diesem Problem auch was ein. Schließen wir mal mit meinem bisherigen Lieblingssatz des ganzen Albums und von “Song of Myself” im Speziellen:

“All I am, is smoke and mirrors.”

PS: Keiner Tipp: Die 3 Euro mehr für die Deluxe – Editon lohnen sich. Nicht wegen dem Poster, das ist eher überflüssig, aber die beiliegende Bonus-CD enthält das ganze Album als Instrumental – Variante. Bei der Scheibe ein wahres Kleinod.

Dienstag, 6. Dezember 2011

CORDUROY

(Pearl Jam)

“The waiting drove me mad…”

Ich mache ja gar kein Geheimnis drum: Ich bin keine Putzfee!!! Das schlägt sich auch auf meiner Tastatur nieder; und zwar in Form von Staub. Aber seit ich seit gestern Abend in freudiger Erwartung der Pearl Jam – Tourdaten für 2012 wie ein Irrer auf die “F5” – Taste einhämmere um die News-Seite der Band-Homepage alle paar Sekunden neu zu laden, da ereilt den Staub zumindest partiell ein schreckliches Schicksal. Hab das mal als “Stillleben des Fanatismus” abgelichtet. Guckst du hier:

f5

Jaja, ich weiß: Wenns um Pearl Jam geht, hab ich ne mittelschwere Meise! Smiley Aber ich bin stolz auf sie!

Montag, 5. Dezember 2011

JOURNEY MAN

(Korpiklaani)
TERVE!!!! Ich grüße euch, meine Leidensgenossen. Smiley Ich bin eben von Arbeit heim gekehrt und habe neben dem obligatorischen Zwischenstopp im Toom noch den Igor mit einem erlesenen Tropfen prähistorischer Energiesuppe versorgt. Das war nämlich relativ günstig an der freien Tanke und da ich am Freitag ins NSA zu MsPittili fahre, war es auch mehr als nötig die Grundlagen für diesen Ritt zu schaffen… nen vollen Tank eben! Das Problem mit billigem Sprit ist aber, daß man sich sicher sein kann, daß man nicht der Einzige ist, der ihn will. Und so mußte ich auch 10 Minuten warten, bis ich endlich an die Zapfsäume vorrollen konnte. Die Zeit vertrieb ich mir dann mit Radio hören. Was ich da hörte, war zudem höchst amüsant; es ging um finnische Weihnachtsmärkte!

