(Motörhead)
Vor gut einem Monat entschied ich mich spontan, ein weiteres Jahr vor mich hin zu altern. Ich strich eine „2“ aus meinem Lebensalter und ersetzte sie durch ihren numerischen Anrheiner, die „3“. Nun, im gehobenen Alter von 23 Lenzen erhielt ich ein postpubertäres Nachschlagewerk zum Thema erfolgreiche Adoleszenz. Einen allumfassenden Almanach, welcher den Namen „Ein Mann, ein Buch“ trägt. Zunächst möchte ich dieses Büchlein auch allen Geschlechts- und Leidensgenossen wärmstens an Herz legen. Der Titel ist Programm und der Inhalt lehrreich und amüsant, zwei Eigenschaften, die Bücher nur sehr selten ineinander vereinen. Man merkt, dass es nicht nur „für“ Männer, sondern auch „von“ Männern verfasst wurde, strotzt es streckenweise doch nur so vor Argumentationsstrukturen, die man sich nur an einem Mittwoch Abend in einer beliebigen Sportsbar bei Champions-League und Hopfenkaltschale zu erschließen vermag. Also, liebe Männer: Kaufempfehlung! Allerdings sollte Mann auch kritische Töne finden, dieses Buch betreffend. Hauptsächlich der Titel. „Ein Buch“ ist meiner Meinung nach noch lange nicht genug. Ein Mann sollte meiner Meinung nach noch einige andere Standardwerke kennen, Bücher, die einen auf dem Weg zu Ruhm und Ehre im persönlichen Wertesystem unterstützen. Zwar sehen es auch die Autoren so und empfehlen 25 vielschichtige Titel, was meiner Meinung nach aber unzureichend ist. Die empfohlenen Bücher sind zwar interessant, aber dann doch zu sehr auf den Durchschnittsmann ausgelegt. Für die Elite unter uns, für die bärtigen Lederjackenträger, die auf ihren mentalen Harleys durch die Kulturszene knattern, aber auch für all die anderen Freaks da draußen (die positiven), stelle ich nun hier die ultimative „Foxymorph Buchtipp-Liste für MÄNNER“ auf. Folgende 20 Titel dürfen meiner Meinung nach in keinem Bücherregal mehr fehlen.
20 „Ein Mann, ein Buch“ von Eduard Augustin, Philipp von Keisenberg, und Christian Zaschke
Eine Sammelsurium von Grundwissen, welches dem modernen Mann sowohl das Traktor fahren, 747 landen als auch beim Eröffnen einer Kneipe hilft. Lebenstipps rund ums Testosteron! Nebenbei noch amüsant geschrieben.
19 „Hannibal“ von Thomas Harris
Klar, „Das Schweigen der Lämmer“ ist das Standardwerk von Harris, mir gefällt Hannibal aber deutlich besser. Hannibal Lecter, diesen finsteren Schmackofax, durch das schöne Florenz wandeln zu sehen ist ein Genuß, insbesondere, wenn man Florenz kennt. Besser als im Schweigen der Lämmer kommt hier diese Zwiespältigkeit von Lecter heraus, der sich zwischen Monster und kultiviertem Bildungsbürger bewegt und dabei so allerlei Sympathien beim Leser weckt.
18 „Fußball Unser“ von Edward Augustin
Die Handbibel der sinnlosesten, aber gleichwohl unterhaltsamsten Fußballtatsachen. Statistiken, die eigentlich kein Mensch bracht, ohne die unser aller Lieblingssport aber auch um einiges ärmer wäre. Fällt euch zum Beispiel ein italienischer Nationalspieler der vergangenen 30 Jahre ein, der auf einen Konsonanten endet und kein Torwart ist/war? Das Büchlein kennt und nennt sie alle! ;-) Ein Beleg dafür, wie schräg die Realität bisweilen sein kann.
17 „The Shining“ von Stephen King
Der Film ist großartig, Jack Nicholson beängstigend authentisch und wer noch nie so recht den Reiz von Stephen King verstehen konnte, der findet ihn in diesem Buch 100%ig. Oder besser: Er wird von King „gefunden“, gehetzt und dann unausweichlich gefunden! So hinterhältig hat sich das Grauen selten in die Leseecke geschlichen. Kurz zur Story: Redrum! LESEN!!! ;-)
16 „Der Pate“ von Mario Puzzo
Ein Psychogramm einer Mafiafamilie über mehrere Generationen hinweg, das die Mechanismen und Alltäglichkeiten des organisierten Verbrechens ebenso beleuchtet wie die privaten Befindlichkeiten. Ähnlich wie „Omerta“, was man ebenfalls lesen sollte, wirkt das bisweilen zwar arg glorifizierend, aber den von Puzzo geformten Charakteren kann man sich nicht entziehen. „Ischä macke dir eine Angehbooot, dass du nischt ablähnän kannst!“
15 „Todesmarsch / Amok / Menschenjagd“ von Richard Bachmann
Bachmann ist King, und gleichzeitig aber auch wieder nicht. Kompromissloser als in seinen „eigenen“ Büchern geht der Meister unter seinem Pseudonym vor. Die drei Geschichten sind im Sammelband, aber auch einzeln erhältlich, lesen sollte man sie alle. Während in Todesmarsch ein Ausdauermarsch von Jugendlichen geschildert wird, bei dem das organisierende Militär die Aussteiger an Ort und Stelle liquidiert, wird in Amok ein Schüler zum Geiselnehmer seiner Klasse und zum Mörder diverser Lehrer. Menschenjagd dreht sich um ein fragwürdiges Medienspektakel der Zukunft. Gemeinsam ist allen drei Büchern, daß die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den Beteiligten erstklassig ausgearbeitet werden. Die eigentliche Spannung bezieht sich jeweils aus diesem düsteren Kosmos der Interaktion. Spannung pur und jeweils ein Nervenkrieg sonders gleichen!
14 „Gyre“ von Clive Barker
Eine auf den ersten Blick abgedrehte Story über eine in einen Teppich eingewobene, geheime Welt entpuppt sich für deren Entdecker zu einem Horrortripp zwischen Realität und Scheinwelt. Thematisch eines von Barkers ungewöhnlichsten Büchern, aber fabulös umgesetzt. An diesem Punkt war Barker der bessere King!
13 „Dickicht“ von Scott Smith
Gekauft habe ich mir dieses Buch wegen des Covers, ich gebs ja zu. Außerdem brauchte ich für eine Zugfahrt einen angemessenen Lesestoff. Klappentext klang zwar nicht wirklich überzeugend aber wenigstens interessant; also war der 10er flux investiert. Eine meiner besseren Entscheidungen, wie sich zeigen sollte. Ein paar Twens machen einen Ausflug nach Südamerika und vergnügen sich zunächst irgendwo zwischen Tequilla und Strandparty. Irgendwann (auf Seite 2) begeben Sie sich dann auf eine Reise zu einer Atztekenstadt im Dschungel. Dort erwartet sie dann das hinterfotzigste Grünzeug der Literaturgeschichte, das einem nach den anderen die Lebenslichter auszupusten droht. Flucht, dank der netten Ureinwohner, unmöglich. Herrlich finster geschrieben, der Erzählstil ist der Hammer. Ein echter Pageturner, kann man nicht anders beschreiben.
12 „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams
Ein Klassiker. Leicht und humorvoll geht’s durchs Weltall. Vom „Vogonen“ bis zum „Pangalaktischen Donnergurgler“ durchlebt der letzte Mensch eine intergalaktische Odyssee um unseren Heimatplaneten rekonstruieren zu lassen, wobei er nicht nur den Architekten von Norwegen trifft, sondern sich auch noch mit dem Präsidenten der Galaxis rumschlagen muß. Ansonsten liefert dieses Buch noch die Antwort auf die ultimative Frage der Menschheit… !
Gehört in jeden Bücherschrank, ein Stimmungsaufheller par excellance!
11 „Rumo und die Wunder im Dunkeln“ von Walther Moers
Über Moers und seinen komplett überdrehten Zamonien – Kosmos MUß man einfach nur staunen. Mit Rumo geht’s, immer den silbernen Faden entlang, durch ein Wolpertingerleben. Vom niedlichen Kuschelköter zur Kampfmaschine gewandelt rettet Rumo seine Angebetete aus der finsteren Untenwelt und räumt dabei die schrägsten Gegner aus dem Weg. Das geht über Fantasy im engeren Sinne hinaus. Wer braucht schon Elben, wenn er tote Yetis haben kann?!?
10 Die Sekte von Mo Hayder
Ein Horrortripp irgendwo zwischen Sekte und Psychopath. Beklemmende Atmosphäre und unheimliche Morde inklusive. Auf einer abgeschiedenen Insel ermittelt sich ein Autor durch einen Albtraum aus Blut und Knochen, immer an der grenze zwischen Übersinnlichem und finsterer Realität menschlicher Abgründe. Ein weiteres meiner Bahn-Fahr-Bücher. Entdeckt und am Stück verschlungen.
09 „Neununddreißigneunzig“ von Frederic Beigbeder
Ein Einblick in die Werbewelt. Im Plot erzählt die Blaupause des New-Age-Yuppies von seinem Leben voller Ausschweifungen und Dekadenz. Dabei werden nicht nur die Grenzen des guten Geschmacks pulverisiert, sondern alt hergebrachte Erzählstrukturen gleich mit. In gewisser weise ist Beigbeder so was wie ein „Anti-Autor“, er hält sich an nichts und ihm ist ebenso wenig heilig. Im letzten Drittel wandelt sich diese kunterbunde Gegenwarts-Orgie dann analog zur Psyche des Erzählers in einen finsteren Abgrund aus Dekadenz und Gewalt.
Das Thema ist interessant, der Schreibstil ein Genuß und das andauernd provozierte Lachen bleibt einem beim nächsten Satz wiederholt im Halse stecken.
08 „Die Gelehrten der Scheibenwelt“ von Terry Pratchett
Pratchetts Scheibenwelt ist so etwas wie das englische Pendant zu Zamonien, nur eben anders. Eine komplett unlogische Welt die auf dem Rücken von Groß A’Tuin durchs Weltall treibt und deren Naturgesetze einen Alkoholspiegel von gefühlten 87,3 Promille aufweisen. Scheibenweltromane sind an sich schon höchst unterhaltsam, dieser hier ist aber außerdem noch bemerkenswert. Pratchett erklärt mit der Hilfe von wissenschaftlichen Gastautoren die Entstehung der Welt und die Evolution. Alles staunend betrachtet von den Zauberern der unsichtbaren Universität, die diese ganze Logik so gar nicht verstehen.
07 „Das Böse in uns“ von Cody McFadyen
Was dieser Typ seiner Hauptfigur in den Vorgängerromanen zugemutet und zugefügt hat, ist einfach unglaublich. Analog dazu sollte dieses Buch von Leuten mit sensiblem Magen gemieden werden. Eine Reise in die finstersten Ecken menschlichen Handelns, ein Serienmörderjagd irgendwo zwischen Religion und Selbstjustiz. Was man von einem guten Thriller erwartet, wird hier weit übertroffen, wozu auch das komplett unerwartete Ende zählt (wenn man die anderen McFadyens kennt).
06 „Needfull Things – In einer kleinen Stadt“ Stephen Kind
Das Böse kommt in Form eines kleinen Ramschladens in die Stadt und destabilisiert das Kaff dann binnen kürzester Zeit derart dass Mord und Totschlag regieren. Ein beängstigendes Psychogramm einer Kleinstadt, das auch aufzeigt, wie furchterregend einfach es sein kann die Zivilisation zu destabilisieren. Das ist auch das Fesselnde an dem Buch. Hier Terrorisiert nicht das übersinnliche Monstrum direkt, es zieht nur die Fäden so geschickt, dass die Bewohner sich das Leben selbst zur Hölle machen.
05 „Und die Eselin sah den Engel“ von Nick Cave
Hinterwältlerroman über einen Inzestgeschädigten Mörder. Cave als Sänger: Weltklasse! Als Autor auch, was man so nicht erwartet hatte. Das Buch ist so abgrundtief düster, dass man als musikalisches Pendant nur die „And No More Shall We Part“ nennen kann. Der Schreibstil sit dabei das absolute Highlight. Bisweilen zieht sich der Handlungsstrang zäh dahin, während Cave sich über die Unzulänglichkeiten seiner Romanfigur ausschweifend ereifert. Wenn man mit Cave und seinem Hang zum menschlichen Abgrund klarkommt, ist das ein hochkarätiger Lesespaß, den man aber nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte bzw. kann. Geht nicht.
04 „Gevatter Tod“ von Terry Pratchett
Was passiert, wenn sich der Tod einen Lehrling sucht um ab und zu in Ruhe angeln zu gehen? Her erfahren wir es. Das Ganze dann noch eingebettet in die Scheibenwelt mit all ihren schrägen Bewohnern. Kaum zu überbieten an Unterhaltungswert und Absurdität. Ein Lesespaß, den Mann sich nicht entgehen lassen sollte.
03 „White Line Fever“ von Lemmy Kilmister
Frauen gilt die “Autobiographie” ja bisweilen als Beispiel für guten, literarischen Geschmack. Aber was soll Mann sich mit politischen Lebenswerken drittklassiger Oppositionsführer rumschlagen, wenn einem Lemmy persönlich aus seinem Leben erzählt. Worum es in dem Buch geht? Sex, Drugs und Rock’n Roll, sprichwörtlich. Das Buch ist straight Lemmy, ohne irgendwelches selbstdarstellerische Geschwurbel bringt der Kerl es einfach auf den Punkt was es heißt, eine lebende Legende des Hardrock zu werden. Man glaubt ihm jedes schnapsgeschwängerte Wort, jede Affäre und die beschriebenen Exzesse sind wahrscheinlich eher unter- als übertrieben. Ein köstlicher Lesespaß, bei dem sogar Ufo’s nachvollziehbar werden.
02 “Die 13 ½ Leben des Käptn Blaubär” von Walther Moers
Das Meisterwerk von Moers. Begleiten wir Käptn Blaubär durch einige seiner Leben und durch Zamonien. Wen und was er dabei trifft, zeigt mal wieder auf, was für überdrehten Quatsch sich der menschliche Geist doch ausdenken kann. Moers bringt das aber alles in einen geradezu köstlichen Kontext und hetzt seinen Leser förmlich von Lachanfall zu Lachanfall. Herrlich hintergründig bisweilen, dazu mit einem ordentlichen Schuß Blutrunst zwischen den Zeilen ist das alles andere als ein Kinderbuch. Kleiner Tipp: Das Hörbuch übertrifft das Buch fast noch und der Grund dazu heißt: Dirk Bach!
01 “Der Herr der Ringe” von J.R.R. Tolkien
Allumfassende Fantasy-Saga, die man einfach gelesen haben muß! Man kann sich auch in der Folge einen wahren Kosmos von Tolkien-Büchern erschließen, die ähnlich begeistern. Ob Hobbit, Silmarillion oder die Kinder Hurins, alles lesenswert! Für mich das unangefochtene Männer-Buch Nr. 1, dem auch die zweifelsfrei großartigen Filme von Peter Jackson nicht das Wasser reichen können!
Ich hoffe, es ist für jeden was dabei gewesen. Wie immer bei solchen Listen sei abschließend noch die tiefgreifende Subjektivität der Betrachtung erwähnt. :-)
(20.10.2010)
Mittwoch, 15. Dezember 2010
GOLLUMS SONG
(Emiliana Torrini)
Hallelujah! Da findet man nach gut einjähriger, fruchtloser Suche endlich wieder ein witziges Liedchen über das Verspeisen gemeuchelten Geviehchts im Netz und überlegt krampfhaft, wie man das denn in seinen Blogg einbauen und der Nachwelt empfehlen kann. Doch was passiert? Man surft auf der Suche nach Angriffspunkten durchs Internet… über „vegan.de“, „bielefeld.de“ und nicht zuletzt „vegan-bielefeld.de“ (kein Scheiß!) seine Lieblingsfeinde ab und findet zur Abwechslung mal so gar nix passendes. Irgendwie war es (bis vor ca. 5 Minuten) sogar mir zu abgedroschen wieder auf die Veganer einzudreschen, die haben schon so kaum Spaß am Leben. Immer nur dieses knirschende Körnerzeugs löffeln zu müssen und an keiner Bratwurstbude ohne mittleren Nervenkollaps vorbei zu kommen, das ist wahrhaft nicht beneidenswert. Also, dachte ich mir, „setz das Video in den Blogg und gut ist!“ Zumal das Filmchen auch irgendwo für sich selbst spricht. Aber kurz vorm Posting wurde ich auf das Forum von vegan.de aufmerksam, in welchem das Folgende gerne Wort für Wort nachgeprüft werden kann. Die Freude war diebisch, das Entsetzen streckenweise riesig! Mal schauen, was es im wurstlosen Mangoldkosmos so an brandheißen Themen zu diskutieren gibt. DAS… und nur DAS war dann aber auch der Fehler! Leset folgendes Problem, mit dem sich der User „Gorky 17 rumschlägt:
„Moin!
Hab gerade im Off-Topic gelesen, daß einige von euch den Herrn der Ringe gesehen haben.
Meine Frage: Wie könnt ihr als Veganer so was tun?
Es wurden ja der veganen Ansicht nach sehr viele Tiere für diese Produktion gequält.
Pferde wurden geritten, ganz am Anfang wurde eine Sau am Strick durch Hobbingen gezogen
wie viele Truthähne mussten für die Befiederungen der Pfeile sterben, usw....
Ich weiß das daß Posting sehr provokant wirkt, aber mich würde eure Meinung dazu sehr interessieren
Schönen Tag noch“
*lol* Pferde wurden geritten… wie grausam! JUNGCHEN: MIT DIESER EINSTELLUNG HÄTTE ES DIE MENSCHHEIT NCIHTMAL BIS INS MITTELALTER GESCHAFFT!!!
Reuben Proctor (ich wette, der heißt wirklich so) brachte es als Antwort auf den Punkt:
„Du hast natürlich zum Teil Recht.
Das Problem ist aber, daß es so etwas wie veganes Kino nicht gibt.“
Nun gut, ob ich das jetzt unbedingt als „Problem“ im engeren Sinne sehen würde, wage ich zu bezweifeln. Für mich spricht aus diesem Faktum eher die menschliche Vernunft!
User Tobias trägt dann Folgendes zur Diskussion bei:
Es ist, ohne totalen Auststieg, nicht möglich ganz vegan zu leben (100% wohl nie; vielleicht auf einem Raumschiff:-) ).
(…)
Wenn Veganer sich komplett ausklinken würden, hätten "die Anderen" ja einen wichtigen Einfluß im Leben weniger.
Wäre doch Unverantwortlich! :-)“
Och… so schlecht ist die Idee gar nicht, finde ich. Mir würde nix fehlen, wobei die Veganer-Dichte in meinem Umfeld auch gegen Null tendiert. Übrigens fällt auf, dass die Diskussion langsam vom Thema „Herr der Ringe“ abzudriften droht. Aber Husch-Husch zurück zur Topic!
Das erledigt dann der mutmaßliche Veganer mit dem passenden Nickname „NVA“:
„ich kann dir zum "Herr der Ringe" sagen, dass zumindest die Pferde (auser dass sie geritten wurden) keinesfalls gequält wurden.“
… aber der unglaublich zynische Akt des Reitens wird auch hier als Negativbeispiel stillschweigend akzeptiert. Gleichwohl ist die Diskussion zum Thema Mittelerde hiermit erschöpft. Zeit also, sich im Veganerforum anderen Themen zuzuwenden, die dem Tierfreund so unter den Nägeln brennen. Beipsiele gefällig? Gern!
Thema „Fruchtzwerge“. User Lakritze prangert an:
„Mit Entsetzen las ich heute in einer Babyzeitschrift, dass es jetzt Fruchtzwerge für Babies ab dem sechsten Lebensmonat gibt. Mit ach so gesundem Eisen, Kalzium und B-Vitaminen. (…)Der Werbung der milchverarbeitenden Industrie glaubt aber sonderbarerweise jeder.“
Es winkt der Skorbut!
Thema Autofahren, da wird auch die vegane Grundlage massiv angezweifelt:
„Wenn ihr schonmal im Sommer Auto gefahren seid, dann kennt ihr sicher den "Dreck" der sich auf der Autovorderseite recht schnell ansammelt. Dieser "Dreck" besteht zum Teil aus (zermatschten)Insekten, die man zu Hunderten tötet. (…)Ist das ein angemessener Grund, um Tiere zu töten?
Ist es logisch Honig ablehnen, aber Auto zu fahren?
Warum?“
Ich finde nicht mal die Fragestellung logisch, lieber Marco!
User „Alex“ bringt nun den Klassiker, allerdings ernst gemeint, was wieder einmal beweißt, dass kein dummer Spruch so absurd sein kann wie die Realität:
„Hi!
Mal ne kleine Frage?
Dürfen Veganerinnen Sperma schlucken? Es ist doch der Beginn von neuem Leben.
Und kann das ein Veganer mit seinem Gewissen vereinbaren wenn das seine Freundin tut?
Sicherlich eine etwas komische Frage. Aber mich interessiert die Antwort von anderen Veganern wirkllich.“
Man könnte hier noch hunderte Beispiele bringen, interessanter weise gipfelt das vegane Gutmenschentum letztenendes wieder in Tierquälerei, wie die Threads „vegane Katzennahrung“ und „Vegane Hunde und Katzen“ beweisen (huhu… RAUBTIER!!!!! Schon mal gehört?!?)
Manches ist aber beim besten Willen nur noch als bekloppt und gefährlich zu bezeichnen. Unvernünftig OHNE ENDE! Beispielsweise folgender Beitrag von Kostas:
„Hallo, mein Freund der Alex,will uns überzeugen Veganer zu werden. Eigentlich hört sich ja alles sehr vernünftig an was er sagt. Aber er ist so ein 1000%. Wir haben seit zwei Wochen ein super schnuckliges Baby. Darf das als Veganer dann weiter Muttermilch trinken? Er verneint dies mit dem Hinweis es gäbe schon tolle sojaprodukte. Was meint die Veganergemeinde dazu?
Ist alles so streng zu sehen?“
… ohne Worte! Wir leben in einer Gesellschaft, die solchen Leuten das Sorgerecht zuerkennt! Traurig!
Als ich mich so durch das Forum klickte, wurde mir immer klarer, dass es Leute in diesem Land gibt, die einen noch größeren Sockenschuß haben als ich. Ich werde das bei Gelegenheit mal meiner Schwester zeigen, wenn sie wieder an meinem Verstand zweifelt. Aber egal, eigentlich wollte ich euch ja nur ein kleines Liedchen verlinken, was nach diesem Schmonz da oben nun doch wieder perfekt passt. Naja, man könnte es sogar als Stimmungserheller nach all dem Enthaltsamkeitsbimbam bezeichnen:
02.08.2010
Hallelujah! Da findet man nach gut einjähriger, fruchtloser Suche endlich wieder ein witziges Liedchen über das Verspeisen gemeuchelten Geviehchts im Netz und überlegt krampfhaft, wie man das denn in seinen Blogg einbauen und der Nachwelt empfehlen kann. Doch was passiert? Man surft auf der Suche nach Angriffspunkten durchs Internet… über „vegan.de“, „bielefeld.de“ und nicht zuletzt „vegan-bielefeld.de“ (kein Scheiß!) seine Lieblingsfeinde ab und findet zur Abwechslung mal so gar nix passendes. Irgendwie war es (bis vor ca. 5 Minuten) sogar mir zu abgedroschen wieder auf die Veganer einzudreschen, die haben schon so kaum Spaß am Leben. Immer nur dieses knirschende Körnerzeugs löffeln zu müssen und an keiner Bratwurstbude ohne mittleren Nervenkollaps vorbei zu kommen, das ist wahrhaft nicht beneidenswert. Also, dachte ich mir, „setz das Video in den Blogg und gut ist!“ Zumal das Filmchen auch irgendwo für sich selbst spricht. Aber kurz vorm Posting wurde ich auf das Forum von vegan.de aufmerksam, in welchem das Folgende gerne Wort für Wort nachgeprüft werden kann. Die Freude war diebisch, das Entsetzen streckenweise riesig! Mal schauen, was es im wurstlosen Mangoldkosmos so an brandheißen Themen zu diskutieren gibt. DAS… und nur DAS war dann aber auch der Fehler! Leset folgendes Problem, mit dem sich der User „Gorky 17 rumschlägt:
„Moin!
Hab gerade im Off-Topic gelesen, daß einige von euch den Herrn der Ringe gesehen haben.
Meine Frage: Wie könnt ihr als Veganer so was tun?
Es wurden ja der veganen Ansicht nach sehr viele Tiere für diese Produktion gequält.
Pferde wurden geritten, ganz am Anfang wurde eine Sau am Strick durch Hobbingen gezogen
wie viele Truthähne mussten für die Befiederungen der Pfeile sterben, usw....
Ich weiß das daß Posting sehr provokant wirkt, aber mich würde eure Meinung dazu sehr interessieren
Schönen Tag noch“
*lol* Pferde wurden geritten… wie grausam! JUNGCHEN: MIT DIESER EINSTELLUNG HÄTTE ES DIE MENSCHHEIT NCIHTMAL BIS INS MITTELALTER GESCHAFFT!!!
Reuben Proctor (ich wette, der heißt wirklich so) brachte es als Antwort auf den Punkt:
„Du hast natürlich zum Teil Recht.
Das Problem ist aber, daß es so etwas wie veganes Kino nicht gibt.“
Nun gut, ob ich das jetzt unbedingt als „Problem“ im engeren Sinne sehen würde, wage ich zu bezweifeln. Für mich spricht aus diesem Faktum eher die menschliche Vernunft!
User Tobias trägt dann Folgendes zur Diskussion bei:
Es ist, ohne totalen Auststieg, nicht möglich ganz vegan zu leben (100% wohl nie; vielleicht auf einem Raumschiff:-) ).
(…)
Wenn Veganer sich komplett ausklinken würden, hätten "die Anderen" ja einen wichtigen Einfluß im Leben weniger.
Wäre doch Unverantwortlich! :-)“
Och… so schlecht ist die Idee gar nicht, finde ich. Mir würde nix fehlen, wobei die Veganer-Dichte in meinem Umfeld auch gegen Null tendiert. Übrigens fällt auf, dass die Diskussion langsam vom Thema „Herr der Ringe“ abzudriften droht. Aber Husch-Husch zurück zur Topic!
Das erledigt dann der mutmaßliche Veganer mit dem passenden Nickname „NVA“:
„ich kann dir zum "Herr der Ringe" sagen, dass zumindest die Pferde (auser dass sie geritten wurden) keinesfalls gequält wurden.“
… aber der unglaublich zynische Akt des Reitens wird auch hier als Negativbeispiel stillschweigend akzeptiert. Gleichwohl ist die Diskussion zum Thema Mittelerde hiermit erschöpft. Zeit also, sich im Veganerforum anderen Themen zuzuwenden, die dem Tierfreund so unter den Nägeln brennen. Beipsiele gefällig? Gern!
Thema „Fruchtzwerge“. User Lakritze prangert an:
„Mit Entsetzen las ich heute in einer Babyzeitschrift, dass es jetzt Fruchtzwerge für Babies ab dem sechsten Lebensmonat gibt. Mit ach so gesundem Eisen, Kalzium und B-Vitaminen. (…)Der Werbung der milchverarbeitenden Industrie glaubt aber sonderbarerweise jeder.“
Es winkt der Skorbut!
Thema Autofahren, da wird auch die vegane Grundlage massiv angezweifelt:
„Wenn ihr schonmal im Sommer Auto gefahren seid, dann kennt ihr sicher den "Dreck" der sich auf der Autovorderseite recht schnell ansammelt. Dieser "Dreck" besteht zum Teil aus (zermatschten)Insekten, die man zu Hunderten tötet. (…)Ist das ein angemessener Grund, um Tiere zu töten?
Ist es logisch Honig ablehnen, aber Auto zu fahren?
Warum?“
Ich finde nicht mal die Fragestellung logisch, lieber Marco!
User „Alex“ bringt nun den Klassiker, allerdings ernst gemeint, was wieder einmal beweißt, dass kein dummer Spruch so absurd sein kann wie die Realität:
„Hi!
Mal ne kleine Frage?
Dürfen Veganerinnen Sperma schlucken? Es ist doch der Beginn von neuem Leben.
Und kann das ein Veganer mit seinem Gewissen vereinbaren wenn das seine Freundin tut?
Sicherlich eine etwas komische Frage. Aber mich interessiert die Antwort von anderen Veganern wirkllich.“
Man könnte hier noch hunderte Beispiele bringen, interessanter weise gipfelt das vegane Gutmenschentum letztenendes wieder in Tierquälerei, wie die Threads „vegane Katzennahrung“ und „Vegane Hunde und Katzen“ beweisen (huhu… RAUBTIER!!!!! Schon mal gehört?!?)
Manches ist aber beim besten Willen nur noch als bekloppt und gefährlich zu bezeichnen. Unvernünftig OHNE ENDE! Beispielsweise folgender Beitrag von Kostas:
„Hallo, mein Freund der Alex,will uns überzeugen Veganer zu werden. Eigentlich hört sich ja alles sehr vernünftig an was er sagt. Aber er ist so ein 1000%. Wir haben seit zwei Wochen ein super schnuckliges Baby. Darf das als Veganer dann weiter Muttermilch trinken? Er verneint dies mit dem Hinweis es gäbe schon tolle sojaprodukte. Was meint die Veganergemeinde dazu?
Ist alles so streng zu sehen?“
… ohne Worte! Wir leben in einer Gesellschaft, die solchen Leuten das Sorgerecht zuerkennt! Traurig!
Als ich mich so durch das Forum klickte, wurde mir immer klarer, dass es Leute in diesem Land gibt, die einen noch größeren Sockenschuß haben als ich. Ich werde das bei Gelegenheit mal meiner Schwester zeigen, wenn sie wieder an meinem Verstand zweifelt. Aber egal, eigentlich wollte ich euch ja nur ein kleines Liedchen verlinken, was nach diesem Schmonz da oben nun doch wieder perfekt passt. Naja, man könnte es sogar als Stimmungserheller nach all dem Enthaltsamkeitsbimbam bezeichnen:
02.08.2010
WOMAN
(Wolfmother)
Moinsen! Jaja, die Eva. Irgendwie wirkt es aber inspirierend was die Schachtel da verzapft, denn: Führt es uns denn nicht in einen kurzen Moment der Besinnung? Erinnern wir uns bei ihren moralischen Schwällen nicht wehmütig an "damals", an "früher", wo es "sowas nicht gegeben hätte"; an die "gute, alte Zeit"?!? Alle unter 23 Jahren Lebensalter können das ja gar nicht nachvollziehen, WIR, wir haben schließlich noch "Raider" gegessen und Pluto als Planeten kennen gelernt. Wir haben noch handyfrei unsere Grundschule überstanden (manche sogar das Abi *hüstel*). Das könnt ihr Rotzlöffel euch ja gar nicht mehr vorstellen! Jedenfalls sollten wir das ganze Brimborium mal zum Anlaß nehmen, uns der "guten, alten Zeit" zurück zu erinnern, in der Eva H. noch hinterm Herd versauert wäre, anstatt ihre artikulative Gesellschaftsdiarrhö in die Medienlandschaft zu befördern. Damals hätte sie zwischen Bügelbrett, Staubsauger (Dabei fäält mir ein: "Es saugt und bläast der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann!") und Kohlenkeller nichtmal ansatzweise die Zeit gehabt. Geschweige denn die nötige schriftliche Erlaubnis ihres Göttergatten. Wie war das damals eigentlich?? Nun, ich habe da mal was vorbereitet.
Damals lag das Konzept des "Scönsaufens" noch in einer Hand. Nicht zu empfehlen war da natürlich, dies im Straßenverkehr zu tun. Überhaupt...:
*lol* Sicherheitsgurt... *lol*!
Jaja, so lief das damals, als das Truamland der Eva noch existierte. Aber war ja auch gesellschaftlicher Konsens, damals:
Und dann kamen da, nach diesem güldenen Zeitalter, irgendwann die Hippies und machten den Traum vom Patriarchat kaputt. Wo uns das dann noch hinführen wird, erklärt uns die Erlöserin am Besten selbst:
(28.07.2010)
