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Samstag, 31. Dezember 2011

PARTY HARD

(Andrew W.K.)

Ja, so langsam wirds ernst da draußen! Knapp 4 Stunden vorm Jahreswechsel packen die meschanten Wänster unter Anleitung ihrer verkommenen Proleteneltern die Knallkörper aus und verfeuern ihre Transferleistung laut gröhlend. In meiner Rentnergegend hier sehe ich die zwar nicht, aber man hört sie bis hier her… die Assiplatte ist ja nur ein paar Minuten Fußmarsch entfernt.

Wir für unseren Teil lassen heute eine Jahreswechselparty steigen, die chilliger wohl nicht geht. Wir haben uns hier bei mir aufs Bettsofa gelümmelt und werden dann gleich die eine oder andere DVD schauen. Auf dem Balkon schlummern drei Liter Altbierbowle:

bowle 1

… welche aber erst im Glas ihre volle Farbenpracht entfaltet:

bowle 2

Dann gibbet noch selbst gemachte Burger und auf meiner Minibar, da ruht unser heutiges Waffenarsenal… eine vor Sprengkraft nur so strotzende Detonationskammer voller höchstexplosiver alchemistischer Geheimnisse:

arsenal

Zwinkerndes Smiley Wer sich fragt, wofür ich das Böllerbudget in diesem Jahr investiert habe, dem rufe ich zunächst mal zu “GUCKST DU HIER”:

buch

und empfehle ihm dann den Blog von MsPittili!