Einigen dürfte bekannt sein, daß ich bei “Finnland” immer ein wenig genauer hin höre, sogar im Radio. Jedenfalls ist da irgendwo hier in der Nähe ein Weihnachtsmarkt mit einem finnischen Stand und dessen Betreiber (der eine hieß Pekka) hat der Mikrofonmann interviewt. Es drehte sich zunächst um die üblichen Weihnachtsbräuche. Was ißt der Finne? Wie feiert der Finne? Was hat der Finne für Bräuche? Wie findet der Nordmann denn die unsrigen? Und natürlich: Was trinkt der Finne? Pekka war überraschend gut vorbereitet auf diese unerwarteten Fragen (… höhö). Was er da erzählte hatte Hand und Fuß. Für mich, der ich das ja aus erster Hand kenne, war es auch schön zu hören, daß sich da nicht viel geändert hat. Aber als er dann unseren Weihnachtsmarkt beurteilen sollte, da hat der gute Pekka ein bissel geschwindelt. Er meinte, das würde sich nicht großartig vom finnischen unterscheiden. LÜGENBARON!!! Finnischer Weihnachtsmarkt, so wie ich ihn kennen lernte, zeichnet sich zunächst einmal dadurch aus, daß es keinen Weihnachtsbaum gibt. Im Jahre 2003 in Joensuu hatte man jedenfalls keinen. In Helsinki stand glaube ich mich zu erinnern irgendwo zwar ein mit Glühlampen geschmückter Baum rum, allerdings war da der Weihnachtsmarkt nicht unbedingt in der näheren Umgebung angesiedelt. Mit Weihnachtsbäumen hatten die es nicht so. Auch suchte man so etwas wie einen Glühweinstand (hierzulande besteht der ganze Weihnachtsmarkt ja zu 50% aus den Dingern) vergebens (liegt an der recht restriktiven Alkoholpolitik). Und Bratwürschte? Vergiß es!!! Und selbst wenn es welche gegeben hätte, man hätte diese Dinger 1. nicht essen und 2. nicht als “Wurst” bezeichnen mögen. Bratwürste kann der kalte Gefährte aus Suomi nämlich mal gar nicht. Statt alldem hatte man in Joensuu ein paar Handarbeitsstände und eine kleine Bühne mit Kinderchor. Dazu verkaufte ein kleiner Stand Tee und Piroggen. Als Schmuck hatte man ein paar kleine Fichten Lieblos an ca. drei Meter hohe Feuerschalen gekettet, in welchen ein offenes Feuer zur Illumination loderte… das fand ich wiederum richtig cool! Jedenfalls war das der finnische Weihnachtsmarkt. Der Kinderchor schmetterte dazu ein paar finnische Weihnachtslieder und ab und zu sprach irgend ein Typ aus der Stadtverwaltung oder von einer beliebigen Bürgerinitiative. Die singenden Kinder waren übrigens lustig. Finnen haben wenn sie reden genau zwei mögliche Wirkungen auf ihre Mitmenschen:
1. es klingt niedlich (Keep it in mind – da kommen wir nochmal drauf zurück)
2. man fürchtet um sein Leben ob des Tonfalls der finnischen Sprache
Ich kann mich noch erinnern, als Antti, mein finnischer Mitbewohner mal mit seinen Kumpels telefonierte; wir dachten erst, der Kerl setzt einen ernst zu nehmenden Drohanruf an einen Schuldner ab und erläuterte ihm gerade in welcher Reihenfolge er gedenkt ihm die Gliedmaßen zu brechen, sollte er nicht langsam die Wucherzinsen akzeptieren und abzahlen. Aber Antti legte irgend wann auf, strahlte uns an und sagte nur: “It was my friend, he’s coming from Helsinki and he can’t find the way to our place. Maybe he’s already too drunk! Ho-ho-ho.” (lachend). Ähm, ja… gut! Jedenfalls war der Tonfall ein komplett anderer als wenn man einem Freund eine Wegbeschreibung gibt. Wenn ihr euch jetzt einen Kinderchor vorstellt, der in ähnlichem Aggro-Duktus die finnische Variante von “Stille Nacht” singt, dann wißt ihr was ich meine. Jedenfalls war das irgendwie witzig. Mit unseren Fressmeilen von “Weihnachtsmärkten” hatte das jedenfalls alles nicht sonderlich viel zu tun.
Aber der Pekka, der verkaufte das ganze dann doch so überzeugend, daß der Uneingeweihte ihm das wohl auch abgenommen hat. Die Entscheidende Frage war dann aber jene, ob die Finnen denn zu Weihnachten spezielle Getränke hätten (Pekka (hörbar begeistert): “Ho-ho-ho!”). Zunächst führe er den Glöggi an (Glögg spricht der Schwede; gibts hierzulande auch in der Lebst-Du-schon-Kathedrale). Klar, ein guter Glöggi ist was Feines! Rosinen rein, Ein wenig Obst von mir aus und Piparkakku dazu: KÖSTLICH! Kleiner Tipp: Nicht den mit Alkohol kaufen! Lieber den ohne (gibts jetzt endlich auch bei uns) und eigenverantwortlich mit gutem Vodka nachwürzen. Schmeckt um Längen besser als das vorgemischte Gebräu! Smiley mit geffnetem Mund Dann wurde noch kurz erklärt, was ein Glöggi denn ist und pi-pa-po… alles kalter Kahvi für mich. Aber dann, dann sprach Pekka das eine Wort, welches mich spontan hinterm Lenkrad in wildes Gelächter ausbrechen ließ. Es ist einfach herrlich! Ich hab mir schon zur Hälfte der Glöggi-Lobhudelei gedacht “da kommt doch noch was mit mehr Umdrehungen… als ob meine Freunde da oben nur Glöggi kuddeln, das kann er mir aber nicht erzählen, der Pekka"!”  Auf Nachfrage des Radioheinis jedenfalls, ob es denn da noch etwas Spezielles gäbe, was der Finne an sich in der Weihnachtszeit gerne zu sich nimmt, brach Pekka nämlich in ein kehliges, röhrendes Lachen aus und tat Folgendes kund:
“SCHNAPSI”
Niedlich!!! Smiley mit geffnetem Mund
Post Scriptum: Kiekt ma’: Der Onkel is inne Zeitung:
suomi

Sonntag, 4. Dezember 2011

2. ADVENT

 

Ich wünsche euch allen einen schönen, geruhsamen 2. Advent! Ich haue mir jetzt erstmal feierlich den Christstollen rein und schmeiß`mich in die Wanne! Smiley mit geöffnetem Mund

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