Moinsen! Jaja, die Eva. Irgendwie wirkt es aber inspirierend was die Schachtel da verzapft, denn: Führt es uns denn nicht in einen kurzen Moment der Besinnung? Erinnern wir uns bei ihren moralischen Schwällen nicht wehmütig an "damals", an "früher", wo es "sowas nicht gegeben hätte"; an die "gute, alte Zeit"?!? Alle unter 23 Jahren Lebensalter können das ja gar nicht nachvollziehen, WIR, wir haben schließlich noch "Raider" gegessen und Pluto als Planeten kennen gelernt. Wir haben noch handyfrei unsere Grundschule überstanden (manche sogar das Abi *hüstel*). Das könnt ihr Rotzlöffel euch ja gar nicht mehr vorstellen! Jedenfalls sollten wir das ganze Brimborium mal zum Anlaß nehmen, uns der "guten, alten Zeit" zurück zu erinnern, in der Eva H. noch hinterm Herd versauert wäre, anstatt ihre artikulative Gesellschaftsdiarrhö in die Medienlandschaft zu befördern. Damals hätte sie zwischen Bügelbrett, Staubsauger (Dabei fäält mir ein: "Es saugt und bläast der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann!") und Kohlenkeller nichtmal ansatzweise die Zeit gehabt. Geschweige denn die nötige schriftliche Erlaubnis ihres Göttergatten. Wie war das damals eigentlich?? Nun, ich habe da mal was vorbereitet.
Damals lag das Konzept des "Scönsaufens" noch in einer Hand. Nicht zu empfehlen war da natürlich, dies im Straßenverkehr zu tun. Überhaupt...:
*lol* Sicherheitsgurt... *lol*!
Jaja, so lief das damals, als das Truamland der Eva noch existierte. Aber war ja auch gesellschaftlicher Konsens, damals:
Und dann kamen da, nach diesem güldenen Zeitalter, irgendwann die Hippies und machten den Traum vom Patriarchat kaputt. Wo uns das dann noch hinführen wird, erklärt uns die Erlöserin am Besten selbst:
(28.07.2010)
INQUISITION SYMPHONY
(Apocalyptica)
Neulich auf dem Obersalzberg: „ÄÄÄHHHHHFFFFA!!!! Schraiiibst do mal ainähn Arrrrrrtäkäl, där den Sittänverrrrfahl röööögorooooohs anprrrangärt und Wärrrte ins Bähwußtsain dähr Mänschän zoröckrohft!?! Am Bästän do schäbst die Scholt wiedär dän Häppähs än dä Schuhääää!!!!“
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/sex-und-drogenorgie-loveparade-zahlreiche-tote-bei-sodom-und-gomorrha-in-duisburg.html
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/grosse-resonanz-auf-loveparade-artikel.html
Für den Inhalt der Links ist alleine die Auteuse verantwortlich. Ich distanziere mich ausdrücklich von diesem Blödsinn!
Wenn man bedenkt, dass die Frau mal die Woch… äh Tagesschau transportiert hat, wird einem ja übel. Es ist schon sehr zynisch, wie die mit dem Love-Parade-Unglück umgeht. Und alles unter dem Deckmantel der „Schöpfung“ und der „Werte“! Wenn ich dieses Pamphlet lese, kann ich nur konstatieren: „WERTE AM ARSCH!“, denn wer sich so menschenverachtend zu 19 Todesopfern äußert, dem sind selbst die grundlegendsten, gesellschaftlichen Orientierungspunkte abhanden gekommen. Da hilfts dann auch nix, sich hinter christlichen Floskeln und der „Schöpfung“ zu verstecken, das machts nur noch schlimmer. Der Frau fehlt einfach jeder Respekt, auch dieses gezwungen dahergeholperte Bedauern, was vordergründig die gruseligsten Weltbilder verdecken soll ist beim Lesen der nächsten zwei Sätze doch schon wieder als Charade entlarvt. Schauen wir uns die Argumentationsstruktur doch mal aus der Perspektive eines religiös verwirrten Pseudofundamentalisten etwas näher an.
Loveparade ist also „böse“. Warum? Naja, weil wegen Sex, Alkohol und so. Und überhaupt sind viele Raver auch noch „vollgekifft“. Hallo, geht`s noch?!? Wer sagt denn heute noch „vollgekifft“??? Werte Frau Reichsmoralapostel, bei der Drogenjugend heißt das heute „stoned“ oder „breit“ (wenn sie Anglizismen vermeiden wollen… elende Feindsprache). Von mir aus sagen sie auch „high“, das ist der ewige Klassiker unter den Drogenbegriffen, aber bitte nicht „vollgekifft“. Außerdem: In was für einer Welt leben Sie denn? Einer Welt in der Raver kiffen? Gibt’s da auch rosa Elefanten auf Mopeds, die zum Friseur fliegen? Man merkt, dass Sie sich mit der Materie beschäftigt haben… . Also bitte, etwas mehr Recherche würde Ihnen gut tun! OK, also: Love Parade böse! Warum? Achso, hatten wir ja schon. Das hängt mit den ganzen Bekifften Alkis zusammen, die sich vorm Mischpult unkontrolliert paaren.
Aber, und das ist meistens die wichtigste aller Fragen, wer trägt die Schuld? Und vor allem: Woran eigentlich? Wer ist schnell geklärt: Das sind die bösen Achtundsechziger. Folgt man der Ähhfa und ihrem verschwurbelten Weltbild, ist das sogar logisch, denn die waren ja auch dauernd „vollgekifft“, als sie sich volltrunken gegenseitig besprungen haben und die gesellschaftliche Gesamtmoral quasi kollektiv hinwegvögelten. Zumindest vermutet das die Frau H.. Die „Werte“ und die „Moral“ gingen dabei flöten. Was blieb, war so Satanswerk wie „Gleichberechtigung“ und „Toleranz“. Ganz zu schweigen von „Atheismus“… igitt! Und weil damals die Normen umgekrämpelt wurden, hat sich die Jugend von Heute total vollgekifft der alkoholisierten Techno-Orgie ergeben, was ja nur in der Katastrophe enden konnte.
Wir lernen also: Schuld an der Tragödie vom Sonnabend sind die Hippies. Gibt’s bei Frau H. eigentlich auch noch andere Schuldige als die Hippies? Die Hippies haben ja schon die Mutterrolle zerstört und ihr eine karrieregeile Geburtsverweigerin entgegen gesetzt. Wenn diese dann doch mal ein Kind bekommt, verwahrlost dieses werktags komplett unterversorgt am geistigen Existenzminimum in einem antiautoritären Erziehungssystem, in welchem der kein moralisch integerer Religionslehrer mehr den heiligen Rohrstock schwingen darf. Und überhaupt hat uns die Eva ja auch gelehrt, dass die göttlich gewollte Rollenverteilung durch sie ausgehebelt wurde, durch diese Hippies! Stand Frau früher noch halbtags am Herd um den Rest der Zeit die Bude zu wienern, wird sie heute förmlich an den Arbeitsplatz gezerrt, egal wie sehr es ihr auch widerstreben mag. Von wem? Vom Hippie natürlich! (Man stelle sich das mal vor, wie so ein batikgetränkter Rastamann früh die Finanzdirektorin gegen deren Willen im Büro abliefert… vor allem „früh“ *lol*)! Aber alles das hat uns die Eva schon gelehrt. Und jetzt eben noch, dass die Hippies für die Love-Parade verantwortlich sind. Viel mehr noch, für das Unglück, das 19 Menschen das Leben kostete. Niveaulosere Publicity kann man meiner Meinung nach nicht erHASCHen. Aber man sollte der Frau ja auch nicht allzu unrecht tun, schließlich hat sie ja einen „Traum“. Ich zitiere mal:
„Ich habe nämlich einen Traum:
Den Traum eines Landes mit glücklichen Menschen, ohne Drogen, ohne übermäßigen Alkohol, ohne eine sexualisierte Gesellschaft, sondern eines Landes, in dem Menschen leben, denen Verlässlichkeit und gegenseitiger Respekt wichtig sind. Wünschenswert wäre ein Land, in dem die Menschen sich füreinander verantwortlich fühlen, ein Land, in welchem Politiker nicht mehr die Unwahrheit sagen dürfen, ein Land mit Medien, die wahr berichten. Ein Land mit geistiger Freiheit und Hilfe sowie Liebe für den Nächsten.“
… und die will uns was von „vollgekifft“ erzählen! Das, was die nimmt, gibt’s nur auf Rezept! Jedenfalls finde ich nach all diesen absurden Theorien über gesamtgesellschaftliche Hippie-Komplotte, die „Sodom und Gomorrha“ herbeigeführt haben die Schlussbemerkung noch mal sehr erstaunlich. Denn da ist die Rede davon, dass „ganz andere Mächte“ eingegriffen haben könnten um dem „schamlosen Treiben“ ein Ende zu setzen. Hmm… die Borg? Wohl kaum, die hat Picard ja besiegt. Ich glaube, und das ist nur eine Vermutung, die Frau will auf Gott hinaus. Ich sehe schon die nächste BLÖD – Schlagzeile:
„Loveparade-Katastrophe: GOTT entlastet Hippies! Untertitel: Eva H.: HILFE, sie wollten mich emanzipieren!!“
(26.07.2010)
Neulich auf dem Obersalzberg: „ÄÄÄHHHHHFFFFA!!!! Schraiiibst do mal ainähn Arrrrrrtäkäl, där den Sittänverrrrfahl röööögorooooohs anprrrangärt und Wärrrte ins Bähwußtsain dähr Mänschän zoröckrohft!?! Am Bästän do schäbst die Scholt wiedär dän Häppähs än dä Schuhääää!!!!“
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/sex-und-drogenorgie-loveparade-zahlreiche-tote-bei-sodom-und-gomorrha-in-duisburg.html
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/grosse-resonanz-auf-loveparade-artikel.html
Für den Inhalt der Links ist alleine die Auteuse verantwortlich. Ich distanziere mich ausdrücklich von diesem Blödsinn!
Wenn man bedenkt, dass die Frau mal die Woch… äh Tagesschau transportiert hat, wird einem ja übel. Es ist schon sehr zynisch, wie die mit dem Love-Parade-Unglück umgeht. Und alles unter dem Deckmantel der „Schöpfung“ und der „Werte“! Wenn ich dieses Pamphlet lese, kann ich nur konstatieren: „WERTE AM ARSCH!“, denn wer sich so menschenverachtend zu 19 Todesopfern äußert, dem sind selbst die grundlegendsten, gesellschaftlichen Orientierungspunkte abhanden gekommen. Da hilfts dann auch nix, sich hinter christlichen Floskeln und der „Schöpfung“ zu verstecken, das machts nur noch schlimmer. Der Frau fehlt einfach jeder Respekt, auch dieses gezwungen dahergeholperte Bedauern, was vordergründig die gruseligsten Weltbilder verdecken soll ist beim Lesen der nächsten zwei Sätze doch schon wieder als Charade entlarvt. Schauen wir uns die Argumentationsstruktur doch mal aus der Perspektive eines religiös verwirrten Pseudofundamentalisten etwas näher an.
Loveparade ist also „böse“. Warum? Naja, weil wegen Sex, Alkohol und so. Und überhaupt sind viele Raver auch noch „vollgekifft“. Hallo, geht`s noch?!? Wer sagt denn heute noch „vollgekifft“??? Werte Frau Reichsmoralapostel, bei der Drogenjugend heißt das heute „stoned“ oder „breit“ (wenn sie Anglizismen vermeiden wollen… elende Feindsprache). Von mir aus sagen sie auch „high“, das ist der ewige Klassiker unter den Drogenbegriffen, aber bitte nicht „vollgekifft“. Außerdem: In was für einer Welt leben Sie denn? Einer Welt in der Raver kiffen? Gibt’s da auch rosa Elefanten auf Mopeds, die zum Friseur fliegen? Man merkt, dass Sie sich mit der Materie beschäftigt haben… . Also bitte, etwas mehr Recherche würde Ihnen gut tun! OK, also: Love Parade böse! Warum? Achso, hatten wir ja schon. Das hängt mit den ganzen Bekifften Alkis zusammen, die sich vorm Mischpult unkontrolliert paaren.
Aber, und das ist meistens die wichtigste aller Fragen, wer trägt die Schuld? Und vor allem: Woran eigentlich? Wer ist schnell geklärt: Das sind die bösen Achtundsechziger. Folgt man der Ähhfa und ihrem verschwurbelten Weltbild, ist das sogar logisch, denn die waren ja auch dauernd „vollgekifft“, als sie sich volltrunken gegenseitig besprungen haben und die gesellschaftliche Gesamtmoral quasi kollektiv hinwegvögelten. Zumindest vermutet das die Frau H.. Die „Werte“ und die „Moral“ gingen dabei flöten. Was blieb, war so Satanswerk wie „Gleichberechtigung“ und „Toleranz“. Ganz zu schweigen von „Atheismus“… igitt! Und weil damals die Normen umgekrämpelt wurden, hat sich die Jugend von Heute total vollgekifft der alkoholisierten Techno-Orgie ergeben, was ja nur in der Katastrophe enden konnte.
Wir lernen also: Schuld an der Tragödie vom Sonnabend sind die Hippies. Gibt’s bei Frau H. eigentlich auch noch andere Schuldige als die Hippies? Die Hippies haben ja schon die Mutterrolle zerstört und ihr eine karrieregeile Geburtsverweigerin entgegen gesetzt. Wenn diese dann doch mal ein Kind bekommt, verwahrlost dieses werktags komplett unterversorgt am geistigen Existenzminimum in einem antiautoritären Erziehungssystem, in welchem der kein moralisch integerer Religionslehrer mehr den heiligen Rohrstock schwingen darf. Und überhaupt hat uns die Eva ja auch gelehrt, dass die göttlich gewollte Rollenverteilung durch sie ausgehebelt wurde, durch diese Hippies! Stand Frau früher noch halbtags am Herd um den Rest der Zeit die Bude zu wienern, wird sie heute förmlich an den Arbeitsplatz gezerrt, egal wie sehr es ihr auch widerstreben mag. Von wem? Vom Hippie natürlich! (Man stelle sich das mal vor, wie so ein batikgetränkter Rastamann früh die Finanzdirektorin gegen deren Willen im Büro abliefert… vor allem „früh“ *lol*)! Aber alles das hat uns die Eva schon gelehrt. Und jetzt eben noch, dass die Hippies für die Love-Parade verantwortlich sind. Viel mehr noch, für das Unglück, das 19 Menschen das Leben kostete. Niveaulosere Publicity kann man meiner Meinung nach nicht erHASCHen. Aber man sollte der Frau ja auch nicht allzu unrecht tun, schließlich hat sie ja einen „Traum“. Ich zitiere mal:
„Ich habe nämlich einen Traum:
Den Traum eines Landes mit glücklichen Menschen, ohne Drogen, ohne übermäßigen Alkohol, ohne eine sexualisierte Gesellschaft, sondern eines Landes, in dem Menschen leben, denen Verlässlichkeit und gegenseitiger Respekt wichtig sind. Wünschenswert wäre ein Land, in dem die Menschen sich füreinander verantwortlich fühlen, ein Land, in welchem Politiker nicht mehr die Unwahrheit sagen dürfen, ein Land mit Medien, die wahr berichten. Ein Land mit geistiger Freiheit und Hilfe sowie Liebe für den Nächsten.“
… und die will uns was von „vollgekifft“ erzählen! Das, was die nimmt, gibt’s nur auf Rezept! Jedenfalls finde ich nach all diesen absurden Theorien über gesamtgesellschaftliche Hippie-Komplotte, die „Sodom und Gomorrha“ herbeigeführt haben die Schlussbemerkung noch mal sehr erstaunlich. Denn da ist die Rede davon, dass „ganz andere Mächte“ eingegriffen haben könnten um dem „schamlosen Treiben“ ein Ende zu setzen. Hmm… die Borg? Wohl kaum, die hat Picard ja besiegt. Ich glaube, und das ist nur eine Vermutung, die Frau will auf Gott hinaus. Ich sehe schon die nächste BLÖD – Schlagzeile:
„Loveparade-Katastrophe: GOTT entlastet Hippies! Untertitel: Eva H.: HILFE, sie wollten mich emanzipieren!!“
(26.07.2010)
JUST... BREATHLESS
... da stand nur so ein Typ mit nem MacBook auf der Bühne... nur so ein unspektakulärer Typ mit nem MacBook! Und das Ergebnis ist schlicht großartig!
KICK OUT THE JAMS
(Pearl Jam + X)
So, ich gebs ja zu: Nach Berlin war die Luft raus! Tour vorbei und diese typische Mischung aus „WIE GEIL WAR DAS DENN?!?!?“ Und „Schade, wer weiß, wann die Jungs wieder kommen!“ macht sich breit. Dem zufolge war dann auch die Motivation (und urlaubsbedingt auch die Zeit) für dezidiertes Weiterverfolgen der Tour hier im Blog nicht mehr so ganz da. Außerdem gabs dann auch noch das „Problem“, dass alles, was nach Berlin kam nur noch Festivalauftritte waren, keine Headliner-Shows mehr. Davon gabs ja mit Dublin, Belfast und Berlin leider nur drei dieses Jahr. Lediglich drei Mal volles Setlist-Programm und acht Festivals. Aber wir wollen nicht meckern, mit Nijmegen und Berlin hatte ich wieder zwei absolute Schmankerl besucht und ein kleines, wenn auch weinendes Auge blieb nur bei Venedig und Oreias zurück. Die beiden Sets hätte ich gern noch mitgenommen. Auf was ich auch in Zukunft verzcihten werde, sind Shows in Polen. Nicht nur, dass die Typen „auswärts“ immer ein gewisses Nervpotential entfalten, auf ihrer eigenen Show benahm man sich dann auch gleich derart daneben, dass Eddie einschreiten musste. Nee, das muß ich mir nicht antun. Jedenfalls hier die Zusammenfassung der anderen Festivals:
01.07.2010 Gdyna, Polen (Heineken Opener’ Festival)
Set List:
Interstellar Overdrive
Corduroy
Do The Evolution
Hail, Hail
Got Some
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Amongst The Waves
Unthought Known
Even Flow
Just Breathe
Daughter/Another break in the wall
Given To Fly
Arms Aloft
Why Go
Jeremy
Rearviewmirror
1st encore:
The Fixer
Better Man
Black
Alive
RITFW
Nach Berlin konnte man erwartungsgemäß keine Steigerung verzeichnen. Solides Festival-Set mit „Hail, Hail“, dem großartigen „Amongst the Waves“ und „Arms Aloft“ als Highlights.
03.07.2010 Arras, Frankreich (Main Square Festival)
Main Set:
Unthought Known
Got Some
Given to fly
State of Love and Trust
Corduroy
Even Flow
Just Breathe
Of The Earth
Elderly Woman Behind The Counter in a Small Town
Porch
Encore 1:
Red Mosquito with Ben Harper
Jeremy
Black
The Fixer
Alive
Baba O'Reilly
Yellow Ledbetter
Mit 17 Songs recht kurz greaten. “Unthought Known” als Opener stelle ich mir großartig vor. Ansonsten starke Songauswahl, „Of the Earth“ hätte ich ebenso wie „RED MOSQUITO“ dieses Jahr ebenfalls gern gehabt… aber was solls, so bin ich förmlich gezwungen, weiter zu touren! ;-) Ach ja: Baba is back! :-D
04.07.2010 Werchter – Festival, Belgien
Main Set:
Public Image
Do The Evolution
Corduroy
The Fixer
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Severed Hand
Amongst The Waves
Even Flow
Arms Aloft (Joe Strummer & The Mescaleros)
Unthought Known
Porch
Encore 1:
Of The Earth
Got Some
Given To Fly
Just Breathe
Rearviewmirror
Encore 2:
Comatose
Why Go
Alive
Kick Out The Jams (with Dave Grohl & Alain Johannes)
Schönes Set, eingeleitet von “Public Image Limited”, nach der Weltpremiere in Berlin scheint man ein wenig daran festhalten zu woollen. Ansonsten Festival-Songs mit schmucken Highlights. Der Closer ist natürlich beneidenswert, insbesondere, wenn man die Foo Fighters und QOTSA liebt.
06.07.2010 Venedig, Italien (Heineken Jammin Festival)
Main Set:
Given to Fly
Interstellar Overdrive
Corduroy
World Wide Suicide
The Fixer
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Breath
MFC
Even Flow
Present Tense
Do the Evolution
Unthought Known
Porch
1st Encore
Red Mosquito (with Ben Harper)
Just Breathe
State of Love and Trust
Arms Aloft
Jeremy
2nd Encore
Got Some
Once
Black
Public Image
Alive
Keep on Rockin' with GOMEZ, GOSSIP, SKUNK ANANSIE, BEN HARPER & THE RELENTLESS 7 on Stage)
Wiedergutmachung für das ausgefallene Konzi von 2007, als der Auftritt, wie auch Boom Hammond-Orgel vom Winde verweht wurden. Tolles Set, „Red Mosquito“ wieder dabei, „MFC“ ist ohnehin Sahne und mein gutes, altes, großartiges „Present Tense“ gibt sich auch wieder mal die Ehre. Der Schlußjam zu RITFW war wohl einzigartig!
09.07.2010 Bilbao, Spanien (BBK Live Festival)
Main Set:
Do the Evolution
Corduroy
Hail Hail
Why Go
The Fixer
Dissident
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Unthought Known
Even Flow
Arms Aloft
Given to Fly
Comatose
Porch
Encore 1
Got Some
Amongst the Waves
Black
Rearviewmirror
Encore 2
Just Breathe
Daughter
Alive
Schönes, stimmiges 20er-Set wie ich finde. „Porch“ als Main-Set-Closer scheint auf den Festivals schon fast gesetzt zu sein. Ansonsten genau das, was für mich die Festivals 2010 ausmachte: Anfangs ordentlich auf die Nuss, danach ein paar schöne Sing-Alongs und Überraschungen eingestreut. Wenn man, wie ich, das Glück hatte, in Nijmegen dabei zu sein, konnte da solche Brummer-Versionen von „In My Tree“ oder ein „Jeremy“ bei rumkommen.
10.07.2010 Oeiras, Portugal (Optimus Alive Festival)
Main Set:
Release
Elderly Woman Behind the Counter In a Small Town
Animal
Given To Fly
In Hiding
Unthought Known
Nothingman
Daughter
Even Flow
Just Breathe
Wishlist
Black
Glorified G
Why Go
Encore 1:
The End
Portugal Improv.
Public Image
The Fixer
Wasted Reprise
Better Man
Encore 2:
Smile
Once
Alive
Yellow Ledbetter
Für mich ohne Frage die beste Setlist der diesjährigen Festivals und ein wahrhaft würdiges „Auf Wiedersehen“ an den Kontinent. „Smile“ war ja zu erwarten auf dem letzten Konzi, „Noghingman“, „Wishlist“, „Glorified G“ und das epochale „Once“ auf Festivals eher nicht. Sehr schönes Set, wäre ich gerne dabei gewesen. (Ach ja: „RELEASE“ KOMMT IMMER BEI DEN FALSCHEN KONZERTEN! Aber ich geb`s nich auf… bei der nächsten Tour, da wird ich’s hören! Versprochen! Bis dahin frisst mich der Neid halt auf, wenn ich so ne Setlist lese!
Personal New Song Index:
Oeiras: 2
Bilbao: 2
Venice: 2
Werchter: 3
Arras: 2
Gdyna: 2
BERLIN: 10
NIJMEGEN: 4
London: 7
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
(11.07.2010)
So, ich gebs ja zu: Nach Berlin war die Luft raus! Tour vorbei und diese typische Mischung aus „WIE GEIL WAR DAS DENN?!?!?“ Und „Schade, wer weiß, wann die Jungs wieder kommen!“ macht sich breit. Dem zufolge war dann auch die Motivation (und urlaubsbedingt auch die Zeit) für dezidiertes Weiterverfolgen der Tour hier im Blog nicht mehr so ganz da. Außerdem gabs dann auch noch das „Problem“, dass alles, was nach Berlin kam nur noch Festivalauftritte waren, keine Headliner-Shows mehr. Davon gabs ja mit Dublin, Belfast und Berlin leider nur drei dieses Jahr. Lediglich drei Mal volles Setlist-Programm und acht Festivals. Aber wir wollen nicht meckern, mit Nijmegen und Berlin hatte ich wieder zwei absolute Schmankerl besucht und ein kleines, wenn auch weinendes Auge blieb nur bei Venedig und Oreias zurück. Die beiden Sets hätte ich gern noch mitgenommen. Auf was ich auch in Zukunft verzcihten werde, sind Shows in Polen. Nicht nur, dass die Typen „auswärts“ immer ein gewisses Nervpotential entfalten, auf ihrer eigenen Show benahm man sich dann auch gleich derart daneben, dass Eddie einschreiten musste. Nee, das muß ich mir nicht antun. Jedenfalls hier die Zusammenfassung der anderen Festivals:
01.07.2010 Gdyna, Polen (Heineken Opener’ Festival)
Set List:
Interstellar Overdrive
Corduroy
Do The Evolution
Hail, Hail
Got Some
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Amongst The Waves
Unthought Known
Even Flow
Just Breathe
Daughter/Another break in the wall
Given To Fly
Arms Aloft
Why Go
Jeremy
Rearviewmirror
1st encore:
The Fixer
Better Man
Black
Alive
RITFW
Nach Berlin konnte man erwartungsgemäß keine Steigerung verzeichnen. Solides Festival-Set mit „Hail, Hail“, dem großartigen „Amongst the Waves“ und „Arms Aloft“ als Highlights.
03.07.2010 Arras, Frankreich (Main Square Festival)
Main Set:
Unthought Known
Got Some
Given to fly
State of Love and Trust
Corduroy
Even Flow
Just Breathe
Of The Earth
Elderly Woman Behind The Counter in a Small Town
Porch
Encore 1:
Red Mosquito with Ben Harper
Jeremy
Black
The Fixer
Alive
Baba O'Reilly
Yellow Ledbetter
Mit 17 Songs recht kurz greaten. “Unthought Known” als Opener stelle ich mir großartig vor. Ansonsten starke Songauswahl, „Of the Earth“ hätte ich ebenso wie „RED MOSQUITO“ dieses Jahr ebenfalls gern gehabt… aber was solls, so bin ich förmlich gezwungen, weiter zu touren! ;-) Ach ja: Baba is back! :-D
04.07.2010 Werchter – Festival, Belgien
Main Set:
Public Image
Do The Evolution
Corduroy
The Fixer
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Severed Hand
Amongst The Waves
Even Flow
Arms Aloft (Joe Strummer & The Mescaleros)
Unthought Known
Porch
Encore 1:
Of The Earth
Got Some
Given To Fly
Just Breathe
Rearviewmirror
Encore 2:
Comatose
Why Go
Alive
Kick Out The Jams (with Dave Grohl & Alain Johannes)
Schönes Set, eingeleitet von “Public Image Limited”, nach der Weltpremiere in Berlin scheint man ein wenig daran festhalten zu woollen. Ansonsten Festival-Songs mit schmucken Highlights. Der Closer ist natürlich beneidenswert, insbesondere, wenn man die Foo Fighters und QOTSA liebt.
06.07.2010 Venedig, Italien (Heineken Jammin Festival)
Main Set:
Given to Fly
Interstellar Overdrive
Corduroy
World Wide Suicide
The Fixer
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Breath
MFC
Even Flow
Present Tense
Do the Evolution
Unthought Known
Porch
1st Encore
Red Mosquito (with Ben Harper)
Just Breathe
State of Love and Trust
Arms Aloft
Jeremy
2nd Encore
Got Some
Once
Black
Public Image
Alive
Keep on Rockin' with GOMEZ, GOSSIP, SKUNK ANANSIE, BEN HARPER & THE RELENTLESS 7 on Stage)
Wiedergutmachung für das ausgefallene Konzi von 2007, als der Auftritt, wie auch Boom Hammond-Orgel vom Winde verweht wurden. Tolles Set, „Red Mosquito“ wieder dabei, „MFC“ ist ohnehin Sahne und mein gutes, altes, großartiges „Present Tense“ gibt sich auch wieder mal die Ehre. Der Schlußjam zu RITFW war wohl einzigartig!
09.07.2010 Bilbao, Spanien (BBK Live Festival)
Main Set:
Do the Evolution
Corduroy
Hail Hail
Why Go
The Fixer
Dissident
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Unthought Known
Even Flow
Arms Aloft
Given to Fly
Comatose
Porch
Encore 1
Got Some
Amongst the Waves
Black
Rearviewmirror
Encore 2
Just Breathe
Daughter
Alive
Schönes, stimmiges 20er-Set wie ich finde. „Porch“ als Main-Set-Closer scheint auf den Festivals schon fast gesetzt zu sein. Ansonsten genau das, was für mich die Festivals 2010 ausmachte: Anfangs ordentlich auf die Nuss, danach ein paar schöne Sing-Alongs und Überraschungen eingestreut. Wenn man, wie ich, das Glück hatte, in Nijmegen dabei zu sein, konnte da solche Brummer-Versionen von „In My Tree“ oder ein „Jeremy“ bei rumkommen.
10.07.2010 Oeiras, Portugal (Optimus Alive Festival)
Main Set:
Release
Elderly Woman Behind the Counter In a Small Town
Animal
Given To Fly
In Hiding
Unthought Known
Nothingman
Daughter
Even Flow
Just Breathe
Wishlist
Black
Glorified G
Why Go
Encore 1:
The End
Portugal Improv.
Public Image
The Fixer
Wasted Reprise
Better Man
Encore 2:
Smile
Once
Alive
Yellow Ledbetter
Für mich ohne Frage die beste Setlist der diesjährigen Festivals und ein wahrhaft würdiges „Auf Wiedersehen“ an den Kontinent. „Smile“ war ja zu erwarten auf dem letzten Konzi, „Noghingman“, „Wishlist“, „Glorified G“ und das epochale „Once“ auf Festivals eher nicht. Sehr schönes Set, wäre ich gerne dabei gewesen. (Ach ja: „RELEASE“ KOMMT IMMER BEI DEN FALSCHEN KONZERTEN! Aber ich geb`s nich auf… bei der nächsten Tour, da wird ich’s hören! Versprochen! Bis dahin frisst mich der Neid halt auf, wenn ich so ne Setlist lese!
Personal New Song Index:
Oeiras: 2
Bilbao: 2
Venice: 2
Werchter: 3
Arras: 2
Gdyna: 2
BERLIN: 10
NIJMEGEN: 4
London: 7
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
(11.07.2010)
PUSH ME, PULL ME - Pearl Jam in der Wuhlheide Berlin, 30.06.2010
(Pearl Jam)
Was bisher geschah:
Nach einer veritabel langen Anreise durfte ich in Nijmegen eine weitere, außerordentliche Pearl Jam Show erleben. Ein Festivalset von 19 knackigen Nummern, mit dem wunderbaren „In My Tree“ und „Jeremy“ als absolute i-Tüpfelchen. Von Nijmegen aus machte ich mich zunächst auf in Richtung Maastricht. Als sich das als ziemlich dämliche Idee heraus stellte (Gott sei Dank nach wenigen Kilometern), fand ich nur deshalb auf den rechten Weg zurück, um mich in Dortmund gleich wieder heillos zu verfransen. Vom Schutzmann bekam ich sodann den rechten Weg gewiesen, sodaß ich am nächsten Tag meine Schwester im fernen Jena einsammeln und der Hauptstadt entgegen streben konnte. Da warteten sie wieder, die Jungs! Nach 2006 und 2009 blühte uns der dritte Pearl – Jam – Abend in der großartigen Wuhlheide. Und genau davon, soll euch folgendes Blögchen berichten!
Wir kamen bereits am Dienstag, also dem Tag vor DEM Tag, in good old Berlin an. Es ist immer wieder schön in diese Stadt zurück zu kommen. Sogar ganz unabhängig von Pearl Jam, Berlin ROCKT! Jedenfalls checkten wir ordnungsgemäß im „Ostel“ ein und relaxten ein wenig auf den FDGB-Gedächtnispritschen, bevor uns das Fußballfieber packte. Spanien : Portugal stand auf der Speisekarte und das wollten wir nicht verpassen. Und so landeten wir nach 20 Minuten Fußmarsch in einer Eckkneipe in Kreuzberg. Sehr… nennen wir es mal „urig“ dieses Erlebnis, aber mindestens genauso charmant! Das Schultheiß schmeckte und die Spanier beförderten diesen unsäglichen Christiano Ronaldo standesgemäß aus dem Turnier. Fein! Letzten Endes ging es also gut gelaunt zurück ins Pionierlager, dem Event entgegen schlafen.
30.06.2010
Aufgewacht, Frühstück genossen und dann noch ein wenig auf dem Zimmer rumgehangen. So gegen 12 dann endlich ins „Get Right“-Shirt geschlüpft und direkt zum benachbarten Ostbahnhof gepilgert, wo wir dann eifrig in die S3 sprangen um der Wuhlheide entgegen zu streben. Einfach göttlich, diese langsame Spannungsaufbau… diese sich steigernde Vorfreude. Als wir dann letztendlich ausstiegen, waren wir irgendwie beruhigt, dass wir nicht die einzigen Bekloppten waren, die trotz Fan-Club-Karten und somit garantiertem Early Entry (was diesmal sogar funktionierte) bereits 6 Stunden vor Konzertbeginn am Veranstaltungsort ankamen.