NEW YEARS DAY

(U2)
Bevor das Jahr nun auch schon wieder rum ist, möchte ich nun in der Tradition des Foxymorph-Jahresrückblicks 2010 die Tradition fortsetzen. Hier nun also mein exklusiver FOXYMORPH – JAHRESRÜCKBLICK 2011!
Januar
Los gings mit dem Jahr und gleich gabs ne Währungsreform, genau genommen sogar mehrere. In Bonaire, Saba und Sint Eustatius löhnt man seine Strickpullis zukünftig mit dem US-Dollar, während der Este zukünftig den Euro zum Fenster raus werfen kann. Der Südsudan wollte da nicht hintan stehen und startete am 9.1.11 ein Referendum über die eigene Unabhängigkeit. Wird nicht lange dauern, bis Bayern sich an seinen Brüdern um Geiste ein Vorbild nimmt. Außerdem geht eine Ära zuende, die Ära MTV! Seit den 80ern als Leitmedium bekannt und qua Idiotenserien zum Leidmedium eigenverantwortlich degradiert, sendet man nun nur noch als Pay-TV. Ein Schritt, den ich mir für ARD und ZDF wünschen würde, dann müßten wir diese Schunkelklitschen nicht länger mit der GEZ zusubventionieren, sondern nur die Schunkelzombies, die diesen Kokolores dann auch gucken. Ich wäre ja für das Silbereisen-Abo für 78,96€ im Monat mit freier Wahl der Kameraperspektive, Backstagekamera (um zu schauen ob die Hertel nun wirklich mit dem Mross…) und selbstredend mit deaktivierter Mute-Funktion, damit man das Grauen auch genießen muß. Nebenbei startet der Zensus und wir werden alle fleißig gezählt… merken aber nix davon, da kein Gutmensch offensiv den “Überwachungsstaat” ausruft; man hat wohl gemerkt, wie lächerlich das in Zeiten von sturzbetrunkenen Bikininacktfotos aus Fatzebuch ist.
Februar
Weiter gings im Februar. In Arabien fangen die Machthaber an zu bröckeln. Los gehts mit Mubarak, dem bis Jahresfrist noch ein paar weitere Zepterschwinger im Morgenland folgen werden. Europa findet das voll spitze, sieht man doch schon die Demokratur Einzug halten. Tja, ein Satz mit “x”… . Außerdem gab es noch ein übles Erdbeben in Australien, welches Christchurch verwüstete und vom 19.02.2011 – 02.04.2011 steigt die Crickett WM in Bangladesch, Indien und Sri Lanka – da merkt man mal wer hier der König der Sportarten ist, beim Fussi müssen wir uns demnächst mit Polen und der Ukraine begnügen, die auch bloß ne popelige EM ausrichten, bzw. es zumindest versuchen. Ich für meinen Teil verbrachte einen schmucken Abend im Konzertsaal zu Chemnitz und ließ mich zum mittlerweile dritten Mal von Rainald Grebe und seiner Kapelle der Versöhnung bespaßen… schön wars.
März
Furchtbare Katastrophen ereignen sich in fernen Ländern. Könnt ihr euch noch erinnern? Schlagworte: Erdbeben, Tsunami, Fukushima und Landtagswahl in Sachsen Anhalt! Während letztere in ihrer globalen Bedeutung relativ vernachlässigbar ist, erschüttert Japan endgültig den weltweiten Glauben an die Atomenergie. Japan liegt in Trümmern und die Welt hielt den Atem an, als die Reaktoren nacheinander detonierten. Erschreckend! Mittlerweile wissen wir durch die offene Informationspolitik der Japaner allerdings, daß keine Strahlung ausgetreten ist und alles wieder voll supi sicher ist – sowas nennt man dann wohl “sich in die eigene Tasche lügen”. Hierzulande wollen plötzlich alle weg vom Kern, selbst die neoliberalen Strahlemänner, welche dadurch ihre Umfragewerten sogar zeitweise verdoppeln können… auf sensationelle 4 Prozent. Gut, daß das nun endlich mal geklärt ist. Neben dem nuklearen Stromzeitalter wurde übrigens auch die Eiskunstlauf WM abgesagt, da aber keiner dieses lauwarme Gehampel wirklich vermisst hat, fiel auch nicht weiter auf, daß man sie in Moskau einfach nachholte. In Leipzig war Buchmesse, Schwerpunktland diesmal “Serbien”… toll, ich bin schon seit meiner Kindheit ein Freund der serbischen Prosa, welche sich im Wesentlichen mit dem fundamentalen Dilemma des Individuums als nonexistente Antithese zum kommunistischen Mähdrescherwerbespot beschäftigt – höchste Zeit, daß man das auch international zur Kenntnis nimmt. Reich-Ranicki war auch begeistert… glaube ich.
April
Vom 3.-6- April kommt es zum Bundeskongress der Deutschen Polizeigewerkschaft. Bloß gut, daß damals kein Castor rollte, sonst hätte der Zug die ganzen Irren amputativ von den Schienen losgekettet… wäre kein schöner Anblick gewesen. Ansonsten war wirklich nicht viel los im April, na gut, “Wrestlemania 27”, aber im März hätte ich das nicht erwähnen müssen. Schäm dich April, Schnarchmonat der du warst!
Mai
