Hallöchen! Ich muß mal wieder Abbitte leisten: Meine Schwester hat Recht gehabt; mal wieder! Muß ja auch mal gesagt werden (ab und zu zumindest)

Als meine Schwester allerdings für ein Praktikum temporär bei mir einzog, da brachte sie mir die “Season 1 & 2 US - Special Edition” von Supernatural mit. Nachdem ich irgendwann nachgab und wir uns die eine oder andere Folge anschauten, war ich mehr als positiv überrascht. Die zwei jugendhaften Bubis entpuppten sich als ungleiches Brüderpaar, das sich mit coolen bis derben Sprüchen durch die eigene Familientragödie quält. Sie durchqueren die USA mit einem Muscle – Car aller erster Güte und Dean, der ältere von beiden, reißt dabei alles auf, was bei drei nicht auf den Bäumen ist (und da gibt es erstaunlich wenige Bäume, das kann ich euch sagen). Nebenbei ahmen die beiden regelmäßig Regierungsbeamte nach (inklusive einem Haufen gefälschter Ausweise), was ob ihres Alters eine gewisse Situationskomik besitzt. Das Wichtigste, nämlich die Dämonen und übersinnlichen Erscheinungen, sind richtig fiese Arschgeigen, welche ihre Opfer relativ humorlos aber immer wieder kreativ abmurksen und tyrannisieren. Das sind keine Schickimickie – Alibi – Monster, das sind noch richtige Unholde, bei deren Auswahl die Autoren sämtliche Mythologien und B-Movies zitieren. Herrlich! Das Ganze wird gewürzt mit Sarkasmus und dem Realismus, welcher dem Töten der Urviehcher innewohnt: Nix mit Strahlenkanone oder Pfahl ins Herz, da wird noch ordentlich geknobelt bis man die seltsame aber dann doch irgendwie einleuchtende und mit normalen Mitteln umsetzbare Lösung präsentiert. Klar, man muß ja auch ein wenig die Sendezeit füllen, die nicht mit Wortgefechten und Deans Mackerhabitus ausgeschmückt werden kann (in diesem Zusammenhang wundert es mich nicht, daß die prüden Amis in Gestalt ihrer Feminismusgruppen gegen die Serie Sturm laufen). Außerdem – und jetzt kommen die beiden wichtigsten Punkte aus meiner persönlichen Sicht – schrammelt dort permanent das “Who is Who” der Rock- und Metalszene aus dem Autoradio und kulminiert in einem großartigen Soundtrack. Bei den Granden dieser Musik leiht sich das Brüderpaar bisweilen auch seine Alias – Namen (“Special Agents Hetfield & Hammet” etc.) aus. Es werden Tapes (!!!) von Motörhead bis AC/DC eingelegt und ES PASST EINFACH perfekt zur Serie. Punkt 2 erschöpft sich dann in der simplen Feststellung, daß die Serie blutig ist, oooooh ja, blutig ist sie!!!
Alles in allem: Ne feine Serie! Ich habe die Box noch hier und ziehe mir hin und wieder eine neue Folge rein. Die Originalfassung macht einfach auch mehr her als die Synchro, denn da wirken die Dialoge manchmal schon arg hölzern wie ich finde. Hmm… wie bringe ich das alles auf einen Nenner?!? Ich habs: Kaufbefehl!

Dazu ist nichts weiter zu sagen *g*
AntwortenLöschenBegeisterte Grüße vom Schäfchen
Sag mal, eigentlich sollte ich jetzt auch so langsam mein eigenes Label bei Dir bekommen, für solche Posts wie diesen hier, der ja doch mehr oder weniger auf meinem Mist gewachsen ist.
AntwortenLöschenUnd den Buffy-Vergleich ignoriere ich mal ganz gekonnt, und weise auch nicht darauf hin, dass die ultimative Verweichlichungsform des Vampirs nicht eben dort zu finden ist (bei Buffy waren die Vampire evil, glaub es mir oder nicht), sondern im grottenschlecht geschriebenen Zwielicht.
Diese Twilight-Armleuchter sind für mich keine Vampire, das sind Sockenbügler!
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