Wir durchschritten also im angenehmen Schatten der Bäume den Allee-Pfad zur Wuhlheide und setzten uns, als wir vorm 10c-Eingang angekommen waren, erst einmal auf die Wiese zwischen all die anderen Nerds. Es herrschte wieder die gewohnt dösige Vorkonzert – Atmosphäre, die ich auf meinen ausufernden Reisen durch die Konzerthallen dieser Republik (*lol* klingt geil, was?!?) bislang bei keiner anderen Band erlebt habe. Da saß man im Schatten, trank Berliner Kindl, alberte rum oder nagte an einer Bratwurst, während der Einlass mit jeder verchillten Minute näher rückte. Einziger Aufreger war, als der 10c-Ticket-Schalter endlich seine Pforten öffnete und wir unsere Karten nebst Bändchen in Empfang nehmen durften. Das hieß ein halbes Stündchen anstehen, Ausweis vorzeigen und dann ab mit dem Bändel ans seit 10 Monaten so unsäglich verwaiste Handgelenk! Komm zu Papa, du Pass ins Paradies! Danach gings zurück auf die Wiese, Schrippen essen und relaxen.

Ab und an ein bekanntes Forumsgesicht oder eine der „Legenden“ der vergangenen Konzerte begrüßen. Zum Beispiel waren sowohl der extrem nervtötende Pole von letztem Jahr und der beknackte Neuseeländer da, der mit Perücke und Landesfahne 2007, im Wildschiffen gestört, panisch vor dem Ordnungsamt am ISS-Dome in Düsseldorf flüchtete. Pearl Jam Konzerte sind aus dieser Sichtweise betrachtet schon so was Ähnliches wie kleine Familientreffen: Sowohl der coole Schwippschwager als auch die unausstehliche Tante sind anwesend. Trotzdem schmunzelt man danach über beide gleicher Maßen und ist irgendwie froh, sie wieder einmal gesehen zu haben. Irgendwann gegen 16 Uhr betraten wir dann das Gelände. Die Security fummelte uns diesmal nur oberflächlich nach Schusswaffen ab und warteten neben der Bühne auf den endgültigen Einlaß, während nebenan noch der Soundcheck tobte. So kamen wir dann auch in den Genuß von „Love Boat Captain“, der wider Erwarten nicht in der Setlist auftauchte. Als es endlich rein ging, stürmten wir zunächst auf die Tribüne um festzustellen, dass es diesmal überhaupt keinen FOS gab. Nicht einmal ein nachträglich hochgeklappter Wellenbrecher war da. Angesichts des 10 Jährigen Roskilde Jahrestages verwunderte uns das schon ein wenig. Nächstes Jahr lässt man vermutlich die Security gleich mit weg. Aber egal, zunächst ging es ohnehin Richtung Merch-Stand. Das Tourshirt war schnell im Sack und ebenso das ultimative Berlin-Poster! DER HAMMER!!! Für mich das Poster-Highlight der bisherigen Tour, inklusive US-Konzerte. Meiner Schwester gings da ähnlich. Gerahmt sieht das Ding sogar noch eine Ecke schärfer aus. Großartig! Als diese Devotionalien gesichert waren, gings ab vor die Bühne. Dieses Jahr war mal wieder Stone`s Seite dran. Wir sicherten uns also einen angenehmen Platz im Strafraum, wo man zwar schön nahe dran war, aber dennoch ohne größere Blessuren dem Konzert folgen konnte. Da ging das Sit-In dann erstmal weiter. Während wir so auf den Konzertbeginn warteten stießen zunächst Jimmy und etwas später auch Olli und Kristin zu uns. Gemeinsam sollten wir diesem epochalen Abend beiwohnen. Bis Ben Harper dann die Bühne betrat gabs noch das obligatorische Konzertbier, was mit 3,70€ allerdings so langsam ein Preisniveau erreicht, was einen erschaudern lässt. Pünktlich gegen 18:30 Uhr betraten dann Ben Harper und seine Relentless 7 die Bühne. Schönes Einheizer-Set. In Nijmegen fand ich sie allerdings nen Zacken besser, was aber auch an der längeren Spielzeit liegen mag. Highlight war erneut das großartige „Under Pressure“ bei dem Eddie erneut die Bühne betrat und von den Massen gleich mal entsprechend gefeiert wurde. Nach einem feinen Set und 45 Minuten Spielzeit verabschiedete Ben sich wieder. Schade, dass er sich bei Eddie nicht mit einem „Red Mosquito“-Gastauftritt revanchierte. Aber egal. Während umgebaut wurde und die Vorfreude so langsam aber sicher den roten Tachobereich erreichte ging das gewohnte Ratespiel um den Opener los. Meine Hoffnung auf „Release“ wird wohl nie sterben, aber damit lag ich genauso daneben wie mit meinem „Realo-Tipp“ eines „Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town“. Aber immer der Reihe nach. Nachdem die Sonne endlich hinter den Baumwipfeln in Deckung gegangen war, ertönte alsbald das Piano-Intro der Jungs und kollektiver Jubel brandete auf. Nachdem man sich die Zeit mit einer gehörigen Portion Sich-Selbst-Feiern und einer wahren Orgie von La-Olas vertrieben hatte, die durchs weite Rund und den Innenraum schwappten, gings endlich los. Wie üblich platzte man in diesem Moment fast vor Spannung. Als dann Eddie und Co endlich auf die Bühne traten und in die Massen winkten, wars kaum noch auszuhalten. ENDLICH! Monate Lang fieberte man diesem Moment entgegen. Nijmegen war schon großartig, aber wie gewohnt nahm Berlin die Sonderstellung als persönliches Tourhighlight ein. Schwupps waren die Instrumente umgehängt oder besetzt (je nach dem, ob man Schlagzeuger ist oder nicht).
Und dann gings los! Die ersten Takte des wundervollen „Long Road“ erklangen.
Wahnsinn, wieder so ein unerwarteter Auftakt! Schöner, langsamer Einstieg mit der klaren Nr. 2 auf meiner Opener-Wunschliste („Release“ läuft schon fast außer Konkurrenz ;-). Weltklasse Einstieg. Und wie nicht anders zu erwarten war, wurde danach erstmal die grobe Kelle ausgepackt. Dem nun direkt folgenden „Got Some“ hörte man deutlich an, dass die Jungs es seit letztem Jahr einige Male üben konnten. Beste Live-Version für mich, das Ding sprühte gerade so vor Energie. Die Menge ging dann gleich so richtig mit, was sich bei „Why Go“ noch steigerte. Erster großer Wuhlheide-Chor inklusive. Dabei wurden Erinnerungen an 2006 wach, als der Song die Hütte hier so richtig erzittern ließ. Als dann „Given to Fly“ und „Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town“ ein wenig die Bremse zogen und dennoch textsicher mitgesungen wurden, war einem so ungefähr klar, dass die Stimmung zu letztem Jahr nicht nennenswert abfallen würde. Während „Given to Fly“ gewohnt ausuferte und sich bis zum großen Finale mehr und mehr aufbaute, war mit „Elderly Woman“ wieder Sing-Along-Time angesagt. Immer wieder herrlich dieser Song. Nicht spektakulär, knallig oder besonders ausgefeilt arrangiert… aber einfach ein wahnsinnig schönes Konzertlied. Als dieses verklungen war, brach dann der erste Raritätenblock an. Los ging der Reigen mit, man mochte es kaum glauben, „Push Me, Pull Me“. Als da die ersten Takte ertönten, schauten wir uns nur fassungslos an um anschließend entsprechend mitzugehen. Unglaublich… dass ich das noch mal erleben darf, wie die Jungs diese sperrige aber hochgradig hörenswerte Nummer mal live für mich auspacken. Die erste Verblüffung war noch nicht ganz verflogen, da wurde ein wunderbares „Immortality“ nachgelegt. Trauriger Song, aber großartig den mal zu Hören zu bekommen. Schade nur, dass es noch so hell war, in der Dunkelheit wäre das Ding der reinste Burner gewesen. Dieses Song-Duo alleine war schon unglaublich. Daß die Setlist direkt danach noch „In Hiding“ vorsah, war dann gleich der nächste Adrenalin-Kick. Da es von Düsseldorf 2007 leider kein offizielles Bootleg gibt, werde ich diesen tollen Song jetzt endlich mal als Live-Version auf Silberling haben. Klasse! Es folgte der Turm in der Setlist-Schlacht: „Even Flow“ mit einer für meinen Geschmack hochgradig faszinierenden Gitarrenleistung von Mikey. WAS EIN SOLO!?!?!!! Viele nervt „Even Flow“, ich brauche den irgendwie… ein Konzi ohne den Song reicht mir erstmal! Nach dem Ten-Klassiker brach wieder die Backspacer-Zeit an. „Johnny Guitar“ funktionierte Live wie seine Albumkollegen wieder fantastisch. Warum viele sich mit der Scheibe so schwer tun, weiß ich nicht. Aber eines steht fest: Da sind eine Menge großartiger Live-Nummern drauf und „Johnny Guitar“ ist definitiv eine davon. Das sollte dann auch der Rest vom Abend erneut belegen. Bevor aber das von mir so erhoffte „Gonna See My Friend“ die Bude wegrockte, wurde noch „Light Years“ ausgepackt. Bereits letztes Jahr eines meiner Konzerthighlights. Schöner Mitsingtext, treibender Rhythmus, der aber nie in übertriebene Hektik verfällt und ein Eddie-typischer Text auf Weltklasseniveau! Diese kollektive Stimmung des dahin getragen Werdens wurde dann nach einer kurzen Ansprache von Eddie mit „Gonna See My Friend“ wieder emporgerockt. Ein wahrer Kracher der Backspacer-Opener! Lange keinen so befreiten, gradlinigen Rocker gehört. Das folgende „World Wide Suicide“ war so etwas wie die logische Folge, das musste nach dem Song schon fast kommen und passte im gesamten Set auch NUR an genau und exakt diese Stelle. Danach folgte ein erneutes Highlight. Neben „Immortality“ bildete bis ca. 20 Uhr an jenem 30.06.2010 „Low Light“ so ziemlich den größten noch unerfüllten Setlist Wunsch aus der schwermütigen Balladen-Ecke. Und jetzt BEIDE an einem Abend! Im selben Set! Was habe ich immer neidisch auf die Setlisten geschielt, wo einer der beiden Songs aufkreuzte… unglaublich! Das fällt jetzt erstmal flach, zumindest in der Intensität. Herrlich, dazu noch der sich verfärbende Himmel, nachdem die Sonne endgültig abgedankt hatte für den Abend. Großartiger Song, geile Version, passende Stimmung! Obendrein der nächste Strich auf der „New Song List“ und zwar ein besonders dicker, fetter, wasserunläslicher und vor allem schwarzer Edding-Strich! Der ausklang des Mainsets wurde dann mit „Comatose“ eingeleitet. Jenem kompromisslosen Rocker von der Avocado. Immer wieder ein gern gesehener Gast auf Konzerten was mich angeht. Ich mag den Song, mochte ihn schon immer. Selbst als er nur als Demo durchs Netz geisterte (unter einem anderen, für mich recht beknackten Namen noch) hatte es mir Comatose irgendwie angetan. Gewürzt wurde er diesmal noch von einem im ersten Moment ziemlich katastrophalen Verspieler der Band, der dann aber unter Leitung von Mikey mühelos aufgefangen und in einen kurzen Improvisationsjam umgewandelt wurde. Sowas ist vielleicht nicht vorgesehen, aber in diesem Momenten merkt man erstmal, wie gut die Jungs eigentlich in dem sind, was sie da machen. Kaum hatte Mike angefangen, stieg Matt an der Schießbude passend ein und aus dem Chaos heraus entstand ein nettes Zwischenspiel, was dann nach kurzer Zeit im eigentlich geplanten „Comatose“ gipfelte.