HUS-Epedemie in Deutschland. Mal wieder ne “Todesseuche” die verheerend über das Land hereinbricht und radikal die Einwohnerschaft der Bundesrepublik dahinrafft – und das obwohl die BILD wieder vorbildlichst zur Aufklärung beiträgt – SKANDAL! Auch brach die Nachricht über uns herein, daß Onkel Obama aus Übersee ein Killerko… ähm, eine freiheitlich – demokratische Entosamasifizierungseinheit nach Pakistan schickte um Bin Laden zu verhaften. Nachdem dieser aber unglücklicher Weise die Kapitulation verweigerte, rußte man ihn einfach um. Gut, das Bedauern hält sich auch bei mir in Grenzen, aber sonderlich demokratisch war das nicht… es sollte auch nicht der einzige Todesfall des Jahres sein, der ein wenig zweifelhaft zur Kenntnis genommen wird von den christlich bewerteten Moralgurus dieser Welt. Im Windschatten des toten Terrortyrannen schnappt man dann auch noch Radko Mladic, der darf aber erst einmal weiter leben.                                                                                                       Während der ruhmreiche FC Barcelona sich im Mai quasi im Vorbeidribbeln den CL-Titel abholt,  tut sich uns Lena schwer die in sie gesteckten Erwartungen zu erfüllen und holt sich in Düsseldorf nen Trostpreis ab bevor sie in die mittlerweile halbleeren Hallen ihrer Deutschlandtour zurück kehrt.
Juni
In Mazedonien gewinnt eine Partei names “VMRO-DPMNE” die vorgezogenen Parlamentswahlen. Übersetzt heißt das übrigens “Innere Mazedonische Revolutionäre Organisation – Demokratische Partei für Mazedonische Nationale Einheit” und ist von der politischen Ausrichtung ungefähr so etwas wie eine FDP mit Wählern. Außerdem wird der EHEC-Ursprung aufgedeckt, es waren Sprossen! Ich stieg in diesen Tagen sicherheitshalber komplett auf Fleisch um. Sportlich gesehen holte Dirk Nowitzki endlich den Titel mit seinen Mavericks und kann in USA nun endgültig nicht mehr unbehelligt ‘ne Wurst kaufen gehen. Sonst noch was Relevantes aus dem Bereich “Sport”, was hierzulande Begeisterungsstürme ob seiner hohen sportlichen Qualität und optischen Hochwertigkeit auslöste? Ich glaube nicht.
Ansonsten verweilte ich – wie jedes Jahr – in good ‘ol Berlin und lauschte in der Wuhlheide den Foo Fighters, welche sich den guten Lemmy gleich mal mit auf die Bühne holten um uns den Probot-Klassiker “Shake Your Blood” um die Ohre zu hauen.
Juli
Polen übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft, woraufhin man in der dortigen Kantine auf Alubesteck umstieg und alles halbwegs Wertvolle was so rumstand, rigoros am jeweiligen Untergrund festnagelte. Österreich beschließt daraufhin aus Gründen der politischen Korrektheit seine Nationalhymne zu ändern, damit auch die “Töchter des Landes” Erwähnung finden (als ob die es verdient hätten…).
In Norwegen läuft ein komplett verirrter, braun verblendeter Idiot Amok und stürzt nicht nur das Nordland in schiere Fassungsklosigkeit. In Deutschland wird ohne zu wissen, was da noch kommt der Verfassungsschutz gelobt, der uns sowas ja von Hals halten soll… .
Im Spocht passierte diesmal aber wirklich NICHTS von Bedeutung! Na gut, Cadel Evans gewann die Tour, aber wir werden wohl erst in 13 Jahren wissen, ob er den Titel behalten darf. Dann war da noch irgend was mit Japanerinnen… ich komme nicht drauf, aber Frauensport in dem Japan eine führende Rolle einnimmt ist eh nicht ernst zu nehmen.
August
Die Amis wären fast zahlungsunfähig geworden. Am Ende steht das berühmte blaue Auge und die Erkenntnis, daß dieses erzkonservative Pack da drüben mit seiner lächerlichen Tea-Party und deren Auswüchsen durchaus bereit wäre das ganze Land in die Schei*e zu reiten, nur um Obama los zu werden und einen der eigenen verklemmten, ihre Perversionen nach Kirchenschluss exzessiv auslebenden, schneeweißen Vollpfosten ins ebenso kollorierte Haus zu hieven. Deppenkonglomerat!
“Annegret Kamp-Karrenbauer” – sagt das jemandem was? Die Alte ist seit August amtierende Ministerpräsidentin eines deutschen Bundeslandes. Es ist zwar nur das schnarchige Saarland, aber besser als gar nix. Währenddessen erhält René Obermann den hoch dotierten Preis “Sprachpanscher des Jahres” stellvertretend für seine ganze, magentafarbene Kommunikationsklitsche. In der Begründung heißt es, der “Besuch der Webseiten der Firma sei eine Schocktherapie im Horrorkabinett der deutschen Sprache.” Vielleicht sollten die Preisverleiher mal versuchen in dem Laden einen DSL-Anschluß umgehend bereit gestellt zu bekommen. Dagegen sind die Anglizismen ja noch Wellness. Sportlich gesehen gabs ne Basketball EM in Litauen, bei welcher Deutschland zwar wacker fightete, aber dann doch chancenlos blieb. Ähnlich gings übrigens den Litauern, nur daß es bei denen mehr überraschte. Außerdem bestieg eine Frau namens “Gerlinde Kaltenbrunner” erstmals einen Achttausender ohne Sauerstoffflasche. Was das sollte weiß ich nicht, aber Notiz genommen hat davon eh kaum einer. Ein gutes Zeichen, wie ich finde.
