Freitag, 11. Oktober 2013

MIND YOUR MANNERS

(Pearl Jam)

Mir ist soeben etwas aufgefallen, was ich all die Jahre einfach übersehen habe. Es ist geradezu kafkaesk, daß ich es erst jetzt bemerke, zumal es ungefähr so raumgreifend ist wie ein Elefant in einem Dixieklo, aber so ist es nun mal. Männer, viele von euch werden es kennen, einige auch nicht. Die, die es nicht kennen, die sind entweder privilegiert (auf einer recht nutzlosen Ebene zwar, aber immerhin privilegiert) oder schlicht und ergreifend “komisch”.

Das oft so hoch gelobte und uns als erstrebenswerter Zustand von Aufmerksamkeitsaufsplittung vorgehaltene “Multitasking” der Menschinnen versagt scheinbar kläglich, wenn es um Fußball geht. Frauen scheinen mit so etwas simplem wie eben Fußball heillos überfordert zu sein. Man stelle sich mal folgendes Szenario vor: Es kommt ein WM-Qualifikationsspiel im TV, bei welchem sie die einheimische Nationalmannschaft mit einem Sieg für die WM-Endrunde in Sambastan qualifizieren könnte. Mann will das schauen, Frau nicht. Statt des sportlichen Wettkampfes entscheidet sie sich für einen frühen Bettgang mit Konservenfernsehen über den Rechner und tut dies der Weltöffentlichkeit mit folgender Begründung kund:

“Heute ist Fußball! Ich werde lieber… .”

Fußball… NUR Fußball?!! Die richtige Absage an den Leistungsballsport müßte lauten

“Heute ist Weltmeisterschaftsqualifikationsspiel Deutschland gegen Irland in Köln. Ich werde lieber…”

Mädels, das ist doch nicht so schwer! Bitte immer konkret bleiben. “Fußball”, das ist so vieles. Das kann von besagtem Qualispiel über ein WM Finale bis hin zur offenen Dorfmeisterschaftsfinale FSV Motor Oberursel gegen den 1.FC Traktorist Hammerunterwiesenthal mit vorherigem Spiel um Platz 3 zwischen Vorwärts Satzung gegen die Überraschungsmannschaft des VFB Freundschaft Haßloch so ziemlich alle sein. Diese Dinge haben doch nix miteinander zu tun! Wer käme denn von uns Männern auf die Idee, das in einen Topf zu schmeißen? Ich nicht! Man muß da durchaus differenzieren. Am Ende werden noch Spiele mit Beteiligung des FC Schalke 04 von den Menschinnen zu “Fußball” aufgewertet – absurder gehts doch nicht. Man müßte mal sowas wie einen Crash-Kurs in Wettbewerbsdifferenzierung entwickeln. “Fußball”, das kann man doch nicht so einfach dahin sagen, so despektierlich zum Einheitsbrei abstempeln, als ob es ein Sack Reis wäre, der irgendwo in Indochina von einem modrigen Ochsenkarren rutscht. Man sollte es schon ernster nehmen.

Bereits der große Lederphilosoph Bill Shankly stellte dereinst so treffend wie martialisch fest:

Es gibt Leute, die denken Fußball ist eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist.

Zwinkerndes Smiley

Kommentare:

  1. Du antwortest doch schon selbst. Manchmal ist Fußball nur Fußball und dann ist mir herzlich egal, wer da gegen wen spielt.

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  2. Du antwortest doch schon selbst. Manchmal ist Fußball nur Fußball und dann ist mir herzlich egal, wer da gegen wen spielt.

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  3. Und? Sind wir nun gestern Weltmeister geworden?

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