Als Setcloser fungierte dann „Do the Evolution“ eingeleitet von irgend so einem Vollpflosten, der Eddie mit nem Becher erwischte. Dem Song an sich kam diese (Gott sei Dank) nur kurze Phase der Vedderschen Angepisstheit zwar nur zu Gute (sehr brachiale Version fand ich), aber darauf hätten 99% der Anwesenden auch gerne verzichtet. Entsprechend verließ Ed dann auch relativ geladen die Bühne. Als er nach kurzem Encore Break aber wieder zurück kehrte, war nichts mehr davon zu spüre. Vielleicht auch unterstützt von der gewohnten Fußball-Begrüßung zum ersten Encore. Das fast schon traditionelle „Oooooooohhhhhhhh“ hallte Minuten lang durchs Rund, begleitet von den erhobenen Händen. Eddie kommentierte dies mit „I kinda like that wave shit, it get’s me kind of… horny”. Eingeleitet wurde ein für meine Begriffe beste erste Encore meiner bisherigen Konzerte vom sehr, sehr mitreißenden, schaurig-schönen „The End“, Gänsehaut pur! Diese wurde dann bei „Just Breathe“ im Anschluß nicht unbedingt weniger. 2 Mal „Backspacer“, zwei Mal kollektives Seufzen am Ende der Songs bevor der Jubel ausbrach. Der danach folgende Stimmungsumschwung wurde brachial. Als Eddie „Spin the Black Circle“, die Hommage ans Vinyl, anmoderierte war das wie Weihnachten für mich. Dieser Brecher wurde von mir live ähnlich herbei gesehnt wie „Immortality“ aus der ruhigeren Ecke des Songfundus. Da war mächtiges Kopfschütteln angesagt. Was nun kommentarlos folgte war eine weitere Sensation. Ohne vor oder nach dem Song auch nur ein Wort darüber zu verlieren, streute man gleich mal eine Live (Welt-)Premiere eines neuen Covers ein. „Public Image“ von PIL ließ im ersten Moment und weit darüber hinaus sogar einen Großteil der Hardcore-Fans ratlos zurück. „Wie jetzt?!? Was`n das?“ stand etlichen Anwesenden ins Gesicht geschrieben. Schöne Nummer wie ich finde, wenngleich Eddie einen da ruhig hätte vorwarnen können. Mit „The Fixer“ wurde dann wieder bekannteres Terrain betreten. Live die absolute Stimmungskanone wie ich finde. Beeindruckte schon letztes Jahr, dieses Jahr hallten die „Yeah, Yeah. Yeahh, Yeahhhhh“’s noch zielsicherer durch die Venue. Herrlich! Was nun als Abschluß des ersten Zugabenblocks folgte war ein Sahnehäubchen auf das Sahnehäubchen des Sahnehäubchens des Abends. Eddie holte mit Peter Buck und Scott McCaughey gleich mal halb REM auf die Bühne (wie sich später heraus stellte, nehmen die Jungs in der Hauptstadt grade ihr neues Album auf). Gemeinsam ließ man dann mit der geballten Power von 4 (!!!) Gitarren eine Killerversion von „Kick out the Jams“ folgen. Unklar, der absolute Wahnsinn! Nach einer unangekündigten Live-Premiere semmeln die mit den REM Saitengöttern dieses brachiale MC5 – Cover unters Volk! Damit konnte man einfach nicht rechnen. Außerdem sah man insbesondere Mikey an, dass er bei dem Stück mal wieder seine Welt betrat. Der ging ab auf der Bühne, als wenn du einem Fünfjährigen ne Eiscreme-Flatrate schenkst! Damit war der erste Zugabenblock leider auch schon wieder Geschichte, ließ mich aber schwerst beeindruckt zurück, da unten in der Menge, wenige Meter vor der Bühne. Gott sei Dank mussten wir nich wirklich lange warten, bis die Jungs zum wunderbaren „Unthought Known“ wieder die Bühne betraten. Live mitgeschnitten von irgend so einem Heini via Laptop… aber das war d auch schon Wurscht! Hauptsache der Abend ging weiter… und das tat er auch. Denn „Unthought Known“ war das für heute letzte Indiz der Live-Qualitäten der Backspacer. Wie in Nijmegen verströmte der Song so einen kräftigen Hauch von „Das Leben ist schön“, dass man sich ihm nicht erwehren konnte. Der Song breitete sich förmlich in der ganzen Wuhlheide aus, wurde immer größer und größer und der Innenraum ging am Ende ab wie Schmidt’s Katze… bei einer Midtempo-Ballade!!! Wer nun aber Pearl Jam kennt, der weiß, dass nach so einem Song meistens die emotionale Achterbahnfahrt wieder in die andere Richtung umschwenkt. Ich kann mich bis heute noch nicht so recht entscheiden, aber gut möglich, dass das folgende „Black“ die Version von 2006 noch toppte. Leute, ich weiß es nicht! Jedenfalls hatte die Version eine Eins mit Sternchen verdient, ebenso wie vor vier Jahren. Beides außergewöhnliche Interpretationen der wohl größten PJ – Ballade. Unfassbar! Nicht nur, dass die Jungs alles an Spielfreude und, besonders Eddie an diesem Abend, an Weltschmerz und Emotionen in dieses Lied legten, auch das Minuten lang durch die Wuhlheide wabernde „düdüdüdüdüdüdüüüüüü, düdüdüdüdüdüdüüüüüüü….“ Im Anschluß ließ einen schier atemlos zurück. Sichtlich mitgenommen folgte nun Eddies Ansprache zur Roskilde-Katastrophe vor auf den Tag genau 10 Jahren. Ich schätze man, dass der kollektive Klos im Hals als er Sprach (und kurz abbrechen musste) bei einigen noch den Rest des Abends nicht so ganz verschwinden wollte. Eine durchaus angemessene Ansprache und vor allem mit anschließender Schweigeminute. Mag jetzt kitschig klingen, aber genau solche Aktionen machen Pearl Jam und die Beziehung zu ihren Fans und andersrum so einzigartig. So geriet dann auch das folgende „Come Back“ zur emotionalsten und eindringlichsten Nummern des Abends. Ich mag den Song nach wie vor nicht, der hat „Hey, foxymorphandlemamathatsMe“ seit Jahren als schwächstes und nervigstes PJ-Lied abgelöst. Ach was sage ich: Abgehängt! Aber an diesem Abend, nach dieser Ansprache und mit diesem Hintergrund konnte ich ihn nicht so richtig schlecht finden. Ging einfach nicht. „Very touching“ würde der Ami sagen… very touching!
Damit die Achterbahn aber in Schwung bleibt gings im Nachgang, schon fast trotzig, mit „Alive“ weiter. Die Massen gingen noch mal so richtig mit und, auch wenns der Song eigentlich nicht 100%ig hergibt, wurde er dann doch zu so einer Art Hohelied auf das Leben. Man wurde wieder heraus gerissen aus dieser doch bedrückten Stimmung und verlebte vor allem im Anschluß daran mit dem guten, alten Kumpel „Yellow Ledbetter“ noch einen schönen, runden Konzertabschluß.
Bloß gut, dass ich hier die ganze Zeit ein Audience-Boot hören kann (gute Quali übrigens). Das macht das Schreiben deutlich leichter. Als Fazit kann es eigentlich nur geben, dass wir wieder einmal das Glück hatten einen der ganz großen Abende der Band mitzuerleben. So langsam glaube ich auch WRKLICH daran, dass die Wuhlheide europaweit bei der Band einen kleinen Sonderstatus genießt. Stimmung ist immer riesig, die Location an sich ist ohnehin ein Traum und Mikey stolpert alle Nase lang über ein Starbucks. Das hat bislang immer funktioniert. Das war wieder einer dieser magischen Abende in Berlin für mich. Eine Setlist, die alle paar Meter überraschte und so einige Highlights parat hielt. Auf meinem 6. Konzert immer noch 10 neue Songs gehört! Wenn man Nijmegen weg lässt (wie ja bei den anderen Konzerten hier im Blog geschehen), waren es sogar 12. Darunter so herbei gesehnte Songs wie „Push Me, Pull Me“ „Immortality“, „Low Light“, „Long Road“ oder „Spin the Black Circle“. Überraschungen wie „Public Image“ oder auch eingzigartige Momenten wie „Kick out the Jams“ mit halb REM. Gewürzt mit so klasse Nummern wie „Black“ oder „In Hiding“, die man immer wieder gerne hört. Dazu die typische Wuhlheide – Atmosphäre und Bombenwetter. Besser geht’s kaum… zumindest so lange, bis die Jungs zum nächsten Mal nach Berlin kommen. Wenns nach mir geht, hätte ich 2011 noch den einen oder anderen Termin frei. Leute, lasst mich nicht wieder so lange warten!
Setlist:
Long Road
Got Some
Why Go
Given To Fly
Small Town
Push Me Pull Me
Immortality
In Hiding
Even Flow
Johnny Guitar
Corduroy
Light Years
Gonna See My Friend
World Wide Suicide
Low Light
Comatose
Do The Evolution
Encore 1:
The End
Just Breathe
Spin The Black Circle
Public Image (P.I.L.)
The Fixer
Kick Out The Jams (MC5, w/Peter Buck and Scott McCaughey of R.E.M.)
Encore 2:
Unthought Known
Black
Come Back
Alive
Yellow Ledbetter
DAS POSTER IST DER HAMMER!!!

Hier nochmal eine Detailaufnahme vom Auge:

Personal "New Song Index":
BERLIN: 10/12
NIJMEGEN: 4
London: 7
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
(06.07.2010)
Was bisher geschah:
Nach einer veritabel langen Anreise durfte ich in Nijmegen eine weitere, außerordentliche Pearl Jam Show erleben. Ein Festivalset von 19 knackigen Nummern, mit dem wunderbaren „In My Tree“ und „Jeremy“ als absolute i-Tüpfelchen. Von Nijmegen aus machte ich mich zunächst auf in Richtung Maastricht. Als sich das als ziemlich dämliche Idee heraus stellte (Gott sei Dank nach wenigen Kilometern), fand ich nur deshalb auf den rechten Weg zurück, um mich in Dortmund gleich wieder heillos zu verfransen. Vom Schutzmann bekam ich sodann den rechten Weg gewiesen, sodaß ich am nächsten Tag meine Schwester im fernen Jena einsammeln und der Hauptstadt entgegen streben konnte. Da warteten sie wieder, die Jungs! Nach 2006 und 2009 blühte uns der dritte Pearl – Jam – Abend in der großartigen Wuhlheide. Und genau davon, soll euch folgendes Blögchen berichten!
Wir kamen bereits am Dienstag, also dem Tag vor DEM Tag, in good old Berlin an. Es ist immer wieder schön in diese Stadt zurück zu kommen. Sogar ganz unabhängig von Pearl Jam, Berlin ROCKT! Jedenfalls checkten wir ordnungsgemäß im „Ostel“ ein und relaxten ein wenig auf den FDGB-Gedächtnispritschen, bevor uns das Fußballfieber packte. Spanien : Portugal stand auf der Speisekarte und das wollten wir nicht verpassen. Und so landeten wir nach 20 Minuten Fußmarsch in einer Eckkneipe in Kreuzberg. Sehr… nennen wir es mal „urig“ dieses Erlebnis, aber mindestens genauso charmant! Das Schultheiß schmeckte und die Spanier beförderten diesen unsäglichen Christiano Ronaldo standesgemäß aus dem Turnier. Fein! Letzten Endes ging es also gut gelaunt zurück ins Pionierlager, dem Event entgegen schlafen.
30.06.2010
Aufgewacht, Frühstück genossen und dann noch ein wenig auf dem Zimmer rumgehangen. So gegen 12 dann endlich ins „Get Right“-Shirt geschlüpft und direkt zum benachbarten Ostbahnhof gepilgert, wo wir dann eifrig in die S3 sprangen um der Wuhlheide entgegen zu streben. Einfach göttlich, diese langsame Spannungsaufbau… diese sich steigernde Vorfreude. Als wir dann letztendlich ausstiegen, waren wir irgendwie beruhigt, dass wir nicht die einzigen Bekloppten waren, die trotz Fan-Club-Karten und somit garantiertem Early Entry (was diesmal sogar funktionierte) bereits 6 Stunden vor Konzertbeginn am Veranstaltungsort ankamen.

Wir durchschritten also im angenehmen Schatten der Bäume den Allee-Pfad zur Wuhlheide und setzten uns, als wir vorm 10c-Eingang angekommen waren, erst einmal auf die Wiese zwischen all die anderen Nerds. Es herrschte wieder die gewohnt dösige Vorkonzert – Atmosphäre, die ich auf meinen ausufernden Reisen durch die Konzerthallen dieser Republik (*lol* klingt geil, was?!?) bislang bei keiner anderen Band erlebt habe. Da saß man im Schatten, trank Berliner Kindl, alberte rum oder nagte an einer Bratwurst, während der Einlass mit jeder verchillten Minute näher rückte. Einziger Aufreger war, als der 10c-Ticket-Schalter endlich seine Pforten öffnete und wir unsere Karten nebst Bändchen in Empfang nehmen durften. Das hieß ein halbes Stündchen anstehen, Ausweis vorzeigen und dann ab mit dem Bändel ans seit 10 Monaten so unsäglich verwaiste Handgelenk! Komm zu Papa, du Pass ins Paradies! Danach gings zurück auf die Wiese, Schrippen essen und relaxen.