September
In der Hauptstadt sitzt künftig eine Mischung aus Freaks, Computerheinis und Nerds im Roten Rathaus. Den Wowi freut das, er hat extra mit der Demontage der zu Berlin komplett inkompatiblen Künast ein wenig Platz geschafft. Das wird den Grünen jetzt erst mal ne Lehre sein am sozialdemokratischen Thron rütteln zu wollen… und das dann auch noch mit so ner Schraube als Spitzenkandidateuse, das konnte ja nur schief gehen. Ansonsten sank die FDP bei diesen Wahlen sogar noch unter ihr eigenes Niveau herab was die Prozentwerte angeht.
Sportlich… naja, eher mau. Mal abgesehen von den beginnenden Weltmeisterschaften im Rugby (Neuseeland) und der Rhythmischen Sportgymnastik in Lille, war da nicht viel los. Oh, ja… fast vergessen: Der Papst war da. Der komplette Verfassungsschutz Thüringens war damit beschäftigt Gullideckel zu zu schweißen, was im Nachhinein auch so einiges erklärt.
Oktober
Gaddafi wird publikumswirksam aus einem Kanal gezerrt und von den demokratischen Freiheitskräften der lybischen Revolution vor laufender Kamera gelyncht. Daraufhin geht bei uns das große Diskutieren der Marke “darf man das” los… die Geister, die man medial rief, wird man nun nicht mehr los. Eine tolle Demokratiebewegung ist das wenn ihr mich fragt. In Moskau geht derweil das Bolschoi wieder ans kulturelle Netz und der Obama holt seine Kampfsportgruppe aus dem Irak zurück.
Sportlich ist mal zur Abwechslung rein gar nüscht los. Die Frankfurter Buchmesse erschließt sich derweil neue Märkte von schier unendlicher Kaufkraft für die auf ihr repräsentierten Verlage und Autoren und holt sich Island ins literarische Boot.
November
Die USA nehmen wieder diplomatische Beziehungen zu Bolivien auf… hat irgend einer mitbekommen, daß sie die 2008 abgebrochen haben (also außer den Bolivianern meine ich…)?!? Ansonsten war der Monat (vor allem innenpolitisch) vom deutlichen JA der Bürger zu Stuttgart 21 geprägt. Die Gegner erwiesen sich mitunter als schlechte Verlierer, die gelebte Basisdemokratie an sich war allerdings am Ende dem übermächtigen, gefährdeten Juchtenkäfer unterlegen. Man hätte sich das also auch sparen können. Aber immerhin holte sich “Juchti” beim “vom Aussterben bedroht sein” keine nassen Fühler, denn der November war der Trockenste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in unseren Bananenrepublik. (Es wäre wahrlich eine Ironie des Schicksals, wenn die Viehcher jetzt alle verdurstet wären im November Zwinkerndes Smiley )
Sportlich gesehen hieß und heißt die alte und neue Schachweltmeisterin Hou Yifan aus China – sie ist siebzehn.
Für mich gehts ansonsten in diesem Jahr so früh wie nie zuvor zum alljährlichen Motörheadkonzert. Was in Erinnerung bleibt? Der Fakt, daß ich Lemmy in 2011 zum zweiten Mal sah und natürlich der Anfang: Sirenen – Rauch – ein geröhrtes “Bombaaaaahhrrrrrrrrrrrrrr” - und dann auf die Mütze! 
Dezember
Letzter Monat des Jahres – wie so oft. Was war los? Naja, nix Schlimmes zumindest. Thomas Gottschalk verabschiedete sich von “Wetten Dass?!?” und bis heute ist noch kein Nachfolger in Sicht. Der Russe wählt sein Parlament und gehorsamst auch den Genossen Putin – mit überplanmäßigen 140% Wahlbeteiligung. Ich finde, davon könnte sich der politikverdrossene deutsche Michel mal ein Scheibchen abschneiden – vorbildlich der Ivan! Koblenz wird derweil komplett geräumt um eine Monsterbombe zu entschärfen, welche die Regenarmut zum Vorschein brachte. Der ganze Rhein sieht zum Monatsanfang auch nicht spektakulärer aus aus die Schwarze Pockau (mal von den Bomben abgesehen). Von einer totalen Mondfinsternis in Asien und Australien mal abgesehen wars das dann aber auch schon mit dem Dezember.
In meiner Welt gabs da noch die epische Schlacht um Pearl Jam Karten in mehreren Akten. MsPittili triumphierte dabei in der “Materialschlacht um die Spree” und schoß sich in rambohafter Manier den Weg zu Berlintickets frei, während meine Wenigkeit im mehrstündigen Zermürbungskrieg um Stockholm die Rohre meiner mentalen Stalinorgel erst auf die Stellungen der Division “F5” richtete und sie dann zum Glühen brachte bis schließlich die zwei ersehnten Karten vom eingekesselten Ticketanbieter ausgeliefert wurden.
So, liest sich doch ganz schnuckelig dieses “2011”, oder? Hier und da natürlich unerfreulich bis katastrophal, aber alles in allem doch auch kein ungewöhnliches Jahr. Bevor es mit 2012 weiter geht, möchte ich euch da draußen allen noch ein FROHES NEUES JAHR 2012 UND (vorgeschaltet) EINEN GUTEN RUTSCH IN SELBIGES wünschen. Passt alle fein auf euch auf und schaltet auch im nächsten Jahr wieder diesen Kanal hier ein, wenn es wieder heißt “Geist ist geil!” Zwinkerndes Smiley

