Sonntag, 18. August 2013

SUNDAY MORNING COMING DOWN

(Johnny Cash)

Die bloggende MsPittili hat sich nun von jeglichem Anbietergedönse emanzipiert und ist ihrerseits in eine neue Domain gezogen. Damit da auch die angemessene Völkerwanderung der Mitleser GENAU HIER HIN einsetzt, werde ich mir mal ihr erstes Blogstöckchen krallen. Es geht um “7 Dinge”. Damit man nicht einfach sagt “Balin, Bombur, Fili, Kili, Dwalin, Gloin und Thorin” , hat sie das noch auf “am Sonntag” präzisiert. Es geht um typische Sachen, die einen Sonntag so ausmachen für einen ganz persönlich. Wohlan:

1. Ins Bett gehen. Denn Sonnabends gehe ich meist nicht schlafen.

2. Expertenfrühstück. Das führe ich nur der Vollständigkeit halber auf. Es ist mittlerweile nicht mehr wirklich Usus, aus Gründen. Bis 2011 hingegen war das gesetzt, daher kommt das doch noch mit in die Liste. Nach dem Auftehen wurde das DSF angeschaltet und die Zusammenfassung des Bundesligaspieltages angeschaut. Das hatte den positiven Nebeneffekt, daß man Herrn Steinbrecher und die anderen Irren, die man im Aktuellen Sportstudio so auf uns los läßt, am Vorabend gepflegt umgehen konnte. Das Elend will doch keiner sehen! Besonders “Steini”, der Meister der Lockenglättung und eloquenzferner Nervzapfen in Personalunion, ist doch bei nüchterner Betrachtung eine Zumutung für die GEZ-Zahlende Zuschauerschaft. Anders verhielt es sich da doch mit dem “Doppelpass”! Eine Runde von bereits um 11 Uhr morgens an der Fahrtüchtigkeitsschwelle entlangprostenden Fußballsachverständigen sitzt in einer Hotelhalle im Halbkreis und nimmt das fußballerische Tagesgeschäfft auseinander. Dabei galt unterschwellig das ewige Mantra “Udo hat IMMER Recht! I-M-M-E-R!!” Wer sich daran nicht hielt, der wurde mit Schimpf und Schande aus der Runde gejagt und mußte fortan für die BILD als Korrespondent exklusiv von der C-Jugend von Schalke 04 berichten. Ja, das war schön. Zwei Stunden Fussitalk ohne Substanz, dafür aber mit allerlei grenzwertigem Herrenwitz, politisch semikorrekter Alkoholverherrlichung und ein wenig Fußball irgendwo dazwischen. Dazu dann gepflegter Kahvi und dampfend frische Brötchen, die man mit irischer Butter und frischem Hackepeter vom Richter-Fleischer belegte. Ja, das waren noch schöne, fast goldene, Zeiten. Und jetzt ist Udo weg… da guckt Mann ja freiwillig Sportstudio. Trauriges Smiley

3. Kein Mittagessen! Klar, wer bis 13 Uhr frühstückt… . Aber selbst seitdem das nciht mehr so ist, hat sich das klassische Sonntagsessen nicht wieder in meinem Leben etabliert. Manchmal fände ich es schön, ein paar Klöße, Rotkraut und zwei gute Kellen Hirschgulasch Punkt 12 Uhr auf dem Teller zu haben… dann fahre ich übers WE einfach zu Muttern.

4. Ausflug machen. Nicht immer, aber durchaus sehr gern. Ich kann das jedem nur raten. Wenn man ein paar Jahre in einer Gegend wohnt, dann meint man, man habe alles gesehen was es da zu sehen gibt. Pustekuchen! Es gibt immer was Neues zu entdecken, man muss halt nur erst einmal hin fahren. Seit die MsPittili und ich das machen, haben wir schon so einige schicke Ecken entdeckt im hiesigen Freistaat. Von Drachenhöhlen über Waldgeisterwanderwege, Planetenwanderungen, Felsformationen… na, ihr könnt es hier ja nachlesen. Wen jemand einen Tipp für ein Kaffee im stile der 70er-Jahre-FDGB-Ferienheime nebst entsprechendem Angebot und Unkenntnis grundlegender Kaffeevariationen sucht, selbst da hätten wir nen Geheimtipp.

5. Karl May / Sandalen- / Gangster- / Piratenfilme. Da bleibe ich immer hängen, wenn die au irgend einem der dritten oder fünfeinhalbten Programme laufen. Bier - Preis und Lex Barker sind ja ohnehin Kult und ich kann die Filme immer und immer wieder schauen. Auch einen frühfarbfilmischen Gladiatorenschinken oder ein Piratenepos wird vom Sofa aus selten abgeschaltet. Und wenn die Olsenbande kommt… mächtig-gewaltig, Egon! Mächtig-gewaltig!!!”

6. Tatort. Vor Jahren noch unvorstellbar, da fand ich CSI noch bahnbrechend und dieses Realogeschwurbel der öffentlich-restlichen Anstalten langweilig. Im Gegensatz zum klassischen Kriminalfilm wird man der High-Tech-Effektorgie aus Hollywood aber bald überdrüssig. Außerdem passt so ein Tatort viel besser zum sonntäglichen Wochenend-Chill-Out als eine Ballerorgie á la Lt. Horacio Caine.

7. Whisky. Bei oder nach dem Tatort wird zum Regal geschlendert und der passende Wochenendabrundungstropfen auserkoren. Am Sonntag Abend darfs dann auch gerne mal der gute 18jährige Laphroaig oder die spektakulär vielschichtige Portweinfaßreifung von Glenmorangie – der Quinta Ruban – sein. Whisky, ein veganes Lebens- und Genußmittel! Lecker! Smiley

Kommentare:

  1. Whisky ist vegan. Man lernt nie aus.

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  2. Dein Sonntag gefällt mir. Nur der Ausflug, den will ich bitte Samstag machen, Sonntag will ich im Schlafanzug steckenbleiben ;)

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