Ab und an ein bekanntes Forumsgesicht oder eine der „Legenden“ der vergangenen Konzerte begrüßen. Zum Beispiel waren sowohl der extrem nervtötende Pole von letztem Jahr und der beknackte Neuseeländer da, der mit Perücke und Landesfahne 2007, im Wildschiffen gestört, panisch vor dem Ordnungsamt am ISS-Dome in Düsseldorf flüchtete. Pearl Jam Konzerte sind aus dieser Sichtweise betrachtet schon so was Ähnliches wie kleine Familientreffen: Sowohl der coole Schwippschwager als auch die unausstehliche Tante sind anwesend. Trotzdem schmunzelt man danach über beide gleicher Maßen und ist irgendwie froh, sie wieder einmal gesehen zu haben. Irgendwann gegen 16 Uhr betraten wir dann das Gelände. Die Security fummelte uns diesmal nur oberflächlich nach Schusswaffen ab und warteten neben der Bühne auf den endgültigen Einlaß, während nebenan noch der Soundcheck tobte. So kamen wir dann auch in den Genuß von „Love Boat Captain“, der wider Erwarten nicht in der Setlist auftauchte. Als es endlich rein ging, stürmten wir zunächst auf die Tribüne um festzustellen, dass es diesmal überhaupt keinen FOS gab. Nicht einmal ein nachträglich hochgeklappter Wellenbrecher war da. Angesichts des 10 Jährigen Roskilde Jahrestages verwunderte uns das schon ein wenig. Nächstes Jahr lässt man vermutlich die Security gleich mit weg. Aber egal, zunächst ging es ohnehin Richtung Merch-Stand. Das Tourshirt war schnell im Sack und ebenso das ultimative Berlin-Poster! DER HAMMER!!! Für mich das Poster-Highlight der bisherigen Tour, inklusive US-Konzerte. Meiner Schwester gings da ähnlich. Gerahmt sieht das Ding sogar noch eine Ecke schärfer aus. Großartig! Als diese Devotionalien gesichert waren, gings ab vor die Bühne. Dieses Jahr war mal wieder Stone`s Seite dran. Wir sicherten uns also einen angenehmen Platz im Strafraum, wo man zwar schön nahe dran war, aber dennoch ohne größere Blessuren dem Konzert folgen konnte. Da ging das Sit-In dann erstmal weiter. Während wir so auf den Konzertbeginn warteten stießen zunächst Jimmy und etwas später auch Olli und Kristin zu uns. Gemeinsam sollten wir diesem epochalen Abend beiwohnen. Bis Ben Harper dann die Bühne betrat gabs noch das obligatorische Konzertbier, was mit 3,70€ allerdings so langsam ein Preisniveau erreicht, was einen erschaudern lässt. Pünktlich gegen 18:30 Uhr betraten dann Ben Harper und seine Relentless 7 die Bühne. Schönes Einheizer-Set. In Nijmegen fand ich sie allerdings nen Zacken besser, was aber auch an der längeren Spielzeit liegen mag. Highlight war erneut das großartige „Under Pressure“ bei dem Eddie erneut die Bühne betrat und von den Massen gleich mal entsprechend gefeiert wurde. Nach einem feinen Set und 45 Minuten Spielzeit verabschiedete Ben sich wieder. Schade, dass er sich bei Eddie nicht mit einem „Red Mosquito“-Gastauftritt revanchierte. Aber egal. Während umgebaut wurde und die Vorfreude so langsam aber sicher den roten Tachobereich erreichte ging das gewohnte Ratespiel um den Opener los. Meine Hoffnung auf „Release“ wird wohl nie sterben, aber damit lag ich genauso daneben wie mit meinem „Realo-Tipp“ eines „Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town“. Aber immer der Reihe nach. Nachdem die Sonne endlich hinter den Baumwipfeln in Deckung gegangen war, ertönte alsbald das Piano-Intro der Jungs und kollektiver Jubel brandete auf. Nachdem man sich die Zeit mit einer gehörigen Portion Sich-Selbst-Feiern und einer wahren Orgie von La-Olas vertrieben hatte, die durchs weite Rund und den Innenraum schwappten, gings endlich los. Wie üblich platzte man in diesem Moment fast vor Spannung. Als dann Eddie und Co endlich auf die Bühne traten und in die Massen winkten, wars kaum noch auszuhalten. ENDLICH! Monate Lang fieberte man diesem Moment entgegen. Nijmegen war schon großartig, aber wie gewohnt nahm Berlin die Sonderstellung als persönliches Tourhighlight ein. Schwupps waren die Instrumente umgehängt oder besetzt (je nach dem, ob man Schlagzeuger ist oder nicht).
Und dann gings los! Die ersten Takte des wundervollen „Long Road“ erklangen.
Wahnsinn, wieder so ein unerwarteter Auftakt! Schöner, langsamer Einstieg mit der klaren Nr. 2 auf meiner Opener-Wunschliste („Release“ läuft schon fast außer Konkurrenz ;-). Weltklasse Einstieg. Und wie nicht anders zu erwarten war, wurde danach erstmal die grobe Kelle ausgepackt. Dem nun direkt folgenden „Got Some“ hörte man deutlich an, dass die Jungs es seit letztem Jahr einige Male üben konnten. Beste Live-Version für mich, das Ding sprühte gerade so vor Energie. Die Menge ging dann gleich so richtig mit, was sich bei „Why Go“ noch steigerte. Erster großer Wuhlheide-Chor inklusive. Dabei wurden Erinnerungen an 2006 wach, als der Song die Hütte hier so richtig erzittern ließ. Als dann „Given to Fly“ und „Elderly Woman Behind the Counter in a Small Town“ ein wenig die Bremse zogen und dennoch textsicher mitgesungen wurden, war einem so ungefähr klar, dass die Stimmung zu letztem Jahr nicht nennenswert abfallen würde. Während „Given to Fly“ gewohnt ausuferte und sich bis zum großen Finale mehr und mehr aufbaute, war mit „Elderly Woman“ wieder Sing-Along-Time angesagt. Immer wieder herrlich dieser Song. Nicht spektakulär, knallig oder besonders ausgefeilt arrangiert… aber einfach ein wahnsinnig schönes Konzertlied. Als dieses verklungen war, brach dann der erste Raritätenblock an. Los ging der Reigen mit, man mochte es kaum glauben, „Push Me, Pull Me“. Als da die ersten Takte ertönten, schauten wir uns nur fassungslos an um anschließend entsprechend mitzugehen. Unglaublich… dass ich das noch mal erleben darf, wie die Jungs diese sperrige aber hochgradig hörenswerte Nummer mal live für mich auspacken. Die erste Verblüffung war noch nicht ganz verflogen, da wurde ein wunderbares „Immortality“ nachgelegt. Trauriger Song, aber großartig den mal zu Hören zu bekommen. Schade nur, dass es noch so hell war, in der Dunkelheit wäre das Ding der reinste Burner gewesen. Dieses Song-Duo alleine war schon unglaublich. Daß die Setlist direkt danach noch „In Hiding“ vorsah, war dann gleich der nächste Adrenalin-Kick. Da es von Düsseldorf 2007 leider kein offizielles Bootleg gibt, werde ich diesen tollen Song jetzt endlich mal als Live-Version auf Silberling haben. Klasse! Es folgte der Turm in der Setlist-Schlacht: „Even Flow“ mit einer für meinen Geschmack hochgradig faszinierenden Gitarrenleistung von Mikey. WAS EIN SOLO!?!?!!! Viele nervt „Even Flow“, ich brauche den irgendwie… ein Konzi ohne den Song reicht mir erstmal! Nach dem Ten-Klassiker brach wieder die Backspacer-Zeit an. „Johnny Guitar“ funktionierte Live wie seine Albumkollegen wieder fantastisch. Warum viele sich mit der Scheibe so schwer tun, weiß ich nicht. Aber eines steht fest: Da sind eine Menge großartiger Live-Nummern drauf und „Johnny Guitar“ ist definitiv eine davon. Das sollte dann auch der Rest vom Abend erneut belegen. Bevor aber das von mir so erhoffte „Gonna See My Friend“ die Bude wegrockte, wurde noch „Light Years“ ausgepackt. Bereits letztes Jahr eines meiner Konzerthighlights. Schöner Mitsingtext, treibender Rhythmus, der aber nie in übertriebene Hektik verfällt und ein Eddie-typischer Text auf Weltklasseniveau! Diese kollektive Stimmung des dahin getragen Werdens wurde dann nach einer kurzen Ansprache von Eddie mit „Gonna See My Friend“ wieder emporgerockt. Ein wahrer Kracher der Backspacer-Opener! Lange keinen so befreiten, gradlinigen Rocker gehört. Das folgende „World Wide Suicide“ war so etwas wie die logische Folge, das musste nach dem Song schon fast kommen und passte im gesamten Set auch NUR an genau und exakt diese Stelle. Danach folgte ein erneutes Highlight. Neben „Immortality“ bildete bis ca. 20 Uhr an jenem 30.06.2010 „Low Light“ so ziemlich den größten noch unerfüllten Setlist Wunsch aus der schwermütigen Balladen-Ecke. Und jetzt BEIDE an einem Abend! Im selben Set! Was habe ich immer neidisch auf die Setlisten geschielt, wo einer der beiden Songs aufkreuzte… unglaublich! Das fällt jetzt erstmal flach, zumindest in der Intensität. Herrlich, dazu noch der sich verfärbende Himmel, nachdem die Sonne endgültig abgedankt hatte für den Abend. Großartiger Song, geile Version, passende Stimmung! Obendrein der nächste Strich auf der „New Song List“ und zwar ein besonders dicker, fetter, wasserunläslicher und vor allem schwarzer Edding-Strich! Der ausklang des Mainsets wurde dann mit „Comatose“ eingeleitet. Jenem kompromisslosen Rocker von der Avocado. Immer wieder ein gern gesehener Gast auf Konzerten was mich angeht. Ich mag den Song, mochte ihn schon immer. Selbst als er nur als Demo durchs Netz geisterte (unter einem anderen, für mich recht beknackten Namen noch) hatte es mir Comatose irgendwie angetan. Gewürzt wurde er diesmal noch von einem im ersten Moment ziemlich katastrophalen Verspieler der Band, der dann aber unter Leitung von Mikey mühelos aufgefangen und in einen kurzen Improvisationsjam umgewandelt wurde. Sowas ist vielleicht nicht vorgesehen, aber in diesem Momenten merkt man erstmal, wie gut die Jungs eigentlich in dem sind, was sie da machen. Kaum hatte Mike angefangen, stieg Matt an der Schießbude passend ein und aus dem Chaos heraus entstand ein nettes Zwischenspiel, was dann nach kurzer Zeit im eigentlich geplanten „Comatose“ gipfelte.

Als Setcloser fungierte dann „Do the Evolution“ eingeleitet von irgend so einem Vollpflosten, der Eddie mit nem Becher erwischte. Dem Song an sich kam diese (Gott sei Dank) nur kurze Phase der Vedderschen Angepisstheit zwar nur zu Gute (sehr brachiale Version fand ich), aber darauf hätten 99% der Anwesenden auch gerne verzichtet. Entsprechend verließ Ed dann auch relativ geladen die Bühne. Als er nach kurzem Encore Break aber wieder zurück kehrte, war nichts mehr davon zu spüre. Vielleicht auch unterstützt von der gewohnten Fußball-Begrüßung zum ersten Encore. Das fast schon traditionelle „Oooooooohhhhhhhh“ hallte Minuten lang durchs Rund, begleitet von den erhobenen Händen. Eddie kommentierte dies mit „I kinda like that wave shit, it get’s me kind of… horny”. Eingeleitet wurde ein für meine Begriffe beste erste Encore meiner bisherigen Konzerte vom sehr, sehr mitreißenden, schaurig-schönen „The End“, Gänsehaut pur! Diese wurde dann bei „Just Breathe“ im Anschluß nicht unbedingt weniger. 2 Mal „Backspacer“, zwei Mal kollektives Seufzen am Ende der Songs bevor der Jubel ausbrach. Der danach folgende Stimmungsumschwung wurde brachial. Als Eddie „Spin the Black Circle“, die Hommage ans Vinyl, anmoderierte war das wie Weihnachten für mich. Dieser Brecher wurde von mir live ähnlich herbei gesehnt wie „Immortality“ aus der ruhigeren Ecke des Songfundus. Da war mächtiges Kopfschütteln angesagt. Was nun kommentarlos folgte war eine weitere Sensation. Ohne vor oder nach dem Song auch nur ein Wort darüber zu verlieren, streute man gleich mal eine Live (Welt-)Premiere eines neuen Covers ein. „Public Image“ von PIL ließ im ersten Moment und weit darüber hinaus sogar einen Großteil der Hardcore-Fans ratlos zurück. „Wie jetzt?!? Was`n das?“ stand etlichen Anwesenden ins Gesicht geschrieben. Schöne Nummer wie ich finde, wenngleich Eddie einen da ruhig hätte vorwarnen können. Mit „The Fixer“ wurde dann wieder bekannteres Terrain betreten. Live die absolute Stimmungskanone wie ich finde. Beeindruckte schon letztes Jahr, dieses Jahr hallten die „Yeah, Yeah. Yeahh, Yeahhhhh“’s noch zielsicherer durch die Venue. Herrlich! Was nun als Abschluß des ersten Zugabenblocks folgte war ein Sahnehäubchen auf das Sahnehäubchen des Sahnehäubchens des Abends. Eddie holte mit Peter Buck und Scott McCaughey gleich mal halb REM auf die Bühne (wie sich später heraus stellte, nehmen die Jungs in der Hauptstadt grade ihr neues Album auf). Gemeinsam ließ man dann mit der geballten Power von 4 (!!!) Gitarren eine Killerversion von „Kick out the Jams“ folgen. Unklar, der absolute Wahnsinn! Nach einer unangekündigten Live-Premiere semmeln die mit den REM Saitengöttern dieses brachiale MC5 – Cover unters Volk! Damit konnte man einfach nicht rechnen. Außerdem sah man insbesondere Mikey an, dass er bei dem Stück mal wieder seine Welt betrat. Der ging ab auf der Bühne, als wenn du einem Fünfjährigen ne Eiscreme-Flatrate schenkst! Damit war der erste Zugabenblock leider auch schon wieder Geschichte, ließ mich aber schwerst beeindruckt zurück, da unten in der Menge, wenige Meter vor der Bühne. Gott sei Dank mussten wir nich wirklich lange warten, bis die Jungs zum wunderbaren „Unthought Known“ wieder die Bühne betraten. Live mitgeschnitten von irgend so einem Heini via Laptop… aber das war d auch schon Wurscht! Hauptsache der Abend ging weiter… und das tat er auch. Denn „Unthought Known“ war das für heute letzte Indiz der Live-Qualitäten der Backspacer. Wie in Nijmegen verströmte der Song so einen kräftigen Hauch von „Das Leben ist schön“, dass man sich ihm nicht erwehren konnte. Der Song breitete sich förmlich in der ganzen Wuhlheide aus, wurde immer größer und größer und der Innenraum ging am Ende ab wie Schmidt’s Katze… bei einer Midtempo-Ballade!!! Wer nun aber Pearl Jam kennt, der weiß, dass nach so einem Song meistens die emotionale Achterbahnfahrt wieder in die andere Richtung umschwenkt. Ich kann mich bis heute noch nicht so recht entscheiden, aber gut möglich, dass das folgende „Black“ die Version von 2006 noch toppte. Leute, ich weiß es nicht! Jedenfalls hatte die Version eine Eins mit Sternchen verdient, ebenso wie vor vier Jahren. Beides außergewöhnliche Interpretationen der wohl größten PJ – Ballade. Unfassbar! Nicht nur, dass die Jungs alles an Spielfreude und, besonders Eddie an diesem Abend, an Weltschmerz und Emotionen in dieses Lied legten, auch das Minuten lang durch die Wuhlheide wabernde „düdüdüdüdüdüdüüüüüü, düdüdüdüdüdüdüüüüüüü….“ Im Anschluß ließ einen schier atemlos zurück. Sichtlich mitgenommen folgte nun Eddies Ansprache zur Roskilde-Katastrophe vor auf den Tag genau 10 Jahren. Ich schätze man, dass der kollektive Klos im Hals als er Sprach (und kurz abbrechen musste) bei einigen noch den Rest des Abends nicht so ganz verschwinden wollte. Eine durchaus angemessene Ansprache und vor allem mit anschließender Schweigeminute. Mag jetzt kitschig klingen, aber genau solche Aktionen machen Pearl Jam und die Beziehung zu ihren Fans und andersrum so einzigartig. So geriet dann auch das folgende „Come Back“ zur emotionalsten und eindringlichsten Nummern des Abends. Ich mag den Song nach wie vor nicht, der hat „Hey, foxymorphandlemamathatsMe“ seit Jahren als schwächstes und nervigstes PJ-Lied abgelöst. Ach was sage ich: Abgehängt! Aber an diesem Abend, nach dieser Ansprache und mit diesem Hintergrund konnte ich ihn nicht so richtig schlecht finden. Ging einfach nicht. „Very touching“ würde der Ami sagen… very touching!
Damit die Achterbahn aber in Schwung bleibt gings im Nachgang, schon fast trotzig, mit „Alive“ weiter. Die Massen gingen noch mal so richtig mit und, auch wenns der Song eigentlich nicht 100%ig hergibt, wurde er dann doch zu so einer Art Hohelied auf das Leben. Man wurde wieder heraus gerissen aus dieser doch bedrückten Stimmung und verlebte vor allem im Anschluß daran mit dem guten, alten Kumpel „Yellow Ledbetter“ noch einen schönen, runden Konzertabschluß.
Bloß gut, dass ich hier die ganze Zeit ein Audience-Boot hören kann (gute Quali übrigens). Das macht das Schreiben deutlich leichter. Als Fazit kann es eigentlich nur geben, dass wir wieder einmal das Glück hatten einen der ganz großen Abende der Band mitzuerleben. So langsam glaube ich auch WRKLICH daran, dass die Wuhlheide europaweit bei der Band einen kleinen Sonderstatus genießt. Stimmung ist immer riesig, die Location an sich ist ohnehin ein Traum und Mikey stolpert alle Nase lang über ein Starbucks. Das hat bislang immer funktioniert. Das war wieder einer dieser magischen Abende in Berlin für mich. Eine Setlist, die alle paar Meter überraschte und so einige Highlights parat hielt. Auf meinem 6. Konzert immer noch 10 neue Songs gehört! Wenn man Nijmegen weg lässt (wie ja bei den anderen Konzerten hier im Blog geschehen), waren es sogar 12. Darunter so herbei gesehnte Songs wie „Push Me, Pull Me“ „Immortality“, „Low Light“, „Long Road“ oder „Spin the Black Circle“. Überraschungen wie „Public Image“ oder auch eingzigartige Momenten wie „Kick out the Jams“ mit halb REM. Gewürzt mit so klasse Nummern wie „Black“ oder „In Hiding“, die man immer wieder gerne hört. Dazu die typische Wuhlheide – Atmosphäre und Bombenwetter. Besser geht’s kaum… zumindest so lange, bis die Jungs zum nächsten Mal nach Berlin kommen. Wenns nach mir geht, hätte ich 2011 noch den einen oder anderen Termin frei. Leute, lasst mich nicht wieder so lange warten!
Setlist:
Long Road
Got Some
Why Go
Given To Fly
Small Town
Push Me Pull Me
Immortality
In Hiding
Even Flow
Johnny Guitar
Corduroy
Light Years
Gonna See My Friend
World Wide Suicide
Low Light
Comatose
Do The Evolution
Encore 1:
The End
Just Breathe
Spin The Black Circle
Public Image (P.I.L.)
The Fixer
Kick Out The Jams (MC5, w/Peter Buck and Scott McCaughey of R.E.M.)
Encore 2:
Unthought Known
Black
Come Back
Alive
Yellow Ledbetter
DAS POSTER IST DER HAMMER!!!

Hier nochmal eine Detailaufnahme vom Auge:

Personal "New Song Index":
BERLIN: 10/12
NIJMEGEN: 4
London: 7
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
(06.07.2010)
IN MY TREE - Pearl Jam, 27.06.2010 Nijmegen DER BERICHT
(Pearl Jam)
Bislang begleitete ich die Pearl-Jam Tour ja (leider) nur aus der ferne. Meine Setlist-Auswertungen sind hier nachzulesen und ab und an tat ich einem der Abende vielleicht auch etwas unrecht. Was unspektakulär aussah, kann vor Ort durchaus ein Knaller-Abend gewesen sein. Das ist so in etwa die Lehre, die ich aus Nijmegen ziehe, wenngleich ich das Set an sich für ein Festival durchaus bemerkenswert fand. Aber nach dem London-Auftritt beim Hard-Rock-Calling, wars mit der bequemen Touranalyse vorm heimischen PC Gott sei Dank erstmal vorbei!
Meine ganz persönliche Tour startete bereits am 25. Juni in Chemnitz und endete eben dort am gestrigen 3. Juli wieder. Zwischendurch kurvte ich mit meinem blauen Ibiza über Jena, Lünen, NIJMEGEN, und BERLIN fleißig durch die Republik und Holland. Immer auf der Suche nach dem nächsten Highlight… und ich fand sie in mannigfaltiger Zahl! Fangen wir am Besten in den Niederlanden an.
27.06.2010 – Nijmegen, Rockin Park Festival!
Wenn der Holländer eine „Ausschilderung“ ankündigt, dann kann man dem das getrost glauben. „Ausschilderung“ bezog sich in diesem Fall auf die Festival-Parkflächen und war dermaßen idiotensicher umgesetzt (riiiieeeeesige, leuchtend gelbe Schilder an jeder Abzweigung), dass man, um sich zu verfahren, schon selten dämlich hätte sein müssen. Ausgehend von der Autobahn fand ich sodann auch recht zügig einen Stellplatz und schüttete mir noch fix nen halben Liter Diwasserstoffmonoxid in den Rachen, bevor ich in einem Strom von relaxten Niederländern dem Festivalgelände entgegen chillte. Dort angekommen fiel zunächst die recht relaxte Atmosphäre auf, in der man sich da bei brennenden 30 +x Grad den Festivaltag vertrieb. Als erste Amtshandlung gleich man den Merchandise-Stand abgecheckt und dann schnurstracks zu alten Bekannten, den Black Keys vor die Bühne gestromert. Das war so ca. 14 Uhr Ortszeit und die Jungs rockten wie 2006, als sie den Einheizer zur Pearl – Jam Show in Berlin lieferten. Auffällig war nur, dass das Duo deutlich cooler geworden ist mit den Jahren. Ohne an Soundgewalt einzubüßen sah man von wildem Geheadbange und Rumgespringe auf der Bühne zwar ab, brachte die Massen aber dennoch ganz gut zum Kochen. Für mich ist nur unverständlich, warum man die Kerls so früh im Festivalprogramm verheizte. Aber gut. Danach kapitulierte ich im Wesentlichen vor der Hitze und füllte mich fleißig weiter mit Wasser ab während ich abwechselnd auf irgendeiner Wiese rum lag und zur dargebotenen Musik vor mich hindöste, mit Niederländern Blödsinn verzapfte (das ist ein sehr lustiges Volk… ;-) ) bzw. mal nen kleinen Rundgang zum Merch-Stand machte um mir das bereits abgecheckte Tourposter zu holen. Gegen 17 Uhr nahm ich dann endgültig vor der Mainstage auf der Liegewiese platz und ließ mich von Amy McDonald berieseln. Erwartet habe ich von deren Auftritt eigentlich nicht sonderlich viel, aber so zum Abhängen auf dem Rasen bei bestem Sommerwetter lieferte die Frau einen durchaus annehmbaren Background. Schöner Festival – Gig, zwar nicht so ganz mein Fall, aber kann durchaus als positive Überraschung gewertet werden. Nach ihr betrat dann Ben Harper mit seinen Relentless 7 die Bühne. Sehr schönes Set! Highlight dann der kleine Appetitanreger für den Mainact: Ben holte sich Eddie auf die Bühne um gemeinsam „Under Pressure“ zu performen. Klasse Auftritt von den beiden und vor allem: Es machte so richtig Hunger auf Pearl Jam! Als Ben die Bühne schließlich verließ (und dabei einen zutiefst positiven Eindruck hinterließ), hieß es für mich: noch mal Wasser nachfüllen und mir so langsam meine Position im FOS-Bereich vor der Bühne sichern. 45 Minuten vor „Anpfiff“ latschte ich entspannt durch die Absperrung und fand ca. 10 Meter vor der Bühne ein ruhiges Plätzchen. Wie auch das gesamte Konzert über war das eine richtig angenehme Sache im Front of Stage Bereich. Niederländer sind ein seltsames Volk was Konzerte angeht… Stimmung ist da, Bewegung vor der Bühne eher weniger. Aber gut, angesichts der durchlittenen Hitzeschlacht war mir das auch ganz recht. Jedenfalls ertönte pünktlich das Klavier-Intro der Jungs und spätestens da wars ohnehin um mich geschehen! Die letzten 30 Minuten war die Spannung / Vorfreude ja kaum noch auszuhalten, mit Einsetzen der Bühnenmusik dann, platzte man fast. Diese letzten Minuten vor den ersten Tönen, vor der Klarheit über den Opener, sind auch so eine Sache für sich. Das gibt’s nur bei Pearl Jam für mich. Was den Opener angeht: Es war zwar nicht das erhoffte „Release“, dafür aber ein Überraschungs – Kracher mit „Do the Evolution“. Dieser leitete dann auch ein wahres Festival-Powerset, gewürzt mit einer großzügigen Hand voll Highlights ein. Mit DTE einzusteigen ist wohl so eine klassische-Festival-Sache: Von Beginn an Druck machen! Hat funktioniert! Das Publikum war sofort da (wenn auch bewegungsarm). Das anschließende „Got Some“ legte noch mal ordentlich nach, bevor man mit „Save You“ das erste Highlight folgen ließ. Nicht nur, dass der Riot-Act-Kracher das Tempo ordentlich hoch hielt, die Nummer finde ich an sich richtig klasse. Spätestens da war ich 100%ig im Konzert angekommen… Save You… großartig! Das anschließende „Given to Fly“, das mittlerweile auf keinem Konzert mehr fehlen darf, passte zu dem Zeitpunkt perfekt nach Nijmegen. Die Sonne stand bereits extrem tief, ein wohltuender Wind kam auf und Pearl Jam ließen den Song förmlich über die versammelten 50.000 Besucher schweben. Perfekt! Für mich die beeindruckendste GTF – Version die ich miterleben durfte. Danach wurde es wieder spezieller: „Animal“ krachte in die herrlich schwelgende Stimmung hinein und feuerte die Massen noch mal so richtig an. Eddie lebte sich mal wieder aus am Mikro. Im Anschluß brachte man mit „Dissident“ wieder einen selteneren Setlist-Gast ans schwindende Tageslicht. Als Albumversion nicht unbedingt einer meiner Favoriten, live aber eine feine Sache. Soweit der erste Songblock, aber der zweite Teil des Mainsets sollte es noch mal in sich haben. Klar, „Even Flow“ kam wieder, danach kann man ja seit Jahren die Uhr stellen, und schlug auch gewohnt ein. Viele Die-Hard-Fans nervt der Song mittlerweile… mich nicht! Ich mochte Even Flow schon immer und was die Jungs Live da heraus holen können ist teilweise atemberaubend, besonders wenn Mikey mal wieder einen seiner Sahnetage hat und das dicke Killer-Solo auspackt. Aber vor „Even Flow“ kam zunächst noch eines meiner zwei absoluten OBER-Highlights dieses Abends. Denn genau zwei Stücke ragten für mich aus dem insgesamt sehr guten Nijmegen-Set für mich heraus und das erste war „IN MY TREE“!!!! Schon als Eddie das knapp aber passend mit den Worten „This is fort he People in the Trees“ ankündigte (wobei er sich wohl auf kartenlos gebliebene Dudes bezog, die in den Bäumen rund um das abgesperrte Festivalgelände hockten), kam die Gänsehaut schlagartig. Denn was nun kam, war mir klar, bevor der erste Ton erklungen war. Hatte ich vor dem Konzert noch brennend darauf gehofft den Song in Berlin zu hören (auf `nem Festival hatte ich ihn schlicht nicht erwartet), wurde er nun unverhofft angestimmt… auf einem Festival! Unglaublich! Dazu noch eine richtig großartige Version des Songs, Eddie gut bei Stimme und voll im Song aufgehend, während Mikey an der Gitarre brillierte! Traumhafte vier Minuten vierzig Sekunden waren das! Ähnlich wie „Given To Fly“ steigerte sich der Song gen Ende immer mehr, uferte aus und klang mit einem großartigen Jam der gesamten Band aus. Da lieferte das bereits erwähnte Even Flow nur umso mehr eine willkommene Verschnaufpause um sich neu zu sortieren. Mit einfach nur wunderschönen Versionen von „Just Breahe“ und „Unthought Known“ hielten die Jungs danach das Niveau fleißig oben und verschafften den Anwesenden eine kleine Auszeit. Live funktionieren beide Songs hervorragend, wie sich zeigte. Alleine dass „Just Breathe“ von einem Chor begleitet wurde, was bei Festivals eher unüblich ist, sagt so einiges. Eddie stand, nur von Boom und seiner Hammondorgel begleitet auf der Bühne und malträtierte seine Akustikgitarre, während man sich einfach nur durch den Song treiben ließ. Mit „Unthought Known“ im Anschluß zog man zwar das Tempo und insbesondere die Stimmung noch mal ein wenig an, aber diese Kombination der Songs passte wie der sprichwörtliche Arsch auf den Nachttopf! Danach gabs dann mit „Whipping“ wieder einen dieser viel zu selten ausgepackten Burner hinterher. Nachdem wir in Düsseldorf 2007 bereits einmal in den Genuss gekommen waren, jetzt endlich eine Version, die auch auf einem Bootleg landen wird. Absoluter Kracher der Song! Gefolgt vom schaurig-schönen „Daughter“ mit Blitzkrieg-Bop-Tag, was so ein wenig die Fahrt wieder heraus nahm. Daughter ist einer der Songs, die (wie ich finde) nicht langweilig werden, egal wie oft man sie hört. Ähnliches gilt für „Elderly Woman“, was im Zugabenteil auch noch kommen sollte. Abgeschlossen wurde das Mainset mir zwei Über-Songs! Zunächst erfüllten mir Eddie und Co einen lange gehegten Setlisttraum und brachten END-LICH mal „Jeremy“ in meiner Gegenwart! Viel zu selten wird der gespielt, also hatte ich hier das zweite, heraus stechende Highlight! Unwillkürlich gings zurück in die 90er, als ich das Video und Song erstmals sah und förmlich aus den Latschen kippte… großartiger Song, geile Bass-Linie und Eddie mit seiner Stimme… und nun, 17 Jahre nachdem mit das widerfuhr, spielen die das in Nijmegen, keine 10 Meter entfernt!
Mit „Rearviewmirror“ beendete man das Set dann. Ähnlich wie „Whipping“ viel zu selten gespielt, außerdem einer der Songs, die ich einfach nur mag. Tolles Intro, steigert sich permanent um am Ende förmlich zu explodieren. Erstklassiger Abschluß des Mainsets.