Mittwoch, 28. Dezember 2011

DON’T LOOK BACK IN ANGER

(Oasis)

Hallöchen. Inspiriert von Manu habe ich vor, euch heute mit meinem persönlichen Blog-Jahresrückblick zu nerven. Ich machs mir dabei – meinem fau… ähm pragmatischen Naturell folgend so einfach wie möglich und präsentiere euch einfach meinen persönlichen Lieblingsblogbeitrag des jeweiligen Monats. So ab und zu war ja dann doch mal ein leidlich unterhaltsames Stück Aushilfsprosa dabei. Zwinkerndes Smiley  Außerdem finde ich es durchaus angemessen, da0 ICH MICH in MEINEM Blog zum Jahresende mal ein wenig SELBER belobhudle! Klickt einfach auf den Monat und der Link soll, so verfüge ich es, erscheinen. Also dann: Viel Spaß:

Januar - Ein kleiner Ausflug ins Hippieland zum Jahreseinstieg.

Februar – Die automobilen Vorbooten des arabischen Frühlings.

März – Mein All-Time-Top-Blog-Beitrag – warum auch immer…!

Der April in sieben Integrations - Akten:  EINS++ZWEI++DREI++VIER++FÜNF++SECHS++SIEBEN

Mai – Die Krönung des ruhmreichen FC Barcelona im Foxymorph-Liveticker.