So gings also in ein kurzes Päuschen, bevor die Jungs sich wieder auf die Bühne scherten um mit „Elderly Woman behind the Counter in a Small Town“ den Zugabenblock mitsinglastig und gediegen einzuläuten. Wie gesagt, der Song ist irgendwie immer ein Highlight! Wie ich in Berlin noch merken sollte allerdings mit der Einschränkung, dass es zumindest dämmern sollte wenn er kommt. ;-) Die Rock-Ecke wurde anschließend mit „The Fixer“ und „Life Wasted“ bedient, wobei vor allem ersterer durch seinen Mitsingcharakter noch mal ordentlich Stimmung rein brachte. Das folgende „Betterman“ steigerte dies dann noch mal. Unglaublich, vor einem Jahr wäre ich froh gewesen, „Betterman“ wenigstens EIN EINZIGES MAL zu Hören zu bekommen… heute wars das dritte Mal am Stück; mit Berlin 2009 als absolutem Highlight.
Leider war nun schon das Ende der Show angebrochen. Das ist so ein bissel der Wermutstropfen bei Festivals. Da werden den Jungs die handelsüblichen 90 Minuten zugestanden… normale Konzis dauern gerne mal ein dreiviertel Stündchen länger. Aber mit „Rockin in The Free World“ wurden wir noch mal erstklassig in die holländische Nacht entlassen. Super Version, Energie geladen und druckvoll durchgezogen. Ein echter Abendgruß der Jungs, hineingerockt in die Dunkelheit und ein dicker Mittelfinger für den 22:30 Uhr Curfew! Aber wir wollen nicht meckern, man konnte sich ja irgendwie schon drauf einstellen, dass man ein Festival nicht mit einem regulären Konzert gleich setzen kann von der Länge her. Die Setlist dagegen, fand ich einfach nur großartig. Ein Powerset, klar. Aber eines mit jeder Menge Stil und Perlen. Der Ausflug nach Nijmegen, sowie das stundenlange Schwitzen in der prallen Sonne haben sich definitiv gelohnt. Persönliche Highlights ganz klar „In My Tree“ und „Jeremy“, aber auch so Dinger wie „Whipping“, „Save You“, „RVM“ oder „RITFW“ waren Spaßgaranten an diesem Abend. Außerdem war Eddie deutlich klarer als 2009 in Rotterdam, wo man sein Gras bis zu unseren Tribünenplätzen hoch riechen konnte.
Während der gesamten Fahrt zurück nach Lünen hatte ichoben genannte Songs noch im Ohr… selbst, als der Schutzmann mich wieder auf den rechten Weg bringen musste, nachdem ich mich in Dortmunder Wohngebieten aber auch so was von hoffnungslos verfranst hatte… Daumen Hoch, Ruhrpott-Polizei!
Hier noch mal als kleine Zusammenfassung die Setlist sowie das Poster (Ist jetzt nicht unbedingt das große Highlight… aber ich war da! Das reicht als Legitimation sich das Ding stolz an die Wand zu hängen!

MAIN SET:
Do the Evolution
Got Some
Save You
Given To Fly
Animal
Dissident
IN MY TREE
Even Flow
Just Breath
Unthought Known
Whipping
Daugther/Hey Ho Let's go(Ramones Tag)
Jeremy
RVM
ENCORE:
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Fixer
Life Wasted
Betterman
Rockin in the Free World
So, der Berlin-Bericht folgt dann die Tage. Soviel schon einmal vorweg: Berlin war mal wieder ein absolutes Highlight. Unglaubliche Setlist, Wahnsinns-Stimmung und trotz des traurigen Hintergrundes des 10. Jahrestages der Roskilde-Katastrophe legten die Jungs ein mitreißendes Set hin, das uns einen geradezu phänomenalen Abend bescherte!
Bis dato: Keep on Rockin’!
Personal "New Song Index":
NIJMEGEN: 4
London: 7
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
(04.07.2010)
Bislang begleitete ich die Pearl-Jam Tour ja (leider) nur aus der ferne. Meine Setlist-Auswertungen sind hier nachzulesen und ab und an tat ich einem der Abende vielleicht auch etwas unrecht. Was unspektakulär aussah, kann vor Ort durchaus ein Knaller-Abend gewesen sein. Das ist so in etwa die Lehre, die ich aus Nijmegen ziehe, wenngleich ich das Set an sich für ein Festival durchaus bemerkenswert fand. Aber nach dem London-Auftritt beim Hard-Rock-Calling, wars mit der bequemen Touranalyse vorm heimischen PC Gott sei Dank erstmal vorbei!
Meine ganz persönliche Tour startete bereits am 25. Juni in Chemnitz und endete eben dort am gestrigen 3. Juli wieder. Zwischendurch kurvte ich mit meinem blauen Ibiza über Jena, Lünen, NIJMEGEN, und BERLIN fleißig durch die Republik und Holland. Immer auf der Suche nach dem nächsten Highlight… und ich fand sie in mannigfaltiger Zahl! Fangen wir am Besten in den Niederlanden an.
27.06.2010 – Nijmegen, Rockin Park Festival!
Wenn der Holländer eine „Ausschilderung“ ankündigt, dann kann man dem das getrost glauben. „Ausschilderung“ bezog sich in diesem Fall auf die Festival-Parkflächen und war dermaßen idiotensicher umgesetzt (riiiieeeeesige, leuchtend gelbe Schilder an jeder Abzweigung), dass man, um sich zu verfahren, schon selten dämlich hätte sein müssen. Ausgehend von der Autobahn fand ich sodann auch recht zügig einen Stellplatz und schüttete mir noch fix nen halben Liter Diwasserstoffmonoxid in den Rachen, bevor ich in einem Strom von relaxten Niederländern dem Festivalgelände entgegen chillte. Dort angekommen fiel zunächst die recht relaxte Atmosphäre auf, in der man sich da bei brennenden 30 +x Grad den Festivaltag vertrieb. Als erste Amtshandlung gleich man den Merchandise-Stand abgecheckt und dann schnurstracks zu alten Bekannten, den Black Keys vor die Bühne gestromert. Das war so ca. 14 Uhr Ortszeit und die Jungs rockten wie 2006, als sie den Einheizer zur Pearl – Jam Show in Berlin lieferten. Auffällig war nur, dass das Duo deutlich cooler geworden ist mit den Jahren. Ohne an Soundgewalt einzubüßen sah man von wildem Geheadbange und Rumgespringe auf der Bühne zwar ab, brachte die Massen aber dennoch ganz gut zum Kochen. Für mich ist nur unverständlich, warum man die Kerls so früh im Festivalprogramm verheizte. Aber gut. Danach kapitulierte ich im Wesentlichen vor der Hitze und füllte mich fleißig weiter mit Wasser ab während ich abwechselnd auf irgendeiner Wiese rum lag und zur dargebotenen Musik vor mich hindöste, mit Niederländern Blödsinn verzapfte (das ist ein sehr lustiges Volk… ;-) ) bzw. mal nen kleinen Rundgang zum Merch-Stand machte um mir das bereits abgecheckte Tourposter zu holen. Gegen 17 Uhr nahm ich dann endgültig vor der Mainstage auf der Liegewiese platz und ließ mich von Amy McDonald berieseln. Erwartet habe ich von deren Auftritt eigentlich nicht sonderlich viel, aber so zum Abhängen auf dem Rasen bei bestem Sommerwetter lieferte die Frau einen durchaus annehmbaren Background. Schöner Festival – Gig, zwar nicht so ganz mein Fall, aber kann durchaus als positive Überraschung gewertet werden. Nach ihr betrat dann Ben Harper mit seinen Relentless 7 die Bühne. Sehr schönes Set! Highlight dann der kleine Appetitanreger für den Mainact: Ben holte sich Eddie auf die Bühne um gemeinsam „Under Pressure“ zu performen. Klasse Auftritt von den beiden und vor allem: Es machte so richtig Hunger auf Pearl Jam! Als Ben die Bühne schließlich verließ (und dabei einen zutiefst positiven Eindruck hinterließ), hieß es für mich: noch mal Wasser nachfüllen und mir so langsam meine Position im FOS-Bereich vor der Bühne sichern. 45 Minuten vor „Anpfiff“ latschte ich entspannt durch die Absperrung und fand ca. 10 Meter vor der Bühne ein ruhiges Plätzchen. Wie auch das gesamte Konzert über war das eine richtig angenehme Sache im Front of Stage Bereich. Niederländer sind ein seltsames Volk was Konzerte angeht… Stimmung ist da, Bewegung vor der Bühne eher weniger. Aber gut, angesichts der durchlittenen Hitzeschlacht war mir das auch ganz recht. Jedenfalls ertönte pünktlich das Klavier-Intro der Jungs und spätestens da wars ohnehin um mich geschehen! Die letzten 30 Minuten war die Spannung / Vorfreude ja kaum noch auszuhalten, mit Einsetzen der Bühnenmusik dann, platzte man fast. Diese letzten Minuten vor den ersten Tönen, vor der Klarheit über den Opener, sind auch so eine Sache für sich. Das gibt’s nur bei Pearl Jam für mich. Was den Opener angeht: Es war zwar nicht das erhoffte „Release“, dafür aber ein Überraschungs – Kracher mit „Do the Evolution“. Dieser leitete dann auch ein wahres Festival-Powerset, gewürzt mit einer großzügigen Hand voll Highlights ein. Mit DTE einzusteigen ist wohl so eine klassische-Festival-Sache: Von Beginn an Druck machen! Hat funktioniert! Das Publikum war sofort da (wenn auch bewegungsarm). Das anschließende „Got Some“ legte noch mal ordentlich nach, bevor man mit „Save You“ das erste Highlight folgen ließ. Nicht nur, dass der Riot-Act-Kracher das Tempo ordentlich hoch hielt, die Nummer finde ich an sich richtig klasse. Spätestens da war ich 100%ig im Konzert angekommen… Save You… großartig! Das anschließende „Given to Fly“, das mittlerweile auf keinem Konzert mehr fehlen darf, passte zu dem Zeitpunkt perfekt nach Nijmegen. Die Sonne stand bereits extrem tief, ein wohltuender Wind kam auf und Pearl Jam ließen den Song förmlich über die versammelten 50.000 Besucher schweben. Perfekt! Für mich die beeindruckendste GTF – Version die ich miterleben durfte. Danach wurde es wieder spezieller: „Animal“ krachte in die herrlich schwelgende Stimmung hinein und feuerte die Massen noch mal so richtig an. Eddie lebte sich mal wieder aus am Mikro. Im Anschluß brachte man mit „Dissident“ wieder einen selteneren Setlist-Gast ans schwindende Tageslicht. Als Albumversion nicht unbedingt einer meiner Favoriten, live aber eine feine Sache. Soweit der erste Songblock, aber der zweite Teil des Mainsets sollte es noch mal in sich haben. Klar, „Even Flow“ kam wieder, danach kann man ja seit Jahren die Uhr stellen, und schlug auch gewohnt ein. Viele Die-Hard-Fans nervt der Song mittlerweile… mich nicht! Ich mochte Even Flow schon immer und was die Jungs Live da heraus holen können ist teilweise atemberaubend, besonders wenn Mikey mal wieder einen seiner Sahnetage hat und das dicke Killer-Solo auspackt. Aber vor „Even Flow“ kam zunächst noch eines meiner zwei absoluten OBER-Highlights dieses Abends. Denn genau zwei Stücke ragten für mich aus dem insgesamt sehr guten Nijmegen-Set für mich heraus und das erste war „IN MY TREE“!!!! Schon als Eddie das knapp aber passend mit den Worten „This is fort he People in the Trees“ ankündigte (wobei er sich wohl auf kartenlos gebliebene Dudes bezog, die in den Bäumen rund um das abgesperrte Festivalgelände hockten), kam die Gänsehaut schlagartig. Denn was nun kam, war mir klar, bevor der erste Ton erklungen war. Hatte ich vor dem Konzert noch brennend darauf gehofft den Song in Berlin zu hören (auf `nem Festival hatte ich ihn schlicht nicht erwartet), wurde er nun unverhofft angestimmt… auf einem Festival! Unglaublich! Dazu noch eine richtig großartige Version des Songs, Eddie gut bei Stimme und voll im Song aufgehend, während Mikey an der Gitarre brillierte! Traumhafte vier Minuten vierzig Sekunden waren das! Ähnlich wie „Given To Fly“ steigerte sich der Song gen Ende immer mehr, uferte aus und klang mit einem großartigen Jam der gesamten Band aus. Da lieferte das bereits erwähnte Even Flow nur umso mehr eine willkommene Verschnaufpause um sich neu zu sortieren. Mit einfach nur wunderschönen Versionen von „Just Breahe“ und „Unthought Known“ hielten die Jungs danach das Niveau fleißig oben und verschafften den Anwesenden eine kleine Auszeit. Live funktionieren beide Songs hervorragend, wie sich zeigte. Alleine dass „Just Breathe“ von einem Chor begleitet wurde, was bei Festivals eher unüblich ist, sagt so einiges. Eddie stand, nur von Boom und seiner Hammondorgel begleitet auf der Bühne und malträtierte seine Akustikgitarre, während man sich einfach nur durch den Song treiben ließ. Mit „Unthought Known“ im Anschluß zog man zwar das Tempo und insbesondere die Stimmung noch mal ein wenig an, aber diese Kombination der Songs passte wie der sprichwörtliche Arsch auf den Nachttopf! Danach gabs dann mit „Whipping“ wieder einen dieser viel zu selten ausgepackten Burner hinterher. Nachdem wir in Düsseldorf 2007 bereits einmal in den Genuss gekommen waren, jetzt endlich eine Version, die auch auf einem Bootleg landen wird. Absoluter Kracher der Song! Gefolgt vom schaurig-schönen „Daughter“ mit Blitzkrieg-Bop-Tag, was so ein wenig die Fahrt wieder heraus nahm. Daughter ist einer der Songs, die (wie ich finde) nicht langweilig werden, egal wie oft man sie hört. Ähnliches gilt für „Elderly Woman“, was im Zugabenteil auch noch kommen sollte. Abgeschlossen wurde das Mainset mir zwei Über-Songs! Zunächst erfüllten mir Eddie und Co einen lange gehegten Setlisttraum und brachten END-LICH mal „Jeremy“ in meiner Gegenwart! Viel zu selten wird der gespielt, also hatte ich hier das zweite, heraus stechende Highlight! Unwillkürlich gings zurück in die 90er, als ich das Video und Song erstmals sah und förmlich aus den Latschen kippte… großartiger Song, geile Bass-Linie und Eddie mit seiner Stimme… und nun, 17 Jahre nachdem mit das widerfuhr, spielen die das in Nijmegen, keine 10 Meter entfernt!
Mit „Rearviewmirror“ beendete man das Set dann. Ähnlich wie „Whipping“ viel zu selten gespielt, außerdem einer der Songs, die ich einfach nur mag. Tolles Intro, steigert sich permanent um am Ende förmlich zu explodieren. Erstklassiger Abschluß des Mainsets.

So gings also in ein kurzes Päuschen, bevor die Jungs sich wieder auf die Bühne scherten um mit „Elderly Woman behind the Counter in a Small Town“ den Zugabenblock mitsinglastig und gediegen einzuläuten. Wie gesagt, der Song ist irgendwie immer ein Highlight! Wie ich in Berlin noch merken sollte allerdings mit der Einschränkung, dass es zumindest dämmern sollte wenn er kommt. ;-) Die Rock-Ecke wurde anschließend mit „The Fixer“ und „Life Wasted“ bedient, wobei vor allem ersterer durch seinen Mitsingcharakter noch mal ordentlich Stimmung rein brachte. Das folgende „Betterman“ steigerte dies dann noch mal. Unglaublich, vor einem Jahr wäre ich froh gewesen, „Betterman“ wenigstens EIN EINZIGES MAL zu Hören zu bekommen… heute wars das dritte Mal am Stück; mit Berlin 2009 als absolutem Highlight.
Leider war nun schon das Ende der Show angebrochen. Das ist so ein bissel der Wermutstropfen bei Festivals. Da werden den Jungs die handelsüblichen 90 Minuten zugestanden… normale Konzis dauern gerne mal ein dreiviertel Stündchen länger. Aber mit „Rockin in The Free World“ wurden wir noch mal erstklassig in die holländische Nacht entlassen. Super Version, Energie geladen und druckvoll durchgezogen. Ein echter Abendgruß der Jungs, hineingerockt in die Dunkelheit und ein dicker Mittelfinger für den 22:30 Uhr Curfew! Aber wir wollen nicht meckern, man konnte sich ja irgendwie schon drauf einstellen, dass man ein Festival nicht mit einem regulären Konzert gleich setzen kann von der Länge her. Die Setlist dagegen, fand ich einfach nur großartig. Ein Powerset, klar. Aber eines mit jeder Menge Stil und Perlen. Der Ausflug nach Nijmegen, sowie das stundenlange Schwitzen in der prallen Sonne haben sich definitiv gelohnt. Persönliche Highlights ganz klar „In My Tree“ und „Jeremy“, aber auch so Dinger wie „Whipping“, „Save You“, „RVM“ oder „RITFW“ waren Spaßgaranten an diesem Abend. Außerdem war Eddie deutlich klarer als 2009 in Rotterdam, wo man sein Gras bis zu unseren Tribünenplätzen hoch riechen konnte.
Während der gesamten Fahrt zurück nach Lünen hatte ichoben genannte Songs noch im Ohr… selbst, als der Schutzmann mich wieder auf den rechten Weg bringen musste, nachdem ich mich in Dortmunder Wohngebieten aber auch so was von hoffnungslos verfranst hatte… Daumen Hoch, Ruhrpott-Polizei!
Hier noch mal als kleine Zusammenfassung die Setlist sowie das Poster (Ist jetzt nicht unbedingt das große Highlight… aber ich war da! Das reicht als Legitimation sich das Ding stolz an die Wand zu hängen!

MAIN SET:
Do the Evolution
Got Some
Save You
Given To Fly
Animal
Dissident
IN MY TREE
Even Flow
Just Breath
Unthought Known
Whipping
Daugther/Hey Ho Let's go(Ramones Tag)
Jeremy
RVM
ENCORE:
Elderly Woman behind the Counter in a Small Town
Fixer
Life Wasted
Betterman
Rockin in the Free World
So, der Berlin-Bericht folgt dann die Tage. Soviel schon einmal vorweg: Berlin war mal wieder ein absolutes Highlight. Unglaubliche Setlist, Wahnsinns-Stimmung und trotz des traurigen Hintergrundes des 10. Jahrestages der Roskilde-Katastrophe legten die Jungs ein mitreißendes Set hin, das uns einen geradezu phänomenalen Abend bescherte!
Bis dato: Keep on Rockin’!
Personal "New Song Index":
NIJMEGEN: 4
London: 7
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
(04.07.2010)
IN MY JERE-TREE - Pearl Jam Nijmegen 27.06.2010
So, liebe Leute! Nur mal kurz zum gestrigen Abend: Toll wars, nur leider viel zu kurz. Der holländische Curfew lag schon bei 22:30 Uhr, weshalb die Jungs nach reichlich 90 Minuten schon die Bühne verlassen mußten... leider. Bis dahin gabs aber dann ordnungsgemäß auf die Löffel! Das ist dann wieder der Vorzug einer Festival-Setlist, im Gegensatz zum Nachteil der Länge. Aber darauf konnte man sich ja schon ein bissel einstellen und die gespielten Songs entschädigten für so einiges.
Ein Powerset mit einigen Schmankerln. Vor allem In My Tree un Jeremy rißen mich vom Hocker. DTE als Opener kann auch ordentlich heitzen. Ansonsten die beiden Backspacer-Songs im Mainset: Überzeugend bis großartig. Live kann die neue Platte also auch so einiges.
Das Poster ist relativ gaga... irgendwie bekommen die in Nijmegen immer die häßlichen Buden ab. Aber an die Wand kommts bei mir trotzudem. ;-) So eute, später mehr... jetzt muß ich mich erstmal auf den Abmarsch nach BERLIN vorbereiten. Dann werden die Jungs nicht mit 90 Minuten davon kommen... und ich erwarte einen zweistelligen "Personal New Song Index"!!! ;-)
Setlist:
MAIN SET:
DTE
Got Some
Save You
Given To Fly
Animal
Dissident
In my tree
Even Flow
Just Breath
Unthought Known
Whipping
Daugther/Hey Ho Let's go
Jeremy
RVM
ENCORE:
Small Town
Fixer
Life Wasted
Betterman
RITFW
(24.06.2010)
Ein Powerset mit einigen Schmankerln. Vor allem In My Tree un Jeremy rißen mich vom Hocker. DTE als Opener kann auch ordentlich heitzen. Ansonsten die beiden Backspacer-Songs im Mainset: Überzeugend bis großartig. Live kann die neue Platte also auch so einiges.
Das Poster ist relativ gaga... irgendwie bekommen die in Nijmegen immer die häßlichen Buden ab. Aber an die Wand kommts bei mir trotzudem. ;-) So eute, später mehr... jetzt muß ich mich erstmal auf den Abmarsch nach BERLIN vorbereiten. Dann werden die Jungs nicht mit 90 Minuten davon kommen... und ich erwarte einen zweistelligen "Personal New Song Index"!!! ;-)
Setlist:
MAIN SET:
DTE
Got Some
Save You
Given To Fly
Animal
Dissident
In my tree
Even Flow
Just Breath
Unthought Known
Whipping
Daugther/Hey Ho Let's go
Jeremy
RVM
ENCORE:
Small Town
Fixer
Life Wasted
Betterman
RITFW
(24.06.2010)
TREMOR CHRIST - 23.06.10 Belfast
Ab morgen bin ich dann auf Tour... ab morgen startet meine persönliche Pearl - Jam Party! :-D Den zweiten Gig in Belfast nehme ich mal als Anlaß zur gesteigerten Vorfreude! Von wegen "warm spielen" oder erstmal ein paar standardsets wie 2009 einschieben bevor man ab Rotterdam sämtliche Register zieht. Konzert Nr. 2 zeigt auf, daß die Jungs BOCK haben auf eine geile Tour! Hier die Setlist, diesmal unkommentiert (bin momentan einfach nicht mehr objektiv... sorry)!
MAIN SET:
Sometimes
Do The Evolution
Animal
The Fixer
Tremor Christ
Low Light
Even Flow
Unthought Unknown
No Way
Insignificance
Present Tense
Daughter
Got Some
Save You
Given To Fly
Black
Rearviewmirror
ENCORE 1:
Just Breathe
Amongst The Waves
State of Love and Trust
Wasted Reprise
Betterman/Save It For Later
ENCORE 2:
Jeremy
Leash
Crazy Mary
Alive
Yellow Ledbetter
Personal New Song Index:
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
(24.06.2010)
MAIN SET:
Sometimes
Do The Evolution
Animal
The Fixer
Tremor Christ
Low Light
Even Flow
Unthought Unknown
No Way
Insignificance
Present Tense
Daughter
Got Some
Save You
Given To Fly
Black
Rearviewmirror
ENCORE 1:
Just Breathe
Amongst The Waves
State of Love and Trust
Wasted Reprise
Betterman/Save It For Later
ENCORE 2:
Jeremy
Leash
Crazy Mary
Alive
Yellow Ledbetter
Personal New Song Index:
Belfast: 8
Dublin: 8
New York II: 11
Nee York 1: 14 (!!!! - wo soll das noch hin führen?!?)
Newark: 12
Boston: 13
Hartford: 13
Bristow: 8
Buffalo: 7
Cleveland: 11
Noblesville: 11
Columbus: 6
St.Louis: 7
Kansas City: 7
New Orleans: 7
(24.06.2010)
OF THE EARTH - Dublin 22.06.2010
So Mädels, Pearl Jam sind auf dem Kontinent angekommen! Gestern stieg in Dublin das erste Euro-Tour Konzi! Fußballbedingt nur kurz zusammengefasst: Mit „Long Road“ wird die Tradition der langsamen Opener fortgesetzt. Danach gings bis zu „Unthought Known“ erstmal ordentlich zur Sache („Once“ als zweiter Song… ein Traum!). Erstes Highlight dann „Nothingman“, gefolgt von „Not For You“ nach einem Intermezzo der rasenden Art („Lukin“). Unerwartet dann „Arms Aloft“, ein The Clash Cover. Das erste Encore gehighlightet vom neuen Song „Of the Earth“ einer bislang unbekannten B-Seite aus Avocado-Zeiten (Livepremiere natürlich). Encore Nr. 2 gefällt mir dann von der Zusammenstellung wieder außerordentlich. Alleine „Betterman“ nach „Elderly Woman“ klingt großartig. „Kick out the Jams“ gab dem Affen dann noch mal Zucker bevor der Abend standardisiert hochklassig geendet hat.
Main Set:
Long Road
Once
The Fixer
Why Go
Corduroy
Severed Hand
Amongst the Waves
Even Flow
Unthought
Nothingman
Lukin
Not For You
Down
Got Some
Comatose
Arms Aloft (The Clash Cover)
DTE
Encore 1:
Just Breathe
Given To Fly
Of the Earth
Porch
Encore 2:
Elderly Woman
Betterman
Kick Out The Jams
Alive
Yellow Ledbetter
26 Songs und ein auf den ersten Blick feines Poster. Ne solide 2-. Heute Nacht in Belfast geht’s weiter, ich freu mich!

(23.06.2010)
Main Set:
Long Road
Once
The Fixer
Why Go
Corduroy
Severed Hand
Amongst the Waves
Even Flow
Unthought
Nothingman
Lukin
Not For You
Down
Got Some
Comatose
Arms Aloft (The Clash Cover)
DTE
Encore 1:
Just Breathe
Given To Fly
Of the Earth
Porch
Encore 2:
Elderly Woman
Betterman
Kick Out The Jams
Alive
Yellow Ledbetter
26 Songs und ein auf den ersten Blick feines Poster. Ne solide 2-. Heute Nacht in Belfast geht’s weiter, ich freu mich!