Juni – Das Konzert des Jahres und übrigens: LEMMY WAR DA!!!!

Juli – Meine Definition von “Modeblog”!

August – Mein erster Urlaubstag… hehe, ganz großes Kino!

September – Eines der zahlreichen Blogstöckchen des Tages! PS: es ist nur noch ein Schwein mit Flügeln… Schrittwichteln sei Dank. Zwinkerndes Smiley

Oktober – Ein Antwortposting auf Neljas Eintrag… das dann ein wenig ausartete. Doch auch 2012 gilt wieder: BERLIN, BERLIN, WIR FAHREN NACH BERLIN!!!!

November – Ein Herbstausflug mit MsPittili. Sollten wir bei Schnee wiederholen.

Dezember – Besser wirds einfach nicht mehr in 2011!

Das waren zumindest so meine persönlichen Highlights. Wenn jemand andere Favoriten hat, immer her damit, die Kommentarfunktion freut sich schon! Zwinkerndes Smiley

PS: Die Tourankündigung von PeARl jAm ist im Übrigen mit voller Absicht und aus stillem Protest gegen den TenClub und seine Jämmerlichkeit bei Kartenvorverkäufen unberücksichtigt geblieben.

Montag, 26. Dezember 2011

AS THE YEARS PASS BY – Alben des Jahres 2011

(Graveyard)

Es ist mal wieder so weit, das Jahr neigt sich dem Ende zu und mal zieht das eine oder andere Fazit, resümiert, reflektiert oder fragt sich ganz profan “WTF?!?! Was zum Henker war das denn?!?!”

Wie dem auch sei, jedenfalls ist es die perfekte Zeit für Top- und Floplisten, für “das Beste” aus 2011 oder zumindest für das, was man den Leuten als solches verkaufen will. Ich für meinen Teil möchte da nicht hintan stehen, nein, die nächsten Tage werde ich hier auch noch das eine oder andere Highlight aus meiner ganz persönlichen Sicht preis geben. Wichtig ist mir dabei zu erwähnen, daß es mir vollkommen wurscht ist, was so Leute wie “die Fachpresse” oder “Experten” darüber sagen, das wird alles eine relativ persönliche Einschätzung beinhalten, die schon fast zwangsläufig nicht von jedem Leser geteilt werden wird. Nur schon mal zu Vorwarnung. Los gehen soll es erst einmal mit meinen Top 5 Musikalben aus dem Jahr 2011. Ich werde im Übrigen vom “Ranking” absehen und einfach fünf für mich absolut Essentielle Alben aus 2011 nennen. Da gibts keine Nummer 1 und keine Nummer 5. So lasset die Spiele beginnen:

Nightwish – Imaginaerum

Endlich wieder ein Konzeptalbum, welches den Namen verdient hat und so wunderbar komplex und ausgetüftelt ist, daß es bei jedem Hördurchlauf Neues zu entdecken gibt. Eigentlich widersinnig, daß man aus diesem Werk Singles auskoppelt, zumal die auch nicht annähernd einen Eindruck vom ganzen Album vermitteln können. Hier nochmal eine ein wenig ausführlichere Besprechung des Albums.