(23.06.2010)
LBC - Liveversion
(Pearl Jam)
"...let the show begin..."
Sohoooo, die WM mag nun zwar in die heiße Phase gehen, aber dennoch wird sie ab ca 21 Uhr im Kosmos des Onkels zum zweitwichtigsten Juniereignis degradiert. Denn heute Nacht, etwa um diese Zeit, betreten die Jungs von Pearl Jam erstmals in 2010 eine europäische Bühne. In Dublin geht sie los, die wilde Hatz nach Setlistraritäten. Weiter geht’s dann über Belfast und London zum Toureinstieg meiner Wenigkeit: Nijmegen am Sonntag, den 27.06.2010. Von da aus nach Berlin, das wird was ganz was Großes werden am 30.06.2010… garantiert! Nach diesem Highlight lässt man das Ganze dann relaxt über sechs Abschlußkonzis ausklingen, auf denen man gefälligst größere Highlights im Abendprogramm zu UNTERLASSEN HAT!!! ;-)
Heute werde ich dem Setlist-Ticker des Forums und dem entsprechenden Tweet gleich mal parallel folgen. Immerhin bekommt man einen Eindruck von dem, was man auf der Tour so an Songs erwarten kann und welche Opener man sich Gott sei Dank oder auch Leider gepflegt abschminken kann. Daher hoffe ich doch mal, dass man nicht gleich mit „Release“ lospoltert und auch das zauberhafte „Off He Goes“ bis nächsten Mittwoch stecken lässt. Hach, wird das spannend! Ich freue mir schon ein Loch in den Bach wenn ich nur an die stundenlange Warterei auf dem grünen Wuhlheiderasen denke, während wir dem Einlaß entgegen fiebern und uns die Zeit mit Berliner Kindl und ner Bratwurscht vertreiben. Göttlich! Da weiß man gleich, warum man sich den Urlaub aufgespart hat. Dann erst die Posterfrage! Muß man sich seinen Lebtag eine dieser potthässlichen Buden der Marke Marseille 2006 an die Wand hängen (Mischung aus Alfred E. Neumann und George W. Bush) oder gibt’s einen Wohnungsschmuck der Extraklasse wie etwa Düsseldorf 2007? Ob Krampe oder Krönung – gerahmt und aufgehangen wird das Ding am Ende trotzdem, schon der Erinnerung wegen. Dann das Warten vor der Bühne… die erste Erleichterung wenn der Opener die Bühne betritt und dann END-LICH die Eingangsmelodei der begehrten Schalmeienkapelle!!! Und dann die Antwort auf die Opener-Frage und von da an schwebt man ja eh nur durch den Abend. Hach ja… das wird schön.
Ach ja, eines muß ich jetzt einfach noch, mit Danksagung an meine Schwester, kurz erwähnen… etwas Fußballbezogenes:
Diese Engländer sind schon irgendwie... witzig!
(22.06.2010)
"...let the show begin..."
Sohoooo, die WM mag nun zwar in die heiße Phase gehen, aber dennoch wird sie ab ca 21 Uhr im Kosmos des Onkels zum zweitwichtigsten Juniereignis degradiert. Denn heute Nacht, etwa um diese Zeit, betreten die Jungs von Pearl Jam erstmals in 2010 eine europäische Bühne. In Dublin geht sie los, die wilde Hatz nach Setlistraritäten. Weiter geht’s dann über Belfast und London zum Toureinstieg meiner Wenigkeit: Nijmegen am Sonntag, den 27.06.2010. Von da aus nach Berlin, das wird was ganz was Großes werden am 30.06.2010… garantiert! Nach diesem Highlight lässt man das Ganze dann relaxt über sechs Abschlußkonzis ausklingen, auf denen man gefälligst größere Highlights im Abendprogramm zu UNTERLASSEN HAT!!! ;-)
Heute werde ich dem Setlist-Ticker des Forums und dem entsprechenden Tweet gleich mal parallel folgen. Immerhin bekommt man einen Eindruck von dem, was man auf der Tour so an Songs erwarten kann und welche Opener man sich Gott sei Dank oder auch Leider gepflegt abschminken kann. Daher hoffe ich doch mal, dass man nicht gleich mit „Release“ lospoltert und auch das zauberhafte „Off He Goes“ bis nächsten Mittwoch stecken lässt. Hach, wird das spannend! Ich freue mir schon ein Loch in den Bach wenn ich nur an die stundenlange Warterei auf dem grünen Wuhlheiderasen denke, während wir dem Einlaß entgegen fiebern und uns die Zeit mit Berliner Kindl und ner Bratwurscht vertreiben. Göttlich! Da weiß man gleich, warum man sich den Urlaub aufgespart hat. Dann erst die Posterfrage! Muß man sich seinen Lebtag eine dieser potthässlichen Buden der Marke Marseille 2006 an die Wand hängen (Mischung aus Alfred E. Neumann und George W. Bush) oder gibt’s einen Wohnungsschmuck der Extraklasse wie etwa Düsseldorf 2007? Ob Krampe oder Krönung – gerahmt und aufgehangen wird das Ding am Ende trotzdem, schon der Erinnerung wegen. Dann das Warten vor der Bühne… die erste Erleichterung wenn der Opener die Bühne betritt und dann END-LICH die Eingangsmelodei der begehrten Schalmeienkapelle!!! Und dann die Antwort auf die Opener-Frage und von da an schwebt man ja eh nur durch den Abend. Hach ja… das wird schön.
Ach ja, eines muß ich jetzt einfach noch, mit Danksagung an meine Schwester, kurz erwähnen… etwas Fußballbezogenes:
Diese Engländer sind schon irgendwie... witzig!
(22.06.2010)
STAR SPANGLED BANNER - Liveticker USA : Slovenien
(Mike McGready)
Sososososo... WM-Ticker Nr. Drei zum Spitzenspiel der Gruppe Schlagmichtot! Die freiheitsliebenden US-Amerikaner setzen sich mit dem Balkan(zwerg)staat auseinander. Um dieses Fußballfest zu würdigen, gibts heute den gründerväterlichen Gemeinschaftsticker!
0.Minute: Urs ist da! Die Amis haben sowohl einen Schläfer, als auch einen phänotypischen Skinhead im Aufgebot... Multikultistaat eben...
0. Minute: Ein Finanzbeamter wird das Spiel verwalten. Die geballte Erfahrung von fünf Afrikameisterschaften!!! *wow*
1.Minute: Der Anstoß reißt einen unbekannten Schreihals mit. Nach 10 Sekunden bereits der erste schwerverletzte Slovene... per Ellenbogen niedergestreckt von Dempsey. -> Eisbeutel im Einsatz.
2. Minute: 2.Foul. Effektive Spielzeit bislang ca 15 Sekunden (WOHLWOLLEND geschätzt.)
4. Minute: "Continental", "Visa" und "Hasseröder" als Bandenwerbung sind ja noch einzuordnen... aber welcher Weltkonzern verbirgt sich hinter "Mahintra Setyam"?!?!? Ist das Zulu für "Audi"?!?
6.Minute: Zitat des Spieles: "Schiedsrichter braucht die Assistenz seines Assistenten!" -> Anmerkung: Da geht verbal bestimmt noch mehr... also das bisherige Zitat des Spieles. Bisher übrigens keine gelbe Karte.
9. Minute: Erkenntnis: Novakovic hat eine Hitlerfrisur! Anm. GVH: "Die ham`ooch ihren Nazi dabei, der is sogar noch näher am Original!" Recht hat er!
13. Minute: 1:0 Slovenien!! Birsa fackelt auf 20 Metern einen Unhaltbaren in die Maschen! Der Kommentator legt n´mit logischen Höchstleistungen nach: "Ein Klasse-Tor, vielleicht sogar ein Weltklasse-Tor; wir sind ja bei einer Weltmeisterschaft!" Wir nennen ihn somit mal: Den Spock des Tages!
19.Minute: Käffchen mit Erdbeerkuchen!
22.Minute: Der Führer steht im Abseits und vähhhrrrfählt sain Zääähl!
23.Minute: Einigkeit beim Kompetenzteam: Das Spiel ist fantastisch!
24. Minute: Die Amis haben einen der heißt Cäsar. Erkenntnis 2: Cäsar gegen Hitler, das hat schon was. "Lägäooonän stähän hinterrrr mirrr!"
25. Minute: Neuer Vorschlag fürs Zitat des Tages: "Sie haben 1:0 gewonnen, ohne Gegentor!"
30.Minute: Erkenntnis 3: Slovenen-Fans sehen aus wie Ossis aus den 80ern...
32.Minute: Ami-Fans sehen aus wie 1. Hopper 2. Hipp-Hops 3. Verlauste Skaterbande!
36 Minute: Korrektur: Cäsar und Hitler machen gemeinsame Sache... good bye Weltfrieden.
37.Minute: Toller Torres-Freistoß von Hamdanovic klasse gehalten. Die Amis wehren sich gegen die Achse Berlin-Rom!
39. Minute: Eine Großchance der US-Boys. Allerdigns war abgepfiffen... effektiv also KEINE Großchance der US-Boys. Abgepfiffen wegen HAndspieles das keines war. Also doch wieder eine Großchance der US-Boys. ("Großchance der Herzen" zumindest.)
40.Minute: Noch ne Großchance USA.
42.Minute: Ljubljakic beljubeljakict das 2:0.
45 +2. Minute: Abpfiff in einem tollen Spiel. Macht richtig Spaß den beiden Teams zuzusehen. Hoffentlich gehts weiter in diesem Stil.
46. Minute: Die 2. Halbzeit läuft. Eud neu im Spiel. Dann mal los, werte Ballschieber.
47.Minute: Hammertor von Donovan zum 1:2! Der Aminagelt die Pille unter die Querlatte, daß dem Slovenen-Keeper Himmelangst wird. Die 2.Hälfte hält, was die erste versprach. Im Anschluß gleich ein ordnungsgemäßes Foul an einem Slovenen.
50.Minute: Fast der Ausgleich der Amis!
53.Minute: Lecker Fußball-Eis.
58.Minute: Nächste Ami-Chance! Das Spiel entwickelt sich wie der 2. Weltkrieg: In der 2.Hälfte drängten die Amis Hitler und seine Schergen in die Defensive.
61. Minute: Hitler wird deutlich verfehlt und protestiert.
66.Minute: Weiter ein munteres Auf und Ab in Johannesburg.
67.Minute: Erkenntnis 4: Der US-Nazi heißt auch noch Bradley... wie der Panzer! Der sollte Spielführer werden!
69.Minute: Freistoß USA. Das hätte eigentlich Rot geben müssen, war ne klare Notbremse. Donovan scheint zu schießen uuuuuuuuund... im Nachschuß wirds nochmal richtig gefährlich.
73.Minute: Auswechslung Slovenien. Mit Pecnic kommt ein Stabilisator, während Ljubljankic den Platz verläßt... beim anschließenden Einwurf war vom Stabilisator aber noch nix zu sehen.
79.Minute: Slovenien scheint irgendwie keine Lust mehr zu haben... Konter abgebrochen, Ballgeschiebe... und trotzdem ne Fehlpassquote von 25%. Das schafft sonst nur die FDP!
80.Minute: Die Amis geben auf: sie wechseln ihren Gomez ein.
81.Minute: Korrektur: Der Typ heißt Herkules Gomez, somit wäre die geschichtsträchtigste Partie der WM um ein weiteres Highlight bereichert. Aber wird Herkules diese Aufgabe das Spiel zu drehen wirklich stemmen können?!?
82.Minute: KANN ER!!! ODer zumindest sein Teamnazi! Bradley jagt den Ball imk Rutschen zum Ausgleich unter die Latte! Ausgleich zum 2:2 und das, ACHTUNG, "Momentun" ist nun auf Seiten der US-Boys. Die Fans weinen schon... .
85. Minute: Altidori versucht sich im Rücken von Cäsar davon zuschleichen, was der aber nicht zuläßt (verständlicher Weise). Er foult. Daraus das 3:2 der Amis... abgepfiffen wegen wasweißich... krasses Spiel. Wir sind allerdings ratlos, warum das Tor nicht zählte.
88.Minute: Hitler köpft daneben! "Das passt doch!"
90.Minute: Offensive auf beiden Seiten jetzt. Klasse, das Spiel wollen beide Coaches noch gewinnen! WM, wie sie sein soll!
90+3. Minute: Doppelfoul des Balles!Beim Deutschland Schiri hätte die Kugel mindestens gelb gesehen!
90+4. Minute: Abpfiff! 2:2 in einem sehr, sehr ansehnlichen Spiel. das nicht gegebene Tor der USA erzürnt selbige vollkommen zu Recht!
Und hier das offizielle Gesamtfazit der bisherigen beiden Spiele:
"Das zweite Spiel in dem der Schiri der Depp ist! Nachher mit England auf dem Platz wird das nicht passieren!" (GVH)
(18.06.2010)
Sososososo... WM-Ticker Nr. Drei zum Spitzenspiel der Gruppe Schlagmichtot! Die freiheitsliebenden US-Amerikaner setzen sich mit dem Balkan(zwerg)staat auseinander. Um dieses Fußballfest zu würdigen, gibts heute den gründerväterlichen Gemeinschaftsticker!
0.Minute: Urs ist da! Die Amis haben sowohl einen Schläfer, als auch einen phänotypischen Skinhead im Aufgebot... Multikultistaat eben...
0. Minute: Ein Finanzbeamter wird das Spiel verwalten. Die geballte Erfahrung von fünf Afrikameisterschaften!!! *wow*
1.Minute: Der Anstoß reißt einen unbekannten Schreihals mit. Nach 10 Sekunden bereits der erste schwerverletzte Slovene... per Ellenbogen niedergestreckt von Dempsey. -> Eisbeutel im Einsatz.
2. Minute: 2.Foul. Effektive Spielzeit bislang ca 15 Sekunden (WOHLWOLLEND geschätzt.)
4. Minute: "Continental", "Visa" und "Hasseröder" als Bandenwerbung sind ja noch einzuordnen... aber welcher Weltkonzern verbirgt sich hinter "Mahintra Setyam"?!?!? Ist das Zulu für "Audi"?!?
6.Minute: Zitat des Spieles: "Schiedsrichter braucht die Assistenz seines Assistenten!" -> Anmerkung: Da geht verbal bestimmt noch mehr... also das bisherige Zitat des Spieles. Bisher übrigens keine gelbe Karte.
9. Minute: Erkenntnis: Novakovic hat eine Hitlerfrisur! Anm. GVH: "Die ham`ooch ihren Nazi dabei, der is sogar noch näher am Original!" Recht hat er!
13. Minute: 1:0 Slovenien!! Birsa fackelt auf 20 Metern einen Unhaltbaren in die Maschen! Der Kommentator legt n´mit logischen Höchstleistungen nach: "Ein Klasse-Tor, vielleicht sogar ein Weltklasse-Tor; wir sind ja bei einer Weltmeisterschaft!" Wir nennen ihn somit mal: Den Spock des Tages!
19.Minute: Käffchen mit Erdbeerkuchen!
22.Minute: Der Führer steht im Abseits und vähhhrrrfählt sain Zääähl!
23.Minute: Einigkeit beim Kompetenzteam: Das Spiel ist fantastisch!
24. Minute: Die Amis haben einen der heißt Cäsar. Erkenntnis 2: Cäsar gegen Hitler, das hat schon was. "Lägäooonän stähän hinterrrr mirrr!"
25. Minute: Neuer Vorschlag fürs Zitat des Tages: "Sie haben 1:0 gewonnen, ohne Gegentor!"
30.Minute: Erkenntnis 3: Slovenen-Fans sehen aus wie Ossis aus den 80ern...
32.Minute: Ami-Fans sehen aus wie 1. Hopper 2. Hipp-Hops 3. Verlauste Skaterbande!
36 Minute: Korrektur: Cäsar und Hitler machen gemeinsame Sache... good bye Weltfrieden.
37.Minute: Toller Torres-Freistoß von Hamdanovic klasse gehalten. Die Amis wehren sich gegen die Achse Berlin-Rom!
39. Minute: Eine Großchance der US-Boys. Allerdigns war abgepfiffen... effektiv also KEINE Großchance der US-Boys. Abgepfiffen wegen HAndspieles das keines war. Also doch wieder eine Großchance der US-Boys. ("Großchance der Herzen" zumindest.)
40.Minute: Noch ne Großchance USA.
42.Minute: Ljubljakic beljubeljakict das 2:0.
45 +2. Minute: Abpfiff in einem tollen Spiel. Macht richtig Spaß den beiden Teams zuzusehen. Hoffentlich gehts weiter in diesem Stil.
46. Minute: Die 2. Halbzeit läuft. Eud neu im Spiel. Dann mal los, werte Ballschieber.
47.Minute: Hammertor von Donovan zum 1:2! Der Aminagelt die Pille unter die Querlatte, daß dem Slovenen-Keeper Himmelangst wird. Die 2.Hälfte hält, was die erste versprach. Im Anschluß gleich ein ordnungsgemäßes Foul an einem Slovenen.
50.Minute: Fast der Ausgleich der Amis!
53.Minute: Lecker Fußball-Eis.
58.Minute: Nächste Ami-Chance! Das Spiel entwickelt sich wie der 2. Weltkrieg: In der 2.Hälfte drängten die Amis Hitler und seine Schergen in die Defensive.
61. Minute: Hitler wird deutlich verfehlt und protestiert.
66.Minute: Weiter ein munteres Auf und Ab in Johannesburg.
67.Minute: Erkenntnis 4: Der US-Nazi heißt auch noch Bradley... wie der Panzer! Der sollte Spielführer werden!
69.Minute: Freistoß USA. Das hätte eigentlich Rot geben müssen, war ne klare Notbremse. Donovan scheint zu schießen uuuuuuuuund... im Nachschuß wirds nochmal richtig gefährlich.
73.Minute: Auswechslung Slovenien. Mit Pecnic kommt ein Stabilisator, während Ljubljankic den Platz verläßt... beim anschließenden Einwurf war vom Stabilisator aber noch nix zu sehen.
79.Minute: Slovenien scheint irgendwie keine Lust mehr zu haben... Konter abgebrochen, Ballgeschiebe... und trotzdem ne Fehlpassquote von 25%. Das schafft sonst nur die FDP!
80.Minute: Die Amis geben auf: sie wechseln ihren Gomez ein.
81.Minute: Korrektur: Der Typ heißt Herkules Gomez, somit wäre die geschichtsträchtigste Partie der WM um ein weiteres Highlight bereichert. Aber wird Herkules diese Aufgabe das Spiel zu drehen wirklich stemmen können?!?
82.Minute: KANN ER!!! ODer zumindest sein Teamnazi! Bradley jagt den Ball imk Rutschen zum Ausgleich unter die Latte! Ausgleich zum 2:2 und das, ACHTUNG, "Momentun" ist nun auf Seiten der US-Boys. Die Fans weinen schon... .
85. Minute: Altidori versucht sich im Rücken von Cäsar davon zuschleichen, was der aber nicht zuläßt (verständlicher Weise). Er foult. Daraus das 3:2 der Amis... abgepfiffen wegen wasweißich... krasses Spiel. Wir sind allerdings ratlos, warum das Tor nicht zählte.
88.Minute: Hitler köpft daneben! "Das passt doch!"
90.Minute: Offensive auf beiden Seiten jetzt. Klasse, das Spiel wollen beide Coaches noch gewinnen! WM, wie sie sein soll!
90+3. Minute: Doppelfoul des Balles!Beim Deutschland Schiri hätte die Kugel mindestens gelb gesehen!
90+4. Minute: Abpfiff! 2:2 in einem sehr, sehr ansehnlichen Spiel. das nicht gegebene Tor der USA erzürnt selbige vollkommen zu Recht!
Und hier das offizielle Gesamtfazit der bisherigen beiden Spiele:
"Das zweite Spiel in dem der Schiri der Depp ist! Nachher mit England auf dem Platz wird das nicht passieren!" (GVH)
(18.06.2010)
RED FLAG - Brasilien vs. Nordkorea... der Foxymorph WM Ticker
(Billy Talent)
Nach dem Erfolg des letzten Livetickers, gibt es heute den zweiten Teil... den *Trommelwirbel*:
SCHURKENSTAATTICKER!
Brasilien : Nordkorea steht an!
0.Minute: Nordkorea hat Chinesen als Fan-Söldner engagiert, die linientreu ihren Pseudo-Landsleuten zujubeln sollen. Zu allem Überfluß heißt der koreanisch Kapitän auch noch "Honk".
02.Minute: Nordkorea im systemtreuen Rot gleich unter Druck. Der imperialistische Klassenfeind läßt die dekadenten Starkicker gegen die antiimperialistische Abwehrkette anrennen. Lenin sei mit euch, liebe Genossen!
07. Minute: Erster Schuß der Brasilianer auf das Tor der Gegner... das kennen die nur aus der anderen Perspektive.
8.Minute: Fump! Köstritzer geöffnet. IMPERIALISTISCHES Köstritzer... .
10. Minute: Dunga hat nen Seemannsmantel an.
11.Minute: Erster Torschuß Nordkorea! Erwartungsgemäß kam der "auf Mann"!
12.Minute: Wir lernen: Bei Nordkorea gibt es zwei "Pak"'s; den sogenannten "Doppel-Pak"! (Jaja, heute bin ich in Kalauer-Laune!)
18. Minute: Nordkorea wird frech. Torschüsse auf das Gehäuse des Klassenfeindes. Wenn einer davon trifft, kann Kim Jong heute nur auf dem Rücken schlafen.
21. Minute: Laut Jule soll ich "Tschö mit Ö!" tickern. (Der Zusammenhang mit dem Spiel ist zu diesem Zeitpunkt eher unklar... selbst mir.)
25. Minute: Wie Real-Madrid-Star gegen hauptberuflichen Selbstschußanlagenjustierer sieht das Spiel bislang aber nicht aus. Brasilien tut sich sichtlich schwer gegen die Nordkoreaner. Eben sogar ein Hauch von Konter.
27.Minute: Die Brasilianer spielen mit Handschuhen!! Wie will mann denn so die nötige Härte ins Spiel bringen. Der Diktator lacht sich doch nen Ast!
32. Minute: Erstmals werden nach einem Torschuß der Koreaner die chinesischen Jubelsöldner eingeblendet. Enthusiasmus sieht anders aus. Vielleicht hätte Kim-Jong Dollar statt seiner Operettenwährung springen lassen sollen.
39.Minute: Da ist man bei Brasilien : Nordkorea 5 Minuten auf dem Balkon und verpasst kein Tor... wer hätte das gedacht?!?
Halbzeit!!! Das ist DIE Überraschung des bisherigen Turnieres wenn ihr mich fragt. Brasilien kriegts nicht geregelt auch nur ansatzweise gefährlich vors Tor zu kommen, während Nordkorea sich hinten routiniert einmauert und vorn die Nadelstichkonter ins Kapitalistenherz setzt (so ab und an).
46.Minute: weiter gehts mit dem Duell Samba gegen Separatismus.
49. Minute: Das geschulte Expertenauge erkennt bei Nordkorea eine Sechserabwehrkette mit zwei Sechsern vor der Abwehr. Dahinter noch der Torwart... die anderen beiden Spieler riskieren bestimmt grade einen Prozeß wegen "Fahnenfluckt nach vorn"!
50. Minute: Freistoßchance vergeben von Bastos. Dazu die Erkenntnis, daß Diktaturen auch was gutes haben: Die chinesischen Söldner haben keine Vuvuzelas!
55. Minute: Weltklassetor Maicon!!! Zur Sicherheit erst abgezogen, als er die komplette Mannschaft Nordkoreas hinter sich gelassen hatte. Hoffentlich wird jetzt noch kräftig nachgelegt! Wenngleich ich hier nicht drumrum komme zu sagen: Olli Kahn hätte den mit der Mütze gehalten!
62. Minute: Brasilien spielt jetzt langsam wie Brasilien. Momentan zwar noch auf U21-Niveau, aber immerhin.
64.Minute: Luis Fabiano versagt freistehend vorm Tor.
66. Minute: Immer wieder ein geiles Bild: Dieser einheitliche, ordnungsgemäß abgegrenzte Block von uniformierten Chinesen im Nordkorea-Look (OHNE VUVUZELAS!!!)! *doppel-lol*
69. Minute: Darf ein Nordkoreanischer Modellathlet eigentlich überhaupt verletzt ausscheiden? Sich gar per Trage vom Feld befördern lassen?!? NEIN, denkt sich auch Pak-Choi und stürmt hinkenden Fußes zurück aufs Feld! Wer weiß was man dem angedroht hat... .
72. Minute: 2:0 Brasilien!!! Nach einem Traumpass macht Elano seinem Namen alle Ehre und netzt ein. So hat das auszusehen! Außerdem ENDLICH der ruhmreiche FC Barcelona in persona Dani Alves vertreten!
77.Minute: Erkenntnis: Es gibt auch Brasilianer mit Schnauzbart. Aber so schafft mans nur zu Co-Trainer...
80. Minute: Ausflug in die Bundespolitik: Hab grade einen Tweet über die Verabschiedung via Großer Zapfenstreich vom Köhler gelesen. Den Ausdruck "Beleidigter Leberhorst" finde ich genial! :-)
81. Minute: Brasilien mach fleißig weiter Druck. allerdings ohne Zählbares zu erreichen. Außerdem muß ich hier nochmal die koreanischen Söldnerchinesen lobend erwähnen... ihr wißt schon warum: keine Vuvuzelas!!
85.Minute: Nilmar vergibt wieder frei vor dem Tor. Seit dem 1:0 sieht das ganze Dingen hier schon fast aus wie ein Länderspiel.
86.Minute: Yong Ti Se vergibt die Chance zum Anschlußtreffer nach einem blitzsauberen Konter. Ein Nordkoreaner aus Überzeugung; wer bei der Hymne weint, der darf aber auch gerne in Toren zurück zahlen, was das Volk ihm gab!
89.Minute: Ein Volks(republik)held ist geboren! Ji marschiert (hat er bestimmt lange genug geübt) durch die Zuckerhutabwehr und verwandelt zum gar nicht mal so unverdienten 1:2 für unser Klassenkämpfer! Gefühlt wie eine Niederlage für die Brasilianer... leider nur gefühlt.
90.Minute: Das mußt du erstmal bringen: gegen Brasilien zur 90.Minute die Abwehrkette praktisch auf vier Mann halbieren und als "Nordkorea" auf den Ausgleich zu drängen. Respekt!
Abpfiff! Kein gutes, aber ein interessantes Spiel allemal. Die Bewertung überlasse ich Olli Kahn und Katrin "Reichsparteitag" Hohenstein im ZDF (der mußte jetzt sein, Sorry). Ich verabschiede mich dann mal ins Bett. Morgen greifen endlich die Spanier ein, wieder was, auf das man sich freuen kann! :-)
(15.06.2010)
Nach dem Erfolg des letzten Livetickers, gibt es heute den zweiten Teil... den *Trommelwirbel*:
SCHURKENSTAATTICKER!
Brasilien : Nordkorea steht an!
0.Minute: Nordkorea hat Chinesen als Fan-Söldner engagiert, die linientreu ihren Pseudo-Landsleuten zujubeln sollen. Zu allem Überfluß heißt der koreanisch Kapitän auch noch "Honk".
02.Minute: Nordkorea im systemtreuen Rot gleich unter Druck. Der imperialistische Klassenfeind läßt die dekadenten Starkicker gegen die antiimperialistische Abwehrkette anrennen. Lenin sei mit euch, liebe Genossen!
07. Minute: Erster Schuß der Brasilianer auf das Tor der Gegner... das kennen die nur aus der anderen Perspektive.
8.Minute: Fump! Köstritzer geöffnet. IMPERIALISTISCHES Köstritzer... .
10. Minute: Dunga hat nen Seemannsmantel an.
11.Minute: Erster Torschuß Nordkorea! Erwartungsgemäß kam der "auf Mann"!
12.Minute: Wir lernen: Bei Nordkorea gibt es zwei "Pak"'s; den sogenannten "Doppel-Pak"! (Jaja, heute bin ich in Kalauer-Laune!)
18. Minute: Nordkorea wird frech. Torschüsse auf das Gehäuse des Klassenfeindes. Wenn einer davon trifft, kann Kim Jong heute nur auf dem Rücken schlafen.
21. Minute: Laut Jule soll ich "Tschö mit Ö!" tickern. (Der Zusammenhang mit dem Spiel ist zu diesem Zeitpunkt eher unklar... selbst mir.)
25. Minute: Wie Real-Madrid-Star gegen hauptberuflichen Selbstschußanlagenjustierer sieht das Spiel bislang aber nicht aus. Brasilien tut sich sichtlich schwer gegen die Nordkoreaner. Eben sogar ein Hauch von Konter.
27.Minute: Die Brasilianer spielen mit Handschuhen!! Wie will mann denn so die nötige Härte ins Spiel bringen. Der Diktator lacht sich doch nen Ast!
32. Minute: Erstmals werden nach einem Torschuß der Koreaner die chinesischen Jubelsöldner eingeblendet. Enthusiasmus sieht anders aus. Vielleicht hätte Kim-Jong Dollar statt seiner Operettenwährung springen lassen sollen.
39.Minute: Da ist man bei Brasilien : Nordkorea 5 Minuten auf dem Balkon und verpasst kein Tor... wer hätte das gedacht?!?
Halbzeit!!! Das ist DIE Überraschung des bisherigen Turnieres wenn ihr mich fragt. Brasilien kriegts nicht geregelt auch nur ansatzweise gefährlich vors Tor zu kommen, während Nordkorea sich hinten routiniert einmauert und vorn die Nadelstichkonter ins Kapitalistenherz setzt (so ab und an).
46.Minute: weiter gehts mit dem Duell Samba gegen Separatismus.
49. Minute: Das geschulte Expertenauge erkennt bei Nordkorea eine Sechserabwehrkette mit zwei Sechsern vor der Abwehr. Dahinter noch der Torwart... die anderen beiden Spieler riskieren bestimmt grade einen Prozeß wegen "Fahnenfluckt nach vorn"!
50. Minute: Freistoßchance vergeben von Bastos. Dazu die Erkenntnis, daß Diktaturen auch was gutes haben: Die chinesischen Söldner haben keine Vuvuzelas!
55. Minute: Weltklassetor Maicon!!! Zur Sicherheit erst abgezogen, als er die komplette Mannschaft Nordkoreas hinter sich gelassen hatte. Hoffentlich wird jetzt noch kräftig nachgelegt! Wenngleich ich hier nicht drumrum komme zu sagen: Olli Kahn hätte den mit der Mütze gehalten!
62. Minute: Brasilien spielt jetzt langsam wie Brasilien. Momentan zwar noch auf U21-Niveau, aber immerhin.
64.Minute: Luis Fabiano versagt freistehend vorm Tor.
66. Minute: Immer wieder ein geiles Bild: Dieser einheitliche, ordnungsgemäß abgegrenzte Block von uniformierten Chinesen im Nordkorea-Look (OHNE VUVUZELAS!!!)! *doppel-lol*
69. Minute: Darf ein Nordkoreanischer Modellathlet eigentlich überhaupt verletzt ausscheiden? Sich gar per Trage vom Feld befördern lassen?!? NEIN, denkt sich auch Pak-Choi und stürmt hinkenden Fußes zurück aufs Feld! Wer weiß was man dem angedroht hat... .
72. Minute: 2:0 Brasilien!!! Nach einem Traumpass macht Elano seinem Namen alle Ehre und netzt ein. So hat das auszusehen! Außerdem ENDLICH der ruhmreiche FC Barcelona in persona Dani Alves vertreten!
77.Minute: Erkenntnis: Es gibt auch Brasilianer mit Schnauzbart. Aber so schafft mans nur zu Co-Trainer...
80. Minute: Ausflug in die Bundespolitik: Hab grade einen Tweet über die Verabschiedung via Großer Zapfenstreich vom Köhler gelesen. Den Ausdruck "Beleidigter Leberhorst" finde ich genial! :-)
81. Minute: Brasilien mach fleißig weiter Druck. allerdings ohne Zählbares zu erreichen. Außerdem muß ich hier nochmal die koreanischen Söldnerchinesen lobend erwähnen... ihr wißt schon warum: keine Vuvuzelas!!
85.Minute: Nilmar vergibt wieder frei vor dem Tor. Seit dem 1:0 sieht das ganze Dingen hier schon fast aus wie ein Länderspiel.
86.Minute: Yong Ti Se vergibt die Chance zum Anschlußtreffer nach einem blitzsauberen Konter. Ein Nordkoreaner aus Überzeugung; wer bei der Hymne weint, der darf aber auch gerne in Toren zurück zahlen, was das Volk ihm gab!
89.Minute: Ein Volks(republik)held ist geboren! Ji marschiert (hat er bestimmt lange genug geübt) durch die Zuckerhutabwehr und verwandelt zum gar nicht mal so unverdienten 1:2 für unser Klassenkämpfer! Gefühlt wie eine Niederlage für die Brasilianer... leider nur gefühlt.
90.Minute: Das mußt du erstmal bringen: gegen Brasilien zur 90.Minute die Abwehrkette praktisch auf vier Mann halbieren und als "Nordkorea" auf den Ausgleich zu drängen. Respekt!
Abpfiff! Kein gutes, aber ein interessantes Spiel allemal. Die Bewertung überlasse ich Olli Kahn und Katrin "Reichsparteitag" Hohenstein im ZDF (der mußte jetzt sein, Sorry). Ich verabschiede mich dann mal ins Bett. Morgen greifen endlich die Spanier ein, wieder was, auf das man sich freuen kann! :-)
(15.06.2010)
BLITZKRIEG
(Met(a)llica)
*lol* Erster verbaler Einmarsch der öffentlich-rechtlichen! Ich mache ja keinen Hehl daraus, dass ich Katrin Müller-Hohenstein nicht sonderlich mag, respektive, dass ich die Lierhaus um längen besser finde wenn es um Sportmoderation im weitesten Sinne geht. Aber das, was die arme Frau jetzt ertragen muß, das hat sie nun auch nicht verdient. Müller-Hohenstein sprach in der Halbzeitpause der Fußballdemonstration unserer Nationalkicker gegen die Aussies folgenden Satz ins vuvuzelageplagte Mikro:
«Und für Miroslav Klose ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst, dass er heute hier trifft»
Und prompt kassiert sie dafür Dresche. Für eine Bemerkung, die bei Harald Schmidt als „zu unprovokativ“ aus dem Programm fliegen würde. Aber gut, damit hätte sie halt rechnen müssen, dass das bundesweite Gutmenschentum darauf anspringt. Geht ja auch nicht, dass die da das böse „R“ – Wort ungestraft benutzt. Was nun folgt, ist der übliche Gang nach Canossa durch die Medienlandschaft, mit den vorgedruckten Entschuldigungen und der Asche-auf-mein-Haupt-Gestik, die alle von ihr erwarten. Trotzdem wird sie am Ende nur noch die „Reichsparteitag-Frau“ des ZDF sein und irgendwann ihr Privatleben von Guido Knopp durchleuchten lassen müssen um die Pilotfolge zu „Hitlers Moderatoren“ zu füllen.
Mich regt so was auf! Klar war das eine flapsige Bemerkung, die man sich hätte getrost sparen können wenn man die Reichweite der Sendung bedenkt. Aber dass jetzt auf die Frau eingeprügelt wird, als hätte sie mit Armbinde und Schnurrbart da gestanden, das ist derart übertrieben! Vor allem sind das wahrscheinlich die gleichen Political Correctness Fetischisten, die im nächsten Atemzug von „Negern mit Tröten“ (unbekannter Penny-Markt-Kunde, 2010) sprechen, wohlweißlich, dass DAS dann wieder keiner spitz kriegt in der Öffentlichkeit.
Vergangenheitsbewältigung fängt irgendwo auch damit an, dass man Dinge etwas relaxter sieht. Diese ewige Dünnhäutigkeit beim Thema Drittes Reich schafft nur Tabus und kaum sinnvolle Diskussion. Diese Heinis sollten ihre Doppelmoral stecken lassen und Müller-Hohensteins Kommentar einfach als das stehen lassen, als was er meiner Meinung nach eingeordnet werden sollte: Als einen der viel zu seltenen Ausflüge eines ZDF-Moderators in die ihm unbekannte Welt des „schwarzen Humors“ (und selbst da ist sie nüchtern betrachtet noch nicht mal weit gegangen).
(14.06.2010)
*lol* Erster verbaler Einmarsch der öffentlich-rechtlichen! Ich mache ja keinen Hehl daraus, dass ich Katrin Müller-Hohenstein nicht sonderlich mag, respektive, dass ich die Lierhaus um längen besser finde wenn es um Sportmoderation im weitesten Sinne geht. Aber das, was die arme Frau jetzt ertragen muß, das hat sie nun auch nicht verdient. Müller-Hohenstein sprach in der Halbzeitpause der Fußballdemonstration unserer Nationalkicker gegen die Aussies folgenden Satz ins vuvuzelageplagte Mikro:
«Und für Miroslav Klose ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst, dass er heute hier trifft»
Und prompt kassiert sie dafür Dresche. Für eine Bemerkung, die bei Harald Schmidt als „zu unprovokativ“ aus dem Programm fliegen würde. Aber gut, damit hätte sie halt rechnen müssen, dass das bundesweite Gutmenschentum darauf anspringt. Geht ja auch nicht, dass die da das böse „R“ – Wort ungestraft benutzt. Was nun folgt, ist der übliche Gang nach Canossa durch die Medienlandschaft, mit den vorgedruckten Entschuldigungen und der Asche-auf-mein-Haupt-Gestik, die alle von ihr erwarten. Trotzdem wird sie am Ende nur noch die „Reichsparteitag-Frau“ des ZDF sein und irgendwann ihr Privatleben von Guido Knopp durchleuchten lassen müssen um die Pilotfolge zu „Hitlers Moderatoren“ zu füllen.
Mich regt so was auf! Klar war das eine flapsige Bemerkung, die man sich hätte getrost sparen können wenn man die Reichweite der Sendung bedenkt. Aber dass jetzt auf die Frau eingeprügelt wird, als hätte sie mit Armbinde und Schnurrbart da gestanden, das ist derart übertrieben! Vor allem sind das wahrscheinlich die gleichen Political Correctness Fetischisten, die im nächsten Atemzug von „Negern mit Tröten“ (unbekannter Penny-Markt-Kunde, 2010) sprechen, wohlweißlich, dass DAS dann wieder keiner spitz kriegt in der Öffentlichkeit.
Vergangenheitsbewältigung fängt irgendwo auch damit an, dass man Dinge etwas relaxter sieht. Diese ewige Dünnhäutigkeit beim Thema Drittes Reich schafft nur Tabus und kaum sinnvolle Diskussion. Diese Heinis sollten ihre Doppelmoral stecken lassen und Müller-Hohensteins Kommentar einfach als das stehen lassen, als was er meiner Meinung nach eingeordnet werden sollte: Als einen der viel zu seltenen Ausflüge eines ZDF-Moderators in die ihm unbekannte Welt des „schwarzen Humors“ (und selbst da ist sie nüchtern betrachtet noch nicht mal weit gegangen).
(14.06.2010)
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