Foo Fighters – Wasting Light

Yeah!!! Meister Grohl und Konsorten haben es dieses Jahr mal wieder geschafft! Ein absolutes Hammeralbum auf den Markt geworfen, eine umjubelte Welttour hinterher geschoben und nebenbei die Kritiker der ruhigeren Töne verstummen lassen. “Wasting Light” ist wieder ein echtes Foo Fighters – Album, wie man es aus den frühen Jahren kannte. Das heißt jetzt aber nicht, daß die letzten Alben schlecht waren, im Gegenteil. “Skin and Bones” ist ein großariges Projekt und hätte man den Foos vor 10 Jahren nicht zugetraut, aber es ist auch gut, daß man jetzt wieder die dicken Bretter bohrt. Außerdem beinhaltet der Silberling wieder das, wofür man Meister Grohl und Konsorten nicht genug rühmen kann: Stadion-Rock vom Feinsten. Heutzutage gibts es wohl keine andere Rockgruppe, die ein derartiges Händchen für ausufernde Livenummern hat, die sowohl im kleinen Klub, als auch in der ganz ganz großen Arena zünden. Voran getrieben wird das Ganze von Frontsau Dave Grohl. Ein Genuß das Album und das Konzert in der Berliner Wuhlheide im Juni diesen Jahres, tja, das wird auch laaaange in Erinnerung bleiben. Alleine schon wegen Lemmy! Passend dazu gibts als “Hörprobe” von “Wasting Light” gleich noch mein unangefochtenes “Musikvideo des Jahres” obendrauf. ROCK OUT!

Boots Electric – Honkey Kong

Jesse Hughes, seines Zeichens Bühnenderwisch und Teilzeit – Pickelhaubenbeauftragter der us-amerikanischen Klebeschnurrbartindustrie hat sich in diesem Jahr von seinen Eagles of Death Metal emanzipiert. Gott sei Dank hat man sich nicht aufgelöst, sondern Mr. Hughes hat sich lediglich im Rahmen eines Soloprojektes ein wenig selber verwirklicht. Das Album geht zwar recht deutlich in die Elektroecke, aber immer schwingt dieser übersexualisierte Dicke-Hose-Klamauk des Devil mit – ganz zu schweigen von den Videos. Man merkt, daß sich hier einer alles andere als ernst nimmt und damit hervorragend ankommt beim amüsierwütigen Partyvolk in Kutte; selbst wenn man auf ein paar Gitarren zu verzichten hat, aber dieses Album hat definitiv Stil!

Graveyard – Hisingen Blues

Auch wenn ich sie dieses Jahr Live LEIDER verpasst habe durch die Unfähigkeit sächsischer Verkehrsplaner, eine halbwegs vernünftige Umleitung auszuschildern, für mich sind die Schweden die Entdeckung des Jahres aus dem Bereich Retro-Rock. Man kennt ja Wolfmother und ihre Interpretation der früheren Dekaden, welche sich zugegeben dann doch recht deutlich an Led-Zeppelin orientiert; allerdings immer noch etwas Modernes beinhaltet. Es ist eben guter, moderner Retro-Rock. Wenn man es eine Spur origineller will, etwas näher an den tatsächlichen Heroen der Zeit, dann greife man zu Graveyard. Hoffentlich kommen die bald wieder hier vorbei, ich muß die Herren unbedingt mal Live erleben!

PJ Harvey – Let England Shake

Ein Meisterwerk! Die Frau driftet immer mehr aus der ehemals aktuellen Rock – Ecke ab, je älter sie wird. Macht aber nix! Man kann Polly Jean eh in keine Schublade quetschen. Mal duettiert sie mit Nick Cave, mal mit QOTSA und dann liefert sie eine derartig finstere Bestandsaufnahme des sie beheimatenden Inselreiches ab, daß einem der Mund phasenweise gar nicht mehr zufallen will. Ganz großes Album!

Man merkt: Es waren wieder eine Menge Schmankerl dabei! Für meinen Geschmack fehlt aber je ein wirklicher Knaller aus der Hardrock & Metal – Ecke (Nightwish laufen da mit ihrem Werk ein wenig außer Konkurrenz). Weder AC/DC, Motörhead noch Metallica haben beispielsweise was blicken lassen dieses Jahr. Zumindest nix ernst zu nehmendes, wie “LULU” beweist. Aber da hoffe ich mal auf das nächste Jahr. Unterm Strich wurden die Ohren in 2011 ja trotzdem anständig gefüttert, wie diese illustre Liste da oben beweist.